Astropad Workbench

Seit Anfang Juni benutze ich Astropad Workbench, die selbstbetitelte Remote-Desktop-App „for the AI era, not IT support“, um mich von meinem iPhone, iPad oder Mac auf einen meiner (anderen) Macs zu verbinden und diesen fernzusteuern. Alles, was mich an anderer VNC-Software gestört hat (Setup, Steuerung, Preismodell, Unterschiedlichkeit der Apps auf iOS/iPadOS/macOS), ist hier deutlich zugänglicher gelöst.1

Diese Woche ist Workbench 1.3 erschienen und bringt allerlei Verbesserungen mit sich, die in diesem kurz Video aufgezeigt werden. U.a. gibt es nun (noch) schnelleres Streaming, besseres iPad-Keyboard-Shortcut-Mapping, Picture-in-Picture für iOS/iPadOS, damit die Verbindung bestehen bleibt, einen Privacy-Vorhang, der den laufenden Mac „verdeckt“ und einen Watchdog, der die Mac-App neu startet, wenn mal was ist.

Für meine Use Cases, zu denen mitunter tatsächlich gehört, einen AI Agent auf dem Mac mini laufen zu lassen und zwischendurch & unterwegs drauf schauen, weiterhin ideal. Empfehlung!

  1. Ich muss allerdings zugeben, dass ich den vermutlichen Marktführer Screens ewig nicht ausprobiert habe, damals aber aus den genannten Gründen ebenfalls verworfen habe. []
Workbench | Remote Desktop for AI Agents & Headless Mac Mini | OpenGraph Preview Image
astropad.com

Workbench | Remote Desktop for AI Agents & Headless Mac Mini

Monitor AI agents remotely, check in on running workflows, and control your Mac from anywhere. Crisp visuals, simple setup.

»Dragon Pearl of Destruction« erneut verschoben

Vor genau einem Jahr habe ich über das seitdem heiß erwartete Pixel-Beat ’em Up »He-Man and the Masters of the Universe: Dragon Pearl of Destruction« gebloggt. Das sollte ursprünglich im April – vor dem MotU-Film – erscheinen, wurde dann aber auf Sommer und nun auf den 29. September verschoben. Hoffen wir, dass die Ursache Perfektio­nismus und kein Feuerwehr­einsatz ist.

New EU App Store Terms to Comply With DMA

Erinnert ihr euch an die US-amerikanische Firma, die sich beschwert, dass sie ihren proprie­täre AI-Assis­tenten in der EU nicht auf den Markt bringen könne und der EU-Kommission daher eine 18-monatige Vaporware-Übergangsphase vorgeschlagen hat?

Ja, genau diese Firma hat sich im Bezug auf die Preis­gestal­tung diesseits und jenseits des App Stores nun mit eben dieser, bösen EU geeinigt1 Und diese Einigung ist eine Bankrott­erklärung für das Ziel, das der Digital Markets Act eigentlich verfolgt:

  • Wer in App-Store-Apps alternative Bezahlmethoden anbieten, muss 20% an Apple abdrücken (10% wenn man am Small Business Program o.ä. teilnimmt).
  • Wer aus der App auf einen anderen Bezahlweg heraus­verlinkt (!), also z.B. auf seine Website, muss 15% bzw. 10% bezahlen.
  • Wer kostenpflichtige Apps außerhalb des App Stores, also direkt oder in alternativen Stores, vertreibt, muss 5% Core Technology Commission2 zahlen.

Wtf. Oder wie Michael Tsai es zusammenfasst:

I like that the new terms are simpler and that the fees are slightly lower, but it seems like the EU got tricked or surrendered here.

  1. „These changes resolve Apple’s disagreements with the Commission over business terms and alternative distribution“, heißt es im Apple Newsroom. []
  2. Der Link zeigt auf die bisherige “Core Technology Fee”, die ansonsten recht baugleich sein dürfte. []
Michael Tsai - Blog  -  New EU App Store Terms to Comply With DMA | OpenGraph Preview Image
mjtsai.com

Michael Tsai - Blog - New EU App Store Terms to Comply With DMA

These changes resolve Apple’s disagreements with the Commission over business terms and alternative distribution. They also reduce complexity by moving every developer that distributes apps in the EU to a single set of business terms.

Support your local eay!

Dir gefällt, was ich hier tue? Du kaufst gerne bei Jeff Bezos ein? Dann empfehle ich dir meinen Amazon-Partnerlink und einen Blick in meine Wunschliste für Ideen zum Geld ausgeben.

Marvel in den Backrooms gefangen: Avengers: Doomsday funktioniert wie KI

Der neue »Doomsday«-Trailer ist besser als der erste, aber dennoch schlecht. Sascha beschreibt das Problem ganz treffend, u.a. mit einer Analogie zum diesjährigen Überraschungshit »Backrooms«1:

[Wie] sehr mich dieses Drehbuch an Kane Parsons Interpretation der Backrooms erinnert, in denen die Realität bis zur Unkenntlichkeit prismatisch verfälscht wird. Die Einzelteile sind noch da, sie sind erkennbar, aber der Kontext geht verloren.

  1. Den ich noch nicht gesehen habe, aber auf dessen Home Video Release in der nächsten Woche, ich mich gespannt bin. []
Marvel in den Backrooms gefangen: Avengers: Doomsday funktioniert wie KI - PewPewPew | OpenGraph Preview Image
pewpewpew.de

Marvel in den Backrooms gefangen: Avengers: Doomsday funktioniert wie KI - PewPewPew

Avengers: Doomsday hat nichts zu bieten, so viel ist mehr als klar. An dem Special Look einer D23 Präsentation ist nichts speziell, die Bilder sind visuell ebenso lasch, ausgewaschen und abgedroschen wie eh und je sowie auf eine besonders tragische Art bemüht, groß zu wirken. Aber je mehr von ...

Podcast: Reich – Das Geschäft mit dem Zweifel

Zweifel sind längst zu einer einflussreichen Währung geworden und für manche sogar zu einem lukrativen Geschäftsmodell. Im investigativen Podcast REICH folgt ein Journalistenteam einem Netzwerk aus Lobbyisten und Firmengeflechten, das schon seit Jahrzehnten beeinflusst, woran wir glauben.

Interessante Podcast-Miniserie vom MDR, die den kommerziali­sierten Zweifel in den Mittelpunkt stellt, der von Alkohol- und Tabak­industrie, Öl- und Gas­branche in Bezug auf Gesundheit, Gefahren und den Klimawandel gesät wird.

Die erste Folge gibt’s im regulären Podcast-Feed. Bei der ARD Sounds ge­tauften Audiothek gibt’s bereits Zugriff auf alle fünf Episoden. Produziert wurde das Ganze vom neuen Investigativ-Label cliff von Patrick Stegemann, der, wie Wikipedia weiß, „2023 Teil eines Teams von Journalisten [war], die die ge­suchte RAF-Terroristin Daniela Klette mithilfe einer KI-Bilder­suche in einem Capoeira-Studio in Berlin aus­findig machten“. Davor war er bei Undone, die u.a. für »Cui Bono« verantwortlich waren. Eine Parallele, die man auch »Reich« anhört.

REICH – Das Geschäft mit dem Zweifel | OpenGraph Preview Image
mdr.de

REICH – Das Geschäft mit dem Zweifel

Was, wenn Zweifel kein Zufall ist, sondern ein Geschäftsmodell? "REICH" erzählt, wie Lobbyisten und PR-Profis unbequeme Wahrheiten angreifen – von der Tabakindustrie bis zur Klimakrise und mitten hinein nach Deutschland.

Apple’s Camera-Equipped AirPods Confirmed: See Them in Action

Apple is working on camera-equipped AirPods that appear to be nearly ready to launch, based on a video MacRumors found in the macOS Tahoe 26.7 release candidate.

Leute, die Meta Glasses gekauft haben, kaufen auch AirPods mit Kameras. Vermutlich sogar noch ein paar mehr. Als Nächstes dann die Apple Spy Watch.

Irgendwo zwischen all den Security Concerns, die Apple sicherlich besser abfängt als Meta (indem z.B. keine aus Ohr­perspektive aufge­nommenen Fotos möglich sind), stecken auch sinnvolle Use Cases – vorausgesetzt, Siri funktioniert nun. Ubiquitous Computing dank Visual (Apple) Intelligence ohne das iPhone herausnehmen zu müssen, hat manchmal bestimmt schon was. Marcel hat z.B. ein paar Nutzungs­möglich­keiten skizziert.

Related: In der „Wo eine Brille ist, ist auch ein Creep“-Folge von Haken dran von letzter Woche sprechen Gavin und Thomas Riedel, der selbst erfahrener und überzeugter Meta-Brillenträger ist, über die Herausforderungen, die diese neue Geräteklasse mit sich bringt. Das ließe sich z.T. sicherlich auch auf die neuen AirPods übertragen.

Mein Produktnamentipp für die Kamera-AirPods ist übrigens einfach „AirPods Pro 4″. Apple wird m.E. nicht den Fehler begehen, das zu sehr in den Vorder­grund zu stellen und so was wie “AirPods Vision“ zu wählen. Und so kann man auch weiterhin AirPods in EU der verkaufen, trotz selbst gewählter Ermange­lung an Siri AI.1

  1. Siehe auch No Update Since Early July Regarding Siri AI Coming to the EU, Ever bei John Gruber. []
Apple's Camera-Equipped AirPods Confirmed: See Them in Action | OpenGraph Preview Image
macrumors.com

Apple's Camera-Equipped AirPods Confirmed: See Them in Action

Apple is working on camera-equipped AirPods that appear to be nearly ready to launch, based on a video MacRumors found in the macOS Tahoe 26.7 release candidate. In a short demo, a man holds a book up so the camera in the AirPods can see the title. "With Visual Intelligence, your world becomes sa...

Sea Turtle Sex Crisis: Why 99% Are Now Female

Sand temperatures above 29°C now produce 95–99% female sea turtles instead of the historical 50–50 ratio, creating a reproductive bottleneck that could collapse populations within two generations.

Was Mikroplastik für die Feritilität beim Menschen ist, scheint warmer Sand für Meeresschildkröten zu sein. Und vermutlich auch für andere (Meeres-)Tiere. Und ich verspüre jetzt nochmal den Drang, »Children of Men« zu gucken. Scheint nochmal relevanter zu werden. (via Kottke)

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mazingamazingly.blogspot.com

Sea Turtle Sex Crisis: Why 99% Are Now Female

Sea turtle nesting sites are experiencing a silent reproductive catastrophe: rising sand temperatures have pushed sea turtle sex ratio to a dangerous 99% female on some beaches, eliminating breeding males from entire generations.

Aktuelle App-Entwicklungen

Ich hatte es in der letzten Woche schon kurz und kryptisch auf Mastodon und Bluesky1 angekündigt – nachdem ich mich beim Schreiben des Wortes „Links“ zugunsten von „Lonks“ verschrieben hatte und dachte, hey, wenn ich eine Link-Sammel-App rausbringen würde, sollte diese Lonks heißen; Lonks und Yonks, das würde sich hervorragend im Lebenslauf machen –, dass ich gerade an einer neuen iOS/iPadOS-App arbeite, die wir demnächst im kalifornischen Bergwerk einreichen werden.

Es handelt sich um ein kleines, wie wir finden feines Tool für Web-Designer und -Entwickler, von dem man sich fragt, warum es das nicht schon immer gab, nachdem man es einmal gesehen und genutzt hat. Spitze Zielgruppe mit spitzem Use Case, aber überaus interessant. Für die Moneta­risierung planen wir (derzeit) Freemium ein: Die App kann komplett kostenlos genutzt werden, es gibt eine inhaltliche Einschränkung, die mit einem Einmalkauf (≠ Abo) freigekauft werden kann. Genau das plane ich derzeit übrigens auch für Yonks 2.0 ein, siehe meine ersten Gedanken dazu hier. Bei einer bestehenden und dann auch noch auf Android verfügbaren App gestaltet sich das allerdings deutlich schwieriger, als bei einer frischen Apple-only-App.

Und speaking of Apple: Es gibt zwei, drei Voraus­setzungen und Funktionen, die das Unterfangen zum Scheitern bringen könnten. An einer Stelle umgehen wir App-Store-Beschränkungen, was andere aber auch machen. Nur sind das eben Namen wie Google. 🙈 Woanders gibt es eine CLI, die optional auf dem Mac installiert werden kann und die dann mit der App kommuniziert, was ehrlicher­weise Neuland in unserem ansonsten sehr erfahrenen App-Review-Game ist.

Also schauen wir mal. Die App ist bereits zu 95% fertig, ich arbeite aktuell nur noch am Polishing und Testing der CLI. Der Plan ist, die App schnellst­möglich einzureichen, um die Unklarheiten in Bezug auf’s Bergwerk alsbald zu klären, gleich­zeitig dem Bergwerk aber auch zu signalisieren, dass das hier kein Wochenend-AI-Slop ist, unter dem es gerade leidet. Daher das Anti-MVP-Polishing.


Weiter erweitern wir auf vielfachen Nutzer­*innen­wunsch und nach Rück­sprache mit den Kolleg­*innen von awork, unserer Projekt­management­software der Wahl, gerade die von uns entwickelte awork-Raycast-Extension, so dass diese fortan auch direkt aus Raycast heraus Tasks erzeugen und bearbeiten kann. Raycast-AI-Support inklusive. Sollte in den nächsten Tagen released werden, was ihr dann natürlich auch hier erfahrt.


Und weil Nischen unser Ding sind, haben wir uns eine weitere gesucht und nicht ein, nicht zwei, sondern gleich drei Stücke Software dafür ge­schrieben. Die Vor­gespräche sind alle erfolg­reich gelaufen, jetzt folgt das Store-Review in diesem Nicht-Apple-/Google-Kosmos.

Spoiler: Wir haben u.a. einen Feedreader gebaut, aber anders als man denkt. Normaler­weise eher etwas, das unter dem „eay“-Dach und nicht bei Hypercode zuhause wäre, aber einfach­heits­halber ver­öffentlichen wir es jetzt im Firmen­kontext. Ich hab’s aber alleine und nur für mich gebaut. 🤓 Sobald das so weit ist, steht es ebenfalls hier.


Und dann, last but not least, habe ich mir im Urlaub eine kleine Health-App gebaut, die ich so und/oder für bezahlbares Geld bisher nicht gefunden habe. Funktioniert wunderbar und ist im täglichen Einsatz bei mir. Aber ob ich die Zeit finde, das für eine Ver­öffentlichung fertig zu machen, bleibt abzuwarten.

Es gäbe schließlich noch genug zu tun, z.B. shortfil.ms zu aktualisieren. 😅


So oder so: Wenn was gezeigt werden kann, werde ich es zeigen. Die Micro-Apps-Blogserie von Matt Birchler, in der er kleine Anwendungen für über­schau­bare, meist private Zwecke gezeigt hat, hat mir nämlich gut gefallen.

  1. Weiterhin Indigo, siehe Fußnote 1 hier. []

MTG-I1 captures eclipse path of totality over Europe

Am Mittwoch fand u.a. über Europa eine Sonnen­finsternis statt. Hierzulande war es eine partielle Finsternis, die 85-89% der Sonne verdeckte, wie Wikipedia lehrt. Ich habe sie auf der Dach­terrasse des Hypercode-Offices verfolgt, während weit über uns der Satellit „Meteosat Third Generation Imager“ (MTG-I1) einen Blick auf die Nord­halbkugel hatte und das Spektakel schön aufge­zeichnet hat, wie die ESA nun geteilt hat.

MTG-I1 captures eclipse path of totality over Europe | OpenGraph Preview Image
esa.int

MTG-I1 captures eclipse path of totality over Europe

Yesterday between 20:26 and 20:34 CEST, parts of the Iberian peninsula experienced a total solar eclipse. This animation, composed of images from the Meteosat Third Generation Imager satellite (MTG-I1), caught the Moon’s dark shadow as it passed over Earth’s surface – converging with the advancing twilight shadow as dusk fell over Europe.

Eigendrum – Draw a shape and hear it as a real drum

Man zeichnet hier eine beliebige geschlossene Form, und das Projekt von Basel Ashraf berechnet direkt, wie eine ideale Trommel­membran mit genau dieser Form physika­lisch schwingen und klingen würde. Mathe­matisch (wohl) alles korrekt und auf GitHub sowie hier ausführlich erklärt. Ich bleibe für die schöne Visuali­sierung, den inter­aktiven Moment und die unter­schied­lichen Klänge, die sich damit erstellen lassen.

Eigendrum - draw a shape and hear it as a real drum | OpenGraph Preview Image
eigendrum.com

Eigendrum - draw a shape and hear it as a real drum

Draw any shape and hear it as a drum. Every frequency is solved from your outline with finite elements, never sampled. Includes the two drums that sound identical but are not the same shape.