#konzerte

Heute die Altherrenkapelle Limp Bizkit im KUNST!RASEN in Bonn gesehen. Nachdem wir schon viele gealterte Bands gesehen haben, die nach jedem Song ins Sauerstoffzelt einkehrten (looking at you, The Offspring), und plötzlich schlecht spielende Künstler erleben mussten (The Killers), war das endlich wieder ein echtes Highlight.

Fred Durst & Co. waren in Topform, haben anstatt uns mit neuem Kram zu langweiligen allen voran die Hits aus „Chocolate Starfish“ gespielt und zwischendurch alles gesamplet, was die 90er so hergaben. Das alles in einer sehr coolen Open-Air-Location und fertig ist ein gelungener Abend. 🤘🏻

Warum scrobbeln wir eigentlich?

Nico fragt sich drüben in seinem Blogeintrag, warum wir eigentlich scrobbeln, also unsere im iPod, iTunes & Co. abgespielten Songs an Last.fm übertragen. Bei mir selbst sind seit dem 14. Februar 2006 bereits 45.910 Titel übertragen worden und im Gegensatz zu vielen anderen gibt es bei mir einen gewaltigen Grund, das auch in Zukunft nicht einzustellen: die persönlichen Event-Empfehlungen.

Es ist nämlich so, dass Last.fm einem aufgrund seiner Hörgewohnheiten nicht nur weitere Interpreten empfiehlt (was ich allerdings nie nutze), sondern auch einen ganz persönlichen Konzertguide zusammenstellt. Diesen habe ich dann per RSS-Feed abonniert und erfahre so stets, wann Künstler, deren Musik ich höre, in meiner Nähe auftreten. Das tolle dabei: Im Gegensatz zu den Alert-Funktionen von Eventim & Co. muss ich hier nichts mehr machen, nirgendwo hinklicken, nichts abonnieren. Ich höre einfach meine Musik, die wird im Hintergrund zu Last.fm übertragen – gescrobbelt –, und bekomme dann entsprechende Tipps. Und das alles völlig automatisch, ohne dass ich irgendwem Bescheid sagen müsste, dass mich diese eine neue Band, deren Album ich zur Zeit so oft höre, interessiert.

Natürlich kommen da mitunter merkwürdige Empfehlungen, größtenteils entspricht es aber meinem Geschmack und ich habe auf diesem Weg schon von etlichen Konzerten erfahren, die ansonsten völlig an mir vorüber gegangen wären. Jedenfalls ein tolles Feature, bei dem mich immer wieder wundert, warum Last.fm es nicht viel massiver bewirbt/herausstellt.

Laternen-Joe

In mehr als drei Jahrzehnten ihrer Karriere haben Laternen-Joe keine Anzeichen von Ermüdung gezeigt. Damals wie heute ist dieser Band eine unerschöpfliche Quelle von Kraft und Energie für die ganze Welt und berührt die Herzen von Millionen Menschen, denen sie mit ihren schwermütigen und trotzdem hoffnungsvollen Liedern einen Weg zur Flucht aus dem oftmals so bitteren Alltag bieten.

Die Frage, die sich da nur stellt, ist: Laternen-Who? Wer verbirgt sich hinter die ominösen Band? Und während sich Fanclubmitglieder und gut informierte Fans der besten Band der Welt, nun an den Kopf fassen, „Eay, der Idiot!“ brüllen und die Schande, die sie mir anschliessend über mein Haupt schütten, zusammensuchen, blieben für mich heute nur Gefühle der Belustigung und der Trauer übrig. Denn Laternen-Joe, die „während der gesamten 1970er, 1980er, 1990er und 2000er Jahre Bestseller-Alben [veröffentlichten], die von restlos ausverkauften Konzerten, Touren und Festival-Auftritten begleitet wurde[n]“, stehen zusammen mit „Nudo Tra I Cannibali“ und „Die Zu Späten“ in bester Ärzte-Clubtour-Tradition.

Doch bevor sich der ein oder andere ebenso verpeilte Belafarinrodfan schon freut: die Provinztour ist natürlich schon längst ausverkauft. Aber nichtsdestotrotz ist die Webseite mit ihrer Fake-Bandgeschichte und vor allem den Fake-Songs aus drei Jahrzehnten mehr als einen Blick wert – und verkürzt uns Normalsterblichen das Warten auf eine hoffentlich demnächst anstehende, große DÄ-Tour.

Dragonforce, live und in Neonfarben


Gestern Abend um diese Uhrzeit (gerade sind’s 21:45 Uhr) stand ich in der Kölner Essigfabrik und lauschte den sanften Klängen der englischen Power-Metal-Band Dragonforce, die den meisten durch Guitar Hero 3 bekannt sein dürfte. Jedenfalls konnten sie den zugegebenermaßen Alkohol getrübten Eindruck vom diesjährigen Ring vervollständigen und überzeugten auf ganzer Linie. Selten habe ich Menschen ihre Instrumente so malträtieren sehen – sehr, sehr geil!

Zwar geht die Deutschlandtour am Freitag in Leipzig in die letzte Runde, aber sofern ihr mal die Chance habt, Herman Li & Co. live und am besten so nah zu erleben, dass ihr deren Spiel tatsächlich beobachten könnt, macht’s auf alle Fälle. Lohnt sich und ich werd’s auch wieder tun.

(cc-lizenziertes Foto von markcoatsworth, aufgenommen beim New England Metal & Hardcore Fest im Apirl 2006)

Rock am Ring 2009


(Foto von Körschgen, lizensiert unter Creative Commons)

Wie angekündigt, möchte ich natürlich auch noch – besser spät als nie! – ein, zwei Sätze zum diesjährigen Ring verlieren, mich dabei aber im Vergleich zu den letzten Jahren etwas kürzer fassen, da ich dieses Jahr Wetter- und Interessen-bedingt erstaunlich wenig Bands gesehen habe. Auch wenn ich von dem, was ich gesehen habe, eigentlich nur Dragonforce, Marilyn Manson und Limp Bizkit sehen wollte, so ließ ich mir doch durch @Limpi versichern, das auch The Killers vollends und einige andere zumindest etwas überzeugen konnten. Aber Bloc Party ging nun mal gar nicht. Überraschenderweise hatte ich allerdings bei einer mir bis dahin unbekannten Hiphop-Rock-Pop-Combo namens Hollywood Undead am meisten Spaß, die das Zelt mit ihrer Show so richtig gerockt haben.

Abseits des Festivalgeländes strapazierte das Wetter natürlich einige Nerven, wovon wir uns aber insgesamt nicht aufhalten ließen. Merkwürdige benachbarte Hipsters (via), die kein Verständnis für unsere, zugegeben sehr ausgelassene Art des Ringrockens hatten, trugen ebenso zur allgemeinen Belustigung bei wie Udos neue Eier (nein, das muss man nicht verstehen, aber wer sich ebenfalls Klebstoff bestellt hat, kommt vielleicht drauf…). Nächstes Jahr hoffen wir jedenfalls auf besseres Wetter (alles ab +10° macht uns glücklich) und wenn das Line-Up wieder was ausgeglichener ist, sind wir sicherlich auch wieder mit dabei.

PS: Ich habe die RaR-Blogger-Übersicht mal um die jeweiligen Berichte ergänzt.

RaR 09


So früh waren wir noch nie dran – aber daher gibt’s leider auch keine Hardcover-Karten für uns. Und kann schon irgendwer der hiesigen Leser oder Fellow-Blogger absehen, ob sie dieses Jahr auch am Nürburgring verweilen?