arschlochvermutung.de

Es gilt die Unschuldsvermutung. Das stimmt. Juristisch. Und das darf sich niemals ändern. Aber, mal ganz unjuristisch und von Mann zu Mann: Hören Sie auf, sich hinter diesem Satz zu verstecken!

Diese Seite weigert sich, das alles einfach hinzunehmen und mit der Unschuldsvermutung zu überdecken. Diese Seite teilt die Einschätzung der Juristin Christina Clemm1, die sagt: „Eine verletzte Person hat als verletzt zu gelten, so lange nicht bewiesen ist, dass sie gelogen hat.“

Bis zum Beweis des Gegenteils gelten wir alle als misogyne Arschlöcher, denen diese Website nahelegt, sich fortzubilden, zu reflektieren und sich an ihre grundlegende Menschlichkeit zu erinnern.

Ein Text und eine Webseite von Dirk von Gehlen und Heiko Bielinski2, ursprüng­lich zum Fall Till Lindemann veröffentlicht, aber wie man dieser Tage sieht, leider immer noch mehr als aktuell.

  1. Paywalled, aber ihr kennt ja Umwege. []
  2. Heiko hat in der Kurzbio seines Blogs u.a. „Feminist in Ausbildung“ stehen, was ich ausgesprochen reflektiert und gut finde. []
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Es gilt die Arschlochvermutung. Nach allem, was wir über Gewalt gegen Mädchen und Frauen wissen, ist dieses Zitat für viel mehr Männer richtig als Sie denken…

20 Jahre Twitter und 2 Tage twttr.eu

Heute vor genau 20 Jahren ist Twitter gestartet:1

Screenshot des ersten Tweets von Jack Dorsey (“Just setting up my twttr“) vom 21. März 2006.

Passenderweise hat Jan Kus in den letzten zwei Tagen twttr.eu gebaut, für das mich heute Morgen dankens­werter­weise eine Invite von timomeh begrüßte.

Screenshot der twttr.eu Startseite.

Jan beschreibt twttr selbst als Satire & Aprilscherz, baut aber gerade (mit AI-Assistenz) das Feature Set von Early Twitter von 2006-2009 nach, inklusive Twitter-History samt Haken dran, was bereits in twttr davon umgesetzt ist. Timo hat gleich twitpic.eu gestartet, um, klar, wie früher Bilder zu den Tweets ergänzen zu können. Über twttr-Interaktionen, Replies, Favs und Follower wird man derweil per Email informiert.

Aktuell tummeln sich drei, vier Dutzend deutsch­sprachige User auf der Platt­form, die heute zwischen­durch immer mal wieder down war, während Jan neue Features implementiert. Ein eigener Fail Whale ließ nicht lange auf sich warten. Bugs (und z.T. auch Features) verschwanden genau so schnell wieder, wie sie gekommen waren. Ein großer Spaß, der mit der ganzen Meta­diskussion drum­herum auch 20 Jahre später nochmal aufzeigt, was damals™ so unter­haltsam an unserem kleinen, feinen Twitter war.

Dass – Zitat Jan – „das ding jede sekunde um die ohren fliegen [kann]“, ist bei der Namens­gebung wohl klar. Zwar gibt es keine angemeldete Marke für „twttr“, aber es könnte Verwechslungs­gefahr bestehen. Daher: Let’s enjoy it, while it lasts. Und danke an @koos für’s Bauen und schon mal einen spaßigen Samstag.

„You should follow me on twttr here.“

  1. Für mich ging’s dann bekannterweise ein paar Monate später im November los. []

70

Foto meiner Mutter der Feier ihres 60. Geburtstags.

Alles Gute zum Siebzigsten, Mama! Wir haben für dich ein schönes, rot-weißes Gesteck aufgegeben, das Ariane und ich heute abgeholt und zu dir gebracht haben. Davor, währenddessen und danach durfte ich Fragen beantworten, wie man von unter der Erde in den Himmel kommt, warum du nicht einfach wieder runter kommst und ob du jetzt ein Geist seist – was, wie mir eindring­lich erklärt wurde, für Kinder etwas zu gruselig sei. Danach haben wir noch etwas Fangen auf dem Friedhof gespielt. Hätte dir gefallen.

Meine Mutter, oben zu sehen auf der Feier ihres 60. Geburtstags, wäre heute 70 Jahre alt geworden. Leider ist so vor über drei Jahren, noch vor ihrem 67. ver­storben, nachdem sie an einem aggressiv wachsenden Hirntumor erkrankt war. Die Deutsche Hirn­tumor­hilfe setzt sich dafür ein, dass die Krankheit Hirntumor so schnell wie möglich heilbar wird. Setzen wir uns dafür ein, dass ihr das gelingt.

Support your local eay!

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HyperCard changed everything

Vorschaubild zum Video. Aktivieren, um das Video zu laden und abzuspielen. 
(YouTube Direktlink)

Sehr schönes Video-Essay von YouTuber dreamwieber über HyperCard, die Hypermedia-Application von Bill Atkinson und Apple von 1987, die vor dem Web das Verlinken von (Medien-)Inhalten – auch zu kleinen Anwendungen – erstmals für die breite Masse (der Mac-OS-Nutzer) verfügbar machte.

Ich liebe das Thema Hypermedia bekanntlich, halte Seminare zum Thema und habe meine Firma danach benannt. Ich halte das 1945 beschriebene Konzept des Hyperlinks für eines der wichtigsten der Menschheits­geschichte und bin daher regelmäßig irritiert, dass das nicht Teil der Schulbildung ist (oder?), sondern erst in IT- und Medien-bezogenen Ausbildungen vermittelt wird. Von daher immer gut, wenn so gute Videos das anreißen / thematisieren.

Gone (Almost) Phishin’

Matt Mullenweg, der CEO hinter WordPress‘ Automattic, wurde Beinahe-Opfer einer Phishing-Attacke, bei der die Scammer echte Apple-Support-Anfragen gestartet haben, um sich anschließend telefonisch selbst bei ihm zu melden und als Apple auszugeben, um ihn dann auf eine audit-apple.com-Website mit pixelperfekter apple.com-Kopie weiterzuleiten, wo er schließlich die Zugangsdaten seiner Apple-ID reintippern sollte.

Was Matt nicht getan hat. Stattdessen hat er auf besagter Website erkannt, dass es sich um einen Scam handelt und hat den dann verstummenden Anrufer direkt darauf angesprochen.

Das ganze hat er komplett aufgezeichnet und von Jamie WP samt Audio­aufzeichnung als 5min-Video aufbereiten lassen, so dass wir alle etwas daraus lernen können und spätestens dann misstrauisch werden, wenn Apple direkt bei uns anruft.

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ma.tt

Gone (Almost) Phishin’

This is a little embarrassing to share, but I’d rather someone else be able to spot a dangerous scam before they fall for it. So, here goes. One evening last month, my Apple Watch, iPhone, an…

iMCP – A macOS app that provides an MCP server to your Messages, Contacts, Reminders and more

iMCP is a macOS app for connecting your digital life with AI. It works with Claude Desktop and a growing list of clients that support the Model Context Protocol (MCP).

KI-Zugriff auf den Apple Calendar, Contacts, Location, Maps, Messages, Reminders und Weather-Daten von macOS. Sehr spannend, wie aber zuvor bei OpenClaw vielleicht erstmal aus der Distanz beobachten… (via @marcelweiss)

Update, 19.03.: Somewhat related: Fantastical, die für mich immer noch beste Kalender-App auf macOS, hat jetzt auch einen MCP-Server für Claude.

GitHub - mattt/iMCP: A macOS app that provides an MCP server to your Messages, Contacts, Reminder... | OpenGraph Preview Image
github.com

GitHub - mattt/iMCP: A macOS app that provides an MCP server to your Messages, Contacts, Reminder...

A macOS app that provides an MCP server to your Messages, Contacts, Reminders and more

Updates zu vergangenen Posts, u.a. mit einer Warn-App für KI-Brillen

Ein paar Nachträge/Ergänzungen zu den Posts der letzten Wochen:

Screenshot der Android-App „Nearby Glasses“ mit einer Warnmeldung, dass sich vermutlich Smart Glasses in der Nähe befinden. Angezeigt werden ein unbekanntes Gerät, eine Signalstärke von -70 dBm sowie ein Hinweis auf „Meta Platforms, Inc.“ als erkanntes Unternehmen.

“This Is Not The Computer For You”

Dieses Essay des Designers & Entwicklers Sam Henri Gold, der übrigens an den Mastodon-Apps für iOS & Android mitgewirkt hat, über das MacBook Neo wird gerade zu Recht durch die Tech-Blogs gereicht.

Somewhere a kid is saving up for this. He has read every review. Watched the introduction video four or five times. Looked up every spec, every benchmark, every footnote. He has probably walked into an Apple Store and interrogated an employee about it ad nauseam. He knows the consensus. He knows it’s probably not the right tool for everything he wants to do.

He has decided he’ll be fine.

“This Is Not The Computer For You” · Sam Henri Gold | OpenGraph Preview Image
samhenri.gold

“This Is Not The Computer For You” · Sam Henri Gold

Sam Henri Gold is a product design engineer building playful, useful software.