Dies ist der 144. Blogpost in diesem Jahr und damit bereits am 12. Mai einer mehr als es 2025 im ganzen Jahr waren. (Ihr erinnert euch: Aus irgendeinem Grund versuche ich dieses Jahr täglich zu bloggen, was bis jetzt auch tatsächlich geklappt hat. 242 Tage to go. 😅)
Kurzmitteilung (153)
Raycafé in Köln
Heute beim Raycafé hier in Köln gewesen, einem Meet-up für Raycast-Enthusiasten (hier ein „What happens at a Raycafé“-Video). Interessanten Einblick in Raycast 2 und Glaze bekommen, sowie über AI, weitere Produktivitätstools und zur Digitalisierung unserer eigenen vier Wände ausgetauscht. Gelungener Nachmittag. Danke an Volkmar für’s Organisieren und an Raycast für die Getränke!
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That said: Es gibt gerade durchaus berechtigte Kritik an der Hype-Machinerie, die Raycast zuletzt um die v2 aufgebaut und bisher nicht befriedigt hat. Michael hat diese gestern gut zusammengefasst. Das was ich heute gesehen habe, lässt mich – auch wenn es nicht der ganz große Wurf zu sein scheint, den man sich mitunter von der Nutzerbasis aus vorgestellt und von Raycast-Seite aus befeuert hat – positiv auf Raycasts Zukunft blicken.
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In dem vor zwei Tagen veröffentlichten „What’s in your Raycast?“-Video mit Adam Molina von MKBHDs Waveform lädt Pedro diesen ein auf Raycast 2 zu wechseln, wodurch wir auch – auch online 😉 – einen ersten Einblick ins neue UI und neue Features bekommen.
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Update, 15.05.: „Passend zum Beitrag von letzter Woche ist Raycast 2.0 nun als Public Beta erschienen.“
What now-familiar domain names looked like before they were bought by big-time companies
Jason Kottke weist auf diesen schönen Bluesky-Thread von Annie Rauwerda hin, in dem sie berichtet, was vorher auf den Domains von jetzt bekannten Firmen passierte:
What now-familiar domain names looked like before they were bought by big-time companies, e.g. openai.com was „the personal homepage of a guy named glenn“, doordash.com was a porn site, threads.com sold spools of thread.
Ihr Resümee ist dann auch sehr treffend:
before the internet was a corporate hellscape it was built by ordinary people!
Never talk about goblins
Aus den OpenAI Codex base_instructions für GPT 5.5:
Never talk about goblins, gremlins, raccoons, trolls, ogres, pigeons, or other animals or creatures unless it is absolutely and unambiguously relevant to the user’s query.
Wtf. (via Simon Willison)
Update, 05.05.: OpenAI hat zwischenzeitlich einen Blogeintrag zum Thema veröffentlicht, der erklärt, warum es zu dieser Häufung an Goblins & Co. kam. Die im März eingestellte Nerdy-Persönlichkeit der KI wurde im Training nämlich dazu ermutigt, in Metaphern zu sprechen, für die sie dann besagte Kreaturen heranzog. Die nachfolgenden Modelle wie das aktuelle GPT-5.5 wurden dann wiederum mit diesen speziellen Anweisungen trainiert, weshalb sich das bis jetzt fortsetzt.
Backlinks & Inhaltsverzeichnis
Nachtrag zum Changelog von Freitag:
Zu Ostern habe ich mir selbst zwei neue Seiten geschenkt:
- Die neue Backlinks-Seite zehrt aus den gerade hinzugefügten Backlinks und listet die letzten intern referenzierten Blogposts, sowie die Top 20 der Posts mit den meisten Backlinks auf.
- Das (eigentlich nicht neue, aber fast unbrauchbare) Inhaltsverzeichnis wurde ins Jahr 1999 geholt und lädt die Posts jetzt dynamisch auf Basis eurer Scrollposition nach. Die Seite listet alle hier veröffentlichen Blogposts untereinander auf und war bisher – auch wenn Sie nur Datum, Title+Link und Kommentaranzahl enthält – mehrere MB groß und damit für euch und die Suchmaschine eurer Wahl ziemlich unbrauchbar. Dank Nachladefunktion ist sie das für die Suchmaschinen immer noch, aber für euch nicht mehr.
Neues aus dem Maschinenraum
Neben ein paar Layoutkorrekturen zwei Ergänzungen für’s Changelog, die euch auffallen könnten:
- Es gibt hier jetzt CSS View Transitions, so dass beim hiesigen Seitenwechsel nun schöne Fades als Übergänge angezeigt werden, anstatt harte Page Reloads wie in den überaus harten, ersten 23 Jahren.
- Um die Wikifizierung a.k.a. das Digital Gardening dieses Blogs weiterzuführen, werden nun unter den Post-Metadaten etwaige interne Backlinks aufgelistet (Beispiel). Das ganze sollte sogar solange gecached werden bis der Post-Hook erkennt, dass und welcher eigene Post verlinkt wurde und den Backlink-Cache für diesen zurücksetzen.

Update, 06.04.: Noch ein paar weitere Changes. Es gibt jetzt auch eine Backlinks-Übersichtsseite mit den zuletzt intern verlinkten Blogposts und einer Top 20 der meist verlinkten Posts.
„Copilot is for entertainment purposes only“
Schöner Fund von vowe in den aktuellen Terms of Use von Microsoft Copilot:
Copilot is for entertainment purposes only. It can make mistakes, and it may not work as intended. Don’t rely on Copilot for important advice. Use Copilot at your own risk.
Und richtigerweise bringt er auch direkt das „Are you not entertained?“-Meme aus Gladiator.
Yonks v1.3.2 for Android released
Yonks v1.3.2 is out now on Google Play for Android only. It fixes a UI bug which happens on the latest devices on Android 16 and results in the top bar overlapping the counter list, making the first item unreachable. 🐛
Thanks to everyone who has reached out to inform me about this. 🙏
And speaking of Android: Some of you have asked if new features like the new design, search, categories and widgets will also be available on Android. I’m happy to confirm: yes, they will! Almost all features will be available on both iOS and Android. 🤖
Updates zu vergangenen Posts, u.a. mit einer Warn-App für KI-Brillen
Ein paar Nachträge/Ergänzungen zu den Posts der letzten Wochen:

- Nach den neuerlichen Horrorstories um Metas KI-Brillen und die Sichtung von privaten Aufnahmen durch externe Dienstleister hat, wie 404Media berichtet (hier als Paywall-freie archive.is-Kopie, aber ihr wisst ja Bescheid über die Seite), der Soziologe und Hobby-Entwickler Yves Jeanrenaud eine Warn-App für Smart Glasses gebaut, die per Bluetooth die Kennungen der Geräte scannt und im Fall des Auftauchens in der Nähe eine entsprechende Warnung per dringlicher Notification anzeigt. Die App mit dem Namen „Nearby Glasses“ ist hier im Play Store und hier auf Github zu finden.
- Stephan Hackett von 512 Pixels hat den Little Finder Guy als 3D-Print veröffentlicht. Es bleibt fast zu hoffen, dass Apple das neue, liebgewonnene Maskottchen selbst nur minimal einstreut und es ansonsten ein Community-Ding bleibt.
- Ich habe eine Quote von John Gruber zu Tim Cooks „50 Years of Thinking Different“-Brief ergänzt, der ihn als „so Cook-ian […] that it’s so utterly anodyne“ beschreibt.
- Die britische Zeitung Telegraph, deren Design-System wir hier zuletzt noch hatten, wird vom Axel Springer-Verlag übernommen, nachdem der erste Übernahmeversuch vor 20 Jahren noch scheiterte.
Dailies von Marcel Wichmann
Marcel hat für sich das „Year of Art“ ausgerufen und kreiert daher seit Jahresbeginn konsequent kleine Kunstwerke in seinem Notizbuch, die wunderbar und humorvoll aufbereitet Erlebnisse aus seinem Alltag zeigen. Bisher hat er das nur auf seinen Socials getan, seit dieser Woche wird alles auch in seinem Blog festgehalten.