Energym – An interview from 2036 with Elon Musk, Jeff Bezos and Sam Altman

Sceenshot aus der KI-generierten Energym-Mockumentary mit einem gealterten, untersetzen Sam Altman.

After the stock market crash of 2026 the economy faltered, 80% of people lost their job and the US tech elite had to find a new way to keep the world moving: Energym – Human-powered AI systems, fulfilling both the machine’s need for energy and the people’s need for purpose.

40 Sekunden kurzes Mockumentary-Fragment der belgischen Video­pro­duk­tions­firma AiCandy („© 2035 by AiCandy“) mit nicht ganz so vorteilhaft gealterten Oligarchen und Black-Mirror-Season-1-Plot.1

Das eigentlich erschreckende aber: Gestern bin ich auf diesen Artikel über „Body Futurism“ gestoßen, wonach es in Zukunft nur noch um das perfekte, athletische Erscheinungs­bild geht. Was scheinbar auch die AI-Macher glauben:

AI researchers in San Francisco have all started GLP-1s and weightlifting routines, having convinced each other that physique will be the final competitive edge after AI takes all the white collar jobs.

Womit sich dann der Kreis zum dem Video wieder schließt.

  1. Fun-fact: Die erste Staffel ist mittlerweile 14 Jahre alt. []
Energym | aicandy | OpenGraph Preview Image
aicandy.be

Energym | aicandy

tech moguls interview from 2036

x86CSS

x86CSS is a working CSS-only x86 CPU/emulator/computer. Yes, the Cascading Style Sheets CSS. No JavaScript required.

What you’re seeing above is a C program that was compiled using GCC into native 8086 machine code being executed fully within CSS.

Lyra Rebane hat einen x86 CPU Emulator in – Trommelwirbel 🥁 – CSS gebaut, was absolut verrückt ist. Also im positiven Sinne. Dass das überhaupt geht und das zu machen.

Is CSS a programming language?
– Do you really need to ask at this point?

Und die Demo nutzt #rebeccapurple als Farbe. <3 (via Waxy.org)

x86CSS | OpenGraph Preview Image
lyra.horse

x86CSS

x86CSS is a working CSS-only x86 CPU/emulator/computer. No JavaScript required!

iPhone and iPad approved to handle classified NATO information

Die Apple-Geräte sind nach Prüfung vom BSI die ersten Endkunden­geräte, die ohne spezielle, weitere Software oder Einstellungen für sicher genug befunden wurden, um bei der NATO zum Einsatz zu kommen. Für die NATO-Mit­arbeiten­den unter euch sicherlich eine gute Information, für den Rest von uns aber auch, weil dann sollte es sicher­heits­technisch auch bei uns keine Total­katas­trophe sein.

Aber: NATO halt – wer weiß, wie lange wir sie noch haben? John Gruber ordnet es wie folgt ein (😂):

That’s nice, but the iPhone is only the second phone to be approved for handling classified information for the Board of Peace. The first, of course, was the T1.

Apropos Apple-Newsroom: Diese Woche ging eine Apple-Newsroom-Rickroll mit den dortigen Open-Graph-Tags rum. Hat man nämlich einen Suchlink aus dem Newsroom geteilt, bekam man z.B. folgende Vorschau zu sehen:

Open-Graph-Vorschaubild, in dem der Suchbegriff mit im Titel ausgegeben wird.

Ein großer Spaß, aber mittlerweile nicht mehr möglich. Ansonsten hätte ich hier mit „German Blogger Stefan Grund becomes next Apple CEO“ eröffnet.

iPhone and iPad approved to handle classified NATO information | OpenGraph Preview Image
apple.com

iPhone and iPad approved to handle classified NATO information

Today, Apple announced iPhone and iPad are the first and only consumer devices in compliance with information assurance requirements of NATO nations.

Support your local eay!

Dir gefällt, was ich hier tue? Du kaufst gerne bei Jeff Bezos ein? Dann empfehle ich dir meinen Amazon-Partnerlink und einen Blick in meine Wunschliste für Ideen zum Geld ausgeben.

AI models deployed nuclear weapons in 95% of war game simulations

King’s College study finds GPT-5.2, Claude, and Gemini reached for nuclear weapons in nearly every simulated crisis. No model ever surrendered.

Laut der Studie von Kenneth Payne wurden in 20 der 21 Simulationen „taktische“ Nuklearwaffen eingesetzt. Einen kompletten Atomkrieg gab es immerhin nur in drei Fällen.

Claude Sonnet 4 entpuppte sich dabei als kalkulierender Falke, der 67% der Simulationen gewann. GPT-5.2 bekam den Spitznamen „Jekyll and Hyde“, denn während es zunächst verlor und keine nuklearen Optionen nutzte, änderte sich das unter Zeitdruck: 75% Siegesquote, aber hey, nuklearer Fallout, was soll’s? Gemini 3 Flash war der „Madman“ und handelte zuverlässig irrational und für die anderen Modelle unverständlich.

Der New Scientist (Paywall 🫠) zitiert Studienautor Payne mit diesem Quote für die Ewigkeit:

The nuclear taboo doesn’t seem to be as powerful for machines as for humans.

(via @matthiasott)

AI Models Used Nukes in 95% of War Games, Study Finds | OpenGraph Preview Image
implicator.ai

AI Models Used Nukes in 95% of War Games, Study Finds

King's College study finds GPT-5.2, Claude, and Gemini reached for nuclear weapons in nearly every simulated crisis. No model ever surrendered.

Times New Resistance: a Times New Roman impersonator that autocorrects the autocrats

Was eine großartige Idee von Abby Haddican, einer Designerin aus Minnesota: Eine aktivistische Font, die sich als andere Font ausgibt und bestimmte Worte ändert.

Times New Resistance autocorrects specific words as they are typed. For example, the word ICE auto­corrects to the Goon Squad and the word Trump auto­corrects to Donald Trump is a felon.

To the untrained eye, Times New Resistance looks just like Times New Roman – the official font of the U.S. State Department. When you install the font, it will appear in your font menus as Times  New Roman, with an extra space between the words Times and New.

So wird z.B. „DOJ“ zu „clown town“, „Fox News“ zu „propaganda“ und „gay“, „trans“ oder „women“ zu „gay / trans / women rights are human rights“. Aus Bezos, Musk und Zuckerberg wird jeweils „Greedy Creep“.

Das Ganze funktioniert über Glyph Substitution: Eine Zeichen­kette wird visuell durch eine andere Glyphen­folge ersetzt, ohne den eigentlichen Text zu ver­ändern (klassischer­weise kennt man das von Ligaturen wie „fi“). Auf der Seite kann man das direkt aus­probieren und die Schriftart kostenlos runter­laden.

It’s free–just like America used to be. Please download, distribute, and disrupt.

(via Daring Firball)

Times New Resistance — Abby Haddican | OpenGraph Preview Image
abbyhaddican.com

Times New Resistance — Abby Haddican

Times New Resistance is a font that autocorrects the autocrats. Download, distribute, disrupt! Free, just like America used to be.

Token Anxiety

Nikunj Kothari berichtet Szenen aus San Francisco von Februar 20261:

A friend left a party at 9:30 on a Saturday. Not tired. Not sick. He wanted to get back to his agents.

Nobody questions it anymore. Half the room is thinking the same thing. The other half are probably checking the progress of their agents. At a party.

Waking up and checking what your agents produced overnight is the first thing now. Before coffee. Before texts. You open your laptop and grade homework you assigned in your sleep. Some of it is good. Most needs rework. But you start shipping a plan before you sleep just so you can wake up to more code written overnight.

I replaced Netflix with Claude Code. I lie in bed thinking about what I can spin up before I fall asleep, what can run while I’m unconscious. Reading a novel feels indulgent now. Watching a movie without a laptop open feels wasteful.

Oh Mann. Ich müsste allerdings lügen, wenn ich sagen würde, dass mir diese Gedanken gänzlich fremd sind. Ich habe auch schon überlegt, was „die KI“ denn machen könnte, während ich zu Mittag esse, einen Call habe oder das Kind ins Bett bringe.

Ich glaube, man sollte nicht zu sehr auf AI-CEOs hören, die natürlich gänzlich ohne Eigeninteresse monumentale Veränderungen proklamieren, aber dass sich in unserem Denken und Arbeiten etwas verändern wird und zum Teil schon hat, steht außer Frage.

  1. Leider auf Substack. []
Token Anxiety | OpenGraph Preview Image
writing.nikunjk.com

Token Anxiety

Scenes from San Francisco, February 2026

archive.today is directing a DDOS attack against my blog

Ich habe gerade bei Thomas vom Fall archive.today gelesen, dem offen­sicht­lich in einer Grauzone operierenden Archivierugs­dienst, den ich auch schon mal nutze und hier erwähnt habe, um Paywalls zu umgehen.

Dieser wurde nun nämlich von Wikipedia verbannt, die auf immerhin 400.000 Seiten auf archive.today-Kopien verweist. Diese müssen nun manuell ausge­tauscht werden, wie heise berichtet:

Die Dimension des Vorhabens ist gewaltig. […] Sie sollen nun sukzessive entfernt oder durch sicherere Alternativen wie Internet Archive (archive.org) oder Ghostarchive ersetzt werden. An die Editoren ging der Appell, Links manuell zu prüfen und – sofern die Originalquelle noch online ist – den Archivlink komplett zu löschen oder auf seriöse Anbieter umzustellen.

Die Ursache dafür – und jetzt wird es gleichermaßen interessant wie bizarr – ist dieser zweieinhalb Jahre alte Blogeintrag von Jani Patokallio, in dem er die Hinter­gründe, Betreiber und Finanzierung von archive.today beleuchtet und dabei mit der Namens­nennung wohl auch voll ins Schwarze trifft. Ohne wirklich jemanden zu doxxen, listet Jani hier nämlich, die verschiedenen Aliasse von vermutlich einer Person auf, die wohl aus Russland kommt:

While we may not have a face and a name, at this point we have a pretty good idea of how the site is run: it’s a one-person labor of love, operated by a Russian of considerable talent and access to Europe.

Fraglich ist jedoch die Finanzierung, die zwischen den 10 TB und 300 Euro pro Monat in 2012 schon 2021 bei rund 1.000 TB und deutlich höheren Kosten liegen dürfte. Wie die Person das neben den nur einen Bruchteil abdeckenden Spenden stemmt: unklar.

Was jedoch klar ist: Die Service operiert bestenfalls in einer restlichen Grau­zone. Und was Personen, die urheber­rechtlich geschütztes Wissen kostenlos zugänglich machen möchten, für Repressalien fürchten müssen, wissen wir nicht erst seit Aaron Swartz oder Alexandra Elbakyan. Dass der/die Betreiber/in von archive.today also anonym bleiben möchte: ganz klar.

Wenn da eben nicht dieser besagte, zweieinhalb Jahre alte Blogeintrag wäre, der – das vermutet Joni in seinem oben verlinkten neuen Blogeintrag – nun der Grund für den Angriff auf sein Blog ist: Wie nämlich u.a. Heise berichtete, interessiert sich mittlerweile auch das FBI für die Person hinter archive.today. Heise und ArsTechnica verlinkten in ihrer Berichterstattung dann auch gleich wieder auf Jonis Blogeintrag von 2023.

Das wiederum hat den/die anonyme/n Betreiber/in scheinbar dazu veranlasst, Kontakt zu Jani Patokallio aufzunehmen, mit der Bitte, den Blogpost temporär offline zu nehmen, und als dieser dem nicht folgte, eine Selfmade-DDOS-Attacke auf dessen Blog „Gyrovague“ zu starten. Und zwar wurde, während Nutzer das Captcha von archive.today ausfüllten, kontinuierlich ein JavaScript gefeuert, das die Suche des Blogs mit zufallsgenerierten und somit nicht cachebaren Suchanfragen aufruft und so zu Fall bringen sollte.

Verrückt. Dabei umschreibt Jani die technische Umsetzung und Idee von archive.today durchaus positiv und endet 2023 damit, dass er ihr oder ihm via buymeacoffee.com einen wohlverdienten Kaffee spendieren werde.

archive.today is directing a DDOS attack against my blog | OpenGraph Preview Image
gyrovague.com

archive.today is directing a DDOS attack against my blog

Around January 11, 2026, archive.today (aka archive.is, archive.md, etc) started using its users as proxies to conduct a distributed denial of service (DDOS) attack against Gyrovague, my personal b…

Apple will kill iPadOS

Hot Take von Matt Bircher: Apple wird iPadOS zugunsten von iOS auf den Normalo-iPads und macOS auf dem iPad Pro einstellen. Nicht dieses Jahr, nicht nächstes, aber mittelfristig.

Er argumentiert, dass mit dem bevorstehenden Foldable iPhone die gleiche Display-Größe die aktuell exklusiv auf iPadOS läuft, nun auch auf iOS Einzug findet. Und dass iPadOS einerseits von den Pros für jedes macOS-ähnliche Feature gefeiert wird, während andererseits reguläre Nutzer*innen unter der steigenden Komplexität leiden – was sicherlich beides stimmt. Und wie wir wissen, belegt der Window-Management-Switcher ja ohnehin schon das Totalversagen.

Ich glaube, Matt hat recht. Was er aber ein bisschen außen vor lässt: iPadOS stammt nicht nur von iOS ab, sondern ich würde darauf wetten, dass es weiterhin iOS ist – so wie Windows XP eigentlich Windows NT war. Feature Flags und Treeshaking mögen die Mac-ähnliches Features aus der Smartphone-Variante von iOS rausstrippen, aber es dürfte ein Leichtes sein, diese wieder zu aktivieren.

Während iOS also wieder mächtiger1 und macOS touchlastiger werden dürfte, wird iPadOS der Geschichte angehören. Konsequenterweise würde Apple seine Produktpalette dann etwas anpassen oder umbenennen – MacPad, wäre mein Vorschlag – aber die Apple-eigene Nomenklatur folgt bekanntlich anderen Regeln.

  • iPhone mit iOS → iPad mit iOS → MacPad (formerly iPad Pro) mit macOS → MacBook & Macs (ohne Touch) mit macOS

So könnte die Produktpalette dann beispielsweise aussehen. Denn so sinnvoll ich einen Touch-Mac auch halte, warum der in Form eines MacBooks mit fest verbauter Tastatur kommen sollte, erschließt sich mir noch nicht. Eher werden alle Apple-Devices zum optionalen, touch-basierten Zusatzdisplay für die Macs.

  1. Externer Monitor-Support für’s Foldable iPhone anyone? []
Apple will kill iPadOS | OpenGraph Preview Image
birchtree.me

Apple will kill iPadOS

How's this for a hot take to start the weekend: I think Apple is going to discontinue iPadOS. I know, I know, it's a big swing, but put the pitchforks away and hear me out. iPadOS, as it exists now, is being stretched too thin. The idea of having one