#blogging (177)

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„Einundzwanzig Jahre was ins Internet schreiben“

Und auch Tom a.k.a. Webrocker, den ich einst auf dem IndieWebCamp kennen­lernte und bei dem ich mich freue, ihn alle paar Jahre auf der beyond tellerrand wieder­zusehen1, feierte dieser Tage seinen 21. Blog­geburts­tag und beginnt seinen Blogpost dazu so:

Happy Birthday, liebes Blog, nun bist Du wirklich volljährig und darfst auch in den Vereinigten Staaten Alkohol kaufen. Also wenn Du einreisen dürftest, was derzeit wohl eher unwahrscheinlich wäre, mit Deiner linksversifften antifaschistischen Grundhaltung und der Autokraten- und Kapitalismus­aversion die Dir innezuwohnen scheint.

Was Grund genug sein sollte, ihn zu lesen!

Weiter überlegt er, ob WordPress, das sein Blog seit eben diesen einund­zwan­zig Jahren betreibt, nach all den Site-Builder- und Block-Editor-Ver­änder­ungen der letzten Jahre auch noch in Zukunft die richtige Wahl sein wird. Er fasst als Alter­native ProcessWire und Kirby ins Auge und, was soll ich sagen, ich habe vor wenigen Wochen mein erstes Projekt mit Kirby umgesetzt und war dann doch sehr angetan.

Aber so oder so: Gratulation und auf die nächsten 21 Jahre!

  1. Liegt an mir, nicht an ihm – er ist immer da. 😊 [↩]
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webrocker.de

Einundzwanzig Jahre was ins Internet schreiben

Happy Birthday, liebes Blog, nun bist Du wirklich volljährig und darfst auch in den Vereinigten Staaten Alkohol kaufen. Also wenn Du einreisen dürftest, was derzeit wohl eher unwahrscheinlich wäre, mit Deiner linksversifften antifaschistischen Grundhaltung und der Autokraten- und Kapitalismusa...

„Fünfundzwanzig Jahre Bloggen“

ben_, der mit anmut und demut das Blog mit dem tollsten, wiki­haften Archiv führt (vergesst Reddit Holes, hier gibt’s den anmut-und-demut-Strudel), feiert seinen 25-jährigen Blog­geburts­tag – und hadert etwas mit der Bedeutung dieses großen Jubiläums:

Was war das hier einmal, was war es zwischendurch und was ist es nun? Vielleicht auch: Was dachte ich einst, was ich hier tue, was denke ich jetzt?

Den Wert sieht er schließlich und, wie ich glaube, richtiger­weise in der Ver­bindung zu seinen Leser*innen. Und wenn es denen geht wie mir, schätzen sie dieses unglaubliche, stetig wachsende Archiv an Empfehlungen, Perspektiven und Ideen. Der Zeitfaktor ist dafür tendenziell egal, aber den braucht es halt, um diesen Text­korpus aufzu­bauen und weiter zu pflegen. Und ich hoffe, ben_, du pflegst den noch lange! Gratulation und auf die nächsten 25 Jahre!

Fünfundzwanzig Jahre Bloggen – anmut und demut | OpenGraph Preview Image
anmutunddemut.de

Fünfundzwanzig Jahre Bloggen – anmut und demut

Da wären wir also … ein Vierteljahrhundert, später. Um ein weiteres Mal die unsterblichen Worte der grossen Selena Gomez zu bemühen: „The fuck?!“

„Weshalb ich jetzt seit 26 Jahren blogge und so schnell auch nicht damit aufhören werde“

26 Jahre feiert el flojo mit seinem DenkfabrikBlog und blickt auf seinen immer noch passenden Post zum 20. zurück: Nach Studium, Heirat und Kindern klebt er sich immer noch, was ihm gefällt in sein Blog, das, wie er selbst schreibt, heute weniger krawallig geworden und mit ihm mitgewachsen ist. Und weiter:

Ich hab meine Nische gefunden, in der ich mich wohl fühle, auch wenn ich immer unter dem Radar geblieben bin. Vielleicht aber auch gerade deshalb.

Ich 23 Jahre alter Blogjüngling kann mich damit sehr gut identifizieren, gratuliere und freue mich auf die nächsten 26 Jahre!

Weshalb ich jetzt seit 26 Jahren blogge und so schnell auch nicht damit aufhören werde - Denkfab... | OpenGraph Preview Image
denkfabrikblog.de

Weshalb ich jetzt seit 26 Jahren blogge und so schnell auch nicht damit aufhören werde - Denkfab...

Spoiler: Weil's Spaß macht. Immer noch.

You can absolutely have an RSS dependent website in 2026

The people who use RSS really use RSS. They’re not trend-chasers. They’re the type who still have a working bookmark toolbar. They are, in the best possible sense, your people.

Bei Mat Duggan, dem Autor des verlinkten Blogposts, kommen rund 50% der Aufrufe aus dem RSS-Feed. Das war hier lange Zeit auch noch so, 2024 kamen z.B. noch 56% aller (Seiten-)Aufrufe via RSS. Das ist seitdem erstaunlich stark gesunken: Heute sind es nur noch 15% aller Aufrufe, die direkt aus dem RSS-Feed oder JSON-Feed kommen. Gleichzeitig sind die Aufrufe insgesamt aber um über 200% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, was zum einen auf die tägliche Posting-Frequenz und zum anderen auf den Bot-Traffic zurückzuführen ist.

Also so oder so: Abonniert (mehr) RSS-Feeds. Zum Beispiel mit meinem Feedreader der Wahl: NetNewsWire.

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matduggan.com

You can absolutely have an RSS dependent website in 2026

I write stuff here. Sometimes the stuff is good. Sometimes it reads like I wrote it at 2 AM after an argument with a YAML file, which is because I did. But one decision I made early on was that I didn't want to offer an email newsletter. Part

Sammelsurium aus dem Maschinenraum mit Markdown, llms.txt, MCP-Server, Social Replies und Bubbles

Ich habe es auf Mastodon und Bluesky1 die Tage schon mal erwähnt: Wir sind aktuell im Urlaub. Den Tag verbringe ich mit der Familie am Strand, auf Spielplätzen und mit der Duplo-Eisenbahn. Abends, nachdem der Zwerg ins Bett gebracht ist (und ich wieder aufgewacht bin 😅), habe ich beim YouTube-Schauen noch das ein oder andere Feature gecoded. In Yonks und für diese Website. Zu Yonks später mehr, zu den hiesigen Changes im Folgenden mehr.

Markdown-Format

Natürlich bei Felix las ich vor ein paar Wochen, dass er seine Artikel nun auch im Markdown-Format samt Kopieren-Funktion bereitstellt, was sicherlich die ein oder andere LLM ebenso wie menschliche User erfreuen dürfte. Und weil ich hier sowieso schon jeden Blogpost im JSON- bzw. genauer gesagt JSON Feed-Format bereitstelle, dachte ich, das mach ich auch.

Post-Metadaten mit dem neuen Markdown-Format samt Kopieren-Funktion.

An jeden Blogpost kann nun ein /markdown angehängt werden, um die Markdown-Version aufzurufen. Der Klick auf „Kopieren“ im Post-Footer fetcht und kopiert genau diese Version direkt in die Zwischenablage.

Der Jurassic-Park-Computer-Beitrag sieht im Markdown-Format z.B. so aus.

Static Archive

Das im ewigen Eis gespeicherte Static Archive dieses Blogs unterschied sich damit in seinen Markdown-Dateien etwas von der dynamischen /markdown-Route, weshalb ich das angeglichen habe. Tatsächlich habe ich die Gelegenheit genutzt, die Archiv- und Markdown-Generierung gleich an mehreren Stellen zu modernisieren und zu optimieren, wie dieser Pull Request offenbart.2

llms.txt

Für besagten LLM-Support bin ich nun auch der llms.txt-Konvention gefolgt und habe eine solche hier hinzugefügt. Mögen unsere neuen Maschinen-Overlords mir gnädig sein!

MCP-Server

Wer Markdown und LLMs sagt, muss auch MCP sagen, so will es das Gesetz. Daher habe ich KI-unterstützt ein WordPress-Plugin erstellt und getestet, das mir die Inhalte dieses Blogs als MCP-Server lesend zur Verfügung stellt. Konkret gibt es nun search_posts, get_post, list_recent_posts, list_categories und list_tags mit denen Agenten die hiesigen Inhalte durchsuchen und abrufen können. Die Antwort orientiert sich dabei wiederum an der oben beschriebenen Markdown-Ausgabe. Synergie!

Screenshot aus der Quick-AI-View von Raycast, die den eay.cc MCP-Server aufruft.
Quick-AI-View von Raycast, die den eay.cc MCP-Server aufruft.

Der MCP-Server lässt sich nun wunderbar in Claude, Codex ChatGPT, Raycast (siehe Screenshot) oder etwa Open Minis hinterlegen. In Open Minis habe ich dann auch GPT-5.5 gebeten, mir eine Zusammen­fassung des letzten Monats zu schreiben und die erwähnten Themen mit Links zu den Blogposts zu versehen. Das Ganze ist wenige Minuten gelaufen und hat folgenden, wie ich finde, guten Output produziert.3

Bisher habe ich Auswertungen und Analysen meiner Bloginhalte immer über das oben beschriebene, statische Archiv gefahren (das zuvor natürlich immer aktualisiert werden musste), nun sollte das auch dynamisch und up-to-date gehen. Der MCP-Server ist aktuell tokengeschützt nur für mich zugänglich, aber wenn jemand Bedarf hat, möge sie/er sich melden und dann würde ich das ggf. auch öffentlich machen – ist ja eh alles online.

Social Reply

In „Spaß mit Kommentaren“ hatte ich bereits einige Optimierungen an den Kommentaren vorgenommen, die, würde ich jetzt mal sagen, vor allem für mich selbst nützlich sind. Dies geht in die gleiche Richtung: Wird ein über eine Webmention (per brid.gy) eingegangener Kommentar von Mastodon und Bluesky durch mich hier beantwortet, wird diese Antwort über meinen Mastodon-/Bluesky-Account auch gleich als Reply zur jeweiligen Plattform gesendet – und hier mit einem entsprechenden Icon+Link ausgestattet.

Screenshot eines per Social-Reply-Plugins veröffentlichten Antwort mit Mastodon-Link/Crosspost.
Reply auf einen Mastodon-Webmention-Kommentar mit Mastodon-Link/Crosspost.
Screenshot eines per Social-Reply-Plugins veröffentlichten Antwort auf Mastodon.
Die gleiche Reply nun auf Mastodon.

Hänge ich auf oberster Ebene einen Kommentar (≠ Kommentar-Reply) an einen Blogpost dran, um z.B. wie unten beim Jurassic-Park-Computer-Beitrag zu sehen, noch eine nicht direkt inhalt­liche Ergänzung hinzu­zufügen, wird das ebenfalls an meinen ent­sprechenden Mastodon- und/oder Bluesky-Post als Reply gehangen.

Screenshot eines per Social-Reply-Plugins zu Mastodon und Bluesky gecrossposteten Kommentars.
Per Social-Reply-Funktion zu Mastodon und Bluesky gecrossposteter Kommentar.

Über eine nur für mich sichtbare Checkbox habe ich allerdings die Möglichkeit, das zu verhindern:

Screenshot der nur für den Autoren sichtbaren Social-Reply-Checkbox im Kommentarformular.
Nur für mich sichtbare Social-Reply-Checkbox im Kommentarformular.

Bubbles

Vor einem Monat habe ich die neue, tolle Blog-Discovery-Plattform Bubbles an dieser Stelle empfohlen. Diese Empfehlung gilt weiterhin, meine RSS-Abos der deutschsprachigen und englischsprachigen Briefings möchte ich nicht mehr missen.

Die Einträge zu diesem Blog bei Bubbles werden jetzt jedenfalls auch in der Syndication-Liste als bubbles.town angezeigt und so gleichwertig mit den anderen Social-Plattformen behandelt:

Screenshot der Post-Metadaten mit Bubbles-Link bei den Syndication-Links.
Post-Metadaten mit Bubbles-Link bei den Syndication-Links.

Und da Bubbles sehr schön ins Fediverse integriert ist, prüfe ich auch auf Kommentare, die bei Bubbles zu hiesigen Blogposts hinterlassen werden, und synce diese dann auch hierher (siehe Felix‘ Kommentar hier bzw. bei Bubbles) – was aber ehrlicherweise noch nicht so häufig passiert ist. Aber das kann ja noch werden mit weiterer Bubbles-Verbreitung!

Backlinks

Last but not least: Die Backlinks-Übersichtsseite, siehe Einführung der Backlinks hier und Nachtrag dazu mit Ergänzung besagter Seite, wird nun besser und regelmäßiger erzeugt und gecached, so dass sie beim „ersten“ Aufruf so schnell wie der Rest hier laden sollte.

–

Und was macht ihr so im Urlaub?4

  1. Gecrossposted mit Indigo, dem im Mai veröffentlichten Client für Mastodon und Bluesky von Soapbox Software Aniline Applications, den Machern von Croissant, für die Apple-Plattformen. Habe ich seitdem sehr in mein Social-Herz geschlossen und jahresweise abonniert. Auch ohne das Lesen & Bespielen beider Plattformen ist das eine sehr gute und sehr schöne Social-App. [↩]
  2. Kinder, niemals so große Commits machen, es sei denn, ihr wisst, was ihr tut. [↩]
  3. Keine Sorge, hier wird es – bis auf die KI-Monats­zusammen­fassungen – weiterhin keine KI-generierten Texte geben, aber ich fand das als Test ganz brauchbar. [↩]
  4. Zumindest von Thomas wissen wir, dass er es ähnlich gemacht hat. [↩]

95 reasons for having your own website in 2026

Veröffentlicht auf Bell Kiosk, dem Website-Studio von Elliot Cost, was beides sehr schöne, brutalistisch anmutende Websites sind, die direkt Punkt Nr. 14 folgen und „das Web als Medium und Material nutzen“.

Und Elliot Cost ist im Netz und hier kein Unbekannter, hat er doch das weiterhin sehr tolle One Minute Park-Projekt, von dem ich hier vor zwei Jahren berichtete, ins Leben gerufen.

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bellkiosk.website

95 reasons for having your own website

A running list of reasons to have your own website in 2026.

HyperTexting, a social news feed, powered by the open social web

HyperTexting is your timeline minus the ads, algorithms, and AI slop. It’s like the „for you“ feed, but it actually works… for YOU (not the platforms).

HyperTexting ist eine neue iOS-App von Brooke & Caleb Hailey von Herd Works, die Beiträge von Websites in einer chrono­logischen Newsfeed-Timeline darstellt, wie man sie aus den diversen Social-Apps kennt. Da alles auf RSS-Feeds basiert, heißt der vier Monate alte Introduction-Post konsequenter­weise auch “Welcome to the Feediverse”, was gar kein so schlechter Wortwitz ist, aber bei Fediversierten™ für Verwirrung sorgt.

Bei TechCrunch gibt es ebenfalls einen ausführlichen, gut bebilderten Artikel zur App, die im nächsten Schritt auch das Posten zu WordPress-, Ghost- und anderen Websites ermög­lichen will, um eine direkte, bi­direktionale Nutzung zu ermöglichen. Dabei funktioniert all das on device und ist aktuell zu 100% kostenlos.

Ein vielversprechender Start, allerdings war ich neben dem „Feediverse“ etwas irritiert, dass Mastodon- und Bluesky-Feeds nicht auch schon dabei sind – vor allem, weil die Profile in HyperTexting den gleichen Aufbau wie bei Bluesky haben (etwa @eay.cc für diese Website). Nichtsdesto­trotz toll, dass es einen weiteren, interessanten Open-Web-Client gibt. Vor allem, wenn Discovery und demnächst Posten bereits mit von der Partie sind.

Make HyperText.

Ich bin mittlerweile auch sehr von scrollbaren Newsfeeds/Timelines für meinen RSS-Feed-Konsum bzw. ein Subset davon angetan, was ich mit dem hervor­ragenden Tapestry abbilde und generell sehr empfehlen kann. Und Fun-Fact: Herd Works‘ Safari-Extension The Magic Highlighter, die einem nach Suchanfragen die Suchbegriffe auf den Zielseiten highlighted, nutze ich auch schon seit Release in 2023 begeistert.

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hypertexting.com

HyperTexting

HyperTexting is your timeline minus the ads, algorithms, and AI slop. It's like the "for you" feed, but it actually works... for YOU (not the platforms).

Drei Interviews mit Internetmenschen

Drei aktuelle Interviews mit im weitesten und besten Sinne Internet­menschen, die mir gut gefallen habe:

  1. Und wieder ein Podcast, der keine Canonical URL für seine einzelnen Episoden bereitstellt; ich finde das sehr nervig, aber es scheint gerade ein Ding zu sein. [↩]
  2. Aaaaahhh. Und Canonical-URL-Fun-Fact: Bei Craig Mod habe ich vor drei Jahren gelobt, dass er so ein tolles Archiv seines Newsletter bereitstellt. [↩]

Blogging Can Just Be Stating The Obvious

Yes!!! This!!!

Zu genau diesem Post von Jim Nielsen, der wiederum John Grubers Dickover-Beschreibung zum Anlass nimmt, um über die Aussagekraft des Bloggens zu diskutieren, hat Michael einen, aus quasi einem Satz bestehenden Blogeintrag geschrieben, was ihm nicht nur Spaß beim Schreiben, sondern mir auch beim Lesen bereitet hat.

Blogging Can Just Be Stating The Obvious | OpenGraph Preview Image
blog.jim-nielsen.com

Blogging Can Just Be Stating The Obvious

Writing about the big beautiful mess that is making things for the world wide web.