Heute findet der auf dem 39C3 angekündigte, erste Digital Independence Day statt, der Aktionstag für digitale Souveränität und Abkehr von den großen Techkonzernen. Der heutige Tag soll den Auftakt für eine Reihe an dazugehörigen Projekten und Veranstaltungen bilden, die fortan immer am ersten Sonntag im Monat stattfinden sollen.
Wie Thomas finde ich die kurze Vorlaufzeit (Ankündigung auf dem Congress im sehenswerten Vortrag von Marc-Uwe Kling am 27.12.) und den Namen nicht ideal, das Ansinnen jedoch schon. Denn es ist, wie Michael es zuletzt festhielt nach dem hier berichteten Fall der Apple-ID-Sperrung:
Sich zu sehr auf einige wenige, externe Services zu verlassen, kann ein gewaltiges Problem werden. Es funktioniert alles wunderbar, bis nichts mehr funktioniert. […]
Bedeutet das aber, dass wir nun alles selbst hosten und uns um alles selbst kümmern sollen? Mitnichten! AAber wir sollten unsere Daten so gut als möglich redundant speichern und mehrere, bestenfalls voneinander unabhängige Dienste nutzen1. So können wir die Vorteile moderner Cloudservices nutzen, müssen nicht immer an vollständige Backups denken, sind aber nicht total aufgeschmissen, wenn einer der Anbieter aus welchem Grund auch immer unseren Account sperrt.
Und genau so ist es.
Ich habe selbst noch einige Eisen im Feuer der großen US-amerikanischen Konzerne, was mich zunehmend beunruhigt. Insbesondere meine Verzahnung mit dem Apple-Universum ist etwas, auf das ich aktuell wegen all seiner Vorteile nicht verzichten möchte. Aber: Ich habe redundante Backups, online wie offline, die ein plötzliches Verschwinden eben dieser zwar schlimm, aber nicht katastrophal machen würden.
Dennoch: Da geht noch mehr. Und von mir aus ab sofort gerne am ersten Sonntag im Monat. ✊