Jony Ive Shows Me The Most Controversial Ferrari Ever

Bleiben wir in Italien und beim Papst:

Die hervor­ragende Cleo Abram von »Huge If True« ist weiterhin killing it. An die überaus interessanten Interviews mit Demis Hassabis, seines­zeichens Google DeepMind-CEO, und dem Nerd-Fest mit Andy Weir, Autor von »Der Marsianer« und von »Project Hail Mary«, reiht sich nun ein Gespräch mit Ferraris Chief Designer Flavio Manzoni und Apple’s / LoveFrom’s / io’s Jony Ive über das Design bzw. Interieur­design, für das Ive & Team verant­wort­lich waren, des gerade vorge­stellten, ersten E-Autos von Ferrari, dem Ferrari Luce.

Natürlich ist das Ganze Marketing für Ferrari (wie so oft bei Interviews), aber ich finde die Fragen und Einblicke, die dabei generiert werden, durchaus spannend. Und der Luce? Ist weniger am Fahrzeug­design der zeitgenössischen Ferraris – mit denen ich stets eher wenig anfangen konnte – und mehr an den klassischen Modellen orientiert, so dass er mir durchaus gefällt.

Vorschaubild zum Video. Aktivieren, um das Video zu laden und abzuspielen. 
(YouTube Direktlink)

Enzyklika Magnifica Humanitas des heiligen Vaters Leo XIV. über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

Schon zu Recht überall durchgereicht, ist das doch für eine Enzyklika unge­wöhnlich aktuell und trifft den Zeit­geist und die bevor­stehenden Heraus­forderungen für unseren globalen und gesamt­gesellschaftlichen Umgang mit Künst­licher Intelligenz, der Konzen­tration von Kapital und Macht doch sehr genau.

Hier z.B. Definition und Abgrenzung von KI [Absätze und Soft-Hyphens von mir für etwas bessere Lesbarkeit hinzugefügt; das Zitat ist im Original ein einzelner, langer Absatz (#99).]:

Es ist nicht möglich, eine eindeutige und umfassende Definition von Künst­licher Intelli­genz zu geben. Fest steht jedoch, dass das Miss­verständnis zu vermeiden ist, diese „Intelli­genz“ mit der menschlichen gleich­zusetzen. Diese Systeme ahmen bestimmte Funktionen der menschlichen Intelli­genz nach. Dabei übertreffen sie sie oft an Geschwindig­keit und Rechen­leistung und bieten somit in zahlreichen Bereichen konkrete Vorteile. Diese Leistungs­fähigkeit hat jedoch ausschließlich mit der Daten­verarbeitung zu tun: Sogenannte Künstliche Intelli­genzen machen keine Erfah­rungen, besitzen keinen Leib, empfinden weder Freude noch Schmerz, reifen nicht in Bezie­hungen, wissen nicht von ihrem Inneren her, was Liebe, Arbeit, Freund­schaft und Verant­wortung bedeutet.

Sie haben auch kein moralisches Gewissen: Sie unter­scheiden nicht zwischen Gut und Böse, sie erkennen nicht den eigentlichen Sinn von Situa­tionen und sie nehmen die Last der Konse­quenzen nicht auf sich. Sie können Sprache, Verhalten und Beur­teilungen imitieren, sie können Empathie oder Verständnis simulieren, aber sie verstehen nicht, was sie damit bewirken, denn sie bewegen sich nicht in jenem affektiven, relationalen und geistigen Horizont, in dem der Mensch zur Weisheit gelangt.

Auch wenn diese Werkzeuge als „lernfähig“ dargestellt werden, unter­scheidet sich ihre Art des Lernens von der einer menschlichen Person. Es handelt sich nicht um die Erfahrung eines Menschen, der sich vom Leben formen lässt und im Laufe der Zeit durch Entschei­dungen, Fehler, Vergebung und Treue wächst; vielmehr ist es eine statistische Anpassung auf der Grundlage von Daten und Rück­meldungen, die zwar sehr effektiv sein kann, aber kein inneres Wachstum impliziert.

Und Tolkien zitiert er dann auch noch (#213).

Bevor ihr euch aber jetzt das sehr lange, sehr päpstliche Dokument durchlest, sei euch die Episode „API et Orbi“ von Haken dran vom vergangenen Freitag empfohlen, in der Gavin Karlmeier und Stefan Schulz sich der Einordnung des Papstes annehmen:

Wir versloppen uns zu Tode: Der Papst hat eine Meinung zu KI – und sie fällt sehr deutlich aus. Die KI ist kein Mensch, die Tech-Broligarchie ist moderner Kolonialismus, KI muss entwaffnet werden und unsere Daten gehören uns und nicht denen, die sie verarbeiten. Über diese Deutlichkeit, über den Widerstand, den wir dagegen aufbringen müssen […]. Der Podcast zum größten Raubzug der Menschheit gegen die Menschheit.

Darüber hinaus haben sich beide noch weiter mit der Thematik beschäftigt: Gavin in seinem Blogeintrag „Ist Claude ein ‚Kind Gottes‘?“ und Stefan in der aktuellen Ausgabe (hier z.B. auf YouTube) seines Podcasts Die neuen Zwanziger.

Enzyklika von Papst Leo XIV. „Magnifica Humanitas“ (15. Mai 2026) | OpenGraph Preview Image
vatican.va

Enzyklika von Papst Leo XIV. „Magnifica Humanitas“ (15. Mai 2026)

ENZYKLIKA MAGNIFICA HUMANITAS DES HEILIGEN VATERS LEO XIV. ÜBER DIE BEWAHRUNG DES MENSCHEN IM ZEITALTER DER KÜNSTLICHEN INTELLIGENZ [ Multimedia ] ___________________________

Status 2026-05-30 23:36

Erfolgreicher Web-Nerd-Samstagabend:

Ich habe weiter an shortfil.ms gear­beitet und zudem endlich mal die längst schon begonnene Arbeit an meiner Personal Website – stefangrund.de – fortge­setzt, die seit 2014 nicht mehr wirklich aktualisiert wurde, was man eigentlich niemandem erzählen darf. 🙈

Alternativprogramm wäre gewesen: Filme, Comics oder mal »Replaced« fortsetzen oder »Mixtape« beginnen, denn auch im nun zurück­liegenden Paris-Urlaub habe ich Programm und Hitze1 sei Dank wie eh und je nichts davon geschafft.

  1. For future reference: Jeden Tag 31 Grad – und natürlich ein nicht klimatisiertes Ferienhaus. 🫠 []

Support your local eay!

Dir gefällt, was ich hier tue? Du kaufst gerne bei Jeff Bezos ein? Dann empfehle ich dir meinen Amazon-Partnerlink und einen Blick in meine Wunschliste für Ideen zum Geld ausgeben.

WhatCable – macOS menu bar diagnostics for USB-C

WhatCable explains cable speed, charging limits, e-marker data, and connected devices in plain English. No more guessing why a cable charges slow or refuses to drive your display.

Ich habe zu Weihnachten USB-C-Tester verschenkt, aber das hier ist definitiv komfortabler, u.a. weil man in der Regel immer weiß, wo der Mac ist. Die Software ist Open Source und finanziert sich über einen 4,99 Pfund teueren Pro-Tier. (via vowe)

WhatCable: Know what your USB-C cable can really do | OpenGraph Preview Image
whatcable.uk

WhatCable: Know what your USB-C cable can really do

Why is my MacBook charging slowly? WhatCable shows USB-C cable speed, charging power, and e-marker data in plain English. Featured in Lifehacker, Boing Boing, and MakeUseOf.

Last.fm is now independent

Same service. Same team. New chapter. Thanks for being part of it.

Nachgeschaut: Ich nutze Last.fm seit 20 Jahren und drei Monaten. Irgendwo mittendrin dürfte sich ein iPhone-förmiges Loch in meinen Scrobbles befinden, aber das wurde – ebenfalls nachgeguckt – auch schon vor 9 ½ Jahren gestopft.

Auch wenn ich gerade nochmal den ausführlichen Wikipedia-Artikel quergelesen habe: Warum CBS den Dienst 2007 gekauft hat, erschließt sich mir ebenso wenig, wie die Tatsache, wie wenig man daraus gemacht hat. Daher umso besser, dass es größtenteils geräuschlos weiterlief – und jetzt ohne Corporate-Daumen-Drauf vielleicht nochmal aufblühen kann. (via Waxy)

Ausschnitt aus meinem Last.fm-Profil mit dem Top Track »Dance Mode« von Blues & Joff Bush.

Randnotiz: Ich habe die heutige News nochmal genutzt, mich ein bisschen durch mein Profil zu klicken und bin dabei auf alte Kontakte gestoßen, mit denen ich rund 20 Jahre keinen Kontakt hatte. Da sie aber fleißig weiter scrobbelten, darf ich ihnen heute zu ihren Kindern gratulieren (🎉), denn wie bei mir finden sich da dieser Tage auch haufenweise Kinderlieder.

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support.last.fm

Last.fm is now independent

Today, Last.fm begins a new chapter as an independent company. Ownership has changed, but the product you use every day has not. Your account, your listening history, and your data remain exactly where they are. The team building Last.fm is the same. The service continues as normal. What stay...

📍 Disneyland Paris & Disney Adventure World

Zwei Bilder nebeneinander: Das erste ist ein Selfie von Stefan mit seiner Tochter und Kira daneben beim Parade schauen. Das zweite ist die Bronzestatue von Walt Disney und Micky Maus in der Disney Adventure World.

Heute bei 31 Grad in Disneyland Paris durch den klassischen Park und die Disney Adventure World. Dabei u.a. die Parade gesehen, Small World geträllert, Black Panther & Spidey getroffen, Micky und den Zauberer gesehen, Elsa und Anna besucht, einen Troll getroffen, 29 Jahre später wieder mit Star Tours verreist, gut gegessen und bei dem Wetter natürlich viel getrunken. Schließlich alle Shops leergekauft. Hui.

delphitools iOS-App & CLI

Anfang Januar hatten wir die delphitools von Ruby Morgan Voigt a.k.a. delphi hier, die eine Vielzahl überaus nützlicher Tools u.a. für Bildbearbeitung, Farben, Social Media und Typographie, kosten- und trackingfrei vereinen. Jetzt, ein paar Monate später, lohnt sich ein erneuter Blick, denn es sind nicht nur mehr Tools geworden, nein, delphi stellt diese neuerdings auch als iOS- und iPadOS-App (inkl. Shortcuts-Support!) und CLI-Tools zur Verfügung. Sehr cool – und das Bild im letzten Beitrag wurde direkt mit der iOS-App freigestellt. 😌

Flipper One – Linux-Multi-Tool von den Flipper-Zero-Machern

Schwarz-oranger Flipper One im robusten Cyberdeck-Design mit Netzwerkanschlüssen, Bedientasten, Steuerkreuz und orangefarbenem Display, auf dem eine Pixel-Art-Figur mit der Sprechblase „WHY SO HARD?!“ zu sehen ist.

Das Team hinter dem Flipper Zero, der seit 2022 auch all meine Antennen-Multi-Tool-Bedürfnisse abdeckt, hat sein nächstes Device, den Flipper One, vorgestellt – und die Community um Support gebeten.

Denn das Projekt, das ausdrücklich keinen Nachfolger oder eine neue Generation liefert, sondern eine neue Multi-Tool-Geräteklasse, ist überaus ambitioniert: Während der Zero sich auf lokale Funk- und Hardware-Experimente konzentriert, ist der One als offener Linux-Computer für netzwerkbasierte Anwendungen und deutlich mehr Rechenleistung gedacht. Insbesondere die FlipperOS-Schicht mit der man unterschiedliche Linux-Konfigurationen reinladen können soll, klingt nützlich.

Für Release Dates und Preise ist es derzeit viel zu früh, aber wenn ihr euch mit Linux-Kerneln und ARM-Architektur auskennt, könntet ihr evtl. weiterhelfen das konkreter zu machen. Ich kauf euch dann einen ab.

Flipper One — we need your help | OpenGraph Preview Image
blog.flipper.net

Flipper One — we need your help

With Flipper One, we're reimagining what a Linux cyberdeck can be — it's a huge project. We're opening up the development process and asking the community for help.

Ad Infinitum / Zu Googles angekündigter AI-Suche

Matthias fast zusammen, was Google eigentlich auf seiner AI-durchtränkten I/O-Keynotehier der 54 Sekunden lange AI-Supercut – angekündigt, aber nicht explizit gesagt hat: Nämlich dass sie ihre bisherigen Quellen – das Open Web – und das eigene Geschäfts­modell – die Werbelinks in den Suchergebnis­seiten – zugunsten von generativen UIs mit AI-Antworten und dort einge­betteten AI-Ads opfern.

Was das wiederum für Webpublikationen bedeutet, wenn die „ten blue links“ nun offiziell vorbei sind, beschreibt Sascha sehr eindringlich.

Ob Googles AI-Suche allerdings so angenommen werden wird, steht auf einem anderen Blatt. Studierende buhen AI-Befürworter aus, Menschen verurteilen AI-verursachte (oder -begründete) Entlassungen, hassen AI-Rechenzentren und „what if people don’t actually want to use search this way?“, wie Matthias auch eingangs fragt. Zumindest letzteres scheint seit den ersten ChatGPT-Versionen jedoch beantwortet zu sein: Antworten, die keine Website-Aufrufe erfordern, werden gut und gerne in LLMs genutzt. Das wird (leider) auch so bleiben.

Meine langfristige These daher: Das „Web“ wird bei Google & Co. nur noch ein untergeordneter Tab/Reiter sein. So wie „Bilder“ und „Nachrichten“ heute und, *hust*, das Usenet zuvor. „Kaufen Sie sich hier unbegrenzten Zugriff auf das World Wide Web für nur 19,99 Euro/Monat!“

Aber denkt dran, [hier bitte meinen obligatorischen Hinweis auf Kagi als bessere, privatere Suchmaschine einsetzen; auch wenn das natürlich nur eine Lösung für besagte digitale Bohème sein wird].

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matthiasott.com

Ad Infinitum · Matthias Ott

Web design engineer, UX designer, teacher, and speaker – helping teams build websites and digital products with a focus on CSS, accessibility, and performance.

Podcast: Die OpenAI Story

Bleiben wir bei ChatGPT: Von dem Team hinter der (nicht unumstrittenen) Peter Thiel Story ist gerade ein neuer, sechsteiliger Podcast erschienen, in dem es um die Entstehungs­Geschichte von OpenAI, den ursprüng­lichen Ideen dahinter und natürlich Sam Altmann geht.

Habe ich gestern auf meinem Arbeitsweg und heute bei der Garten­arbeit durch­gehört und bietet auf jeden Fall einen guten Einstieg und Überblick, aller­dings ohne alle Facetten, Probleme aber auch Möglich­keiten betrachten zu können (oder zu wollen). Dennoch hörenswert!

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deutschlandfunk.de

Die OpenAI Story

Mit ChatGPT hat Sam Altman OpenAI in ein milliardenschweres Tech-Imperium verwandelt. Das ist die Geschichte der KI-Revolution, einer entfesselten Technik - und des Mannes, der sie geprägt hat. Von den Machern der Peter Thiel Story.