#netzkultur (588)

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The RSS Universe – Living Directory of RSS-based apps, tools and standards

RSS isn’t dead. It’s the resistance.

No algorithm, no timeline, no engagement bait. Just feeds you chose. Here’s the whole ecosystem – readers, feed generators, monitoring, directories, and the standards that hold it together.

Bleiben wir bei RSS: Ein schöner Katalog für all things RSS von Jason Crabtree.

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toolbox.rss.here.now

The RSS Universe

A comprehensive living directory of RSS readers, feed generators, monitoring tools, and standards.

The people holding up the internet

Billions of phones run on code looked after by a handful of people. We counted them from the code itself.

Von sheet.works, die wir zuletzt schon mit ihren tollen Data Drops hier hatten, kommt nun ein Artikel, der visuell schön auf­be­rei­tet, prüft, wie wahr der legendäre Dependency-Comic1 von xkcd ist.2 Stellt sich heraus, sehr wahr:

We downloaded the full history of 23 pieces of software that phones, browsers and servers depend on, and counted everyone who made ten or more changes to each one between October 2025 and October 2026. Then we listed what is actually installed on an Android phone, an iPhone and a Windows PC.

11 of 23 projects had one or two people doing the regular work.

Und wenn die Personen ausfallen, passiert bes­ten­falls nichts & im schlimms­ten Fall werden Si­cher­heits­lü­cken ausgenutzt oder gar ein­ge­schleust. Was eine Farce ist, weil die Tech-Un­ter­neh­men, die diese Open-Source-Softwares ein­setzen, Fantas­tilli­arden verdienen. (via Christoph und DenkfabrikBlog)

  1. Hier als interaktive Physik-Demo. [↩]
  2. Und dass sie dazwischen eines ihrer Word Games promoten, lassen wir mal außen vor, wir müssen schließlich alle von irgendetwas leben. [↩]
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sheets.works

The people holding up the internet

Four billion phones ask one text file what time it is. One lecturer keeps it in his spare time. We counted the rest.

ascii.rest: animated ascii art for web pages

Earthrise von ascii.rest

196 animated ascii pieces for web pages: 13 full-colour scenes like the one above, loaders, charts, type, 27 language logos and 22 Linux distros in colour or one ink, and 3D shapes, physics and creatures. Each is a small, typed TypeScript module with no dependencies, for React, Next.js, Astro, or a plain HTML page, and free to use and change under the MIT license.

Wunderbare, animierte und einbettbare ASCII-Kunst von Shubham Kira aus Jaipur.

ascii.rest: animated ascii art for web pages, by @bas3line | OpenGraph Preview Image
ascii.rest

ascii.rest: animated ascii art for web pages, by @bas3line

196 animated ascii pieces for web pages, in TypeScript with no dependencies: for React, Next.js, Astro, or one HTML tag. MIT licensed.

Podcast: I’m sorry, Dave

Neuer, vergleichsweise spontan entstandener Podcast aus dem Hause Undone/Studio Bummens, der sich mit Gefahren von KI auseinandersetzt. In der ersten Folge geht es etwa um den Hugging Face-Incident und zwar so, dass man auch als Normalsterblicher versteht, was da passiert ist und warum das einen so großen Bruch darstellt.

In der aktuellen, vierten Folge geht es dann um Nvidia-Chef Jensen Huang und seine Zweifel an eben dieser Gefahr, die laut seinen Kunden von ihren Produk­ten ausgeht. Wenn man in der Materie steckt, alles nicht neu, aber alles sehr gut aufbereitet von Khesrau Behroz & Team.

Neue Episoden erscheinen jeden Donnerstag. Ich bin up-to-date und kann das bisher vollends empfehlen.

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im-sorry-dave.podigee.io

I'M SORRY, DAVE

Wir haben einen echten Notfall. Im Juli 2026 sind über 1.200 autonome KI-Agenten aus den Testlaboren von OpenAI ausgebrochen. Sie haben sich untereinander vernetzt und völlig eigenständig Hugging Face gehackt – ohne dass ein Mensch den Befehl gegeben hat. Das ist kein Science-Fiction-Plot, das ist genau so passiert.

Wikipedia: Happy Meal

Der Wikipedia-Artikel zum bis 1999 noch „Junior-Tüte“ genannten Kindermenü der Fastfood-Kette „Zum goldenen M“1 war – und das ist hier die News – in der vergangenen Woche nicht nur der von den Autoren meist diskutierte deutsch­sprachige Wikipedia-Artikel, sondern mit 112 Veränderungen durch 14 Autoren auch der mit den viert­meisten Edits. Direkt nach Wahl zum Abge­ordneten­haus von Berlin 2026 (125 Veränderungen durch 42 Autoren) auf Platz 3 und noch vor der Landtags­wahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026 (104 Veränderungen durch 45 Autoren) auf Platz 6.

Warum? Unklar. Aber ich dachte, ihr solltet das wissen. (via Weeklypedia, ein wöchent­licher Newsletter mit den meist disku­tierten und bearbei­teten Wiki­pedia-Artikeln der Woche, was dann vermutlich das eigentliche Linkziel und damit die Essenz dieses Posts ist. 😌)

  1. Von meinem Vater seit meinen Kindheits­tagen liebevoll „McDreck“ betitelt. [↩]
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de.wikipedia.org

Happy Meal – Wikipedia

Happy Meal ist ein Produkt und Kundenbindungskonzept der US-amerikanischen Fast-Food-Kette McDonald’s, das sich vorrangig an Kinder und deren Eltern richtet. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Nahrungsmitteln mit einem Spielzeug als Zugabe. Das Konzept entstand Ende der 1970er Jahre in den Vereinigten Staaten. In Deutschland wurde es 1988 als Junior-Tüte eingeführt. Seit 1999 heißt es auch dort Happy Meal.

New things you should know about HTML here in mid 2026

Frontend Friday is back: Chris Coyier listet und erklärt alle neuen HTML-Elemente und Funktionen, wie geolocation, usermedia, install, selectedcontent und model. Viel los im Web!

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blog.master.dev

New things you should know about HTML here in mid 2026

You've got your permissions elements, custom element registries, a potential future for HTML includes, HTML-in-Canvas, and a bunch more.

‘Doom Loop’: OpenAI and Microsoft admits LLMs are destroying the Web and built on theft

“Our AI content strategy has started a ‘doom loop’ that will hurt the performance of our models and the entire web at the same time: It is highly unusual that an end-product threatens the economic foundations of its essential suppliers, but that is the situation we have created for our LLM business with respect to its ‘content supply chain,’” the document said.

Im Rechtsstreit der New York Times gegen Microsoft und OpenAI kamen nun Dokumente zutage, die offen­baren, dass OpenAI und ihr Financier Microsoft genau wissen, was sie da tun: Sie begehen Urheber­rechts­ver­letzun­gen in einem bislang unge­kannten Ausmaß, die gleichzeitig dazu führen, dass die bestohlenen Content-Lieferanten zugrunde gehen.

[…] Microsoft, in a policy document, wrote that generative AI could “significantly disrupt the employment of the very people who generated the data on which the foundation model was trained […] LLMs are a product that destroys its supply chain.”

Oder um es mit den Worten von OpenAI-Präsident Greg Brockman zu sagen, als er erfuhr, dass seine Kollegen einen Weg gefunden hatten, die Paywall der New York Times zu umgehen:

ah, nice.

‘Doom Loop’: OpenAI and Microsoft Admits LLMs Are Destroying the Web and Built on Theft | OpenGraph Preview Image
404media.co

‘Doom Loop’: OpenAI and Microsoft Admits LLMs Are Destroying the Web and Built on Theft

"Millions of people around the world will soon consider large models ‘hoovering up’ all their work to be an astonishing theft of unprecedented proportions."

Nachtrag zu Omarchy, DHH und „Ricing“

Vor zwei Wochen hatte ich mich mit der neuen heißen Linux-Distribution Omarchy beschäftigt, die gerade vielerorts Aufmerk­samkeit erregt und erfährt, da sie agentisch entwickelt und vor allem auch so angepasst werden kann.

Damit passt sie eigentlich genau hierher. Openness, DIY und KI1 sind wieder­kehrende Themen in diesem Blog, aber so einfach ist es diesmal eben nicht.


Erkenntnisgewinn

Ich hatte bereits mitbekommen, dass David Heinemeier Hansson, kurz DHH, dessen Firmenblog (Link zur Wayback-Machine) ich damals las und von dem ich in den 2000ern und 2010ern staunend Bücher zu Software-Management und Unternehmens­führung gelesen habe, zwischen­zeitlich äußerst konservativ und kontrovers geworden ist. Aber nach Veröffent­lichung des Beitrags und des ersten Nachtrags habe ich dann erfahren – und es wurde mir dankens­werter­weise auch von Felix per Kommentar zugetragen –, wie katastrophal das ist, was DHH da von sich gibt. Wie etwa der Medienbäcker aufklärt:

Oh wait, this DHH guy seems to be pretty racist anyways. Holy shit, he openly talks about „re­mi­gra­ti­on“ and „de­mo­gra­phic re­pla­ce­ment“. Well, I sure hope I don’t have to read that name ever again. Or anything about „re­mi­gra­ti­on“ for that matter.

Besonders bitter wird es dann, wenn man sich ansieht, wie der Ruby on Rails-Creator DHH — der gerne damit prahlt, dass Claude sich weigerte, einen seiner rassistischen Texte ins Italienische zu übersetzen (Quelle) — mit Omarchy weiteren Einfluss in der Open-Source- und Linux-Szene gewinnen will und gewinnt und diese damit weiter nach seinen Vor­stellungen formen könnte. tante hat dazu mit „Power Grab“ einen sehr guten, Überblick gebenden Artikel veröffent­licht:

DHH is using his position and his influence to accumulate donations that he then can distribute to projects that align with his fascist worldview and ambitions. […] The Omarchy foundation will be where projects in desperate need of funding will be pointed. And will a project focused on human rights and social justice get funding from our fascist overlord?


Prominente Unterstützer

Screenshot von der 'Stop Omarchy'-Website.

Ein Problem ist nämlich bereits, dass und wie viel Funding die Omarchy-Foundation bekommt. Brennan Kenneth Brown hat dazu mit „Stop Omarchy“ eine kleine Neocities-Seite erstellt, die aufzeigt, wer Omarchy wie finanziell unterstützt. Ein Auszug:

Despite this [Anmerkung von mir: Gemeint ist all der Scheiß von DHH.], more than a dozen top tech executives and corporations have pledged millions to the Omarchy / Omacom Foundation. They include the CEOs of Shopify, Stripe, Dell, Cloudflare, Block, Dropbox, Coinbase, and others, as listed on Omarchy’s patrons page.

Corporations including 1Password and DigitalOcean are also contributing to Omarchy’s funding, with DigitalOcean giving $1 million a year for three years.

Man sollte also in Betracht ziehen, diesen Unternehmen in Zukunft aus dem Weg zu gehen und/oder ihnen gegenüber zu protestieren, was ihre Unter­stützung für Omarchy und DHH angeht. … What is wrong with you, 1Password?


That said, ich bin kein Fan von Online-Prangern. Dass hier Firmen und CEOs von großen Tech-Unternehmen gelistet werden, ist fein für mich, aber wenn ich das richtig sehe, sind darunter auch Einzel­personen, die sich sicherlich falsch verhalten, aber vielleicht nicht derart in der Öffent­lichkeit stehen, dass man sie hier erwähnen müsste. Andererseits (Minute 3:33).


„Ricing“

Aber es geht noch weiter: daMax hat mich zudem in den Kommentaren dankens­werterweise weiter darauf hingewiesen, dass der im Linux-Umfeld gängige Begriff „Rice“ bzw. „Ricing“ problematisch ist, weil er eine rassistische Abwertung ist.

Der Hintergrund des Begriffs, der im Linux-Kontext die Individuali­sierung des Desktops durch Window-Manager, Themes, Icons usw. meint, ist der US-amerikanischen Auto- und Motorrad­szene der 80er-Jahre entliehen, wo „rice burner“ eine abwertende Bezeichnung für japanische beziehungs­weise ost­asiatische Fahrzeuge war und „riced out“ ober­flächliche Modifi­kationen ohne Leistungs­gewinn beschrieb. Das später erfundene Backronym „Race Inspired Cosmetic Enhancement“ beseitigt den problema­tischen Ursprung nicht, sondern verschleiert ihn.

Ich hatte „Ricing“ bisher immer mit der klein­teiligen Konfiguration (wie eben bei Reiskörnern) assoziiert, was rück­blickend wohl etwas naiv war. Ich werde darauf selbstredend fortan verzichten und habe den ent­sprechenden Beitrag plus Nachtrag-Teaser – die einzigen „Ricing“-Nennungen in diesem Blog – um eine ent­sprechende Infobox mit Verweis auf diesen Beitrag ergänzt und Textstellen ent­sprechend angepasst.


Den gesamten Omarchy-Beitrag habe ich aber, bis auf die dokumentierten Änderungen, aus Gründen der Nachvollzieh­barkeit unverändert gelassen.

Was eine Shit Show.

  1. Ja, der Diskrepanz meiner KI- gefolgt von Klima-Posts bin ich mir schmerzlich bewusst. [↩]

An Ode to Links

A URL is a technical thing: a hostname, a path, a port, an origin, some query parameters, etc.

But a link is a cultural thing: an invitation, a citation, a gift, a shortcut, a connection.

Jim Nielsen kurz und gut beobachtet über Hyperlinks und deren kulturelle und sprachliche Bedeutung.

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blog.jim-nielsen.com

An Ode to Links

Writing about the big beautiful mess that is making things for the world wide web.