#netzkultur (582)

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New things you should know about HTML here in mid 2026

Frontend Friday is back: Chris Coyier listet und erklärt alle neuen HTML-Elemente und Funktionen, wie geolocation, usermedia, install, selectedcontent und model. Viel los im Web!

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blog.master.dev

New things you should know about HTML here in mid 2026

You've got your permissions elements, custom element registries, a potential future for HTML includes, HTML-in-Canvas, and a bunch more.

‘Doom Loop’: OpenAI and Microsoft admits LLMs are destroying the Web and built on theft

“Our AI content strategy has started a ‘doom loop’ that will hurt the performance of our models and the entire web at the same time: It is highly unusual that an end-product threatens the economic foundations of its essential suppliers, but that is the situation we have created for our LLM business with respect to its ‘content supply chain,’” the document said.

Im Rechtsstreit der New York Times gegen Microsoft und OpenAI kamen nun Dokumente zutage, die offen­baren, dass OpenAI und ihr Financier Microsoft genau wissen, was sie da tun: Sie begehen Urheber­rechts­ver­letzun­gen in einem bislang unge­kannten Ausmaß, die gleichzeitig dazu führen, dass die bestohlenen Content-Lieferanten zugrunde gehen.

[…] Microsoft, in a policy document, wrote that generative AI could “significantly disrupt the employment of the very people who generated the data on which the foundation model was trained […] LLMs are a product that destroys its supply chain.”

Oder um es mit den Worten von OpenAI-Präsident Greg Brockman zu sagen, als er erfuhr, dass seine Kollegen einen Weg gefunden hatten, die Paywall der New York Times zu umgehen:

ah, nice.

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404media.co

‘Doom Loop’: OpenAI and Microsoft Admits LLMs Are Destroying the Web and Built on Theft

"Millions of people around the world will soon consider large models ‘hoovering up’ all their work to be an astonishing theft of unprecedented proportions."

Nachtrag zu Omarchy, DHH und „Ricing“

Vor zwei Wochen hatte ich mich mit der neuen heißen Linux-Distribution Omarchy beschäftigt, die gerade vielerorts Aufmerk­samkeit erregt und erfährt, da sie agentisch entwickelt und vor allem auch so angepasst werden kann.

Damit passt sie eigentlich genau hierher. Openness, DIY und KI1 sind wieder­kehrende Themen in diesem Blog, aber so einfach ist es diesmal eben nicht.


Erkenntnisgewinn

Ich hatte bereits mitbekommen, dass David Heinemeier Hansson, kurz DHH, dessen Firmenblog (Link zur Wayback-Machine) ich damals las und von dem ich in den 2000ern und 2010ern staunend Bücher zu Software-Management und Unternehmens­führung gelesen habe, zwischen­zeitlich äußerst konservativ und kontrovers geworden ist. Aber nach Veröffent­lichung des Beitrags und des ersten Nachtrags habe ich dann erfahren – und es wurde mir dankens­werter­weise auch von Felix per Kommentar zugetragen –, wie katastrophal das ist, was DHH da von sich gibt. Wie etwa der Medienbäcker aufklärt:

Oh wait, this DHH guy seems to be pretty racist anyways. Holy shit, he openly talks about „re­mi­gra­ti­on“ and „de­mo­gra­phic re­pla­ce­ment“. Well, I sure hope I don’t have to read that name ever again. Or anything about „re­mi­gra­ti­on“ for that matter.

Besonders bitter wird es dann, wenn man sich ansieht, wie der Ruby on Rails-Creator DHH — der gerne damit prahlt, dass Claude sich weigerte, einen seiner rassistischen Texte ins Italienische zu übersetzen (Quelle) — mit Omarchy weiteren Einfluss in der Open-Source- und Linux-Szene gewinnen will und gewinnt und diese damit weiter nach seinen Vor­stellungen formen könnte. tante hat dazu mit „Power Grab“ einen sehr guten, Überblick gebenden Artikel veröffent­licht:

DHH is using his position and his influence to accumulate donations that he then can distribute to projects that align with his fascist worldview and ambitions. […] The Omarchy foundation will be where projects in desperate need of funding will be pointed. And will a project focused on human rights and social justice get funding from our fascist overlord?


Prominente Unterstützer

Screenshot von der 'Stop Omarchy'-Website.

Ein Problem ist nämlich bereits, dass und wie viel Funding die Omarchy-Foundation bekommt. Brennan Kenneth Brown hat dazu mit „Stop Omarchy“ eine kleine Neocities-Seite erstellt, die aufzeigt, wer Omarchy wie finanziell unterstützt. Ein Auszug:

Despite this [Anmerkung von mir: Gemeint ist all der Scheiß von DHH.], more than a dozen top tech executives and corporations have pledged millions to the Omarchy / Omacom Foundation. They include the CEOs of Shopify, Stripe, Dell, Cloudflare, Block, Dropbox, Coinbase, and others, as listed on Omarchy’s patrons page.

Corporations including 1Password and DigitalOcean are also contributing to Omarchy’s funding, with DigitalOcean giving $1 million a year for three years.

Man sollte also in Betracht ziehen, diesen Unternehmen in Zukunft aus dem Weg zu gehen und/oder ihnen gegenüber zu protestieren, was ihre Unter­stützung für Omarchy und DHH angeht. … What is wrong with you, 1Password?


That said, ich bin kein Fan von Online-Prangern. Dass hier Firmen und CEOs von großen Tech-Unternehmen gelistet werden, ist fein für mich, aber wenn ich das richtig sehe, sind darunter auch Einzel­personen, die sich sicherlich falsch verhalten, aber vielleicht nicht derart in der Öffent­lichkeit stehen, dass man sie hier erwähnen müsste. Andererseits (Minute 3:33).


„Ricing“

Aber es geht noch weiter: daMax hat mich zudem in den Kommentaren dankens­werterweise weiter darauf hingewiesen, dass der im Linux-Umfeld gängige Begriff „Rice“ bzw. „Ricing“ problematisch ist, weil er eine rassistische Abwertung ist.

Der Hintergrund des Begriffs, der im Linux-Kontext die Individuali­sierung des Desktops durch Window-Manager, Themes, Icons usw. meint, ist der US-amerikanischen Auto- und Motorrad­szene der 80er-Jahre entliehen, wo „rice burner“ eine abwertende Bezeichnung für japanische beziehungs­weise ost­asiatische Fahrzeuge war und „riced out“ ober­flächliche Modifi­kationen ohne Leistungs­gewinn beschrieb. Das später erfundene Backronym „Race Inspired Cosmetic Enhancement“ beseitigt den problema­tischen Ursprung nicht, sondern verschleiert ihn.

Ich hatte „Ricing“ bisher immer mit der klein­teiligen Konfiguration (wie eben bei Reiskörnern) assoziiert, was rück­blickend wohl etwas naiv war. Ich werde darauf selbstredend fortan verzichten und habe den ent­sprechenden Beitrag plus Nachtrag-Teaser – die einzigen „Ricing“-Nennungen in diesem Blog – um eine ent­sprechende Infobox mit Verweis auf diesen Beitrag ergänzt und Textstellen ent­sprechend angepasst.


Den gesamten Omarchy-Beitrag habe ich aber, bis auf die dokumentierten Änderungen, aus Gründen der Nachvollzieh­barkeit unverändert gelassen.

Was eine Shit Show.

  1. Ja, der Diskrepanz meiner KI- gefolgt von Klima-Posts bin ich mir schmerzlich bewusst. [↩]

An Ode to Links

A URL is a technical thing: a hostname, a path, a port, an origin, some query parameters, etc.

But a link is a cultural thing: an invitation, a citation, a gift, a shortcut, a connection.

Jim Nielsen kurz und gut beobachtet über Hyperlinks und deren kulturelle und sprachliche Bedeutung.

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blog.jim-nielsen.com

An Ode to Links

Writing about the big beautiful mess that is making things for the world wide web.

Ask Me Anything mit Wile E. Coyote

Bilder vom Wile E. Coyote AMA.

Passend zum US-Release von »Coyote vs. Acme« – eay.cc berichtete – hat sich der Zeichen­trick­kojote Wile E. Coyote den Fragen der Reddit-Community gestellt bzgl. seiner Person, Cartoon-Physik­gesetzen, seinem Rechts­streit mit Acme Corp. und natürlich zum Road Runner. Der Clou: Geant­wortet hat der wort­karge Kojote, wie man es aus den Cartoons kennt, mit hoch­gehalte­nen Schildern, auf denen seine Antworten standen. Schöne Marketing-Aktion.

Hierzulande erscheint der Film am kommenden Donnerstag. Meep, meep!

franken.domains: Stitched-together domains, because every dictionary .com is taken

Nützliches – oder, falls ihr zu viele Domains habt, gefährliches – Projekt von Klaus Breyer , das mir gerade so coole Domains wie cocktail.bar, rund.gang, verabscheuu.ng und autoren.film vorgeschlagen hat. Love it und öffne es jetzt nie wieder. 😅

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franken.domains

franken.domains: Stitched-Together Domains, Because Every Dictionary .com Is Taken

Real words, cut at the seam, grafted onto donor TLDs. Every specimen verified lifeless at the registry. Throw the switch before someone else does.

What just happened to TheNumbers.com should worry us all

Interessantes Substack Interessanter Artikel von Stephen Follows über die Website The Numbers, die seit 1997 Box-Office-Daten für die Film­industrie liefert, und Anfang des Jahres unter der Last von KI-Agenten zusammen­gebrochen ist – vermutlich weil jemand noch nicht veröffent­lichte Informationen für Wetten auf Prediction Markets verwenden wollte.

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stephenfollows.com

What just happened to TheNumbers.com should worry us all

If you work in or around the film industry, there is a decent chance you have used the work of The Numbers this month, whether you realise it or not.

95 reasons for having your own website in 2026

Veröffentlicht auf Bell Kiosk, dem Website-Studio von Elliot Cost, was beides sehr schöne, brutalistisch anmutende Websites sind, die direkt Punkt Nr. 14 folgen und „das Web als Medium und Material nutzen“.

Und Elliot Cost ist im Netz und hier kein Unbekannter, hat er doch das weiterhin sehr tolle One Minute Park-Projekt, von dem ich hier vor zwei Jahren berichtete, ins Leben gerufen.

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bellkiosk.website

95 reasons for having your own website

A running list of reasons to have your own website in 2026.

The Useless Web: The Sites We Lost

Tim Holmans The Useless Web sammelt(e) seit 2012 nutzlose Single Serving Sites wie z.B. heyyeyaae­yaaaeyae­yaa.com, auf der He-Man »What’s Up?« von den 4 Non Blondes singt, weil, klar, das Internet sowas braucht(e). Mittlerweile sind aber viele der Seiten offline, zum Glück aber von The Useless Web selbst archiviert worden, weil… klar.

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theuselessweb.com

The Sites We Lost

A memorial to the weird little corners of the internet that lived on The Useless Web.

Drei Interviews mit Internetmenschen

Drei aktuelle Interviews mit im weitesten und besten Sinne Internet­menschen, die mir gut gefallen habe:

  1. Und wieder ein Podcast, der keine Canonical URL für seine einzelnen Episoden bereitstellt; ich finde das sehr nervig, aber es scheint gerade ein Ding zu sein. [↩]
  2. Aaaaahhh. Und Canonical-URL-Fun-Fact: Bei Craig Mod habe ich vor drei Jahren gelobt, dass er so ein tolles Archiv seines Newsletter bereitstellt. [↩]