Nitter und XCancel nach Cease-and-Desist-Schreiben von X offline

Nitter’s zedeus:

On 24 August 2026 cease and desist letters have been sent by X Corp. demanding a permanent takedown of Nitter instances and the project’s repository.

XCancel:

On Monday 24th August at 8PM EST, we received at letter from X Corp. asking to cease and desist the service XCancel. The service XCancel is stopped until further notice. We are seeking legal advice and won’t share more details for now. Thank you for the trust you have put in these two years of XCancel.

Nitter und zuletzt die populäre Instanz XCancel waren die letzten Möglich­keiten, X auf erträglichem Wege zu lesen. Also nicht, was den oftmals zweifel­haften Content angeht, sondern als Alternativ­weg zu diesem Grok-durch­tränkten Chaos, das X seine Mobile- oder Web-App nennt. Insbesondere bot Nitter auch RSS-Feeds an, so dass man einzelnen Personen, die denn Absprung noch nicht geschafft haben, noch im Feed­reader folgen konnte, ohne das Moloch öffnen zu müssen. Nun geht das auch nicht mehr. 🎻


Frage für einen Freund, der genügend Tokens beim ebenfalls immer schlechter und ebenso Grok-durchtränkten Cursor hat(te): Hätte dieser Freund Grok 4.6 eine Cursor-Extension namens „Ungrokify“ bauen lassen, die sämtlichen Grok-Bezug aus Cursor heraus­patcht, dann sollte er die vermutlich aus eben solchen Abmahnungs­gründen nicht veröffentlichen, oder?

Aber er könnte Grok doch eine detaillierte Spezifikation schreiben lassen, die jeden genau das bauen lässt. Am besten ebenfalls mit Grok, um dort ordentlich Geld damit zu verbrennen, damit Grok sich selbst frisst. Das ginge doch, oder? Oder doch lieber einen Liedtext draus machen?

Things Blog: Repeating To-Dos, Refined

Repeating to-dos just got far more flexible, with two highly requested improvements: You can now complete them early, and easily reschedule them when plans change! […] Available now in Things 3.23.

Nach all den Jahren – und ich habe gerade nachge­guckt, ich nutze Things v3 seit Mai 2019 durchgehend und habe v1 auch schon im Juli 2009 ausprobiert 🤯 – können sich wieder­holende Aufgaben nun endlich vor ihrem vergebenen Wieder­holungs­datum als erledigt abhaken lassen. Kein verspätetes „Kontakt­linsen wechseln“-Abhaken mehr, Tage nachdem man eben diese gewechselt hat. Der Wahnsinn!

Things bleibt in seiner dritten Version weiterhin die Todo-App, die für mich am meisten „geklickt hat“. Und ich habe einige davor und während­dessen auspro­biert. Seit Jahren wird ja auch bzgl. v4 spekuliert, die dann wohl auf ein Abo umstellen müsste, aber bisher geht es immer weiter mit der 3er, nun eben v3.23, weiter.

Das Geschäftsmodell ist nämlich ganz spannend. Im Mai 2019 habe ich insgesamt nur 87,97 Euro (10,99 Euro für die iPhone-Variante + 21,99 Euro für die iPad-Variante + 54,99 Euro für die Mac-Variante) bezahlt, was bis heute 1,01 Euro pro Monat entspricht. Ein für den Nutzer guter Kurs, was aber für Cultured Code, die Stuttgarter Firma hinter der App, vermutlich nur wegen des fortlaufenden Stroms an weiteren, hohen Einmal­käufen machbar ist.

Repeating To-Dos, Refined - Things Blog - Cultured Code | OpenGraph Preview Image
culturedcode.com

Repeating To-Dos, Refined - Things Blog - Cultured Code

Things 3.23 brings new flexibility to repeating to-dos: complete them early when you’re ahead, or reschedule them to a new date if plans change.

World’s oceans hit highest temperature on record as El Niño grows

The average surface temperature of the planet’s seas outside the polar regions hit 21.1C (70F) on Saturday, according to figures from the European Copernicus climate change service.

Ein | Rekord | jagt | den | nächsten.

Aber keine Sorge auch Europa ist wieder vorne mit dabei. Hier eine Meldung von vor zwei Wochen: „Alarmstufe Rot: Das Meer brodelt wie im Golf von Mexiko“, Auszug:

Italien glüht. In Neapel werden 48 Grad registriert. Selbst das Mittelmeer erreicht Temperaturen von 32 Grad. Der Sommer 2026 könnte zum heißesten der Geschichte werden.

World's oceans hit highest temperature on record as El Niño grows | OpenGraph Preview Image
bbc.com

World's oceans hit highest temperature on record as El Niño grows

The record "is another clear signal of an ocean under growing stress", according to Dr Samantha Burgess from the European Copernicus climate change service.

Support your local eay!

Dir gefällt, was ich hier tue? Du kaufst gerne bei Jeff Bezos ein? Dann empfehle ich dir meinen Amazon-Partnerlink und einen Blick in meine Wunschliste für Ideen zum Geld ausgeben.

Galactic Compass 2

Vor zweieinhalb Jahren hat Matt Webb seine „compass app that points to the centre of the galaxy“ veröffent­licht. Diese Woche wurde sie bei uns nochmal relevant, als meine Tochter und ich beim Zubett­gehen ein Welt­raum­buch (Amazon-Partnerlink) lasen und sie mich gefragt hat, wo wir uns in der Milch­straße befinden. Ich zückte also die App, um ihr und mir die unendliche Weite wenigstens etwas zu veran­schau­lichen. Nun ist Version 2.0 von Galactic Compass erschienen, die nun auch eine Augmented-Reality-Verortung des Richtungs­pfeils im Raum ermöglicht, wie Matt hier berichtet. Was heute von uns erneut für gut befunden wurde.

Introducing Dashboard Touch, a build-your-own version of Touch ID

For years, I’ve wanted to have a standalone version of Apple’s Touch ID authentication feature for my Mac, but without having to use an Apple keyboard.

Anil Dash hat sich einen Finderabdrucksensor gebaut, der sein Passwort eingibt. Ich selbst bin ja großer Fan des kabellosen Touch-ID-Keyboards von Apple, aber das ist auf jeden Fall ein tolles Projekt und wir brauchen definitiv viel mehr DIY-Tech.

Introducing Dashboard Touch, a build-your-own version of Touch ID - Anil Dash | OpenGraph Preview Image
anildash.com

Introducing Dashboard Touch, a build-your-own version of Touch ID - Anil Dash

A blog about making culture. Since 1999.

Astropad Workbench

Seit Anfang Juni benutze ich Astropad Workbench, die selbstbetitelte Remote-Desktop-App „for the AI era, not IT support“, um mich von meinem iPhone, iPad oder Mac auf einen meiner (anderen) Macs zu verbinden und diesen fernzusteuern. Alles, was mich an anderer VNC-Software gestört hat (Setup, Steuerung, Preismodell, Unterschiedlichkeit der Apps auf iOS/iPadOS/macOS), ist hier deutlich zugänglicher gelöst.1

Diese Woche ist Workbench 1.3 erschienen und bringt allerlei Verbesserungen mit sich, die in diesem kurz Video aufgezeigt werden. U.a. gibt es nun (noch) schnelleres Streaming, besseres iPad-Keyboard-Shortcut-Mapping, Picture-in-Picture für iOS/iPadOS, damit die Verbindung bestehen bleibt, einen Privacy-Vorhang, der den laufenden Mac „verdeckt“ und einen Watchdog, der die Mac-App neu startet, wenn mal was ist.

Für meine Use Cases, zu denen mitunter tatsächlich gehört, einen AI Agent auf dem Mac mini laufen zu lassen und zwischendurch & unterwegs drauf schauen, weiterhin ideal. Empfehlung!

  1. Ich muss allerdings zugeben, dass ich den vermutlichen Marktführer Screens ewig nicht ausprobiert habe, damals aber aus den genannten Gründen ebenfalls verworfen habe. []
Workbench | Remote Desktop for AI Agents & Headless Mac Mini | OpenGraph Preview Image
astropad.com

Workbench | Remote Desktop for AI Agents & Headless Mac Mini

Monitor AI agents remotely, check in on running workflows, and control your Mac from anywhere. Crisp visuals, simple setup.

»Dragon Pearl of Destruction« erneut verschoben

Vor genau einem Jahr habe ich über das seitdem heiß erwartete Pixel-Beat ’em Up »He-Man and the Masters of the Universe: Dragon Pearl of Destruction« gebloggt. Das sollte ursprünglich im April – vor dem MotU-Film – erscheinen, wurde dann aber auf Sommer und nun auf den 29. September verschoben. Hoffen wir, dass die Ursache Perfektio­nismus und kein Feuerwehr­einsatz ist.

New EU App Store Terms to Comply With DMA

Erinnert ihr euch an die US-amerikanische Firma, die sich beschwert, dass sie ihren proprie­täre AI-Assis­tenten in der EU nicht auf den Markt bringen könne und der EU-Kommission daher eine 18-monatige Vaporware-Übergangsphase vorgeschlagen hat?

Ja, genau diese Firma hat sich im Bezug auf die Preis­gestal­tung diesseits und jenseits des App Stores nun mit eben dieser, bösen EU geeinigt1 Und diese Einigung ist eine Bankrott­erklärung für das Ziel, das der Digital Markets Act eigentlich verfolgt:

  • Wer in App-Store-Apps alternative Bezahlmethoden anbieten, muss 20% an Apple abdrücken (10% wenn man am Small Business Program o.ä. teilnimmt).
  • Wer aus der App auf einen anderen Bezahlweg heraus­verlinkt (!), also z.B. auf seine Website, muss 15% bzw. 10% bezahlen.
  • Wer kostenpflichtige Apps außerhalb des App Stores, also direkt oder in alternativen Stores, vertreibt, muss 5% Core Technology Commission2 zahlen.

Wtf. Oder wie Michael Tsai es zusammenfasst:

I like that the new terms are simpler and that the fees are slightly lower, but it seems like the EU got tricked or surrendered here.

  1. „These changes resolve Apple’s disagreements with the Commission over business terms and alternative distribution“, heißt es im Apple Newsroom. []
  2. Der Link zeigt auf die bisherige “Core Technology Fee”, die ansonsten recht baugleich sein dürfte. []
Michael Tsai - Blog  -  New EU App Store Terms to Comply With DMA | OpenGraph Preview Image
mjtsai.com

Michael Tsai - Blog - New EU App Store Terms to Comply With DMA

These changes resolve Apple’s disagreements with the Commission over business terms and alternative distribution. They also reduce complexity by moving every developer that distributes apps in the EU to a single set of business terms.

Marvel in den Backrooms gefangen: Avengers: Doomsday funktioniert wie KI

Der neue »Doomsday«-Trailer ist besser als der erste, aber dennoch schlecht. Sascha beschreibt das Problem ganz treffend, u.a. mit einer Analogie zum diesjährigen Überraschungshit »Backrooms«1:

[Wie] sehr mich dieses Drehbuch an Kane Parsons Interpretation der Backrooms erinnert, in denen die Realität bis zur Unkenntlichkeit prismatisch verfälscht wird. Die Einzelteile sind noch da, sie sind erkennbar, aber der Kontext geht verloren.

  1. Den ich noch nicht gesehen habe, aber auf dessen Home Video Release in der nächsten Woche, ich mich gespannt bin. []
Marvel in den Backrooms gefangen: Avengers: Doomsday funktioniert wie KI - PewPewPew | OpenGraph Preview Image
pewpewpew.de

Marvel in den Backrooms gefangen: Avengers: Doomsday funktioniert wie KI - PewPewPew

Avengers: Doomsday hat nichts zu bieten, so viel ist mehr als klar. An dem Special Look einer D23 Präsentation ist nichts speziell, die Bilder sind visuell ebenso lasch, ausgewaschen und abgedroschen wie eh und je sowie auf eine besonders tragische Art bemüht, groß zu wirken. Aber je mehr von ...

Podcast: Reich – Das Geschäft mit dem Zweifel

Zweifel sind längst zu einer einflussreichen Währung geworden und für manche sogar zu einem lukrativen Geschäftsmodell. Im investigativen Podcast REICH folgt ein Journalistenteam einem Netzwerk aus Lobbyisten und Firmengeflechten, das schon seit Jahrzehnten beeinflusst, woran wir glauben.

Interessante Podcast-Miniserie vom MDR, die den kommerziali­sierten Zweifel in den Mittelpunkt stellt, der von Alkohol- und Tabak­industrie, Öl- und Gas­branche in Bezug auf Gesundheit, Gefahren und den Klimawandel gesät wird.

Die erste Folge gibt’s im regulären Podcast-Feed. Bei der ARD Sounds ge­tauften Audiothek gibt’s bereits Zugriff auf alle fünf Episoden. Produziert wurde das Ganze vom neuen Investigativ-Label cliff von Patrick Stegemann, der, wie Wikipedia weiß, „2023 Teil eines Teams von Journalisten [war], die die ge­suchte RAF-Terroristin Daniela Klette mithilfe einer KI-Bilder­suche in einem Capoeira-Studio in Berlin aus­findig machten“. Davor war er bei Undone, die u.a. für »Cui Bono« verantwortlich waren. Eine Parallele, die man auch »Reich« anhört.

REICH – Das Geschäft mit dem Zweifel | OpenGraph Preview Image
mdr.de

REICH – Das Geschäft mit dem Zweifel

Was, wenn Zweifel kein Zufall ist, sondern ein Geschäftsmodell? "REICH" erzählt, wie Lobbyisten und PR-Profis unbequeme Wahrheiten angreifen – von der Tabakindustrie bis zur Klimakrise und mitten hinein nach Deutschland.