The OldOS Project – iOS 4 als SwiftUI-App umgesetzt

OldOS is a testament to the days of yesteryear, showcasing what iOS once was ten years ago. The ethos of the app is to merge the technologies of today with a pixel-perfect recreation of the user experience of the past. The vast majority of apps in OldOS are fully functional — meaning they seamlessly integrate with the data on your phone to deliver a live, emulator-esque experience.

Der 18 jährige Zane Kleinberg wird sich wahrscheinlich nie mehr Sorgen um einen Job machen müssen, hat er doch mal eben iOS 4 von 2010 mit SwiftUI nachgebaut und eine lauffähige, Emulator-ähnliche iOS-App draus gemacht, die per Datenfreigabe auch direkt die eigenen Fotos usw. „in iOS 4“ anzeigt.

Die ganze App ist 100 MB klein. Hier ein Twitter-Thread, in dem er Links zu TestFlight-Installationen und alternativen App Stores gepostet hat. Hier ein Foto von meinem iPhone 12 Pro mit iOS (1)4 und Home-Button, emuliert durch Zanes App. Verrückt und beeindruckend. (via Daring Fireball)

Playdate Update

Nach der gestrigen WWDC-Keynote1 folgt heute eine weitere kleine Keynote, diesmal nicht von Apple, sondern von Panic, selbst Mac-Software-Entwickler, Spiele-Publisher2 und mit dem Playdate neuerdings auch Gaming-Handheld-Hersteller.

In den 15 Minuten erfahren wir – Achtung, Spoiler – vom Playdate Stereo Dock (mit Stifthalter! 😍), der erste Season an Spielen, die mittlerweile auf 24 erhöht wurden, und dem Browser-basierten No-Code-Spieleeditor „Pulp“, der es jedem auch ohne Programmierkenntnisse ermöglichen wird, Playdate-Spiele zu entwickeln und im weiteren Verlauf des Jahres erscheint.

Zudem offenbaren Cable & Co., dass das Pre-Ordering im Juli beginnen wird und versprechen zugleich, das jeder, der will, früher oder später auch die Möglichkeit bekommen wird, einen Handheld für 179 US-Dollar zu erwerben. (Was übrigens auch der Preis der Developer Preview war, die wir für Hypercode im letzten Jahr bekommen haben. Sehr fair.)

Abgerundet wird die Keynote dann noch mit einem tollen Werbespot von den gewohnt guten Sandwich-Leuten und einer runderneuerten Playdate-Website.

Juli kann also kommen und ich freue mich weiterhin sehr auf die erste, zwölf Wochen lange Season – wann auch immer die dann stattfindet.

  1. Die, da scheiden sich ja aktuell die Fanboys, von den einen als hervorragende Apple-Keynote, voller sehnsüchtig erwarteter Detailverbesserung gesehen wird, während sie für andere an Langeweile nicht zu überbieten zu sein schien. Ich gehöre, das wird hier wenige überraschen, zu den zuerst genannten und freue mich sehnsüchtigst auf Shortcuts for Mac und iPadOS 15, das ich allerdings selbst schon teste. []
  2. Die beiden bisher verlegten Spiele »Firewatch« und »Untitled Goose Game« sind hervorragende, kleine Spieleperlen, die ich ständig und überall empfehle. []

What the ephemerality of the Web means for your hyperlinks

Beim Columbia Journalism Review hat man sich eine halbe Millionen Online-Artikel der New York Times von 1998 bis 2018 angesehen, um zu prüfen, wieviele der insgesamt 2,2 Millionen externen Links in den Artikeln noch verfügbar sind:

25 percent of all links were completely inaccessible. Linkrot became more common over time: 6 percent of links from 2018 had rotted, as compared to 43 percent of links from 2008 and 72 percent of links from 1998. Fifty-three percent of all articles that contained deep links had at least one rotted link.

Um zu verifizieren, ob die intakten Links denn auch den ursprünglich verlinkten Inhalt enthalten, haben sie sich dann 4.500 Links händisch angesehen:

Thirteen percent of intact links from that sample of 4,500 had drifted significantly since the Times published them. Four percent of reachable links published in articles from 2019 had drifted, as compared to 25 percent of reachable links from 2009.

Interessante Analyse, die aufzeigt, dass das Web eben doch vergisst – was im wissenschaftlichen und journalistischen Kontext sehr problematisch sein kann. Entsprechend schließen die Autoren dann auch damit, dass die Redaktionen ihre Archivierungsfunktionen ausbauen und automatisierten sollten, am besten in Kooperation mit den Wissenschaftlern, die später auf diese Daten angewiesen sind.

Wenn ich mal Zeit habe (haha), muss ich unbedingt auch mal den Linkrot aus den letzten 18 Jahres dieses Blogs analysieren. Sollten sich auch hier Wissenschaftler finden, die das übernehmen möchten, gerne melden. 😌

Amazon buys MGM for $8.45 billion

Amazon has reached a deal to acquire the film and TV company MGM for $8.45 billion, the companies announced today. It’s a significant acquisition for the e-commerce giant, and it means it will own a library of content that’s reported to consist of around 4,000 films and 17,000 hours of TV. The acquisition is likely to help Amazon attract even more big-spending Prime subscribers as its Prime Video service competes with the likes of Netflix and Disney Plus.

Related: Der bisherige AWS-Chef Andy Jassy wird am 5. Juni, dem 27. Jahrestag der Amazon-Gründung, neuer Jeff Bezos Amazon-CEO und damit neuerdings Vorgesetzter von James Bond.

Urheberrechtsreform: Bundestag stimmt für Upload-Filter und Leistungsschutzrecht

Der Bundestag hat das überarbeitete Urheberrechtsgesetz beschlossen, dass uns schöne neue Upload-Filter und weitere Ausprägungen des bei Verlags­lobbyisten beliebten Leistungsschutzrechts bringt. Aber keine Sorge, die private Nutzung / Veröffent­lichung von „Schnipseln“ ist nun erlaubt und total sinnvoll. Nicht.

Die Ausnahme vom exklusiven Verwertungsrecht für solche Schnipsel aus Video-, Audio- und Textmaterial für nichtkommerzielle Zwecke umfasst 15 Sekunden je eines Filmwerks oder Laufbilds und einer Tonspur, 160 Zeichen eines Texts sowie 125 Kilobyte je eines Fotos oder einer Grafik. Die Klausel erstreckt sich auf nutzergenerierte Inhalte, die weniger als die Hälfte eines Werkes von Dritten enthalten, und grundsätzlich zulässige Auszüge zu den genannten Zwecken „mit anderem Inhalt kombinieren“.

(Hervorhebung von mir. Und das obige Zitat ist schon 495 Zeichen lang…)

11foot8

In Durham, North Carolina gibt es eine „Canopener“ genannte 3,45m hohe Brücke (mittlerweile auf 3,75m erhöht), die regelmäßig LKWs wie ein Dosenöffner skalpiert. Seit über 12 Jahren werden diese Blechschäden von einem Anwohner auf YouTube dokumentiert.

Falls ihr euch gefragt habt, womit ich meinen freien Tag so verbringe.

„i dont know what an NFT is and im too afraid to ask“

Great answer to the question above by Tumblr user queersamus (be warned, there’s nsfw content in his blog):

imagine if you went up to the mona lisa and you were like “i’d like to own this” and someone nearby went “give me 65 million dollars and i’ll burn down an unspecified amount of the amazon rainforest in order to give you this receipt of purchase” so you paid them and they went “here’s your receipt, thank you for your purchase” and went to an unmarked supply closet in the back of the museum and posted a handmade label inside it behind the brooms that said “mona lisa currently owned by jacobgalapagos” so if anyone wants to know who owns it they’d have to find this specific closet in this specific hallway and look behind the correct brooms. and you went “can i take the mona lisa home now?” and they went “oh god no are you stupid? you only bought the receipt that says you own it, you didn’t actually buy the mona lisa itself, you can’t take the real mona lisa you idiot. you CAN take this though.” and gave you the replica print in a cardboard tube that’s sold in the gift shop. also the person selling you the receipt of purchase has at no point in time ever owned the mona lisa.

unfortunately, if this doesn’t really make sense or seem like any logical person would be happy about this exchange, then you’ve understood it perfectly.

I’m happy for any indie artist, who is getting paid thanks to NFTs, but this and the way most crypto currencies are working right know is pure, ecological madness. Don’t let anyone tell you otherwise. Bitcoin should be banned and outlawed. (via @tibor)