Der Kampf der Kämpfe

Das, was später als der Kampf der Kämpfe, die Krönung des menschlichen Schaffens, der Prototyp der sportlichen Auseinandersetzung und „the biggest ‘Clash of the Titans´ in the history of mankind“ (via via) in die Geschichtsbücher Einzug finden wird, began in der sonst so von Kreativen vernachlässigten, und generell (zu Unrecht!) unterschätzten Nacht von Donnerstag auf Freitag. Nach einer kleinen, aber heftigen und vor allem nicht ganz ernst gemeinten und mittlerweile Web-bekannten Auseinandersetzung per Twitter befand ich mich mit dem Blogger-Kollegen Asphar im wohl wahrlich gefährlichsten, offensichtlich attraktivsten, wahrscheinlich anstrengendsten und meist diskutierten Duell der Menschheitsgeschichte:

Der SEO-Battle 2008: SWDD vs. eayz!


Die Regeln waren sofort jedem Beteiligten klar: Es muss eine Wortneuschöpfung kreiert werden, die bis dato nicht existierte und vom Volksmund aufgegriffen werden. Da sich letzteres allerdings als schwer nachzuvollziehender Maßstab erwiesen hat (die Leute sind halt doof), einigten wir uns auf den gemeinsamen Nenner von Elementarteilchenphysiker und Hartz-IV-Empfänger: Google. Bis zum 2. Januar 2009 gilt es die eigene Wortneuschöpfung in den weiten des Internets auf jede nur erdenkliche, legale und egale Art und Weise so populär zu machen, dass sie mehr Suchergebnisse aufweist als das lächerliche Wortspiel des Konkurrenten. Am heutigen Tag sind die Neologismen zu veröffentlichen und dem Gewinner gebührt neben Rum Ruhm und Ehre, das, was alle wirklich erfolgreichen Männer auszeichnet – und ebenfalls Elementarteilchenphysiker und Hartz-IV-Empfänger vereint: ein Kasten Bier.

Meine Damen und Herren, nachdem das Wort meines Herausforderers bereits vor einigen Stunden seinen quasi im Nichts resultierenden Streifzug durchs Internet begonnen hat, möchte ich Ihnen mein Wort ebenfalls nicht weiter vorenthalten. (Na gut, doch noch ein bisschen, denn ich hole aus:) Mit meinem Neologismus stelle ich mich in die Tradition des großartigen, sagenumwobenen Marcel Reich-Ranicki und der unausstehlichen, sicherlich auch mit irgendetwas umwobenen Elke Heidenreich, die ja beide in die aktuelle Debatte über die Qualität des hiesigen Fernsehens verwickelt sind. Leider fehlt der Presse und allen Beteiligten bisher das entsprechende Schlagwort, um den Kern dieser Debatte dem kleinen Mann von der Straße auf möglichst einfache, aber effiziente Weise zu vermitteln. Klar, jeder weiß, dass deutsches Fernsehprogramm scheiße ist, aber allein diese Aussage gesteht besagtem Fernsehprogramm bereits mehr Worte und ergo geistige Leistung ein, als sie tatsächlich verdient. Nennen wir das Kind also einfach beim Namen. Beim deutschen Fernsehen handelt es sich, wie uns Literaturpäpste und Trittbrettfahrer verdeutlichen, um nichts anderes als

Exkrementenfernsehen!

Ich, meine Damen und Herren, schenke diese Wortneuschöfpung der deutschsprachigen Welt und möchte jedermann, ob Sympath oder Franz Josef Wagner, dazu ermutigen Exkrementenfernsehen in seinen eigenen Wortschatz einfließen zu lassen und darüber zu bloggen, twittern oder der passenden StudiVZ-Gruppe beizutreten. Zum Beiweis, dass das Wort bis vor wenige Zeilen nicht existierte und damit unser Notar beruhigt ist, hier noch ein aktueller Screenshot der Google-Suche nach Exkrementenfernsehen. Mögen die Spiele beginnen, die deutsche Sprache um ein entscheidendes Wort erweitert werden und ich am 2. Januar einen mit Fug und Recht von Asphar wiederwillig finanzierten Kasten Bier (@Asphar Reissdorf bitte!) mein Eigen nennen!

Mehr Informationen zu exkrementellem Fernsehen demnächst hier!

· am veröffentlicht 26.10.2008

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