Was bedeuten eigentlich die Zahlen auf Toastern?
Level of Toastiness
Level of Toastiness — Verum
Every toaster has numerical settings. What do those numbers represent? It isn't minutes. It isn't temperature. It's not really anything.
Das Weblog von Stefan Grund, der im Netz als @eay unterwegs ist und hier seit 2003 über Medien, Popkultur und Technologie schreibt. Mehr »
Was bedeuten eigentlich die Zahlen auf Toastern?
Every toaster has numerical settings. What do those numbers represent? It isn't minutes. It isn't temperature. It's not really anything.
Und XCancel ist wieder weg, nachdem es letzte Woche zurückgekehrt ist:
Unfortunately, due to a new development in the ongoing legal proceedings, we are required to suspend this service again until further notice. We can’t share more details.
nitter.net ist komplett offline, ohne Info. Abermals schade um die RSS-Funktion.
Lokale Alternativen, die es einem über die „Tweet“-Embed-Funktion ermöglichen, kurz in einen X-Post zu gucken, sind
Vor zwei Wochen hatte ich mich mit der neuen heißen Linux-Distribution Omarchy beschäftigt, die gerade vielerorts Aufmerksamkeit erregt und erfährt, da sie agentisch entwickelt und vor allem auch so angepasst werden kann.
Damit passt sie eigentlich genau hierher. Openness, DIY und KI1 sind wiederkehrende Themen in diesem Blog, aber so einfach ist es diesmal eben nicht.
Ich hatte bereits mitbekommen, dass David Heinemeier Hansson, kurz DHH, dessen Firmenblog (Link zur Wayback-Machine) ich damals las und von dem ich in den 2000ern und 2010ern staunend Bücher zu Software-Management und Unternehmensführung gelesen habe, zwischenzeitlich äußerst konservativ und kontrovers geworden ist. Aber nach Veröffentlichung des Beitrags und des ersten Nachtrags habe ich dann erfahren – und es wurde mir dankenswerterweise auch von Felix per Kommentar zugetragen –, wie katastrophal das ist, was DHH da von sich gibt. Wie etwa der Medienbäcker aufklärt:
Oh wait, this DHH guy seems to be pretty racist anyways. Holy shit, he openly talks about „remigration“ and „demographic replacement“. Well, I sure hope I don’t have to read that name ever again. Or anything about „remigration“ for that matter.
Besonders bitter wird es dann, wenn man sich ansieht, wie der Ruby on Rails-Creator DHH — der gerne damit prahlt, dass Claude sich weigerte, einen seiner rassistischen Texte ins Italienische zu übersetzen (Quelle) — mit Omarchy weiteren Einfluss in der Open-Source- und Linux-Szene gewinnen will und gewinnt und diese damit weiter nach seinen Vorstellungen formen könnte. tante hat dazu mit „Power Grab“ einen sehr guten, Überblick gebenden Artikel veröffentlicht:
DHH is using his position and his influence to accumulate donations that he then can distribute to projects that align with his fascist worldview and ambitions. […] The Omarchy foundation will be where projects in desperate need of funding will be pointed. And will a project focused on human rights and social justice get funding from our fascist overlord?

Ein Problem ist nämlich bereits, dass und wie viel Funding die Omarchy-Foundation bekommt. Brennan Kenneth Brown hat dazu mit „Stop Omarchy“ eine kleine Neocities-Seite erstellt, die aufzeigt, wer Omarchy wie finanziell unterstützt. Ein Auszug:
Despite this [Anmerkung von mir: Gemeint ist all der Scheiß von DHH.], more than a dozen top tech executives and corporations have pledged millions to the Omarchy / Omacom Foundation. They include the CEOs of Shopify, Stripe, Dell, Cloudflare, Block, Dropbox, Coinbase, and others, as listed on Omarchy’s patrons page.
Corporations including 1Password and DigitalOcean are also contributing to Omarchy’s funding, with DigitalOcean giving $1 million a year for three years.
Man sollte also in Betracht ziehen, diesen Unternehmen in Zukunft aus dem Weg zu gehen und/oder ihnen gegenüber zu protestieren, was ihre Unterstützung für Omarchy und DHH angeht. … What is wrong with you, 1Password?
That said, ich bin kein Fan von Online-Prangern. Dass hier Firmen und CEOs von großen Tech-Unternehmen gelistet werden, ist fein für mich, aber wenn ich das richtig sehe, sind darunter auch Einzelpersonen, die sich sicherlich falsch verhalten, aber vielleicht nicht derart in der Öffentlichkeit stehen, dass man sie hier erwähnen müsste. Andererseits (Minute 3:33).
Aber es geht noch weiter: daMax hat mich zudem in den Kommentaren dankenswerterweise weiter darauf hingewiesen, dass der im Linux-Umfeld gängige Begriff „Rice“ bzw. „Ricing“ problematisch ist, weil er eine rassistische Abwertung ist.
Der Hintergrund des Begriffs, der im Linux-Kontext die Individualisierung des Desktops durch Window-Manager, Themes, Icons usw. meint, ist der US-amerikanischen Auto- und Motorradszene der 80er-Jahre entliehen, wo „rice burner“ eine abwertende Bezeichnung für japanische beziehungsweise ostasiatische Fahrzeuge war und „riced out“ oberflächliche Modifikationen ohne Leistungsgewinn beschrieb. Das später erfundene Backronym „Race Inspired Cosmetic Enhancement“ beseitigt den problematischen Ursprung nicht, sondern verschleiert ihn.
Ich hatte „Ricing“ bisher immer mit der kleinteiligen Konfiguration (wie eben bei Reiskörnern) assoziiert, was rückblickend wohl etwas naiv war. Ich werde darauf selbstredend fortan verzichten und habe den entsprechenden Beitrag plus Nachtrag-Teaser – die einzigen „Ricing“-Nennungen in diesem Blog – um eine entsprechende Infobox mit Verweis auf diesen Beitrag ergänzt und Textstellen entsprechend angepasst.
Den gesamten Omarchy-Beitrag habe ich aber, bis auf die dokumentierten Änderungen, aus Gründen der Nachvollziehbarkeit unverändert gelassen.
Was eine Shit Show.
A URL is a technical thing: a hostname, a path, a port, an origin, some query parameters, etc.
But a link is a cultural thing: an invitation, a citation, a gift, a shortcut, a connection.
Jim Nielsen kurz und gut beobachtet über Hyperlinks und deren kulturelle und sprachliche Bedeutung.
Writing about the big beautiful mess that is making things for the world wide web.
Drei kurze Gedanken zur BlizzCon, die gerade in Anaheim, Kalifornien, stattfand:

Passend zum US-Release von »Coyote vs. Acme« – eay.cc berichtete – hat sich der Zeichentrickkojote Wile E. Coyote den Fragen der Reddit-Community gestellt bzgl. seiner Person, Cartoon-Physikgesetzen, seinem Rechtsstreit mit Acme Corp. und natürlich zum Road Runner. Der Clou: Geantwortet hat der wortkarge Kojote, wie man es aus den Cartoons kennt, mit hochgehaltenen Schildern, auf denen seine Antworten standen. Schöne Marketing-Aktion.
Hierzulande erscheint der Film am kommenden Donnerstag. Meep, meep!
Every year, for 25 years, I’ve written on the observance of this anniversary. Some years, it’s been for me, some years it’s been for the people who’ve been with me along the way. Some years, I didn’t know why I was even doing it any more. But this year, for the first time in a long time, I can feel exactly what story I want to tell.
A blog about making culture. Since 1999.
André Pitz hat auf Bluesky auf die Fotos des Fotojournalist Bill Biggart hingewiesen, die dieser vor dem Einsturz des zweiten Turms des WTC in New York City machte, der ihn das Leben kostete. Biggard machte an diesem Tag rund 300 Fotos, von denen später rund 154 wiederhergestellt werden konnten. Auf seiner Website sind einige der erschütternden Bilder, die die symbolträchtigen Attacken und ihre Folgen in zuvor schönstem Wetter zeigen, zu sehen.
Hier auf YouTube zudem eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Dokumentation des Imperial War Museums London über seine Arbeit an diesem Tag, wo seit kurzem eine permanente Ausstellung seiner Bilder stattfindet.
It was a beautiful day in New York. The morning calm was broken by a passing taxi driver who yelled out that a plane had hit the World Trade Center. Bill ran home, grabbed three cameras (two film, one digital) and began heading toward the WTC. Walking and shooting as he went, he moved quickly downtown toward the smoke and flames.
Jeder der vor 25 Jahren ein halbwegs fertiger Mensch in der westlichen Welt war, weiß, was sie oder er gerade gemacht hat, als die Nachricht vom ersten, dann zweiten Flugzeug im World Trade Center sie erreichte.
Der 16-jährige Stefan kam gerade von der Schule, wurde von seiner Oma bekocht, wo nebenbei das Nachmittagsprogramm von Sat.1 lief, die wie ich heute las, damals die ersten waren, die berichteten. Relativ schnell schaltete ich auf ntv, N24 und CNN um, wo ich kurze Zeit später das zweite Flugzeug live oder wenige Minuten später in den zweiten Turm einschlagen sah, gefolgt von den weiteren Flugzeugen, Menschen, die in Panik und Todesangst tödliche Sprünge wagten, den einstürzenden Türmen, dem apokalyptischen Manhattan.
Meiner damaligen Freundin, mit der ich an diesem Nachmittag verabredet war, sagte ich ab – ich müsse vor dem Fernseher sitzen bleiben, hier passiere Historisches. Bis in die Nacht schaute ich Peter Kloeppels Berichterstattungsmarathon, die diversen Nachrichtensender und Sondersendungen und wie das Musikfernsehen, den Betrieb einstellte. Im Netz staunte ich, wie cnn.com zusammenbrach und all die US-Blogger, die das Geschehen live – und teils direkt aus New York – begleiteten, zu gefragten und umfänglichen Quellen wurden.
Wie ein jede*r, die/der in den 90ern aufwuchs, liebte ich fast alles an und aus Amerika. New York, zu dem ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht war, war vermutlich die Stadt, der ich am meisten entgegenfieberte und in der ich mich am besten auskannte. Meine Kumpels und ich waren Knicks-Fans und all unsere Popkultur spielte in New York. An dem Tag und den Tagen danach waren wir und alle anderen irgendwie auch New Yorker.
Und wir waren erschüttert. Es gibt einen guten Grund, warum sterbende Menschen in der Regel nicht im Fernsehen gezeigt werden. An diesem Tag war das anders. Und seit diesem Tag die Welt eine andere.
Kids shape culture, and their drawings show what captures their attention. I scraped over 100 million drawings and paintings from Artsonia, an online student art gallery, to explore almost 20 years of favorite characters, passing obsessions, and everyday life.
Neues Projekt von Riley Walz, den wir bereits mit seinem Viewer früher iPhone-YouTube-Uploads, dem Gmail-Interface für die Epstein-Files und der weltweit unterschiedlichen Bebilderung von Wikipedia-Artikeln hier hatten. Diesmal also ein Katalog auf Basis von Artsonia, „the world’s largest collection of student art“, der Themen und Trends der Kunstwerke der Kleinen aus den letzten 20 Jahren aufzeigt. Toll! (via Waxy)
Twenty years of childhood, one drawing at a time.