Times New Resistance: a Times New Roman impersonator that autocorrects the autocrats

Was eine großartige Idee von Abby Haddican, einer Designerin aus Minnesota: Eine aktivistische Font, die sich als andere Font ausgibt und bestimmte Worte ändert.

Times New Resistance autocorrects specific words as they are typed. For example, the word ICE auto­corrects to the Goon Squad and the word Trump auto­corrects to Donald Trump is a felon.

To the untrained eye, Times New Resistance looks just like Times New Roman – the official font of the U.S. State Department. When you install the font, it will appear in your font menus as Times  New Roman, with an extra space between the words Times and New.

So wird z.B. „DOJ“ zu „clown town“, „Fox News“ zu „propaganda“ und „gay“, „trans“ oder „women“ zu „gay / trans / women rights are human rights“. Aus Bezos, Musk und Zuckerberg wird jeweils „Greedy Creep“.

Das Ganze funktioniert über Glyph Substitution: Eine Zeichen­kette wird visuell durch eine andere Glyphen­folge ersetzt, ohne den eigentlichen Text zu ver­ändern (klassischer­weise kennt man das von Ligaturen wie „fi“). Auf der Seite kann man das direkt aus­probieren und die Schriftart kostenlos runter­laden.

It’s free–just like America used to be. Please download, distribute, and disrupt.

(via Daring Firball)

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abbyhaddican.com

Times New Resistance — Abby Haddican

Times New Resistance is a font that autocorrects the autocrats. Download, distribute, disrupt! Free, just like America used to be.

Token Anxiety

Nikunj Kothari berichtet Szenen aus San Francisco von Februar 2026:

A friend left a party at 9:30 on a Saturday. Not tired. Not sick. He wanted to get back to his agents.

Nobody questions it anymore. Half the room is thinking the same thing. The other half are probably checking the progress of their agents. At a party.

Waking up and checking what your agents produced overnight is the first thing now. Before coffee. Before texts. You open your laptop and grade homework you assigned in your sleep. Some of it is good. Most needs rework. But you start shipping a plan before you sleep just so you can wake up to more code written overnight.

I replaced Netflix with Claude Code. I lie in bed thinking about what I can spin up before I fall asleep, what can run while I’m unconscious. Reading a novel feels indulgent now. Watching a movie without a laptop open feels wasteful.

Oh Mann. Ich müsste allerdings lügen, wenn ich sagen würde, dass mir diese Gedanken gänzlich fremd sind. Ich habe auch schon überlegt, was „die KI“ denn machen könnte, während ich zu Mittag esse, einen Call habe oder das Kind ins Bett bringe.

Ich glaube, man sollte nicht zu sehr auf AI-CEOs hören, die natürlich gänzlich ohne Eigeninteresse monumentale Veränderungen proklamieren, aber dass sich in unserem Denken und Arbeiten etwas verändern wird und zum Teil schon hat, steht außer Frage.

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writing.nikunjk.com

Token Anxiety

Scenes from San Francisco, February 2026

archive.today is directing a DDOS attack against my blog

Ich habe gerade bei Thomas vom Fall archive.today gelesen, dem offen­sicht­lich in einer Grauzone operierenden Archivierugs­dienst, den ich auch schon mal nutze und hier erwähnt habe, um Paywalls zu umgehen.

Dieser wurde nun nämlich von Wikipedia verbannt, die auf immerhin 400.000 Seiten auf archive.today-Kopien verweist. Diese müssen nun manuell ausge­tauscht werden, wie heise berichtet:

Die Dimension des Vorhabens ist gewaltig. […] Sie sollen nun sukzessive entfernt oder durch sicherere Alternativen wie Internet Archive (archive.org) oder Ghostarchive ersetzt werden. An die Editoren ging der Appell, Links manuell zu prüfen und – sofern die Originalquelle noch online ist – den Archivlink komplett zu löschen oder auf seriöse Anbieter umzustellen.

Die Ursache dafür – und jetzt wird es gleichermaßen interessant wie bizarr – ist dieser zweieinhalb Jahre alte Blogeintrag von Jani Patokallio, in dem er die Hinter­gründe, Betreiber und Finanzierung von archive.today beleuchtet und dabei mit der Namens­nennung wohl auch voll ins Schwarze trifft. Ohne wirklich jemanden zu doxxen, listet Jani hier nämlich, die verschiedenen Aliasse von vermutlich einer Person auf, die wohl aus Russland kommt:

While we may not have a face and a name, at this point we have a pretty good idea of how the site is run: it’s a one-person labor of love, operated by a Russian of considerable talent and access to Europe.

Fraglich ist jedoch die Finanzierung, die zwischen den 10 TB und 300 Euro pro Monat in 2012 schon 2021 bei rund 1.000 TB und deutlich höheren Kosten liegen dürfte. Wie die Person das neben den nur einen Bruchteil abdeckenden Spenden stemmt: unklar.

Was jedoch klar ist: Die Service operiert bestenfalls in einer restlichen Grau­zone. Und was Personen, die urheber­rechtlich geschütztes Wissen kostenlos zugänglich machen möchten, für Repressalien fürchten müssen, wissen wir nicht erst seit Aaron Swartz oder Alexandra Elbakyan. Dass der/die Betreiber/in von archive.today also anonym bleiben möchte: ganz klar.

Wenn da eben nicht dieser besagte, zweieinhalb Jahre alte Blogeintrag wäre, der – das vermutet Joni in seinem oben verlinkten neuen Blogeintrag – nun der Grund für den Angriff auf sein Blog ist: Wie nämlich u.a. Heise berichtete, interessiert sich mittlerweile auch das FBI für die Person hinter archive.today. Heise und ArsTechnica verlinkten in ihrer Berichterstattung dann auch gleich wieder auf Jonis Blogeintrag von 2023.

Das wiederum hat den/die anonyme/n Betreiber/in scheinbar dazu veranlasst, Kontakt zu Jani Patokallio aufzunehmen, mit der Bitte, den Blogpost temporär offline zu nehmen, und als dieser dem nicht folgte, eine Selfmade-DDOS-Attacke auf dessen Blog „Gyrovague“ zu starten. Und zwar wurde, während Nutzer das Captcha von archive.today ausfüllten, kontinuierlich ein JavaScript gefeuert, das die Suche des Blogs mit zufallsgenerierten und somit nicht cachebaren Suchanfragen aufruft und so zu Fall bringen sollte.

Verrückt. Dabei umschreibt Jani die technische Umsetzung und Idee von archive.today durchaus positiv und endet 2023 damit, dass er ihr oder ihm via buymeacoffee.com einen wohlverdienten Kaffee spendieren werde.

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gyrovague.com

archive.today is directing a DDOS attack against my blog

Around January 11, 2026, archive.today (aka archive.is, archive.md, etc) started using its users as proxies to conduct a distributed denial of service (DDOS) attack against Gyrovague, my personal b…

Support your local eay!

Dir gefällt, was ich hier tue? Du kaufst gerne bei Jeff Bezos ein? Dann empfehle ich dir meinen Amazon-Partnerlink und einen Blick in meine Wunschliste für Ideen zum Geld ausgeben.

Apple will kill iPadOS

Hot Take von Matt Bircher: Apple wird iPadOS zugunsten von iOS auf den Normalo-iPads und macOS auf dem iPad Pro einstellen. Nicht dieses Jahr, nicht nächstes, aber mittelfristig.

Er argumentiert, dass mit dem bevorstehenden Foldable iPhone die gleiche Display-Größe die aktuell exklusiv auf iPadOS läuft, nun auch auf iOS Einzug findet. Und dass iPadOS einerseits von den Pros für jedes macOS-ähnliche Feature gefeiert wird, während andererseits reguläre Nutzer*innen unter der steigenden Komplexität leiden – was sicherlich beides stimmt. Und wie wir wissen, belegt der Window-Management-Switcher ja ohnehin schon das Totalversagen.

Ich glaube, Matt hat recht. Was er aber ein bisschen außen vor lässt: iPadOS stammt nicht nur von iOS ab, sondern ich würde darauf wetten, dass es weiterhin iOS ist – so wie Windows XP eigentlich Windows NT war. Feature Flags und Treeshaking mögen die Mac-ähnliches Features aus der Smartphone-Variante von iOS rausstrippen, aber es dürfte ein Leichtes sein, diese wieder zu aktivieren.

Während iOS also wieder mächtiger1 und macOS touchlastiger werden dürfte, wird iPadOS der Geschichte angehören. Konsequenterweise würde Apple seine Produktpalette dann etwas anpassen oder umbenennen – MacPad, wäre mein Vorschlag – aber die Apple-eigene Nomenklatur folgt bekanntlich anderen Regeln.

  • iPhone mit iOS → iPad mit iOS → MacPad (formerly iPad Pro) mit macOS → MacBook & Macs (ohne Touch) mit macOS

So könnte die Produktpalette dann beispielsweise aussehen. Denn so sinnvoll ich einen Touch-Mac auch halte, warum der in Form eines MacBooks mit fest verbauter Tastatur kommen sollte, erschließt sich mir noch nicht. Eher werden alle Apple-Devices zum optionalen, touch-basierten Zusatzdisplay für die Macs.

  1. Externer Monitor-Support für’s Foldable iPhone anyone? []
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birchtree.me

Apple will kill iPadOS

How's this for a hot take to start the weekend: I think Apple is going to discontinue iPadOS. I know, I know, it's a big swing, but put the pitchforks away and hear me out. iPadOS, as it exists now, is being stretched too thin. The idea of having one

FUNES – 3D Cultural Heritage Archive

From ancient ruins to modern marvels, we record what human hands have shaped. FUNES builds an ever-growing 3D archive, a digital memory of our shared heritage.

Schöne Sammlung von aktuell mehr als 1.100 3D-Modellen aus mehr als 17 Ländern, jeweils schön aufbe­reitet mit Beschreibung, was dieses Bauwerk ausmacht. Hier z.B. das Atomium, der Kölner Dom und, klar, das WDR Archiv­haus. Die Über­legungen und Heraus­forderungen hinter dem Projekt werden hier im Blog des Projekts noch einmal genauer beschrieben. Ich habe gerne etwas darin herum­gestöbert. (via Zwentner)

FUNES – 3D Cultural Heritage Archive | OpenGraph Preview Image
funes.world

FUNES – 3D Cultural Heritage Archive

FUNES digitizes monuments and cultural heritage into high-quality 3D models, panoramas, and guided stories, creating an online archive for museums, researchers, and curious visitors around the world.

41

Bunte Spielszene einer Geburtstagsparty: Eine blonde Puppe mit gelber Krone sitzt im rosa Kleid am gedeckten Tisch, umgeben von verschiedenen Tier- und Comicfiguren, Schüsseln und Spielzeugessen. Im Hintergrund stehen ein pinkes Spielhaus, ein kleiner Marktstand und große, dekorative Buchstaben an der Wand.

Nach der bekanntlich immer gültigen Weisheit „Mach stets das Gegenteil von dem, was Friedrich Merz sagt“ habe ich mir heute frei genommen, um mit meinen Mädels meinen 41. Geburtstag (verrückt!) zu feiern.

Da unsere Tochter allerdings krank ist, beschränkte sich das Festprogramm auf einen Kinderarztbesuch und die eigenen vier Wände. Dort jedoch stieg – wie oben zu sehen – eine ausufernde Geburtstagsparty mit Bluey, Spidey, Mickey und Gonzo. Und die hätte ich heute um nichts in der Welt verpassen wollen. 🥰

Wero Tracker – European Payment Adoption Progress

Follow Wero’s rollout across Europe’s banks and online shops.

Ich habe beim letzten Di-Day, wie es sich gehört, Wero in Betrieb genommen und muss sagen, dass das aktuell eine mittelschwere Enttäuschung ist. Technisch mag das ja alles funktionieren und die Idee, sich von den US-Zahlungsdienstleistern abzukoppeln, ist überaus begrüßenswert. Aber wie so oft im europäischen Tagesgeschehen finden wir bei Wero ein zerstückeltes und unzugängliches Wirrwarr vor – weshalb es ja so einen Tracker braucht. (via chez @heibie)

Macht meine Bank mit? Vielleicht. Gibt es eine App? Nein. Also doch, aber nur, wenn du Postbank-Kunde bist. „Bei allen anderen teilnehmenden Banken findest du Wero in deiner Banking-App“ heißt es im letzten Screenshot des App-Store-Eintrags der App. Kann ich damit schon irgendwo bezahlen? Nicht wirklich, aber die Website verspricht: „Schon bald kannst du mit Wero auch im Geschäft bezahlen, und weitere spannende Features stehen bereits in den Startlöchern.“

Und in meiner Banking-App: habe ich Probleme, Wero wiederzufinden. Kein Wero-Menüpunkt, kein Icon, kein gar nichts auf erster Ebene oder gar prominent platziert. Ich erinnerte mich dann daran, dass ich bei der Aktivierung widerwillig feststellte, dass Wero direkt mit meinem Girokonto verknüpft ist (und nicht wie bei PayPal ein eigenes „Konto“ darstellt), was mich Wero dann auch wiederfinden ließ – innerhalb meines Girokontos. 🤷‍♂️

Nutzeransprache und UX sind hier aktuell überaus dürftig. Eine Ausweitung der App auf weitere Banken wäre wünschenswert. Die Integration in bestehende Banking-Apps muss prominenter, mehr on brand und intuitiver werden. Ich wüsste nicht, wie man das gerade guten Gewissens seinen Eltern oder nicht technisch affinen Freunden erklären sollte. Insofern wäre meine Empfehlung, abwarten und nichts tun – was aber auch genau das ist, was ich mit aktivier­tem Wero jetzt tun werde bzw. tun muss, weil ich kann es ja nirgendwo benutzen.

Wero Tracker - European Payment Adoption Progress | OpenGraph Preview Image
werotracker.eu

Wero Tracker - European Payment Adoption Progress

Track Wero payment adoption across European banks. See which banks support P2P, online, and in-store payments.

Just Say No – 12 substance-themed personality modes that change how Claude approaches your tasks

Each command makes your AI perform your task under the influence of a different substance, changing its creative perspective, communication style, and problem-solving approach.

Eine Sammlung von Commands bzw. Skills für die Drogenbeeinflussung von Claude Code und OpenAI Codex. Benutzung per /lsd [dose] [your task here] mit je nach Substanz passenden Dosierungen wie microdose und party.

Mit dabei: LSD, Kokain, Marihuana, Ketamin und Koffein. Zum heutigen höchsten karnevalistischen Feiertag wäre Alkohol noch ganz passend gewesen, ist aber leider nicht Teil des Pakets.

Drugs are bad. But these ones are just prompts.

GitHub - nich2533/just_say_no: Altered state slash commands for Claude Code. 12 substance-themed ... | OpenGraph Preview Image
github.com

GitHub - nich2533/just_say_no: Altered state slash commands for Claude Code. 12 substance-themed ...

Altered state slash commands for Claude Code. 12 substance-themed personality modes that change how Claude approaches your tasks. - nich2533/just_say_no