Ne Ovend mit De kapotte Buzze (astreine Übersetzung von Gamto; Foto von McLee).
Update: Und natürlich wars ganz toll!
Das Weblog von Stefan Grund, der im Netz als @eay unterwegs ist und hier seit 2003 über Medien, Popkultur und Technologie schreibt. Mehr »
Ne Ovend mit De kapotte Buzze (astreine Übersetzung von Gamto; Foto von McLee).
Update: Und natürlich wars ganz toll!
Den letzten Freitag habe ich – wie meine Twitter-Stalker natürlich tagesaktuell erfahren haben – im Kölner Stereo Wonderland beim Konzert von Angelika Express verbracht begonnen, die vor Ort den Release ihrer aktuellen EP „Was wollt ihr alle?“ zelebrierten. Wie versprochen haben Robert, Bassmaedchen Dani und Schlagzeuger Caddy den Kölner Indie-Ballermann in Schutt und Asche zerlegt und mich in meiner Entscheidung das kommende Album zu fördern nochmals mehr als bestätigt (ich sag euch, hätte es vor der Ankündigung der Angelika-Aktie ein paar Konzerte gegeben, die eh schon knappen 500 Förderanteile wären noch sehr viel schneller über die virtuelle Ladentheke gegangen). Sobald Tante Angelika also irgendwann mal bei euch vor der Tür spielt, solltet ihr sowas von unbedingt hingehen!
In diesem Sinne: besorgt euch die EP bei iTunes oder Amazon oder im Laden.
Foto von Andi Müller. Mehr seiner Bilder vom Konzert gibt’s hier bei flickr.
(YouTube Direktsymbolvideo vom Konzert des Vortages, auch im Kölner Palladium)
Komme gerade vom FURT-Konzert und aus der Kneipe zurück (erschreckend wie unverblümt hier in den letzten Tagen dem Alkoholkonsum gefrönt wird!). Das Farin Urlaub Racing Team hat erwartungsgemäß gerockt, war super choreographiert, hat die Hits aller Alben gespielt und Zehn, den wahrscheinlich besten Live-Song out there, erfreulicherweise gleich zweimal zum Besten gegeben. Im Gegensatz zu Dienstag waren hier natürlich nur nette, normale und zumeist erwachsene Leute zugegen und so bleibt als einziger, kleiner Kritikpunkt nur die für einen Arzt doch relativ kurze Spielzeit von zwei Stunden zu bemängeln. Ihr ahnt es: sollte man gesehen haben. Für FU- und DÄ-Fans sowieso ein Pflichtkonzert.
Tja, soweit das Konzert. Dass ich mich mit 30 km/h zuviel habe blitzen lassen (klar, wegen der Finanzkrise! Der Staat hat’s ja schließlich nötig!) und mich im schlimmsten Fall nun auf ein einmonatiges Fahrverbot freuen darf, bleibt da nebensächlich…
Verdammte Scheiße!
Den Dienstagabend verbrachte ich mit dem Geburtstagskind (nicht Micky Maus) beim Konzert von The Kooks in der Düsseldorfer Philipshalle. Während Opener Johnny Flynn und Vorband Mystery Jets eher eine einschläfernde Wirkung auf mich hatten, wusste die Band um Luke Pritchard richtig zu überzeugen und konnte mir problemlos beweisen, dass sie mehr können als nur gut covern. Wer also irgendeine Chance sieht, sich noch in die restlos ausverkaufte Tour zu schummeln, der sollte das auf jeden Fall tun.
Großes Aber: macht euch auf ein sehr merkwürdiges Publikum gefasst, dass hauptsächlich nur aus 15 jährigen Mädels mit blondierten oder schwarz gefärbten Haaren im Rockabilly-Look und Lesben besteht. Klar, Hetero-Pärchen und vereinzelte, verunsicherte Typen (in senfgelben Shirts und mit Hosenträgern) gab’s auch, aber vor allem Lesben. Überall Lesben.
Am Freitagabend im Kölner Underground gewesen und Knorkator gesehen. Denn wann, wenn nicht jetzt bekommt man nochmal die Chance, „Deutschlands meiste Band der Welt“ live und in Farbe zu sehen? Leider handelt es sich nämlich bei der aktuellen Tournee „Weg nach unten“ um ihre Abschiedstour – und die hat’s in sich! Die Tour läuft noch den ganzen November über und zum Abschluss in Berlin. Wer die Chance hat Knorkator noch live zu sehen, sollte diese unbedingt (wirklich unbedingt!) wahrnehmen: Anseh- und Abrockbefehl!
Foto von SannyWild, aufgenommen in Magdeburg (vielen Dank!).
Auch wenn es fast an mir vorbei gegangen wäre: Am 31. Oktober erscheint das neue Album von Farin Urlaub und seinem Racing Team. Die Platte hört auf den konspirativen Namen Die Wahrheit übers Lügen und die erste Singleauskopplung Nichtimgriff ist schon seit einigen Tagen draußen und gefällt (hier das Video). Und obwohl ich von der Existenz der Platte und der Existenz der Tour erst vor wenigen Stunden gewahr wurde, stand der Konzertkartengott einmal mehr auf meiner Seite: zwar ist das erste Kölner FURT-Konzert am 21.11. schon ausverkauft (wo ich übrigens eh nicht konnte), aber Köln liebt Die Ärzte den Arzt, weshalb es für den 22.11. einen Zusatztermin geben wird, für den die Freundin und ich seit eben zwei druckfrische Karten in unseren Händen halten.
Ich freu mich! Nicht nur, aber auch, weil auf der Rückseite folgender Unfug steht:
Die Eintrittkarte für ein Farin Urlaub Racing Team-Konzert dient Ihrer Legitimation. Legitimation ist für viele Menschen ein Fremdwort. Sie haben Angst gefragt zu werden, was denn das Wort „Legitimation“ eigentlich bedeutet und bleiben deshalb am Tag der Konzertveranstaltung zuhause. Das muss nicht sein! Legitimation kommt vom lateinischen Wort „legare“ (dt. kühlen) und besagt, dass man diese Eintrittskarte auch als Fächer benutzen kann, wenn es zu heiss wird.
Oh weh, nun ist’s schon ne halbe Woche her, dass ich Morgens betrunken, kurz vor dem Hitzetod im Auto aufgewacht bin und in unserem Müllberg etwas zum futtern gesucht habe. Was jetzt für den Festival-unerprobten Mitmenschen absurd und abstoßend klingt, ist zwar genau das, aber zudem noch musikalisch und Camping-technisch das beste was das Jahr zu bieten hat: Rock am Ring.
Dieses Jahr waren wir im Vergleich zu den letzten Jahren (2006, 2007) zwar mit weniger Leuten am Start, dafür aber mit mehr Fleisch und Bier. An Fressflash und „Suff-Ausrastern“ waren dieses Jahr also folgende Leute beteiligt, die hier aus Datenschutz-Gründen nur mit ihrem RaR-Pseudonym und aus Exhibitionismus-Gründen auch mit Twitter-Ding aufgelistet werden: Blu, der Ölmann (@Goldi1945), seine Freundin H.W. (@BlackDahlia), Enis Immel (@gamto), LaBeouf (@The_McLee), meine Freundin Paul Billekens (@Limpi) und ich, Horst Noord (@Eay). Ach ja, Udo war natürlich auch mit dabei, hatte es aber mal wieder versäumt eine Karte für’s Festival zu erstehen, der alte Pfahl, der…
Was euch aber sicherlich mehr interessiert als unsere Besetzung und den Zustand unseren Campingplatzes (den ihr übrigens auch in meinem RaR-Fotoset bei flickr selbst beäugen könnt), ist sicherlich die Musik wegen der ja ein Großteil der Festivalbesucher da war. Im folgenden also in aller Kürze (sogar chronologisch!) die zwölf Künstler, die ich mir angesehen habe, und was ich von ihnen hielt oder auch nicht: (mehr …)
Hier gibt’s eine wirklich brauchbare Festivalpackliste (PDF) zum Abhaken. Jeder der schon mal seinen Autoschlüssel im Kofferraum vergessen hat oder nach dem ersten Festivaltag nur noch Lumpen an den Füßen hatte, wird diese Erinnerungshilfe an Ersatzschlüssel und Gaffatape zu schätzen wissen. Die Festivalsaison kann kommen! (via)
Noch 17 Tage bis zum Ring!
Oder: „Warum wurde hier die letzten Tage nichts gebloggt? – Die wirklich wahre Wahrheit über das verlängerte Pfingstwochenende des Eay.“ Ja, es war zwar körperlich anstrengend, aber vor allem schön. Freitag, Samstag, Sonntag: volles Programm. Montag: Ruhetag. Und jetzt Pfingstferien. Es könnte schlimmer sein. Um einiges. Aber eine Frage drängte sich immer wieder auf: wie hat das ganze eigentlich angefangen?
Es begann damit, dass ein angetrunkener Eay am Freitagnachmittag vorzeitig die äußerst wichtige juristische AG verließ, um sich mit @Limpi und @gamto auf den Weg gen E-Werk machte, wo an diesem Abend Kettcar spielen sollten. Der Weg dorthin war indes eine kleine große Herausforderung, da Köln aufgrund eines umgestürzten Lasters einem 405,15 km² großen Stau glich. Nichtsdestotrotz (Schleichwege ahoi!) rechtzeitig im E-Werk angekommen. Nach der austauschbaren Mittelmaß-Vorband Ola Podrida war’s dann endlich wieder soweit: Kettcar betraten eine Kölner Bühne.
Foto von Christoph! (CC: by-nc-sa)
Nachdem ja vor einem Monat bekannterweise „Sylt„, das dritte Album der Hamburger, erschien, ging ich mit gemischten Gefühlen ins E-Werk. Als ausgewiesener Fan der ersten zwei Alben, konnte mich #3 nicht so ganz überzeugen. Aber: nach der Live-Rezeption ist auch dieses Kriegsbeil begraben – viele neue Songs sind live unschlagbar.
[Kurzer Werbeblock: Am 26.07. findet auch das Fest van Cleef in Köln statt. Yeah!]
Samstag ging’s dann sofort weiter. Nachdem @The_McLee und abermals @gamto (ja, ich erwähne deinen Twitter-Account jetzt so oft bis zu wieder anfängst) uns mit ’ner Runde Fifa auf den Rest des Tages einstimmten, ging’s zum ersten Kölner Sieg des Wochenendes: Im EnergyDome besiegten die Köln 99ers die Walter Tigers Tübingen gekonnt mit einem 96:76. Da es bei dem Spiel für beide Mannschaften eh um nichts mehr ging und Basketball halt nicht Fußball ist, war dieser Sieg nur irrelevant gut.
Das Fan-Herz hing erst am Sonntag am seidenen Faden: Der 1. FC Köln gegen den FSV Mainz 05. Hier ging’s für beide Teams um alles – Köln konnte den Aufstieg perfekt machen, Mainz den Aufstieg mit guten Erfolgsaussichten vorbereiten. Und dann: 2:0 für den FC. Das Stadion ist explodiert, sowas habe ich noch nie gesehen! Da ich leider keine Karten mehr bekommen hatte, war klar, dass das heimische Wohnzimmer zwecks Feierei verlassen werde musste. Gesagt, getan. „Nie mehr zweite Liga!“
Und plötzlich war es Montagabend. Zeit für Liberty City.
Was kann ich schon über das gestrige Konzert der Arctic Monkeys im Kölner Palladium schreiben? Worte würden sowieso nicht ausreichen, um das zu bescheiben, was ich gestern Abend erlebt habe. Nur so viel: der Auftritt war noch besser als der bei Rock am Ring (obwohl dort „Leave before the lights come on“ gespielt wurde), da die Stimmung vollkommen war. Einfach jeder im Raum hatte den Drang sich vom ersten Ton an zu bewegen und niemand stand still, bevor der letzte Ton verstummt war. Leider war das Konzert viel zu kurz – hätte ich mehr Geld, würde ich der Band nachreisen, um fast jeden Abend eines ihrer Konzerte zu besuchen. Vielleicht würde ich so auch lernen Alex Turner zu verstehen, wenn er nicht singt…
Leider haben mir einige Lieder gefehlt (s.o. und z.B. „Choo choo“), aber ich konnte nicht enttäuscht sein, da zwei neue Lieder gespielt wurden (Die komplette Setliste könnt ihr euch hier ansehen. Zusätzlich gibt es noch einen ausführlicheren Bericht zum Konzert.). Ich bin also jetzt schon hibbelig wegen dem neuen Album und hoffe, es kommt schon sehr sehr bald raus.
Um meine Wartezeit zu verkürzen werde ich mir erstmal die Single „Teddy Picker“ zulegen, die es seit gestern gibt.
P.S.: Bitte helft mir: ich muss das „Who the fuck are Arctic Monkeys“-Shirt haben. Wer also weiß, wo ich Unmengen von Geld lassen muss, um es endlich zu besitzen, sollte bitte sofort kommentieren.