Einträge von Februar 2008 (41)

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Rambo, der Rentner

Das war er also: John Rambo, Rambo IV. Wie’s war? Gewaltverherrlichend (manche Kritiker würden es gar Gewaltpornographie nennen!), Story-technisch belanglos, kurz und schließlich doch noch irgendwie kriegskritisch. Zum Schluss kommt unser deutscher US-Indianer nach Hause – der Kreis schließt sich. Es gab kein blaues Licht, keine Hubschrauber, keine Rache und überhaupt wenige Momente, die ein Zitat würdig wären. Klar, das Ding hat gefetzt – trotz unserer mysteriösen, nicht weiter nachvollziehbaren Schnittfassung (s.g. Gewaltspitzen, die bereits aus sämtlichen Trailern bekannt waren, wurden rausgekürzt, aber Kinder durften auch in Deutschland erschossen werden). Dass der Showdown dann auch kein wirklicher war, ist nur die Spitze des 63 jährigen Eisbergs. Überhaupt: Wo war Rambo? Bei besagtem Un-Showdown stand er nur hinter einem MG und hat andere machen lassen. Nein, da lob ich mir sämtliche Vorgänger. Zwar schön, ihn nochmal gesehen zu haben und für Kinogänger ohne Erwartungen sicher auch ganz toll, aber ich bleib lieber in den 80ern. (Aber vielleicht macht Stallone ja mit Rambo 5 wieder alles gut…)

THIS HAS BEEN A SEXMAN REVIEW!

Mauvais Rôle


Wir bleiben bei der Schnittmenge von Film und Videospiel und zeigen euch einen Kurzfilm, der die Frage aller Fragen beantwortet: Was würde passieren, wenn ein Videospielcharakter wie Diablo plötzlich keinen Bock mehr hat, der immer fiese Fiesling zu sein? Ich möchte nicht zuviel verraten, aber der französische Kurzfilm Mauvais Rôle beantwortet genau das. Nur soviel: Ein Super Diablo Bros. wird’s wohl nicht. Jedenfalls eine wirklich nette Produktion. Ansehen und downloaden könnt ihr euch das Filmchen nach dem Klick. (mehr …)

Rambo 4 = Call of Duty 4

Interessant Auweia: Die Rambo-Vermarkter haben anscheinend etwas Panik bekommen, dass der Action-Opa bei der Jugend nicht mehr so zieht und bewerben den neuen Rambo daher als „a nasty, Call of Duty 4 style Shoot ‚em Up!“:

In was für einer Welt leben wir eigentlich, wenn der Name John Rambo weniger wert als irgendsoein der beste Shooter des letzten Jahres (und Meet the Spartans) ist? (via)

Terror-Prequel

Da hab ich alter Kriegstreiber mir gestern Charlie Wilson’s War angesehen: Schwiegermutters Liebling Tom Hanks ist Charlie Wilson, ein US-Politiker und Frauenheld, der gerne und viel Whiskey trinkt und quasi im Alleingang dafür sorgt, dass die Afghanen die Sowjet-Truppen aus Afghanistan vertreiben können. Dazu kommt eine Julia Roberts, die aussieht wie die fiese Cruella De Vill aus 101 Dalmatiner, und ein fantastischer Philip Seymour Hoffman, der einen mürrischen CIA-Agenten verkörpert. Schnell-Fazit (weil’s ja nicht immer so lang sein muss): Der Krieg des Charlie ist eine unterhaltsame Politbiographie, die man Freunden solcher Filme uneingeschränkt empfehlen kann.