#drm

Why DRM-free comic books are a big deal, even if you don´t read comics

Image hat vorgestern erfreulicherweise angekündigt, die hauseigenen Digitalcomics, fortan DRM-frei in den gängigsten Formaten zu verkaufen:

Starting now, the publisher is going to sell its digital comic books through its website utterly DRM-free. PDF, EPUB, or comic reader formats CBR and CBZ (basically just zipped or RAR’d collections of JPEGs) are all yours to keep, back up, and read on your device of choice, however you see fit.

Ars Technica erklärt nun, warum das eine gute Sache ist, selbst wenn man mit Comics nichts am Hut hat:

It happened with iTunes music; maybe comics are next. After that, we can set our sights on eBooks. Hollywood? Well, we can dream, can’t we?

Sehe ich genauso. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und eine DRM-freie Zukunft. Alleine dafür gehört Image mit Geld überschüttet. Ich weiß jedenfalls, wo ich meine Image-CBRs absofort runterlade.

Cory Doctorow: „The Internet is the nervous system of the 21st century!“

Wie schon bei den letzten sechs Malen konnte ich auch in diesem Jahr nicht bei der re:publica, dem großen „Klassentreffen“ der „Netzgemeinde“ dabei sein, da mich die ehrenwerte Universität zu Köln einmal mehr zu sehr eingespannt hat1 und mein Fernbleiben im Sommersemester seit jeher ja für den Ring reserviert ist (solange es ihn noch gibt). Anstatt aber jeden April dazusitzen, aus der Ferne eure #rp-Tweets zu verfolgen und wehleidig auf’s Konferenzprogramm zu blicken, warte ich auf die zahlreichen re:caps und picke mir im Nachhinein neben dem obligatorischen Lobo und Schwenzel die Perlen raus.

So wurde dieses Jahr vielfach der Vortrag von Cory Doctorow empfohlen, seineszeichens so sehr Internetmensch, das man ihn in diesen Gefilden gar nicht mehr vorstellen braucht. Und sein rund 45 minütiger Vortrag hat es in der Tat in sich: Doctorow ist nicht nur ein begnadeter Redner, er sagt auch viele kluge Sachen. Zum Netz, zu Technologie und DRM, alles garniert mit interessanten Anekdoten und gekrönt mit einem unterschreibenswerten Schlusswort. Kurz: Wenn man sich nur einen Vortrag ansieht, dann sollte das dieser hier sein.

 
(YouTube Direktlink)

Wer sich darüber hinaus noch durch die anderen Beiträge durchklicken will, findet hier eine wunderbare Übersicht, sortiert nach Tagen und Stage. Nächstes Jahr bin ich dann vielleicht auch mal vor Ort! Ach, was mach ich mir vor…

  1. Vgl. auch Postingfrequenz dieser Seite. []

Amazon MP3 in Deutschland angekommen


Amazon hat passend zum ersten April gestern endlich (two fucking years! who cares?) den hauseigenen MP3-Download-Shop Amazon MP3 in Deutschland gestartet. Und dabei ist das Angebot alles andere als ein Aprilscherz: alles DRM-freie MP3-Dateien mit 256 kbps, sprich: abspielbar auf jedem iPod, Aldi-Stick, Zune, you name it. Und das schon ab 77 Cent. Darüber hinaus gibt’s zum Auftakt auch einige aktuelle Alben für unter 5 Euro.

Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut und das ganze gestern schon ausgiebigst getestet und für überaus gut befunden. Vor allem der automatische Import gen iTunes ist toll und sobald der Amazon-Katalog etwas größer ist, gibt’s eigentlich keinen Grund mehr musiktechnisch im iTunes Store zu verweilen – vor allem da dort ja in den kommenden Wochen die Preise anziehen.

Jetzt noch nen DRM-freien Download-Shop für audiovisuelle Erzeugnisse und meine kühnsten Sci-Fi-Vorstellungen werden wahr! (via)

Macworld 2009

Nach dem Erfolg vom letzten Jahr habe ich mich gerade spontan gegen das ruhige Verfolgen der gerade stattfindenden, letzten Macworld Keynote entschieden und werde nach dem Klick meinen Senf zum aktuellen Apple-Gedöns kund tun. Weiterlesen »

Update: 90 Minuten, einen Hacker-Angriff und 35 Updates später ist die letzte Macworld Keynote zu Ende und es gab im Vergleich zu früheren Jobs-Keynotes nicht viel zu sehen. Warum nicht, und warum kein Grund zur Freude über das neue iTunes-Preismodell besteht, steht in meinem Resümee (ganz unten). (mehr …)

Endlich: Die DRM-Befreiung

Im April hieß es noch Die Pseudo-DRM-Befreiung – und ihr habt alle gejubelt: „Oh Freude, Apple & EMI verzichten auf DRM und wir dürfen dafür nochmal rund 30 Cent mehr bezahlen! Danke, Steve.“ All meine Einwände bezüglich dieser Preispolitik wurden mit der besseren Qualität der Tondateien abgeschmettert. „Warum soll ich für etwas selbstverständliches mehr bezahlen?“, fragte ich damals und tue es auch heute noch.

Die Leute beim Onlineshop Amazon haben sich diese Frage anscheinend auch gestellt und konsequent gehandelt: Gestern startete der Amazon-eigene Music Store mit dem schlichten Namen Amazon MP3. Der Clou: Alle Songs liegen im stinknormalen MP3-Format vor, sprich ohne DRM, kosten zwischen 89 und 99 Dollar-Cent und sind mit 256 kb/s kodiert – und das ohne Aufpreis, Apple. Alben gibt’s ab 5 Dollar; aktuelle Alben kosten meistens 9 Dollar. Alles ist billiger. Alles läuft überall. Und außerdem funktioniert das Download-Programm von Amazon MP3 offenbar wunderbar mit iTunes.

Ja, genau so stelle ich mir einen Musik-Download-Service vor – und eigentlich bin ja ein iTunes-Junkie. Die Einbindung ins herkömmliche Amazon-Programm dürfte das ganze, obwohl’s noch nicht ganz so viele Titel sind, zum ultimativen iTunes-Store-Killer werden lassen. (Einziger Haken: Gibt’s vorerst nur in den USA. Wer aber eine Kreditkarte hat und eine Fantasie-US-Adresse eingibt, kann nach Herzenlust einkaufen.)

Die Pseudo-DRM-Befreiung


Ich versteh euch wirklich nicht mehr (und das kann man auch den Kommentaren in meinem Lifestream entnehmen): Da gewähren euch Apple und EMI für einen Aufpreis von 30 Cent ein Recht, das eigentlich selbstverständlich sein sollte – nämlich dass ich mit meiner rechtmäßig erstandenen Musik machen kann was ich will – und alle jubeln. Und damit keiner merkt, dass die Sache eigentlich stinkt und keiner meckert gibt’s eine höhere Datenrate „für Genießer“, deren arme Ohren ja schon seit Jahrzehnten von den grausamen CDs verprellt werden, zum DRM-freien Aufpreis dazu. Alles ist gut. Alle sind glücklich.

Diese ganze Geschichte ist einfach nur ein PR-Gag, pure Publicity. Anstatt „Abzocke: Apple und EMI erhöhen Preise statt Kundenzufriedenheit“ liest man „Sensation: Apple und EMI schaffen DRM ab“. Hallo? Das stimmt ja nicht mal: DRM-verseuchte EMI-Songs gibt’s weiterhin für 99 Cent. DRM-freie Songs für 99 Cent, das wäre die Sensation gewesen. So klappt’s jedenfalls nicht mit dem Aufschwung, prophezeie ich. Und Disclaimer: Ich mag ja sonst auch so ziemlich alles, was auch Cupertino kommt, aber diese Aktion ist schlicht Bullshit.

PS: Glaubt irgendjemand, dass die Preise für DRM-freie Lieder im iTunes Store jemals wieder unter 1,29 Euro fallen werden? Ich bezweifele das stark…