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Kinostatistik 2016 (10-Jahres-Edition)

Willkommen beim Jahresende, willkommen bei meiner alljährlichen Kinostatistik! Dies ist bereits die zehnte Ausgabe in Folge, was bedeutet, dass ich bereits seit einem Jahrzehnt festhalte, wie oft ich im ausklingenden Jahr im Kino war und wieviel mich der Spaß insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) kostete und wie sich die Kosten für einen Kinobesuch seitdem hierzulande entwickelt haben. Seit 2007 sind viele neue Auswertungen dazu gekommen und auch dieses Jahr, soll das nicht anders sein, bietet es sich diesmal doch an, nochmal genauer die vergangen zehn Jahre zu betrachten. 😊


Nachdem die letzten zwei Jahre von vergleichsweise wenigen Kinobesuchen geprägt waren, war 2016 mit 45 Kinobesuchen endlich wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Während der Durchschnittsdeutsche (viele Grüße!) im Jahr auf mittlerweile 1,7 Kinobesuche kommt1, brauche ich mit 0,86 Kinobesuchen pro Woche dazu zwei Wochen. Wie in den ganzen letzten zehn Jahren konnte mein Stammkino in Kerpen davon wieder am meisten profitieren (Support your local cinema!), wenngleich das große, unpersönliche Cinedom in Köln aufgrund seiner Nähe zum Büro in diesem Jahr stark aufholen konnte.2 Im 10-Jahres-Schnitt komme ich auf genau 498 Kinobesuche, was ungefähr 50 Kinobesuchen pro Jahr entspricht. (Und jetzt ärgere ich mich, dass es nicht zwei mehr waren. 😉)


Von den 45 Filmen habe ich zwei als kostenlose Preview gesehen. Die ingesamt 406,35 Euro beziehen sich also nur auf 43 Kinobesuche. Die Kosten liegen damit zwischen 2010 und 2011, wo es für ähnliche Summen aber auch deutlich mehr Filme zu sehen gab. Der Durchschnittspreis hat sich seitdem entsprechend auf 9,45 Euro pro Kinobesuch erhöht, liegt mit nur 2 Cent Unterschied aber auf dem Niveau des letzten Jahres. Dass wir in diesem Jahr meist in der günstigeren ersten Wochenhälfte im Kino waren3, dürfte sich allerdings positiv auf den Durchschnitt ausgewirkt haben. 498 Kinobesuche haben mich in zehn Jahren 3.804,47 Euro gekostet bzw. rund 380,45 Euro pro Jahr.


Über die letzten zehn Jahre habe ich durchschnittlich 7,75 Euro pro Kinobesuch bezahlt, wobei der Trend eines massiven Preisanstiegs weiterhin unverkennbar ist. Der teuerste Film in diesem Jahr war an einem Feiertag »Doctor Strange« in 3D mit 14,50 Euro – einen Euro teurer als der Spitzenreiter »The Force Awakens« im Vorjahr. Wie schon 2014 und 2015 musste ich zwölf Mal die ungeliebten 3D-Brillen aufsetzen, was minus eine kostenlose Preview insgesamt 153,80 Euro für elf 3D-Filme (von 406,35 Euro komplett), also rund 13,98 Euro pro 3D-Film, ausmachte. Neuer Rekord nach den 11,75 Euro pro 3D-Film im letzten Jahr. Zum Vergleich: Der Durchschnittspreis ohne 3D-Filme lag bei 7,65 Euro. Es ist und bleibt die alte Leier von der Refinanzierung der Digital- und 3D-Technik.

Anhand der von der IMDb ausgegebenen Hauptgenres ergeben sich wieder 2,6 Genres pro Film. Adventure und Action dominieren weiterhin das Feld, haben allerdings die Plätze getauscht. Ebenso Science Fiction und Comedy, ansonsten ist das Verhältnis ähnlich dem des letzten Jahres.

Nachdem meine Schätzung von 100 Minuten pro Film von Owley im letzten Jahr zu Recht angezweifelt wurde, habe ich es dieses Jahr genau wissen wollen: Im Schnitt waren die 2016 gesehenen Kinofilme rund 118 Minuten lang. Insgesamt saß ich 5294 Minuten im Kinosessel, was rund 88,2 Stunden bzw. 3,7 Tage sind. Zusammen mit den 189 Stunden des Serienguckens habe ich also rund 277 Stunden bzw. rund 11 ½ Tage mit der bewussten Bewegtbildrezeption verbracht. Für meine Frau und mich wie Urlaub, den man nicht mal einreichen muss. 😎

Gerade im Vergleich zur für Serien aufgewendeten Zeit zeigt sich aber auch, dass die Aufmerksamkeit immer mehr zu Netflix und Amazon wandert. Für gerade einmal 170 Euro im Jahr (120 Euro für Netflix, 50 Euro für Amazon Prime) konnte man hier drei Mal so viel Zeit verbringen – ohne noch weiteres Geld für Speisen und Getränke drauflegen zu müssen. Es wird interessant zu sehen, wie sich die Nutzung der Streaming-Services in den nächsten zehn Jahren entwickelt und welche Auswirkungen das auf das Kino und seine Rolle haben wird.

Ein Punkt, den ich bis hierhin verschwiegen habe, der 2016 aber auch erstmals besonders auffällig wurde, ist das verstärkte Aufkommen von Buchungsgebühren. Im Kölner Raum lassen sich seit diesem Jahr fast alle Kartenkäufe online, meist von Kinoheld.de abgewickelt, tätigen. Dafür wird bei frühzeitiger Auslastung und ohne Kassenpersonal absurderweise meist ein Aufschlag von 50 Cent pro Karte berechnet. Das treibt die eh schon übertriebenen Ticketpreise noch weiter in die Höhe und verstärkt den (elitären) Eventcharakter eines Kinobesuchs immer mehr. Diese Aufpreise habe ich alle auf die regulären Kinopreise angerechnet, genau so wie ich früher (Studenten-)Rabatte abgezogen habe.

Es bleibt jedenfalls spannend und ich bin gespannt, was das (Kino-)Jahr 2017 bringt. Ich für meinen Teil werde weiterhin die Lichtspielhäuser der Republik unsicher machen und fordere euch auf, es mir gleichzutun! 😌

  1. Vgl. das Statistische Jahrbuch 2016, S. 648.
  2. 18x Euromax in Kerpen, 14x Cinedom in Köln, 6x Residenz in Köln, 2x Cinenova in Köln, 2x Cineplex in Passau, 1x Metropolis in Köln, 1x Cinecitta in Nürnberg und 1x Filmrauschpalast in Berlin.
  3. Genaue Verteilung: 10x Dienstags, 9x Mittwochs, 6x Montags, 6x Samstag, 5x Freitags, 5x Sonntags, 4x Donnerstags.

Kinostatistik 2015

Jahresende! Das heißt hier ganz traditionell – und von „Tradition“ kann man beim neunten Mal in Folge sicherlich schon sprechen –, dass es Zeit für meine on- und offline freudig erwartete Kinostatistik ist. Seit 2007 halte ich so fest, wie oft es mich im vergangenen Jahr ins Kino gezogen hat und wieviel mich der Spaß insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) kostete und wie sich die Kosten für einen Kinobesuch seitdem hierzulande entwickelt haben.

Nachdem ich im letzten Jahr mit nur 43 Kinobesuchen meinen cineastischen Tiefpunkt von 2009 erneut miterleben musste und den mitlesenden Kinokarten­verkäufern gegenüber für dieses Jahr Besserung gelobte, drehte sich die Abwärts­spirale dennoch weiter: 2015 komme ich nämlich auf nur noch 39 Kinobesuche, was 0,75 Kinobesuchen pro Woche entspricht, die ich wie immer zumeist in unserem Stammkino in Kerpen verbrachte.1 Immerhin kam ich so in zwei Wochen auf die Kinobesuche, für die der Durchschnittsdeutsche ein ganzes Jahr braucht.2 Von vier der 39 Filme wurde ich in einer Sneak Preview überrascht, zwei sah ich in einer kostenlosen Preview, zwei im Rahmen der Fantasy Filmfest White Nights. Wie im Vorjahr waren zwölf Filme in 3D – gelohnt hat sich das wie in all den Vorjahren vielleicht bei dreien.

Gekostet hat der ganze Spaß insgesamt 350,23 Euro, wobei ich zwei Filme wie gesagt als kostenlose Preview gesehen habe, sich die Summe also nur auf 37 Filme bezieht. Preislich bewegt sich das auf dem Niveau von 2010, doch gab es da für 13,57 Euro mehr auch gleich zehn Filme mehr zu sehen. Ein Preisanstieg, der abermals vor allem im Durchschnitt auffällt, wo pro Kinobesuch rund 9,47 Euro fällig wurden. Das sind satte 80 Cent mehr als im Vorjahr und etwa 3,54 Euro mehr als 2007, wo ich trotzdem fünf Mal mehr im Kino war. Es sollte nicht verschwiegen werden, dass ich dieses Jahr häufiger Sonntags ins Kino einkehrte, aber der Preisanstieg sollte dennoch nicht so stark sein.3

Die zwölf 3D-Filme kosteten insgesamt 141 Euro – 6,80 Euro mehr als genauso viele 3D-Filme in 2014. Der Durchschnitt stieg damit von 10,57 Euro in 2012/13 und 11,19 Euro in 2014 auf einen neuen Höchstwert von 11,75 Euro pro 3D-Film. Die Kinos schlagen die technischen Aufrüstungskosten also immer noch gerne und weiter auf. Ohne den 3D-Tinnef läge der Durchschnittspreis bei 7,75 Euro (2014: 7,69 Euro). Der teuerste Film war mit 13,50 Euro »Star Wars: The Force Awakens« am Tag der Veröffentlichung.

Seit zwei Jahren sehe ich mir zudem an, welchen Genres die gesehenen Filme angehören, um so eventuell aktuelle Produktionstrends oder Veränderungen in meinem Geschmack abzulesen. Dazu nutze ich die Hauptgenres, die die IMDb jeweils für den Film ausgibt, hier waren das rund 2,6 Genres pro Film. Sci-Fi hat in diesem Jahr einige Plätze eingebüßt, in Anbetracht des omnipräsenten Star Wars, aber wahrscheinlich auch verständlich. Ansonsten gleicht die Verteilung sehr der vom letzten Jahr.

Doch zur Frage, die hier alle interessiert: „Nur 39 Mal? Wie konnte das nur passieren, Stefan?“

Viele Kinogänger würden diese Frage wahrscheinlich mit „Netflix“ und „Amazon Prime“ beantworten, aber wenngleich die natürlich auch geschaut wurden, habe ich mit Jessica Jones & Co. 2015 deutlich weniger Zeit verbracht, als ich mir das eigentlich gewünscht hätte. Es lag nämlich schlicht und einfach an meinem neuen Job4 und der Tatsache, dass wir gerade ein Haus komplett sanieren (dazu ein andermal mehr). Wenn sich das wieder normalisiert hat, hoffe ich, werden meine Frau und ich unsere alte Stärke zurückerlangen. Namentlich begrüßt wird man im Kino aber auch mit nur 39 Besuchen. 😉

„Das beste Kinojahr aller Zeiten“, als das ich 2015 im November 2014 ausmachte, war es vielleicht nicht, aber auch so haben sich die 65 Stunden im Kinosessel5 dank der gehaltenen Versprechen (»Star Wars«, »Mad Max: Fury Road«, »Jurassic World«) und einiger toller Überraschungen (»Kingsman«, »Frank«, »Trash«) wie immer gelohnt. 2016 kann kommen – ihr wisst, wo ihr mich findet. 😎

  1. Genaue Verteilung: 23x Euromax in Kerpen, 6x Cinedom in Köln, 3x Cinenova in Köln, 3x Cineplex in Passau, 2x Residenz in Köln, 1x Filmpalette in Köln, 1x Off Broadway in Köln.
  2. Das Statistische Jahrbuch 2015 weist in diesem Jahr 1,5 Kinobesuche je Einwohner aus, vgl. S. 644.
  3. Genaue Verteilung: 12x Sonntag, 6x Donnerstag, 5x Montag, 5x Mittwoch, 5x Samstag, 4x Freitag, 2x Dienstag.
  4. Stellt sich heraus, dass sich mit einem Blog ohne Werbung und Sponsored Content kein Lebensunterhalt verdienen lässt. 😐
  5. Basierend auf einem Durchschnittswert von 100 Minuten pro Film.

Kinostatistik 2014

2014 neigt sich dem Ende, Zeit für die allseits beliebte, alljährliche Kinostatistik! Den „Du bist ja wahnsinnig!“- und „Darauf freue ich mich das ganze Jahr“-Artikel, wie mir – auch offline – immer wieder mitgeteilt wird. Zum achten Mal in Folge gehe ich heute also der Frage nach, wie oft es mich in den vergangenen 365 Tagen ins Kino gezogen hat, wieviel mich der Spaß insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) kostete und wie sich die Kinopreise hierzulande entwickelt haben. Also wollen wir mal sehen…

2014 habe ich es nur auf 43 Kinobesuche gebracht – genau wie 2009, was uns zu einem spannenden Fünf-Jahres-Vergleich bringt. Von den 0,8 Kinobesuchen pro Woche1 profitierte unser Stammkino in Kerpen mit 30 Besuchen abermals am meisten.2 Fünf Filme habe ich während des Fantasy Filmfest in Köln gesehen, insgesamt 12 Filme in 3D (wie schon 2011 und 2012). Nur einer davon, der letzte Hobbit, zudem in HFR, was wohl bedeutet, dass die Technik außer Peter Jackson und James Cameron niemanden zu interessieren scheint und wir bis zu den Avatar-Sequels davon verschont bleiben. Kinogott sei Dank! Einen Film, »Guardians of the Galaxy«, habe ich zwei Mal gesehen, nämlich ein Mal im O-Ton.

Die 43 Kinobesuche kosteten mich insgesamt 372,60 Euro, wobei ich insgesamt 5 Euro Studentenrabatt erhielt. Im Vergleich zum Vorjahr habe ich also 170,70 Euro gespart, aber auch 25 Filme weniger gesehen. Interessanter ist der Vergleich zu 2009: Vor fünf Jahren haben 43 Kinobesuche 287,20 Euro gekostet, also 85,40 Euro weniger als 2014. Besonders deutlich wird der Preisanstieg im Durchschnitt: Während ich 2009 pro Besuch 6,68 Euro zahlte, wurden 2014 pro Besuch 8,67 Euro fällig. Eine Preiserhöhung um fast zwei Euro in fünf Jahren – das sind fast 30 Prozent mehr! Auch gegenüber 2013 wird das deutlich: Im Schnitt wurden 56 Cent mehr pro Besuch als 2013 an der Kinokasse verlangt (rund 7 Prozent mehr). Ohne die fünf Euro Rabatt wären es sogar 8,78 Euro pro Besuch gewesen.

Die zwölf 3D-Filme kosteten insgesamt 134,20 Euro, im Durchschnitt also rund 11,19 Euro (2012 und 2013: 10,57 Euro), und waren somit für fast ein Drittel der Kosten verantwortlich.3 Ohne die 3D-Filme würde ein Kinobesuche demnach durchschnittlich 7,69 Euro kosten (2012: 7,68 Euro; 2013: 7,27 Euro). Mit 13 Euro waren 3D-Vorstellungen von Donnerstag bis Sonntag am teuersten, am günstigsten war man mit 5 Euro Dienstags bei 2D-Filmen unterwegs. Am häufigsten zog es mich Donnerstags ins Kino (12x), gefolgt vom Mittwoch und Sonntag (jeweils 9x).4

Seit letztem Jahr betrachte ich außerdem die Genres der Filme, die ich mir angesehen habe (vgl. 2013). Dabei verwende ich die Genres der IMDb, wo die besagten 43 Filme in 2,5 Genres pro Film eingeteilt wurden. Interessanterweise Science-Fiction mit 17 Filmen in diesem Jahr noch häufiger vertreten als 2013, wo es noch 13 Filme waren, obwohl wir das ja eigentlich als das „Science-Fiction-Jahr“ ausgemacht haben. Ansonsten dominiert Action, es gab ein bisschen mehr Adventure und weniger Crime. Und offensichtlich deutlich weniger zu lachen.

Dass unser Kino-Rekordjahr 2013 nicht annähernd erreicht werden konnte, lag dann auch an einer Vielzahl sehr erfreulicher und sehr unerfreulicher Ereignisse in diesem Jahr. Und dann startete im September natürlich noch Netflix hierzulande, wo zum Preis einer Kinokarte unendlich viele Stunden Bewegtbildunterhaltung bereitgestellt werden. Und in der Tat haben wir uns dieses Jahr des öfteren dabei erwischt, wie wir das Streaming von der Couch aus dem abendlichen Aufbruch ins Kino vorgezogen haben. Ich schätze, dass es in Zukunft immer mehr Rezipienten immer häufiger so gehen wird. Schließlich liegt der Einstiegspreis bei Netflix mit 7,99 Euro bereits jetzt unter dem Durchschnittspreis im Kino.

Nichtsdestotrotz haben meine Frau5 und ich in diesem Jahr wieder knapp drei Tage im Kinosessel gesessen, womit wir wieder bei einem Wochenendtrip wären. Oder eben 71,6 Stunden durch die ganze Welt. Und da stellt sich doch die Frage nicht!

Und jetzt kann 2015 kommen – hoffentlich in jeder Hinsicht so vielversprechend wie sein Kinoprogramm!

  1. Der Durchschnittsdeutsche kommt auf 1,6 Kinobesuche pro Jahr, vgl. Statistisches Jahrbuch 2014, S. 644.
  2. Genaue Verteilung: 30x Euromax in Kerpen, 6x Cinedom in Köln, 5x Cinenova in Köln, 2x Cineplex in Passau.
  3. Dabei sollten die Anschaffungskosten der Technik, die uns bereits seit Jahren als Ursache für den Preisanstieg genannt wird, mittlerweile doppelt und dreifach refinanziert sein. Eigentlich gibt es also keinen Grund für weitere Preiserhöhungen, von denen aber natürlich auszugehen ist.
  4. Genaue Verteilung: 12x Donnerstags, 9x Mittwochs, 9x Sonntags, 4x Dienstags, 3x Montags, 3x, Freitags, 3x Samstags.
  5. Das erste Mal, dass ich sie im Rahmen der Kinostatistik so nennen darf! Letztes Jahr stand da noch „Verlobte“ und in den Jahren davor „Freundin“.

Es ist passiert: Der Mann an der Kinokasse wusste direkt, welchen Film wir sehen wollen. „Alles andere habt ihr doch schon gesehen.“

Kinostatistik 2013

Bereits seit sieben Jahren halte ich hier am Jahresende fest, wie oft es mich in den vergangenen 365 Tagen ins Kino gezogen hat, wieviel mich der Spaß insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) kostete und wie sich die Kinopreise hierzulande entwickelt haben. So natürlich auch dieses Jahr. Zeit für meine allseits beliebte, alljährliche Kinostatistik!

Ohne dass ich es darauf angelegt habe, ist es mir gelungen die letzten zwei Rekordjahre zu toppen, indem ich es 2013 auf wahnwitzige 68 Kinobesuche gebracht habe.1 Das entspricht rund 1,3 Kinobesuchen pro Woche, wovon vor allem – nämlich praktisch wöchentlich – mein Stammkino in Kerpen profitierte.2 Vier der 68 Filme habe ich im Rahmen des Fantasy Filmfests gesehen, drei im Sneak Preview und drei als Triple Feature (»Hangover« 1-3). Des weiteren waren darunter 15 3D-Filme (2011 und 2012 waren das jeweils zwölf) und zwei in HFR (die beiden Hobbits). Bis auf »Gravity« hätte ich überall auf die dritte Dimension verzichten können – die alte Leier.

68 Filme gucken kostete mich insgesamt 543,30 Euro, wobei ich eine Freikarte hatte (im folgenden also mit 67 Filmen rechne) und mir insgesamt 3,50 Euro Rabatt gewährt wurden. Bei acht Filmen mehr als 2012 entspricht das einem Plus von 58 Euro, also 7,25 Euro pro Film, was okay ist und sich auch im diesjährigen Durchschnittspreis pro Besuch von 8,11 Euro widerspiegelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der nämlich nur um zwei Cent gestiegen. Ohne den Rabatt wäre es ein Anstieg um sieben Cent auf 8,16 Euro gewesen. Ohne die 3D-Vorstellungen hätte ein Kinobesuch durchschnittlich 7,27 Euro gekostet (2011: 7,10 Euro; 2012: 7,68 Euro), während die 3D-Filme im Durchschnitt erneut 10,57 Euro kosteten.

Am häufigsten war ich Mittwochs, Sonntags und Dienstags im Kino3, weshalb die teuren Wochenendpreise hier kein Ungleichgewicht erzeugen sollten. Die teuerste Karte schlug mit 13,00 Euro zu Buche (»Hobbit 2«), während die Sneak Previews für 5,00 Euro am günstigsten waren. So oder so bleibt festzuhalten, dass Kino zwar weiterhin ein teures Hobby ist, 2013 erfreulicherweise aber keine wesentliche Preiserhöhung stattgefunden hat.

Auf Anregung von Bloggerkollege und Zahlenfreund Andi habe ich mir dieses Jahr zudem mal angesehen, um welche Art von Filmen es sich bei den 68 eigentlich handelt. Da Filme bekanntlich ja Genrehybride sind, ist eine Einordnung in einzelne (Haupt-)Genres natürlich nicht unproblematisch.4 Nach Rücksprache mit Andi habe ich mich daher dafür entschieden, einfach die Genreeinordnung der IMDb zu verwenden. Die 68 Filme sind dort durchschnittlich in 2,7 Genres pro Film eingeteilt, woraus sich folgende Verteilung ergibt:

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Genreverteilung von Jahr zu Jahr auffällig verändern wird oder ob die Genrebezeichnungen zu schwammig sind. Ob 2013 so mit 13 von mir gesehenen Sci-Fi-Filmen wirklich das viel beschworene „Science-Fiction-Jahr“ geworden ist, wird sich daher erst noch zeigen müssen.

Bleibt abschließend die Frage nach der Zeit, die wir in diesem Jahr wieder im Kinosaal verbrachten. Wenn wir wieder von einer Durchschnittslänge von 100 Minuten pro Film ausgehen, haben meine Verlobte5 und ich dieses Jahr rund vier Tage und 17 Stunden Stunden im Kinosessel gesessen, womit wir zeitlich und finanziell bei einem großzügig verlängerten Wochenendtrip wären. Aber uns war es das natürlich wieder wert.

Mal sehen, was das nächste (Kino-)Jahr so bringt.

  1. Der Durchschnittsdeutsche kam 2012 auf 1,7 Kinobesuche pro Jahr. In den Vorjahren waren es sogar nur 1,6 Besuche. Quelle: Statistisches Jahrbuch 2013.
  2. Genaue Verteilung: 52x Euromax in Kerpen, 9x Cinedom in Köln, 3x Cinenova in Köln, 2x Cineplex in Passau, 1x Rex am Ring in Köln, 1x UCI in Hürth.
  3. Genaue Verteilung: 16x Mittwochs, 13x Sonntags, 10x Dienstags, 9x Donnerstags, 8x Montags, 6x Freitags, 6x Samstags.
  4. Während z.B. bei »Oblivion« klar ist, dass es sich um Science Fiction handelt, fragt man sich, ob »Gravity« nicht mehr oder genau so viel Drama oder Thriller ist?
  5. Verrückt! Das ist im Idealfall das erste und letzte Mal, dass ich sie im Rahmen der Kinostatistik so nennen kann.

Kölner Kino Nächte 2013

Wie schon in den letzten Jahren hier noch der obligatorische Hinweis auf die diesjährigen Kölner Kino Nächte, die von heute bis Sonntag zum fünften Mal stattfinden. Eine tolle Veranstaltungsreihe, bei der in den diversen Kölner Lichtspielhäusern Filme und Klassiker gezeigt werden, die man sonst selten auf der großen Leinwand zu sehen bekommt. Das Programm findet ihr hier, beim Kombiticket, das für alle Vorführungen gilt, ist man mit 15 Euro dabei. Hingehen!

Kinostatistik 2012

Das Jahr ist zu Ende und ihr wisst, was das heißt: Es ist Zeit für meine alljährliche Kinostatisik. Hierauf freue ich mich immer besonders und, das zeigt das immense (Offline-)Feedback, das mich über das ganze Jahr verteilt hierzu erreicht, ihr euch auch. Und so möchte ich heute zum sechsten Mal in Folge der Frage aller Fragen nachgehen: Wie oft war ich im gerade auslaufenden Jahr im Kino und wieviel hat mich das insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) gekostet?

Und wer hätte es gedacht? Ich habe den Rekord vom letzten Jahr nochmal getoppt und bin 2012 auf ganze 60 Kinobesuche gekommen. Das Geld habe ich dabei wie immer auf Kinos in und um Köln verteilt, plus ein Kinogang in Passau. Sechs der 60 Filme habe ich im Rahmen des Fantasy Filmfests gesehen, einen im Sneak Preview und zwei im Double Feature (»The Dark Knight«/»The Dark Knight Rises«).1 Wie schon im letzten Jahr habe ich zwölf Filme in 3D gesehen. Doch im Gegensatz zu letztem Jahr, waren das nicht zwölf, sondern nur zehn 3D-Filme zuviel – »Life of Pi« und »Prometheus« sahen in ihrer Dreidimensionalität tatsächlich fantastisch aus.

Gekostet hat mich der ganze Spaß insgesamt 485,30 Euro, was bei (bei nur vier Filmen mehr) einem Plus von 41,30 Euro entspricht. Die 3D-Filme kosteten im Schnitt 10,57 Euro (2011: 11,00 Euro), wobei die teuerste Karte (»Titanic 3D«) mit 14,30 Euro zu Buche schlug. Der Durchschnittspreis pro Besuch liegt bei 8,09 Euro, was einem leichten Anstieg von nur 16 Cent entspricht. Ohne die 3D-Filme läge dieser bei 7,68 Euro, was schon 58 Cent mehr sind als 2011, wo der ø ohne 3D bei 7,10 Euro lag. Man lehnt sich also nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man prophezeit, dass der Trend des Preisanstiegs sich fortsetzen wird – und das wahrscheinlich weniger marginal als in diesem Jahr. Ich schätze, das wir in nicht allzu ferner Zukunft (ich tippe auf 2016) die magische 10-Euro-Grenze knacken.

Wenn wir von einer Durchschnittslänge von 100 Minuten pro Film ausgehen, habe ich also rund 100 Stunden im Kinosessel verbracht, also knapp etwas über vier Tage. Für mich und Mrs. Eay wie immer überaus lohnenswert, der Durchschnittsdeutsche bleibt hingegen seinen 1,6 Kinobesuchen pro Jahr treu.2 Und wer will es ihm verübeln? Die Preise sind zu hoch, die alte Leier. Vielleicht doch lieber zehn Minuten mehr Werbung zeigen und dafür den Kartenpreis senken? Ich weiß es doch auch nicht, aber, liebe Kinobetreiber und Filmschaffenden, ihr solltet euch was einfallen lassen…

  1. Mrs. Eay dürfte auf ähnlich viele Filme kommen. Ihr Fehlen beim Fanstasy Filmfest gleicht sie durch diverse „Mädchenfilme“ und zahlreiche »Breaking Dawn – Part 2«-Sichtungen aus.
  2. Quelle: Statistisches Jahrbuch 2012. Der Wert liegt seit Beginn dieser Kinostatistik ziemlich genau bei 1,6.

Kölner Kino Nächte 2012

Etwas kurzfristig, aber dennoch überaus erwähnenswert: Heute starten die 4. Kölner Kino Nächte, bei denen an vier Tagen und an elf Spielorten in der ganzen Stadt alte und neue Filme gezeigt werden, die sowohl altehrwürdige Cineasten, als auch sporadische Kinogänger gleichsam unterhalten dürften. Vor allem die Science Fiction-Reihe im Cinenova, bei der »THX 1138«, »Blade Runner«, »Tron« und der Director’s Cut von »Alien« gezeigt werden, sei dem hiesigen Publikum besonders zu empfehlen. Wenn ihr also bis Sonntag noch nicht alles verplant habt, schaut ins Programm, holt euch das Freundeskreis-Ticket und geht ins Kino!

Kinostatistik 2011

Das Jahr ist zu Ende und die langjährigen Leser wissen, was das heißt: Es ist Zeit für meine Kinostatistik, die nun schon zum fünften Mal in Folge der Frage aller Fragen nachgeht: Wie oft war ich im gerade auslaufenden Jahr im Kino und wieviel hat mich das insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) gekostet?

Und siehe da: Auf sage und schreibe 56 Kinobesuche habe ich es 2011 gebracht – neuer persönlicher Rekord seit Beginn der Zählung in 2007 und wahrscheinlich nicht nur seitdem.1 Dabei hat es mich in fünf verschiedene Kinos in und um Köln, in Berlin und Passau verschlagen. 12 der 56 Filme waren dreidimensional, was meiner Meinung nach zwar zwölf zuviel sind, allerdings hätte ich auch mit deutlich mehr gerechnet. Im Durchschnitt hat eine 3D-Vorstellung dabei rund 11 Euro gekostet.

Insgesamt hat mich der ganze Filmspaß in diesem Jahr 444,- Euro gekostet, wobei die teuerste Karte2 mit 15,50 Euro zu Buche schlägt und der günstigste Eintrittspreis fünf Euro an diversen Dienstagen war. Der Durchschnittspreis pro Besuch liegt in diesem Jahr bei 7,93 Euro, ist also im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 51 Cent gestiegen. Und das, obwohl ich dieses Jahr vermehrt an Montagen und Dienstagen die Lichtspielhäuser aufsuchte. Trotz vermehrter Besuche also ein erschreckender Trend, vor allem wenn man sich mal die Preise von vor fünf Jahren ansieht, wo der Durchschnitt einfach mal bei zwei Euro weniger liegt.

Dennoch: Mir war es das wieder einmal wert. 93 Stunden3 im Kinosessel sind für mich 93 gute Stunden. Und auch wenn Mrs. Eay und ich so schon mal einen verlängerten Wochenendurlaub in unserem Stammkino verbringen, lässt sich der Abwärtstrend in Kinobusiness und Filmindustrie nicht leugnen: Der Durchschnittsdeutsche geht, so das Statistische Jahrbuch 2011 nur 1,55 Mal pro Jahr ins Kino4, so dass eigentlich nur eine Konsequenz die richtige ist. Achtung, es folgt das mantraartige, alljährliche Runterbeten der immer gleichen, vergeblich ausgesprochenen Handlungsempfehlung: Eintrittspreise senken und so die an Kino.to verloreren Kids zurück ins Kino holen.5 Ansonsten sehe ich da für einige schwarz (und uns noch höhere Preise zahlen).

  1. Mrs. Eay hat es durch zahlreiche Schnulzen Mädchenfilme und etliche »Breaking Dawn«-Sichtungen sogar auf weit über 60 Besuche gebracht. (Süchtling!)
  2. »Avatar« one more time, Extended Version, in 3D, am Feiertag im CineStar Event Cinema am Potsdamer Platz. Btw: Das mit Abstand beste Kino, in dem ich je war, und das ich jedem der (mal) vor Ort ist wärmstens empfehlen kann.
  3. Ich gehe hier von einer durchschnittlichen Filmlänge von 100 Minuten aus.
  4. Ein Wert, der anscheinend sogar noch unter den zuletzt (2008) ausgegebenen 1,6 Kinobesuchen pro Einwohner pro Jahr liegt.
  5. Ich hätte da noch zwei, drei andere Ideen, falls jemand Interesse hat.

Kinostatistik 2010

Bereits seit drei Jahren ist es hier Tradition, dass ich am Ende des Jahres meine kleine Kinostatistik veröffentliche, um der Frage aller Fragen nachzugehen: Wie oft war ich im gerade auslaufenden Jahr im Kino und wieviel hat mich das insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) gekostet?

Und siehe da: 2010 lief ich mit 49 Kinobesuchen fast wieder zur alten Hochform von 2008 (51 Kinobesuche) auf.1 Doch leider ist der Filmspaß auch dieses Jahr wieder um einiges teurer geworden: Satte 363,80 Euro habe ich 2010 an deutschen Kinokassen gelassen. Das entspricht einem Durchschnittspreis von 7,42 Euro und toppt die Preise der Vorjahre um einiges.

Grund dafür dürfte, wie schon im letzten Jahr, der Aufschlag bei 3D-Filmen (von denen ich dieses Jahr acht gesehen habe) und der generelle Preisanstieg sein, mit dem die Betreiber versuchen die Kosten der im letzten Jahr vorgenommenen Digitalisierung zurückzuholen. Ein weiterer Preisanstieg in den nächsten Jahren sollte demnach eigentlich auszuschließen sein, da die zukunftsweisende Technik ja bereits angeschafft ist, aber warten wir lieber mal ab…

Es bleibt die Erkenntnis, dass, obwohl 360 Euro bereits ein kleiner Wochenendurlaub sind, ich lieber auf rund 80 Stunden Filmvergnügen (oder eben ein Wochenende Filme nonstop) setze.2 Denn die bringen mich nicht nur für nen Kurztrip in mehr oder weniger benachbarte Städte, sondern direkt um die ganze Welt – und sogar noch viel weiter.3

  1. Zum Vergleich: Der deutsche Durchschnittsbürger geht lediglich 1,6 Mal pro Jahr ins Cineplex um die Ecke, so das Statistische Jahrbuch 2010, das aber immer noch die Kinowerte von 2008 verwendet.
  2. Ich gehe hier einfach mal von einer durchschnittlichen Spielzeit von 100 Minuten aus.
  3. 😀