Telekom schaltet De-Mail ab

Mit De-Mail wollte die Regierung eine sichere elektronische Behördenpost etablieren. Nach zehn Jahren und Hunderten Millionen Euro Verlust steigt die Telekom nun aus. Das Ende des Projekts ist das womöglich noch nicht.

Der De-Mail-Dienst (Link zu einem langen, bis zum Absatz „Kritik“ sehr langweiligen Wikipedia-Artikel) wurde vor über zehn Jahren per Gesetz eingeführt – und von Privatleuten, Geschäftswelt und selbst Behörden so gut wie gar nicht angenommen oder genutzt. Das Ausscheiden der Telekom ist nur ein weiterer Sargnagel in dieser überfälligen, digitalen Leidensgeschichte.

Zur Sicherheit verschickt das Bonner Unternehmen die Kündigungsschreiben nicht nur über die Mail selbst, sondern auch per Briefpost.

🤣

Doch Überraschung: Auftritt 1und1/GMX/Web.de, die nun scheinbar die wenigen Telekom-Kunden übernehmen und den „Bullshit made in Germany“ aufrechterhalten wollen. Prima.

Afghanistan und die Taliban: Der digitale Notausgang fehlt

Technik, Internetdienste und Datenbanken könnten jene Menschen in Afghanistan verraten, die Rachetaten der Taliban fürchten müssen – das ist das Horrorszenario.

Patrick Beuth beschreibt beim SPIEGEL, wie die Taliban über digitale Spuren, auf die sie nun Zugriff haben, ihre Gegner ermitteln könnten. Was vielleicht als abschreckendere Beispiel im Westen wirken könnte, wie er hofft:

Vielleicht braucht es so ein drastisches Beispiel wie Afghanistan, damit westliche Politiker besser verstehen, warum Digitalexpertinnen und -experten seit vielen Jahren vehement gegen die Datensammelwut der großen Konzerne oder eine staatlich verordnete Vorratsdatenspeicherung protestieren, gegen Staatstrojaner und die zunehmenden Überwachungs- und Zugangsbefugnisse von Sicherheitsbehörden, gegen Kameras mit Gesichtserkennung in jeder Bahnhofsecke. Es geht ihnen nicht unbedingt um die Behörden und Regierungen von heute. Sondern um die, die niemand kommen sieht.

Dass Beispiele wie dieses aber helfen, darf dabei jedoch gut und gerne bezweifelt werden, gibt es doch schon aus der nicht allzu weit entfernten, nicht-digitalen Vergangenheit etliche Beispiele mit späteren Datenmissbrauch, wie etwa das Amsterdamer Bevölkerungsregister, das die Nationalsozialisten 1940 an sich rissen, um innerhalb kürzester Zeit die jüdischen Einwohner zu ermitteln, zu deportieren und zu ermorden.

Ungeschützte, digitale Daten machen all das noch einfacher.

It’s official: July was Earth’s hottest month on record

Nachdem der Anfang der Woche veröffentlichte Weltklimabericht bereits prophezeite, dass die Erderwärmung bereits bis 2030 – und damit zehn Jahre früher als bisher angenommen – um 1,5 Grad zunehmen werde, kommt zum Ende der Woche bereits die nächste wettertechnische Hiobsbotschaft von der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration:

July 2021 has earned the unenviable distinction as the world’s hottest month ever recorded, according to new global data released today by NOAA’s National Centers for Environmental Information.

“In this case, first place is the worst place to be,” said NOAA Administrator Rick Spinrad, Ph.D. “July is typically the world’s warmest month of the year, but July 2021 outdid itself as the hottest July and month ever recorded. This new record adds to the disturbing and disruptive path that climate change has set for the globe.”

Nestflix

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Featuring Klassiker wie Itchy & Scratchy (The Simpsons), Jack Slater IV (Last Action Hero) und Simple Jack (Tropic Thunder), aber auch Neuerscheinungen wie The Manny (This is us) und Good Cop, Dog Cop (The Mitchells vs. the Machines).

Großartiges Projekt von Lynn Fisher, die wir schon mal mit A Single Div und ihrer Website hier hatten. Ich bin überrascht, dass es sowas bisher nicht gab und freue mich, dass diese Lücke nun endlich geschlossen ist. (via Waxy)

Das Social Media Dashboard zur Bundestagswahl 2021

Tolles, interaktives Dashboard vom Tagesspiegel, das aufzeigt, wie und wo die Spitzen­kandida­tinnen und Spitzen­kandidaten dieser Tage posten. Wie zu erwarten, dominiert z.B. die AfD das tiefbraune… äh, tiefblaue Facebook, während Annalena Baerbock die meiste Resonanz auf Twitter bekommt und Van-Laack-Influencer Laschet, klar, auf Instagram steil geht.

“I’m sorry, but it’s too late”

I’m admitting young healthy people to the hospital with very serious COVID infections,” wrote [Dr. Brytney Cobia], a hospitalist at Grandview Medical Center in Birmingham [Alabama], in an emotional Facebook post Sunday. “One of the last things they do before they’re intubated is beg me for the vaccine. I hold their hand and tell them that I’m sorry, but it’s too late.

Während die Impfbereitschaft rückläufig ist, mehren sich Anekdoten wie diese. Das Gebot der Stunde ist weiterhin: Lasst Euch impfen, wenn ihr es eh nicht schon längst getan habt. Denn die vierte Welle kommt genau so bestimmt, wie die dritte Impfung. (via Daring Fireball)