#in eigener sache

Heute ist es 8,4 Millionen Minuten bzw. 140.256 Stunden bzw. 5.845 Tage bzw. 835 Wochen bzw. 192 Monate bzw. 16 Jahre her, dass ich mit dem Bloggen und diesem Blog begonnen habe1. Wie immer gilt: Vielen Dank für’s Mitlesen und auf die nächsten 16! 🎉

  1. Danke, Yonks. 😎 []

Yay, 168 von 2.996 Posts auf eay.cc müssen wegen diversen, älteren Embed-Codes noch manuell dsgvo’isiert werden.

Es zahlt sich aber aus, dass ich ansonsten schon seit Jahren auf ein selbst gebasteltes „Click to load embed code“-Plugin für YouTube- und Vimeo-Videos setze.

15 Jahre

Heute vor 15 Jahren beschloss mein 17 jähriges Ich seine statischen Webpublikationsbemühungen durch dieses damals in Fachkreisen gehypte, ansonsten eher unbekannte oder allenfalls belächelte „Bloggen“ auszuweiten. Also wandte er sich von den bisher verwendeten Tripods und Geocities ab und schloss mit Omas volljähriger Absegnung einen Vertrag bei einem günstigen Hoster ab. Nach Anmeldung bei Blogger.com versorgte er den einen Monat später von einer aufstrebenden Suchmaschine aufgekauften Dienst mit seinen frisch erstandenen FTP-Credentials, haute in die Tasten und schließlich auf „Publish“.

Seitdem ist viel passiert. Ich habe bereits beim 12 jährigen begonnen das einzuordnen:

Am 13.01.2003 gab es weder Facebook, noch Twitter. Der iPod war erst ein halbes Jahr alt, der iTunes Music Store noch nicht da. Das iPhone wäre pure Science Fiction gewesen. Gerhard Schröder war Bundeskanzler, Duke Nukem Forever noch sieben Jahre vom Release entfernt. Der dritte Golfkrieg stand noch bevor, ebenso wie Lothar Matthäus‘ dritte Ehe. Der zweite Harry Potter-Film lief gerade im Kino und Episode III war noch zwei Jahre entfernt.

Es ließe sich beliebig fortsetzen: Der Benzinpreis pro Liter Super lag bei 1,12 Euro. Der sieben Wochen die Charts dominierende „Steuersong“ wurde gerade von einem Song der ersten (!) DSDS-Staffel abgelöst (ich hab das gerade recherchiert: zuletzt lief Staffel 14). Die vorherrschende Konsole war die PS2, das meistverkaufte Spiel »Grand Theft Auto: Vice City«. Ich selbst war noch einen Monat von der Volljährigkeit und echten Autos entfernt und gerade ein halbes Jahr mit meiner Freundin zusammen (die ich wie das Bloggen behalten habe).

Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich 15 Jahre später immer noch bloggen würde, hätte ich das wahrscheinlich belächelt. Heute steht das außer Frage: Klar, werde ich auch in 15 Jahren noch dabei sein. Und ihr hoffentlich auch. Denn es gilt wie immer: Danke für’s Mitlesen! Und auf die nächsten 15!

*Publish*

Wie ihr vielleicht schon hier, hier oder hier gesehen habt, habe ich mir eine neue Möglichkeit geschaffen, kurze Filmbewertungen zu veröffentlichen. Das stellt damit meinen x-ten Versuch dar, hier wieder mehr zum Thema Film zu machen. Schließlich bewerte ich sowieso jeden Kinofilm in meiner Kinostatistik und habe auch immer ein, zwei Sätze dazu zu sagen. Nur für umfangreiche Reviews wie früher, fehlt mittlerweile halt die Zeit.

Zudem werden die neuen Kurzrezensionen wieder unter dem Label der „EMDb“, der Eay Movie Database geführt. Was bedeutet, dass diese im Zuge des Redesigns untergegangene Seite demnächst wieder zurückkehrt.

Apropos untergegangene Seiten: das Inhaltsverzeichnis, das mit diesem Beitrag alle 2.974 Blogeinträge bis Februar 2007 auflistet, ist zurück – aber mit einer Dateigröße von 1,6 MB (!) alleine für das HTML-Dokument (!) eher was für Google als für den normalen Nutzer.

Introducing Neill

Alles neu macht der Mai: Nachdem Jeffrey Jacob, das hiesige Haus- und Hof-Theme, jetzt schon seit dreieinhalb Jahren im unermüdlich Dauer­einsatz war, wurde es langsam mal wieder Zeit hier neue Farbe aufzutragen. Mit “Neill”, dem neuen Theme, das in alter Blogtradition nach einem Über-Regisseur benannt wurde (vorher: Stanley, Steven und eben JJ), habe ich genau das heute getan. Namenspatron ist Neill Blomkamp, seines Zeichens Regisseur und Autor von so wunderbaren Dystopien wie »District 9«, »Elysium« und »Chapie« (was zugegebenermaßen bisher all seine Feature­filme sind, die ich aber mit Ausnahme von »Elysium« beide großartig fand 😉 – nein, ernsthaft, ich glaube, der vollbringt noch großes). Und da wir uns ja mit Brexit, Trump und Erdogan mittlerweile inmitten einer dystopischen Parallelwelt zu befinden scheinen, dachte ich, passt das doch ganz gut.

Was das Theme neues mit sich bringt? Zuallererst ist das mein “take on one column theme in 2017”. Wie immer recht schmal und diesmal noch reduzierter als zuvor: Selbst auf ein Logo habe ich bei Neill komplett verzichtet. So wird der Inhalt zum Eye-Catcher, gefolgt von der Infobox oben rechts, die kurz und knapp erklärt, was das hier ist. Auch gibt es keine herkömmliche Navigation mehr. Stattdessen gibt es neben der Startseite und den mittlerweile rund 2.750 Einzelposts quasi nur noch die About-Seite und das Archiv, die immer da verlinkt sind, wo sie gerade benötigt werden. Die Idee dahinter war es, das Blog zu einem schnell rezipier- und produzierbaren Stream zu machen, wie es den Nutzungs­gewohnheiten dieser Tage entspricht.

Unter der Haube hat sich auch einiges getan, aber davon sind einige Features noch nicht abgeschlossen (z.B. der Webmention-Support). Hier wird also in den nächsten Tagen und Wochen noch gearbeitet, trotzdem freue ich mich wie immer über Feedback, am besten direkt hier in die Kommentare. 😊

P.S.: Ist das zu glauben, dass es bei Giphy noch kein GIF mit Neill Blomkamp gab, das ich zur Illustration dieses Blogeintrags heranziehen konnte? Alles muss man selber machen…

Mit der Ankündigung der Schließung von App.net habe ich jetzt auch eine gute Deadline auferlegt bekommen, um das Theme dieses Blogs zu aktualisieren. Wie oben zu sehen, sind hier nämlich immer noch App.net Share-Buttons eingebaut. (Klar, die könnte ich auch einfach rauswerfen, aber dann kann man’s gleich auch mal in Gänze anpacken. 😌)

Tatsächlich arbeite ich auch schon seit der Weihnachtswoche an einer neuen Version dieses Themes. Jeffrey Jacob, wie ich es damals getauft habe, gefällt mir nämlich immer noch sehr gut. Daher habe ich es nochmal von Grund auf neu geschrieben. Mit modernen Frontend-Mitteln, so dass zumindest ich dahingehend zufrieden bin. Außerdem überlege ich derzeit noch, wie ich mehr aus den Post Types rausholen kann (mehr Microblogging?), ob und welche IndieWeb-Features ich implementieren möchte und was man sich evtl. von Facebook abschauen kann.

Es bleibt spannend. Bis März jedenfalls.

Ich habe den gestrigen Hacking-Day beim IndieWebCamp nicht nur dazu genutzt, mich weiter mit Webmentions vertraut zu machen, sondern auch, um diese Seite endlich mal mit einem SSL-Zertifikat auszustatten und auf HTTPS umzustellen.

Das funktioniert größtenteils, aber noch nicht auf jeder Unterseite reibungslos. Sollten euch Fehler begegnen, bitte kurz melden.

Damit der Abend dann doch noch was produktives hatte (das FC-Spiel gegen Hertha konnte ich ja trotz Karte wegen körperlichen Verfalls nur auf der Couch verfolgen), habe ich Asides zum Blog hinzugefügt. In den letzten bloglosen Tagen und Wochen war mir irgendwie nach einer einer Textform kleiner als ein Blogpost und größer als ein Status-Update/Tweet (“Middling”). Versuchen wir’s also mal damit. Das dazugehörige, noch sehr leere Archiv findet sich hier.

5 kurze Jahre eay.li

Für die Statistik: Vor fünf Jahren, am 17.05.2010, habe ich mit eay.li meinen eigenen URL-Shortener gestartet. Heutzutage muss eigentlich nichts mehr gekürzt werden, aber was man damals™ davon hatte, habe ich hier festgehalten. Dennoch in Anbetracht solcher Hiobsbotschaften gilt weiterhin: Wenn kürzen, dann selbst. Vor allem wenn es gebrandete Kurz-URLs sein sollen, siehe gutja(hr).

Was ich aber eigentlich sagen wollte, für die Statistik: Insgesamt sind bei eay.li in den fünf Jahren rund 3.500 Links zusammen gekommen, davon rund 2.500 zu Posts in diesem Blog (für die auch rückwirkend Kurz-URLs angelegt wurden). Die 3.500 verkürzten Links wurden rund 520.000 Mal angeklickt, was knapp 150 Klicks pro Link sind (wobei die rückwirkend vergebenen Links in der Praxis natürlich kaum dazu beigetragen haben). Die Top 3 Kurz-URLs sind derzeit:

  1. http://eay.li/o mit 4.400 Klicks (Heiliger Hype!)
  2. http://eay.li/1f8 mit 2.800 Klicks (404’d seltsamerweise, war aber das hier)
  3. http://eay.li/urls mit 1.700 Klicks (Meta!)

Nicht schlecht, wie ich finde. Aber halt auch nicht wirklich aussagekräftig. Bleiben wir mal gespannt, ob in fünf Jahren überhaupt noch jemand weiß, was URL-Shortener sind. (Der Open-Web-Verfechter in mir sagt: Hoffentlich nicht.)

Blogsoftware

Letzten Monat konnte ich mit diesem Blog zwölfjähriges Bestehen feiern. Heute vor genau acht Jahren erfolgte dann der Wechsel zu WordPress, das ich seitdem als treibende Kraft hinter diesen Zeilen verwende. Ein guter Anlass, um den zuvor da gewesenen, den Verblichenen, den Ex-CMSen mal die Ehre zu erweisen, dachte ich mir. Und das waren im Fall dieses Weblogs:

  • Blogger, das damals noch von Pyra Labs betrieben wurde, der ersten Firma des späteren Twitter- und Medium-Gründers Ev Williams, die dann von Google gekauft wurde. Den von mir damals verwendeten FTP-Support zur Verwendung von Blogger auf eigenen Servern hat Google zwar mittlerweile gekillt, der Bloghosting-Dienst Blogspot erfreut sich aber weiterhin großer Beliebtheit. Auch wenn ich nicht so richtig verstehen kann wieso. Und Google(+) bestimmt auch nicht.
  • Sunlog, eine Blogsoftware aus Deutschland, die in der frühen Blogosphäre besonderen Anklang fand, dann aber vom Entwickler eingestellt wurde. Dann doch nicht, dann doch wieder (wenn ich mich richtig erinnere, heute zeugen nämlich nur noch Beiträge in verwaisten Foren von der Existenz Sunlogs).
  • Movable Type, das mittlerweile sehr angestaubt wirkt, aber immer noch fröhlich eingesetzt wird, war mein drittes Blog-CMS und das erste, das ich um eigene kleine Plugins erweiterte. Movable Type, das hier ca. von 2005 bis 2007 lief, brachte eigentlich bereits all das mit, was auch moderne Blogsoftware ausmacht. Ein Pluspunkt für MT, aber ein Armutszeugnis für den Zustand des Bloggings, hat sich in all den Jahren doch nur kaum was getan.

Und wenn sich was getan hat, dann bei WordPress.1 Die von Matt Mullenweg initiierte Blog-Software ist wie gesagt seit Februar 2007 das CMS meiner Wahl, bei dem ich bis heute geblieben bin. Mullenweg und seine Firma Automattic entwickeln WP fortwährend weiter, so dass das ehemalige Blogging-only Tool mittlerweile für fast jeden CMS-Einsatzzweck geeignet ist. Ich bin zwar nicht mit jeder Entscheidung und Entwickung, die das Team trifft, einverstanden (z.B. halte ich Jetpack für viel zu überladen), aber dennoch kann ich mir nicht vorstellen in naher Zukunft das CMS zu wechseln. Allein schon, weil ich WordPress so berrsche wie kaum ein anderes Tool und daraus fast alles bauen kann – und damit mitunter auch Geld verdiene.

In diesem Sinne: Ein Hoch auf all die Autoren von Blogsoftware! Und jetzt baut mal was neues… 😉

  1. Ja, ja, es gibt auch noch tolle Plattformen wie Ghost und Jekyll oder Neuentwicklungen wie Typed, aber die passen gerade nicht zu meiner Argumentation… []