#blogging

How to Grow Your Blog

Matt Birchler, der einen lesenswerten, englischsprachigen Personal/Tech-Blog führt und mit A Better Computer einen tollen, kleinen YouTube-Channel voller App-Tipps betreibt, hat das leidige Thema des „erfolgreichen Bloggens“ sympathisch zusammengefasst:

So if you want your site to grow, write. Post things. Post anything. Get creative. Take risks. Get weird.

Have fun making the content. If you’re having fun, your audience will notice.

The Return of the 90s Web

In big cultural concepts like music or fashion, things have a way of coming around full circle. […] When I look at some of the trends on the web today, I wonder if we’re at that point yet. I wonder if we’re ready to revisit some of the ideas of the early web again.

Max fragt sich, ob es auch im Web wiederkehrende Trends gibt, wie wir sie aus anderen Medien kennen, und hat tatsächlich ein paar Early-Web-Prinzipien wiederentdeckt.

Dark Neill

Screenshot of Dark Neill

Es ist jetzt fast drei Jahre her, dass die aktuelle Inkarnation des hiesigen Designs – Codename „Neill“ (as in „Neill Blomkamp“) – hier einge­führt wurde. Seitdem ist Webdesign-technisch viel passiert: Devices werden gleichzeitig immer größer und kleiner, Browser und Betriebs­systeme unterstützen mit ihrem jeweiligen „Dark Mode“ mittlerweile unsere dunklen Seiten. Und das nicht nur für nativen Anwendungen, sondern auch für Websites.

Während ich dieser Tage in der glücklichen Lage bin, meine Brötchen weiterhin im Home Office zu verdienen, dachte ich mir, dass ich ja nicht nur anderer Leuts Websites und Apps konzipieren, gestalten und entwickeln könnte, sondern den Lockdown auch mal dazu nutzen könnte, meine eigenen Projekte und inbe­sondere diese Seite voran­zubringen. (Womit ich nicht alleine bin.)

Und so habe ich die letzten Abende damit verbracht, ein paar Optimierungen am hiesigen Theme vorzunehmen. Das Offenkundigste, wie diejenigen unter euch, die sich gerade auf dieser Website befinden und den Dark Mode in ihrem Betriebssystem/Browser aktiviert haben, bereits wissen: Es gibt hier nun auch ein dunkles Farbschema. D.h. je nach System­präferenz wird euch eay.cc nun hell oder dunkel angezeigt. Aus „Neill“ wird „Dark Neill“. Wenn ihr wollt.1

Darüber hinaus gibt’s viele kleinere Opti­mierungen, wie z.B. eine größere Skalierung der Website, wenn ihr sie auf größeren Displays besucht. Zudem habe ich noch weitere Anpassungen (not sure to call them features yet) für die nächsten Quarantäne­abende angedacht. Und vielleicht kommt hier und da sowieso noch was Neues. Warten wir ab und bleiben wir gesund!


An die anwesenden Techniker: Zwei Artikel, die äußert hilfreich bei der Um­setzung eures ersten Dark Mode sind, sind dieser Blogpost von Jeremy Keith und dieser Deep Dive zum Thema von Tom Steiner (mit dem großartigen Titel „Hello darkness, my old friend“). You’re welcome. 🌚

Update, 20.05.: Dark Neill – jetzt auch mit Dark Mode Toggle!

  1. Im nächsten Schritt werde ich noch einen Umschalter implementieren, mit dem sich eure System­präferenz auf Wunsch überschreiben lässt. []

1017 Jahre eay.cc

Heute ist nicht nur Palindromtag, sondern wahrscheinlich auch deswegen der Tag, an dem GitHub alle öffentlichen, aktiven Repos abspeichert und für die nächsten 1.000 Jahre in der Arktis sichert.

Als Autor dieser pop- und netzkulturell immens bedeutungsvollen Publikation ist es nicht nur meine Aufgabe, diesen essenziellen Content-Kanon fortzu­schreiben, sondern auch dafür zu sorgen, dass dieser auch nachfolgenden Generationen zugänglich gemacht wird. Daher habe ich mal die Gunst der Stunde genutzt und auf Basis des WordPress export to Markdown-Skripts von Will Boyd, eine Kopie der gesammelten Werke dieses Blogs angelegt. Alles in leicht zugänglichen Markdown-Dateien gespeichert, ausgestattet mit Front Matter voller Metadaten, damit sich die Posts einfach lesen oder durch künftige Generationen (oder durch mich) weiterverarbeiten lassen.

Ein Post wie bspw. die Kinostatistik 2019 sieht dann folgendermaßen aus:

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title: "Kinostatistik 2019"
date: "2019-12-31"
datetime: "2019-12-31 12:15:07"
id: "36083"
slug: "kinostatistik-2019"
url: "https://eay.cc/2019/kinostatistik-2019/"
author: "eay"
format: "post"
categories:
  - 0815
tags:
  - 2019
  - filme
  - filmindustrie
  - kino
  - kinostatistik
  - konsum
  - kosten
  - quantified-self
  - statistik
meta:
  - geo_latitude: "55.652412490167"
  - geo_longitude: "12.540413807503"
  - geo_public: "1"
  - yourls_shorturl: "http://eay.li/3c6"
  - content_copy: "https://twitter.com/eay/status/1212000692497461254"
  - content_copy: "https://eay.social/@eay/103402603466779713"
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Wie sich herausstellt, bleiben die Hobbies in dem Jahr, in dem man seinen Job kündigt und fast jede wache Minute in die Gründung der [eigenen Firma](https://hypercode.de/) steckt, schon mal auf der Strecke. Kein Wunder also...


Mit Eleventy, das ich schon immer mal ausprobieren wollte, habe ich anschließend verifiziert, dass die exportierten Posts sich mit aktuellen Static Site Generators verarbeiten lassen. Etwas, das vielleicht nicht nur in ferner, sondern auch naher Zukunft noch ganz praktisch sein könnte.

Das „Static Archive“ von eay.cc findet sich hier bei GitHub. Ich freue mich schon darauf, wenn Schulkinder in ein paar Jahrthunderten meine Blogposts interpretieren dürfen.

”Boing Boing is 20 (or 33) years old today“

Wow, Boing Boing, das Gruppen-Blog von und um Mark Frauenfelder, Cory Doctorow, David Pescovitz und Xeni Jardin ist gestern in seiner Inkarnation als Weblog 20 (!) Jahre alt geworden.

Da ich mir eine Zeit vor oder ohne Boing Boing gar nicht mehr vorstellen kann und das Treiben von Frauenfelder & Co. auch eine der Haupt­inspirationen für das mittlerweile 17 Jahre alte eay.cc bzw. eayz war, das zu Beginn übrigens auch als Gruppen-Blog startete, vermute ich, dass ich die Seite irgendwann als 15 oder 16 jähriger entdeckt haben muss.

Wow. Und Gratulation! 🎉

Automattic übernimmt Tumblr

Der Chronik der gescheiterten Social-Web-Akquisitionen durch Yahoo wurde in dieser Woche ein weiteres Kapitel hinzugefügt: Tumblr, die Blogging-Plattform, deren Single-Serving-Blogs wir hier seit Jahren abfeiern und die Yahoo 2013 für 1,1 Milliarden Dollar übernommen hat, wechselt den Besitzer – für weniger 3 Millionen Dollar (!). Neuer Besitzer ist Automattic, die Firma hinter WordPress. Automattic-Matt hat sich derweil in einem Blogpost und einem Interview ausführlich zu den Beweggründen geäußert.

Bei Tumblr selbst ist man verständlicherweise „[excited to join] a team that has a similar mission“. Tumblr-Founder David Karp freut sich, ebenso der ehemalige CTO und erste Tumblr-Entwickler Marco Arment.

Tumblr reiht sich damit in Riege der teuer von Yahoo erstandenen und später billig verkauften Services ein, wie del.icio.us, flickr und Upcoming ein, die im Web 2.0 einst wegweisend waren und dann von Yahoo bzw. später Verizon gekonnt an die Wand gefahren wurden.

Into the Personal-Website-Verse

If we would make the conscious decision to find better ways to connect our personal sites and to enable more social interaction again, and if we would then persistently work on this idea, then we could, bit by bit, influence the development of Web technologies into this direction. What we would end up with is not only a bunch of personal websites but a whole interconnected personal-website-verse.

Matthias hält ein lesenswertes Plädoyer für Personal Websites und Blogs, dem ich mich nur anschließen kann. (Und denjeningen von euch, die mit dem Web arbeiten, sei zudem Matthias‘ hervorragender Newsletter Prototyping.news, zu all things prototyping empfohlen.)

Why isn’t the internet more fun and weird?

Jarred Sumner ist im Begriff mit Codeblog.app eine Blogging-Plattform und Software zu starten, bei der sich neben Markdown-Text auch React-Code einbinden lässt, um das Netz so wieder „more fun and weird“ zu machen, wie es einst z.B. mit kunterbunten, selbst gestalteten, alles andere als leserlichen MySpace-Seiten der Fall.

During the internet of 2006, consumer products let anyone edit CSS. It was a beautiful mess. As the internet grew up, consumer products stopped trusting their users, and the internet lost its soul.

The internet added <canvas />, but the internet stopped being one.

Gute Idee, diesen DIY-Coding-Geist wieder aufzuleben lassen, und schönes Beispiel dieser Idee in dem verlinkten Blogpost. Sollte man alles auch jenseits von Jareds Codeblog wieder vielmehr tun.

Update, 04.02.: Sascha von PewPewPew ist dem Aufruf nach mehr Weirdness gleich gefolgt und hat sich im obigen, interaktiven Header verewigt1 und mir zukommen lassen. Gerne mehr davon!

  1. Was übrigens schon Ewigkeiten geht. []