koest.lich.es #13

Wenn ihr schon länger in diesen ominösen Social-Web-Gefilden unterwegs seid, werdet ihr euch an del.icio.us erinnern, einen Bookmarking-Dienst, der zusammen mit flickr Vorbild- und Paradebeispiel für das gesamte Web 2.0 gewesen ist. Wie flickr hat sich Yahoo irgendwann auch del.icio.us einverleibt und den Dienst damit quasi zu Grabe getragen. Die coolen Kids setzen seitdem auf das kostenpflichtige, ebenfalls designfreie Pinboard, del.icio.us, das dann irgendwann zu delicious.com umbenannt wurde, fandt und findet quasi gar nicht mehr statt.

Zumindest bis sich vor gut zwei Wochen der CEO eines neu gegründeten Delicious-Verwalters im Delicious-Blog meldete und den überraschten Überbleibseln mitteilte, dass man die Entwicklungen der letzten paar Jahre rückgängig machen wird, delicious.com wieder zu del.icio.us wird und das geliebte Minimaldesign der uralten Version zurückkehrt. Keine Pointe.

Wozu die Geschichtsstunde? Zu der Zeit hatte ich hier eine unregelmäßig erscheinende Serie und Domain namens koest.lich.es, die sich del.icio.us nament- und inhaltlich zum Vorbild nahm und in der ich hier immer mal wieder ein buntes Allerlei mit Links aus Medien, Popkultur und Technologie zubereitete. Da sich mehr oder weniger oft erscheinende Linklisten derzeit ja wieder großer Beliebtheit erfreuen (meine Favoriten sind Real Virtualinks, ti_leos Links der Woche und die links auf wirres.net), wollen wir doch mal gucken, ob sich koest.lich.es nicht reaktivieren lässt und in Zeiten akuter Knappheit selbiger nicht eine gute Alternative zu den einzelnen Linkposts darstellt. Warten wir mal ab1 – und los geht’s.

Filme & Popkultur

Digitales & Web-Entwicklung

  • Dave Winer is not amused: Anywhere but Medium

    Medium is on its way to becoming the consensus platform for writing on the web. if you’re not sure you’re going to be blogging regularly, the default place to put your writing is Medium, rather than starting a blog on Tumblr or WordPress.com, for example.

  • Frontend Guidelines Questionnaire – Guter Fragenkatalog zum Projektstart von Atomdesigner Brad Frost.
  • Feature.js – 1kb kleine Feature Detection Library.

Und der Rest…

  1. Funfact: Die letzte Ausgabe ist vom 04.06.2009, die vorletzte vom 24.03.2008. Beste Voraussetzungen, würde ich sagen. []

Oscar-Nominierungen 2016

The Revenant (12), Mad Max: Fury Road (10) und Der Marsianer (7) können sich derweil über die meisten Nominierungen freuen.

Die 88. Academy Awards finden am Sonntag, den 28.2., statt. Zwar werde ich mir nicht mehr die Nacht um die Ohren schlagen 😔, einen Oscar-Tipp meinerseits wird’s dann aber natürlich trotzdem geben. 😌

· am verlinkt 14.01.2016

Andrea Voßhoff: Die Unsichtbare

Catalina Schröder in der Zeit über die Bundesdatenschutzbeauftragte, die seit zwei Jahren im Amt ist und seitdem quasi nicht mehr gesehen wurde.

· am verlinkt 04.01.2016

Kinostatistik 2015

Jahresende! Das heißt hier ganz traditionell – und von „Tradition“ kann man beim neunten Mal in Folge sicherlich schon sprechen –, dass es Zeit für meine on- und offline freudig erwartete Kinostatistik ist. Seit 2007 halte ich so fest, wie oft es mich im vergangenen Jahr ins Kino gezogen hat und wieviel mich der Spaß insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) kostete und wie sich die Kosten für einen Kinobesuch seitdem hierzulande entwickelt haben.

Nachdem ich im letzten Jahr mit nur 43 Kinobesuchen meinen cineastischen Tiefpunkt von 2009 erneut miterleben musste und den mitlesenden Kinokarten­verkäufern gegenüber für dieses Jahr Besserung gelobte, drehte sich die Abwärts­spirale dennoch weiter: 2015 komme ich nämlich auf nur noch 39 Kinobesuche, was 0,75 Kinobesuchen pro Woche entspricht, die ich wie immer zumeist in unserem Stammkino in Kerpen verbrachte.1 Immerhin kam ich so in zwei Wochen auf die Kinobesuche, für die der Durchschnittsdeutsche ein ganzes Jahr braucht.2 Von vier der 39 Filme wurde ich in einer Sneak Preview überrascht, zwei sah ich in einer kostenlosen Preview, zwei im Rahmen der Fantasy Filmfest White Nights. Wie im Vorjahr waren zwölf Filme in 3D – gelohnt hat sich das wie in all den Vorjahren vielleicht bei dreien.

Gekostet hat der ganze Spaß insgesamt 350,23 Euro, wobei ich zwei Filme wie gesagt als kostenlose Preview gesehen habe, sich die Summe also nur auf 37 Filme bezieht. Preislich bewegt sich das auf dem Niveau von 2010, doch gab es da für 13,57 Euro mehr auch gleich zehn Filme mehr zu sehen. Ein Preisanstieg, der abermals vor allem im Durchschnitt auffällt, wo pro Kinobesuch rund 9,47 Euro fällig wurden. Das sind satte 80 Cent mehr als im Vorjahr und etwa 3,54 Euro mehr als 2007, wo ich trotzdem fünf Mal mehr im Kino war. Es sollte nicht verschwiegen werden, dass ich dieses Jahr häufiger Sonntags ins Kino einkehrte, aber der Preisanstieg sollte dennoch nicht so stark sein.3

Die zwölf 3D-Filme kosteten insgesamt 141 Euro – 6,80 Euro mehr als genauso viele 3D-Filme in 2014. Der Durchschnitt stieg damit von 10,57 Euro in 2012/13 und 11,19 Euro in 2014 auf einen neuen Höchstwert von 11,75 Euro pro 3D-Film. Die Kinos schlagen die technischen Aufrüstungskosten also immer noch gerne und weiter auf. Ohne den 3D-Tinnef läge der Durchschnittspreis bei 7,75 Euro (2014: 7,69 Euro). Der teuerste Film war mit 13,50 Euro »Star Wars: The Force Awakens« am Tag der Veröffentlichung.

Seit zwei Jahren sehe ich mir zudem an, welchen Genres die gesehenen Filme angehören, um so eventuell aktuelle Produktionstrends oder Veränderungen in meinem Geschmack abzulesen. Dazu nutze ich die Hauptgenres, die die IMDb jeweils für den Film ausgibt, hier waren das rund 2,6 Genres pro Film. Sci-Fi hat in diesem Jahr einige Plätze eingebüßt, in Anbetracht des omnipräsenten Star Wars, aber wahrscheinlich auch verständlich. Ansonsten gleicht die Verteilung sehr der vom letzten Jahr.

Doch zur Frage, die hier alle interessiert: „Nur 39 Mal? Wie konnte das nur passieren, Stefan?“

Viele Kinogänger würden diese Frage wahrscheinlich mit „Netflix“ und „Amazon Prime“ beantworten, aber wenngleich die natürlich auch geschaut wurden, habe ich mit Jessica Jones & Co. 2015 deutlich weniger Zeit verbracht, als ich mir das eigentlich gewünscht hätte. Es lag nämlich schlicht und einfach an meinem neuen Job4 und der Tatsache, dass wir gerade ein Haus komplett sanieren (dazu ein andermal mehr). Wenn sich das wieder normalisiert hat, hoffe ich, werden meine Frau und ich unsere alte Stärke zurückerlangen. Namentlich begrüßt wird man im Kino aber auch mit nur 39 Besuchen. 😉

„Das beste Kinojahr aller Zeiten“, als das ich 2015 im November 2014 ausmachte, war es vielleicht nicht, aber auch so haben sich die 65 Stunden im Kinosessel5 dank der gehaltenen Versprechen (»Star Wars«, »Mad Max: Fury Road«, »Jurassic World«) und einiger toller Überraschungen (»Kingsman«, »Frank«, »Trash«) wie immer gelohnt. 2016 kann kommen – ihr wisst, wo ihr mich findet. 😎

  1. Genaue Verteilung: 23x Euromax in Kerpen, 6x Cinedom in Köln, 3x Cinenova in Köln, 3x Cineplex in Passau, 2x Residenz in Köln, 1x Filmpalette in Köln, 1x Off Broadway in Köln. []
  2. Das Statistische Jahrbuch 2015 weist in diesem Jahr 1,5 Kinobesuche je Einwohner aus, vgl. S. 644. []
  3. Genaue Verteilung: 12x Sonntag, 6x Donnerstag, 5x Montag, 5x Mittwoch, 5x Samstag, 4x Freitag, 2x Dienstag. []
  4. Stellt sich heraus, dass sich mit einem Blog ohne Werbung und Sponsored Content kein Lebensunterhalt verdienen lässt. 😐 []
  5. Basierend auf einem Durchschnittswert von 100 Minuten pro Film. []

The Force Awakens – Tweet-Review

»The Force Awakens« ist der viertbeste #StarWars-Film, spiegelt aber zu sehr IV. Perfekter neuer Cast lässt Han & Co., nun ja, alt aussehen.

· am verlinkt 17.12.2015

What happened to Apple design?

Where Apple design chief Jony Ive and crew may have seen a practical way to improve the devices‘ longevity, the rest of the world saw a terribly designed case — one that makes your smartphone look as if it’s undergoing some type of painful evolution into a crappier product.

Eine Frage, die sich nach dem überaus grässlichen neuen Battery Case von Apple nicht nur Nick Statt von The Verge stellt.

It’s the kind of compromise I imagine would have driven Steve Jobs crazy.

· am verlinkt 10.12.2015

Serial, Season 2

Die zweite Staffel des erfolgreichen Über-Podcast „Serial“ ist heute gestartet. Nachdem es im letzten Jahr um den (nicht-fiktionalen) Mord an einer Jugendlichen ging, beschäftigen sich Sarah Koenig und ihr Team diesmal mit dem Fall des US-Soldaten Bowe Bergdahl, der 2009 in Afghanistan von den Taliban entführt und fünf Jahre gefangen gehalten wurde.

· am verlinkt 10.12.2015

Der Link, wie wir ihn kennen, könnte bald ausgedient haben, denn Politik und Wirtschaft sind dabei, diese zentrale Funktion des Internets umzuformen

Die Content-Industrie hat schon die Idee eingebracht, dass YouTube-Einbettungen kostenpflichtig werden könnten.

Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt. Das wäre das Ende des Social Web und z.B. auch von shortfil.ms.

· am verlinkt 08.12.2015
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