#filme (822)

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koest.lich.es #15

Der FC liegt gerade 0:2 gegen Leverkusen zurück, so dass ich mir dachte, anstatt mich zu ärgern, kann ich die Zeit auch sinnvoll nutzen und mal wieder eine neue Ausgabe der hiesigen, köstlichen Linkliste zusammenzustellen. Wie immer mit Star Wars, mehr oder weniger nützlichen Web-Tools und erstmals auch Rick & Morty!

Medien & Popkultur

Web & Technologie

Wer diese köstlichen Links in Real-Time erhalten will, folgt am besten meinem Twitter-Feed und/oder der eay.cc Facebook-Seite.

Disney hat für 2019 einen neuen »Indiana Jones« mit Steven Spielberg und Harrison Ford angekündigt

Indiana Jones will return to the big screen on July 19, 2019, for a fifth epic adventure in the blockbuster series. Steven Spielberg, who directed all four previous films, will helm the as-yet-untitled project with star Harrison Ford reprising his iconic role. Franchise veterans Kathleen Kennedy and Frank Marshall will produce.

“Screening Room” will aktuelle Kinofilme in die eigenen vier Wände streamen

Hollywood’s biggest directors and Napster co-founder Sean Parker want to let you download films on the same day they hit theaters, but oh, that $50 price tag.

The concept is simple. You’ll be able to stream a film on the same day it’s released in theaters, but the convenience will come at a premium: $50 for a 48-hour viewing period per film. You’ll also need a dedicated set-top box (equipped with antipiracy protections), which will set you back a further $150.

Unterstützt wird das ganze von diversen Hollywood-Größen wie u.a. Steven Spielberg, JJ Abrams und Peter Jackson. 20 der 50 Dollar sollen an die ansonsten sicherlich aufgebrachten Kinobetreiber gehen und obendrauf sollen jeweils zwei Kinokarten enthalten sein, damit man sich den Film auch nochmal auf der großen Leinwand ansehen kann.

Ziemlich strange. Vor allem dass es sich um keine App für Apple & Fire TV handelt, sondern eigene Hardware notwendig ist. Vielleicht aber gerade für Zielgruppen, wie z.B. frisch gewordene Eltern, die kaum Zeit für gemeinsame Kinobesuche haben, oder für Filmeabende im Freundeskreis doch eine legitime Alternative.

Ich bin mir da noch unschlüssig, weil Kino für mich einfach mehr bedeutet.

Raum (2015)

Eines der intensivsten Filmerlebnisse, die ich je hatte. Ich saß, glaube ich, noch nie so angespannt im Kinosessel. Das blanke Grauen, aber grandios gespielt und inszeniert. Regisseur Lenny Abrahamson hat zuvor, den vollkommen anderen, aber bereits total von mir abgefeierten »Frank« gemacht, wodurch Abrahamson sich spätestens jetzt an die Spitze meiner Aufmerksamkeitsliste katapultiert hat.  

Oscar-Prognose 2016

Es ist mal wieder soweit: Im Dolby Theatre in Los Angeles werden heute die 88. Academy Awards verliehen. Zeit für meine alljährliche Oscar-Prognose!1 Im vorletzten Jahr erzielte ich mit 19 von 24 Kategorien meinen bisherigen Highscore. Im letzten Jahr waren’s immerhin 16 richtige Tipps. Mal sehen, wie’s dieses Jahr läuft.2

Die große Frage des Abends: Bekommt Leonardo DiCaprio endlich seinen Goldjungen und wenn ja, wird er eine “banana for scale” mit auf die Bühne bringen? Mein Tipp: Ja zum Oscar, nein zur Banane. Ob das so gerechtfertigt ist, sei mal dahingestellt. Mir hat »The Revenant« nämlich tatsächlich nicht so gut gefallen, DiCaprio liefert wie immer ordentlich ab, aber da sah man schon besseres von ihm. Und ohne die entbehrlichen Baumkronenaufnahmen wäre der Film wahrscheinlich nur knapp 70 Minuten lang.

Da hat mir »Mad Max: Fury Road« deutlich besser gefallen, weshalb ich ihn auch als ebenso stark einordne und George Miller für die beste Regie auch den Vorzug vor Alejandro G. Iñárritu gebe, der zudem bereits im letzten Jahr für »Birdman« ausgezeichnet wurde. Trotzdem wird »The Revenant« einiges abgreifen, aber hoffentlich nicht mehr. Der große Verlierer des Abends dürfte nach »The Martian« sein, den ich zwar auch besser als »The Revenant« fand, der aber gegen die ernstere Konkurrenz meiner Meinung nach nicht ankommen wird.

Best Picture: The Revenant ✘ Spotlight
Best Directing: George Miller – Mad Max: Fury Road ✘ Alejandro G. Iñárritu – The Revenant
Best Actor: Leonardo DiCaprio – The Revenant
Best Actress: Brie Larson – Room
Best Supporting Actor: Sylvester Stallone – Creed ✘ Mark Rylanc – Bridge of Spies
Best Supporting Actress: Alicia Vikander – The Danish Girl
Best Original Screenplay: Spotlight
Best Adapted Screenplay: The Big Short
Best Animated Feature Film: Inside Out
Best Foreign Language Film: Son of Saul
Best Documentary Feature: Amy
Best Documentary Short: A Girl in the River: The Price of Forgiveness
Best Short Film: Stutterer
Best Animated Short Film: World of Tomorrow ✘ Bear Story
Best Original Score: Ennio Morricone – The Hateful Eight
Best Original Song: „Til It Happens To You“ aus The Hunting Ground ✘ „Writing’s on the Wall“ aus Spectre
Best Sound Editing: The Revenant ✘ Mad Max: Fury Road
Best Sound Mixing: The Revenant ✘ Mad Max: Fury Road
Best Production Design: Mad Max: Fury Road
Best Cinematography: The Revenant
Best Makeup and Hairstyling: Mad Max: Fury Road
Best Costume Design: Mad Max: Fury Road
Best Film Editing: Mad Max: Fury Road
Best Visual Effects: Star Wars: The Force Awakens ✘ Ex Machina

✘ = 5x The Revenant, 5x Mad Max: Fury Road

✔ = 6x Mad Max: Fury Road, 3x The Revenant, 2x Spotlight

Morgen früh wissen wir mehr.

Update, 29.02., 8:00 Uhr: Gut, das DiCaprio endlich versorgt ist und schön, dass »The Revenant« doch nicht zum Abräumer des Abends wurde und stattdessen »Mad Max: Fury Road« die verdienten Trophäen einstreichen konnte. »Spotlight«, das Best Picture, habe ich noch nicht gesehen (läuft bei uns ja auch erst seit vier Tagen), aber es kann ja eigentlich nur besser als »The Revenant« sein. Daher bin ich auch etwas darüber überrascht, dass die beste Regie erneut an Alejandro G. Iñárritu ging. Na ja. Und schade, dass Sly leer ausging und Don Hertzfeldt mit »World of Tomorrow« nicht seinen zweiten Oscar gewinnen konnte. Für mich heißt das, wie schon im letzten Jahr, wieder 16 von 24 Kategorien richtig getippt. Immerhin. Bis nächstes Jahr.

  1. Leider ohne mir dabei, wie in den wilden Studentenzeiten, die Nacht mit Bier und Live-Twittern um die Ohren zu schlagen, aber hey, that’s life. []
  2. Auf Oscar-Picks.com von @TheRealBaker kann man sich wie schon in den letzten Jahren wieder mit Deutschlands twitternden Filmfreunde (und mir) messen, falls noch jemand eine Prognose wagen will. []

koest.lich.es #13

Wenn ihr schon länger in diesen ominösen Social-Web-Gefilden unterwegs seid, werdet ihr euch an del.icio.us erinnern, einen Bookmarking-Dienst, der zusammen mit flickr Vorbild- und Paradebeispiel für das gesamte Web 2.0 gewesen ist. Wie flickr hat sich Yahoo irgendwann auch del.icio.us einverleibt und den Dienst damit quasi zu Grabe getragen. Die coolen Kids setzen seitdem auf das kostenpflichtige, ebenfalls designfreie Pinboard, del.icio.us, das dann irgendwann zu delicious.com umbenannt wurde, fandt und findet quasi gar nicht mehr statt.

Zumindest bis sich vor gut zwei Wochen der CEO eines neu gegründeten Delicious-Verwalters im Delicious-Blog meldete und den überraschten Überbleibseln mitteilte, dass man die Entwicklungen der letzten paar Jahre rückgängig machen wird, delicious.com wieder zu del.icio.us wird und das geliebte Minimaldesign der uralten Version zurückkehrt. Keine Pointe.

Wozu die Geschichtsstunde? Zu der Zeit hatte ich hier eine unregelmäßig erscheinende Serie und Domain namens koest.lich.es, die sich del.icio.us nament- und inhaltlich zum Vorbild nahm und in der ich hier immer mal wieder ein buntes Allerlei mit Links aus Medien, Popkultur und Technologie zubereitete. Da sich mehr oder weniger oft erscheinende Linklisten derzeit ja wieder großer Beliebtheit erfreuen (meine Favoriten sind Real Virtualinks, ti_leos Links der Woche und die links auf wirres.net), wollen wir doch mal gucken, ob sich koest.lich.es nicht reaktivieren lässt und in Zeiten akuter Knappheit selbiger nicht eine gute Alternative zu den einzelnen Linkposts darstellt. Warten wir mal ab1 – und los geht’s.

Filme & Popkultur

Digitales & Web-Entwicklung

  • Dave Winer is not amused: Anywhere but Medium

    Medium is on its way to becoming the consensus platform for writing on the web. if you’re not sure you’re going to be blogging regularly, the default place to put your writing is Medium, rather than starting a blog on Tumblr or WordPress.com, for example.

  • Frontend Guidelines Questionnaire – Guter Fragenkatalog zum Projektstart von Atomdesigner Brad Frost.
  • Feature.js – 1kb kleine Feature Detection Library.

Und der Rest…

  1. Funfact: Die letzte Ausgabe ist vom 04.06.2009, die vorletzte vom 24.03.2008. Beste Voraussetzungen, würde ich sagen. []

Kinostatistik 2015

Jahresende! Das heißt hier ganz traditionell – und von „Tradition“ kann man beim neunten Mal in Folge sicherlich schon sprechen –, dass es Zeit für meine on- und offline freudig erwartete Kinostatistik ist. Seit 2007 halte ich so fest, wie oft es mich im vergangenen Jahr ins Kino gezogen hat und wieviel mich der Spaß insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) kostete und wie sich die Kosten für einen Kinobesuch seitdem hierzulande entwickelt haben.

Nachdem ich im letzten Jahr mit nur 43 Kinobesuchen meinen cineastischen Tiefpunkt von 2009 erneut miterleben musste und den mitlesenden Kinokarten­verkäufern gegenüber für dieses Jahr Besserung gelobte, drehte sich die Abwärts­spirale dennoch weiter: 2015 komme ich nämlich auf nur noch 39 Kinobesuche, was 0,75 Kinobesuchen pro Woche entspricht, die ich wie immer zumeist in unserem Stammkino in Kerpen verbrachte.1 Immerhin kam ich so in zwei Wochen auf die Kinobesuche, für die der Durchschnittsdeutsche ein ganzes Jahr braucht.2 Von vier der 39 Filme wurde ich in einer Sneak Preview überrascht, zwei sah ich in einer kostenlosen Preview, zwei im Rahmen der Fantasy Filmfest White Nights. Wie im Vorjahr waren zwölf Filme in 3D – gelohnt hat sich das wie in all den Vorjahren vielleicht bei dreien.

Gekostet hat der ganze Spaß insgesamt 350,23 Euro, wobei ich zwei Filme wie gesagt als kostenlose Preview gesehen habe, sich die Summe also nur auf 37 Filme bezieht. Preislich bewegt sich das auf dem Niveau von 2010, doch gab es da für 13,57 Euro mehr auch gleich zehn Filme mehr zu sehen. Ein Preisanstieg, der abermals vor allem im Durchschnitt auffällt, wo pro Kinobesuch rund 9,47 Euro fällig wurden. Das sind satte 80 Cent mehr als im Vorjahr und etwa 3,54 Euro mehr als 2007, wo ich trotzdem fünf Mal mehr im Kino war. Es sollte nicht verschwiegen werden, dass ich dieses Jahr häufiger Sonntags ins Kino einkehrte, aber der Preisanstieg sollte dennoch nicht so stark sein.3

Die zwölf 3D-Filme kosteten insgesamt 141 Euro – 6,80 Euro mehr als genauso viele 3D-Filme in 2014. Der Durchschnitt stieg damit von 10,57 Euro in 2012/13 und 11,19 Euro in 2014 auf einen neuen Höchstwert von 11,75 Euro pro 3D-Film. Die Kinos schlagen die technischen Aufrüstungskosten also immer noch gerne und weiter auf. Ohne den 3D-Tinnef läge der Durchschnittspreis bei 7,75 Euro (2014: 7,69 Euro). Der teuerste Film war mit 13,50 Euro »Star Wars: The Force Awakens« am Tag der Veröffentlichung.

Seit zwei Jahren sehe ich mir zudem an, welchen Genres die gesehenen Filme angehören, um so eventuell aktuelle Produktionstrends oder Veränderungen in meinem Geschmack abzulesen. Dazu nutze ich die Hauptgenres, die die IMDb jeweils für den Film ausgibt, hier waren das rund 2,6 Genres pro Film. Sci-Fi hat in diesem Jahr einige Plätze eingebüßt, in Anbetracht des omnipräsenten Star Wars, aber wahrscheinlich auch verständlich. Ansonsten gleicht die Verteilung sehr der vom letzten Jahr.

Doch zur Frage, die hier alle interessiert: „Nur 39 Mal? Wie konnte das nur passieren, Stefan?“

Viele Kinogänger würden diese Frage wahrscheinlich mit „Netflix“ und „Amazon Prime“ beantworten, aber wenngleich die natürlich auch geschaut wurden, habe ich mit Jessica Jones & Co. 2015 deutlich weniger Zeit verbracht, als ich mir das eigentlich gewünscht hätte. Es lag nämlich schlicht und einfach an meinem neuen Job4 und der Tatsache, dass wir gerade ein Haus komplett sanieren (dazu ein andermal mehr). Wenn sich das wieder normalisiert hat, hoffe ich, werden meine Frau und ich unsere alte Stärke zurückerlangen. Namentlich begrüßt wird man im Kino aber auch mit nur 39 Besuchen. 😉

„Das beste Kinojahr aller Zeiten“, als das ich 2015 im November 2014 ausmachte, war es vielleicht nicht, aber auch so haben sich die 65 Stunden im Kinosessel5 dank der gehaltenen Versprechen (»Star Wars«, »Mad Max: Fury Road«, »Jurassic World«) und einiger toller Überraschungen (»Kingsman«, »Frank«, »Trash«) wie immer gelohnt. 2016 kann kommen – ihr wisst, wo ihr mich findet. 😎

  1. Genaue Verteilung: 23x Euromax in Kerpen, 6x Cinedom in Köln, 3x Cinenova in Köln, 3x Cineplex in Passau, 2x Residenz in Köln, 1x Filmpalette in Köln, 1x Off Broadway in Köln. []
  2. Das Statistische Jahrbuch 2015 weist in diesem Jahr 1,5 Kinobesuche je Einwohner aus, vgl. S. 644. []
  3. Genaue Verteilung: 12x Sonntag, 6x Donnerstag, 5x Montag, 5x Mittwoch, 5x Samstag, 4x Freitag, 2x Dienstag. []
  4. Stellt sich heraus, dass sich mit einem Blog ohne Werbung und Sponsored Content kein Lebensunterhalt verdienen lässt. 😐 []
  5. Basierend auf einem Durchschnittswert von 100 Minuten pro Film. []