Einträge von November 2009

Review: New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde

Anfang des Jahres kam der erste Teil der Twilight-Saga in die hiesigen Kinos. Damals schrieb ich, dass ich – als jemand, der weder für’s Fanstasy- , noch für’s Liebesfilm-Genre allzu viel übrig hat – positiv überrascht war. Und weiter sogar, dass der Film das, was er erreichen möchte, nämlich ein Coming-of-Age-Szenario mit einer Vampir-Romanze zu kreuzen, mit Bravour meistert. Davon konnte ich mich vorletzten Sonntag erneut überzeugen als ich von meinem Mädel und mit ihren Mädels das Twilight-Doube-Feature besucht habe. Ja, Twilight 1 ist zwar alles andere als ein Vampirfilm nach meinem Geschmack, aber das Universum, das hier aufgerissen wird, ist in sich stimmig und dann kann man auch schon mal von den äußerst angestaubten Werten, die hier vermittelt werden, absehen. Wie also schlägt sich das Sequel New Moon im Direktvergleich. Man & frau dürfen gespannt sein.

Die Handlung setzt mehr oder weniger unmittelbar nach Teil 1 ein: Bella und Edward sind ein ewig leidendes Paar irgendwo an der kanadischen Grenze. Wie es für Jungs und Vampire in seinem Alter normal ist, muss er sich zusammenreißen, nicht gleich über seine Freundin herzufallen bzw. – eher unüblich – sie sogar ganz auszusaugen. Seinem Vampirbruder Jasper fällt das jedoch nicht so leicht und schließlich greift er Bella tatsächlich an, als diese sich auf ihrer Geburtsfeier verletzt. Edward, der ein weiteres Mal die Gefahr von ihr abwenden kann, sieht sich gezwungen, die Beziehung zu beenden, da von ihm und seinesgleichen eine viel zu große Gefahr für Bella ausgeht. Gesagt, getan, schon verlässt die Vampirfamilie die Stadt. Bella trauert ihrer großen Liebe hinterher, muss jedoch alsbald bemerken, dass der oberkörperfreie Indianerjunge und Teilzeit-Werwolf Jacob ebenfalls ein Auge auf sie geworfen hat…

Und so suggeriert uns New Moon, dass sich Bella vielleicht irgendwann eventuell für Werwolf Jacob und gegen Vampir Edward entscheiden wird. Das ist natürlich völliger Bullshit, denn diese Möglichkeit besteht nämlich genau niemals und ohne eines der Bücher gelesen zu haben, verwette ich diese, meine Webseite darauf, dass es bis zum Ende der Saga maximal beim Turteln (mit Anfassen) bleibt und Bella und Edward sowieso in Stein gemeißelt sind. Dass Mädchen, jüngere und ältere Frauen diesem Herzschmerzheckmeck erliegen, kann ich mir in der Tat gut vorstellen. Dass New Moon ihnen allerdings unentwegt oberkörperfreie He-Men präsentiert, die zu allem Überfluss nur 16 Jahre alt sein sollen, konnte ich kaum glauben. Ich meine: was ist da schief gelaufen? Gut, die streng gläubige Autorin Stephenie Meyer hält nichts von dieser ganzen Sex-Sache (vor allem nicht vor der Ehe). Warum aber muss Kristen Stewart sich dann in jeder einzelnen Szenen lasziv, lustvoll und leidend ihre Lippen aufbeißen? Klar, sie will ihn (den Vampirpenis) oder es (die Vampirzähne) von Edward reingerammt bekommen, aber, Schätzchen, dass wird mindestens noch ein, zwei Filme auf sich warten lassen müssen.

Worauf ich hinaus will: In New Moon passiert nichts, haargenau gar nichts, was auch nur annähernd überraschend gewesen wäre. Die Handlung geht zwar – klar – weiter, voran kommt sie aber nicht. Denn während der erste Twilight sich zu Recht Zeit lässt, die Problematik ausführlich darzustellen, wird in New Moon der Stillstand propagiert und es werden lediglich irrelevante Handlungsstränge verfolgt, die, würden sie denn anders enden, absolut kontraproduktiv für das ganze Twilight-Universum wären. Spannung kam dadurch – zumindest bei mir – nicht auf.

Vielleicht sind das aber auch alles Fehler der Buchvorlage. Das kann ich nicht beurteilen. Von daher noch was filmspezifisches: die CGI-Werwölfe waren mitunter das schlechteste, was ich in den letzten Jahren auf diesem Gebiet gesehen habe. Zudem fand ich, dass Regisseurin Catherine Hardwicke jeder einzelnen Minute des ersten Teils mehr Flair, Tiefe und Ernsthaftigkeit einverleiben konnte, als es Chris Weitz in überhaupt irgendeiner Minute in Teil 2 gelingt. Schade. Aber ich setze noch auf Eclipse und Breaking Dawn. (Tu ich wirklich.)

EMDb – Rating: 1,5/5

Something, Something, Something, Dark Side

Als Blue Harvest, die Star Wars-Parodie von Family Guy, vor zwei Jahren erschien, war ich als alter Sternenkrieg- und Griffin-Fanboy natürlich hellauf begeistert. Glücklicherweise wurde alsbald bekannt, dass das nicht der letzte Ausflug ins Star Wars-Universum gewesen sein sollte und die Zeichen für eine Hommage an „The Empire strikes back“ ziemlich gut standen.

Nun, zwei Jahre später, ist es endlich soweit. Der Release des zweiten Family-Guy-Star-Wars-Specials steht unmittelbar bevor. Der Name „Something, Something, Something, Dark Side“, der Inhalt – wie erwartet – Episode V, welche übrigens meine absolute Lieblingsepisode ist. Am 22.12. soll’s in den USA soweit sein, in Europa erscheint die DVD am 27.1. und der Trailer lässt hoffen, dass es ähnlich gut wird wie beim ersten Mal.

A fantastic journey into a past – that looks like the future…


(YouTube Direktdarkside, via)

Kommerz-Gimmick: Sämtliche DVDs, Blu-Rays und Limited Editions lassen sich bereits bei Amazon.de vorbestellen.

Review-Rundumschlag #5

Ich muss1 mal wieder einige Reviews nachholen. Bevor ich mich aber mit dem ultimativen Weltuntergang in 2012 und der Vampir-Schmonzette New Moon beschäftige, erstmal zwei RomComs, die beide durch ein großes Figuren-Ensemble auffallen. Denn die Liebesirrwege von nur einem Männlein und einem Weiblein kennen wir bereits zu Genüge – und sei es von uns selbst. Zeit also, dass wir Filme mit gleich mehreren potentiellen Hormonopfern präsentiert bekommen.

Männerherzen

Da wäre zum einen die deutsche Produktion Männerherzen, die mittlerweile mit über zwei Millionen Zuschauern der zweiterfolgreichste deutsche Kinofilm 2009 ist.2 Für Regie und Buch ist Simon Verhoeven verantwortlich, den ich zugegebenermaßen gar nicht kenne, und auf der Gehaltsliste stehen wieder einmal die üblichen Verdächtigen wie Til Schweiger und Christian Ulmen, die – Überaschung, Überaschung! – wieder ihre Paraderollen mimen dürfen. Gute Voraussetzungen also, dass der Film alles andere als gut wird. Man ist da ja neuerdings vorsichtig. Aber zum Glück kommt alles anders: Die Geschichte von fünf Männern auf der Suche nach ihrem persönlichen Liebesglück hat gut gefallen. Zwar rühren die Gags wieder daher, dass wir es mit überzeichnetsten Karikaturen zu tun haben, aber – joa mei -, dass war ja zu erwarten. Schön aber, wie und warum sich die Wege der Fünf, die unterschiedlicher nicht sein könnten, immer wieder kreuzen. Auch wenn’s teilweise etwas zu bemüht lustig ist und gequält intelligent sein will. Nichtsdestrotrotz: der gekonnte Spagat zwischen Situationskomik und tragischen Schicksalen lassen Männerherzen zu einer der besseren deutschen Liebeskomödien werden.

EMDb – Rating: 3/5

All Inclusive

Und dann war da noch All Inclusive, der uns ebenfalls gleich mit mehreren Paaren und solchen die es sein oder wieder werden wollen konfrontiert. Das Problempärchen schleppt dabei die anderen Paare auf eine Karibikinsel – angeblich für einen gemeinsamen Urlaub, tatsächlich aber für eine gemeinsame Pärchentherapie. Und wie das halt so ist, haben einige Damen und Herren der Schöpfung so gar keine Lust, sich therapieren zu lassen und wollen lieber auf die benachbarte Party-Insel. Blabla. Und so weiter. – Die Story ist Mist, die Figuren sind allerhöchstens eindimensional und ihre Motive haben die Autoren wohl Glückskekssprüchen entliehen. Dass die paar guten Szenen bereits im Trailer verbraten wurden, ist Ehrensache. Und die zwei, drei Lacher, Kristen Bell oder Vince Vaughn retten da auch nicht über 113 Minuten. All Inclusive ist Mist, den kein vernunftbegabter Mensch braucht und für den sich ein jeder Beteiligte schämen muss. Ja, ich meine vor allem die bereits genannten beiden.

EMDb – Rating: 1/5

Am besten seht ihr euch aber einfach ein paar Mal Tatsächlich… Liebe an, der passt auch besser zur Jahreszeit. 😀

  1. Und möchte!
  2. Bisher zumindest, denn nächste Woche kommt ja noch Zweiohrküken, und der dürfte durch die Decke gehen…

„So cool wird das neue iPhone!“

Weil wir uns hier ja auch schon so einige Gedanken zum ominösen Apple-Tablet gemacht haben, möchte ich euch folgendes nicht vorenthalten: ein Artikel aus einem „German Kids Magazine“, der nicht nur besagtes Gerät abbildet, sondern das Kind auch gleich beim Namen nennt. Demnach soll es „iPad“ heißen – Allways und Carefree werden sich freuen. Und man weiß sogar noch weitere Details zum „Nachfolgemodell des iPhones“: es soll ein 10,7″ Display haben, dass sich „super für Games, Videos und HD-Filme“ eignet, im Januar vorgestellt werden und im Mai auf den Markt kommen. Nur warum das Ding zwei Home-Buttons hat, wird aus dem Artikel nicht ersichtlich.


(via)

The Beatles in the Year 3000

Hier eine kleine Mockumentary aus dem Jahr 3000 – über die Beatles. Darin versuchen Historiker die Wege der vier Pilzköpfe, namentlich John Lennon, Paul McKensey, Greg Hudgenson und Scotty Pippen, auf ihrem Weg zur besten Musik-Combo aller Zeiten nachzuzeichnen.

Sehr nice, aber ich frage mich, ob es seit dem Internet überhaupt noch möglich ist, dass die Generationen nach uns Probleme haben unser Leben und unsere Kultur nachzuvollziehen. Schließlich speichern wir alles für immer. Also sofern keine Emmerich’sche Weltuntergangsvision eintritt und alles dem Erdboden gleich macht, dürften es Geschichtsbuchautoren demnächst erheblich einfacher haben.


(YouTube Direktdoku, via)

Copycat-Alarm! „Popkulturblog. Seit 2009“

Ich weiß ja, Stanley, mein „one-column Kubrick“, ist ein tolles kleines WordPress-Theme.12 Deshalb werde ich’s an dem Tag, an dem ich mich hier davon abwende, auch zum freien Download raushauen. Bis dahin bleibt’s eayz exklusiv und, ja, auch urheberrechtlich geschützt.3

Wenn sich aber schon jemand dazu hinreißen lässt, mein Design zu klauen, sollte er doch wenigsten so klug sein, nach seinem Re-Design nicht hierher zu verlinken und hier zu kommentieren. Vor allem nicht, wenn man ein Vorher/Nachher-Bild bei sich gebloggt hat. Ist doch klar, dass ich mir die Blogs meiner Kommentatoren ansehe und mir sowas direkt und nicht besonders positiv auffällt.


Und dass man dann auch noch dreist Content und Untertitel klaut, rundet das Bild wohl ab… (Aber mach dir keinen Kopf, werter Dieb, ich heiß ja nicht Marion.)

  1. Ist ja auch von mir!
  2. Mmmhhhmmm, Eigenlob.
  3. Dass man sich natürlich inspirieren lassen darf, ist klar…