Tesla’s New Car Smell

Far from the promised 1,500 cars, Musk let us know that Tesla had shipped only 220 Model 3s in Q3.

Jean-Louis Gassée über die Produktions­schwierigkeiten bei Tesla. Grund dafür sieht er u.a. darin, dass die Produktion bei Tesla noch zu viel manuelles Zutun braucht und die Best Practices der Autoindustrie nicht eingehalten werden. Das eröffnet wiederum Möglichkeiten für die klassischen Autokonzerne und ihre immer leistungsfähigeren E-Autos:

[Chevy] Bolts and [Nissan] Leafs (Leaves?) might not be as sexy as Model 3s, but they’re more real.

Wie ihr vielleicht schon hier, hier oder hier gesehen habt, habe ich mir eine neue Möglichkeit geschaffen, kurze Filmbewertungen zu veröffentlichen. Das stellt damit meinen x-ten Versuch dar, hier wieder mehr zum Thema Film zu machen. Schließlich bewerte ich sowieso jeden Kinofilm in meiner Kinostatistik und habe auch immer ein, zwei Sätze dazu zu sagen. Nur für umfangreiche Reviews wie früher, fehlt mittlerweile halt die Zeit.

Zudem werden die neuen Kurzrezensionen wieder unter dem Label der „EMDb“, der Eay Movie Database geführt. Was bedeutet, dass diese im Zuge des Redesigns untergegangene Seite demnächst wieder zurückkehrt.

Apropos untergegangene Seiten: das Inhaltsverzeichnis, das mit diesem Beitrag alle 2.974 Blogeinträge bis Februar 2007 auflistet, ist zurück – aber mit einer Dateigröße von 1,6 MB (!) alleine für das HTML-Dokument (!) eher was für Google als für den normalen Nutzer.

Blade Runner – The Game

Die Sichtung von »Blade Runner 2049« hat mir – wie auch jede Sichtung des Originals –, eines der besten Gaming­erlebnisse meiner Jugend1 in Erinnerung gerufen: Westwoods offiziell lizensiertes Blade Runner-Game von 1997.

Das auf vier CD-ROMs unter gebrachte Adventure bestach nicht nur durch original­getreue Atmosphäre und eine packende Story, die für damalige Verhältnisse hervorragend präsentiert wurde, sondern auch durch einiges an Innovation: So fand das Spiel in „Real-Time“ statt, d.h. das jede Figur ihren eigenen Tagesrhythmus hatte und nur zu bestimmten Zeitpunkten an bestimmten Schauplätzen angetroffen werden konnte – oder gar nicht.

Es gab insgesamt 13 unterschiedliche Enden, in denen der vom Spieler gesteuerte Blade Runner Ray McCoy wahlweise ein Mensch oder Replikant war oder sein Hintergrund nicht geklärt werden konnte. Ich habe damals in Speed-Run-artigen Sessions alle Enden erspielt (die Spiellänge variiert von rund 5 bis 25 Stunden) und würde das gerne wiederholen, am besten mit einem modernisierten HD-Remake. Das scheint jedoch leider unmöglich zu sein, da der Quellcode als verloren gilt:

Speaking in 2015 regarding a possible re-release of the game via Steam or GOG.com, Louis Castle explained the source code and assets were lost when Westwood moved its studio from Las Vegas to Los Angeles, thus making a re-release or a HD-remaster impossible. Even if the code was found, to restore almost a terabyte of assets, whether for new pre-rendered backdrops or full real-time 3D, would cost tens of millions of dollars, making a re-release as unlikely as a sequel.

Zum Glück’s gibt, aber YouTube, wo man sich in dieser rund siebenstündigen Playlist einen Lauf durch’s Spiel ansehen kann. Zugegebenermaßen sieht das heute etwas befremdlich aus, aber 1997 war das ziemlich high end, so dass Westwoods »Blade Runner« seinen Platz in meinem All-Time-Gaming-Top-Ten auf ewig sicher hat.

  1. Hach, damals™ 😘

Blade Runner 2049 (2017)

Wenn Art Direction, Score und World Building das sind, was einen Film alleine ausmacht, würde hier die volle Punktzahl stehen.

Leider gehört jedoch noch ein bisschen mehr dazu und dahingehend fand ich den Film eher enttäuschend. Chosen One mit Kafka-Referenz? Geschenkt. Die Handlung ist komplett irrelevant und scheinbar nur auf ein Wiedersehen mit Harrison Ford ausgelegt.1 Das Schlimmste (für Science Fiction): Es gibt hier keine Botschaft. Während das Original essentielle Fragen aufwirft2, vermittelt uns »Blade Runner 2049« was genau? Dass Spike Jonzes »Her« ein ziemlich guter Film ist. Und nur weil wir sehen, wie Schnee auf die Hand eines zweifelnden Protagonisten fällt, ist das noch lange kein Tiefgang.

Dennoch: Meckern auf ästhetisch so hohem Niveau, dass sich ein Kinobesuch dennoch lohnt.3 Rating: 3/5

  1. Mr. Ford, please stop destroying my childhood!
  2. Was macht einen Menschen zum Menschen? Sind Maschinen, die wie Menschen fühlen, nicht auch Menschen?
  3. Es sei denn, ihr habt ein kräftiges 4K-Heimkino-Setup. Dann könnt ihr auch getrost noch etwas warten.

Trailer zu »Star Wars: The Last Jedi«

 
(YouTube Direktlink)

Obwohl da mal richtig viel passiert und gezeigt wird, ist auch der Trailer weiterhin sehr kryptisch (was gut ist! Mystery Box und so!). Wer sind die letzten Jedi? Wird Rey böse? Luke altersmilde? Oder Kylo Ren gut? Fragen über Fragen, aber macht Lust auf mehr, sprich: Trailer-Existenz­berechtigungs­test bestanden. Bei Den of Geek gibt’s eine Analyse der einzelnen Shots, und hier, für die ganz Wagemutigen, die deutsche Fassung des Trailers.

Kingsman: The Golden Circle (2017)

Nach dem hervorragenden ersten Teil war das Sequel um Eggsy und Konsorten trotz abge­hakter Origin-Story leider etwas enttäuschend. Der Film verliert sich in langweiligen Subplots und legt seine top­besetzten Neuzugänge unver­ständlicher­weise im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis. Der Charme des Originals scheint zwar hier und da durch, aber das war’s dann auch. Vielleicht reißt’s der unvermeidliche dritte Teil ja nochmal raus. Rating: 2.5/5