Dies ist der 144. Blogpost in diesem Jahr und damit bereits am 12. Mai einer mehr als es 2025 im ganzen Jahr waren. (Ihr erinnert euch: Aus irgendeinem Grund versuche ich dieses Jahr täglich zu bloggen, was bis jetzt auch tatsächlich geklappt hat. 242 Tage to go. 😅)
#netzkultur (589)
What now-familiar domain names looked like before they were bought by big-time companies
Jason Kottke weist auf diesen schönen Bluesky-Thread von Annie Rauwerda hin, in dem sie berichtet, was vorher auf den Domains von jetzt bekannten Firmen passierte:
What now-familiar domain names looked like before they were bought by big-time companies, e.g. openai.com was „the personal homepage of a guy named glenn“, doordash.com was a porn site, threads.com sold spools of thread.
Ihr Resümee ist dann auch sehr treffend:
before the internet was a corporate hellscape it was built by ordinary people!
I bought Friendster for $30k – here’s what I’m doing with it
Das 2002 gestartete Friendster war eines der ersten Social Networks und das erste, das über eine Millionen Nutzer*innen hatte, was bis 2011 sogar bei 115 Millionen Usern peakte. Hier ein früher Einblick durch das Web Design Museum. 2015 war aber auch schon wieder Schluss während andere Netzwerke den Markt dominierten.
Web-Entrepreneur Mike Carson1, der, wie er selbst angibt, seine Frau auf OkCupid kennengelernt hat und damit die Gründung seiner Familie Online-Services verdankt, verleiht Friendster nun neues, wenn auch anderes Leben ein. So hat er sich friendster.com samt auslaufendem Friender-Trademark gekauft und eine kleine Social-Networking-App darauf gestartet, allerdings mit dem Clou, dass die Nutzer*innen sich zunächst offline connecten müssen. Was 2026 wahrlich keine schlechte Idee ist. (via Kottke)
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Welche Online-Dienste und Apps würdet ihr denn gerne wieder aus der Versenkung holen?
Bei mir wäre es ganz klar das klassische Gowalla (2007), eine frühe, spaßige Check-In-App, die dann von Meta Facebook gekauft wurde (und die seitdem meine Daten in Geiselhaft halten!), und Placescore (2014), ein spaßiges, ortsgebundenes Puzzle-Spiel mit Bestenlisten von Marcel & Team.
- Name (≠ Handle) auf X ist „mike@bitcoin“, was gleich zwei Red Flags sind, also bitte mit Vorsicht genießen. [↩]
I bought Friendster for $30k – here's what I'm doing with it
Friendster was the first social network. It has a long history, but the website friendster.com went dead in 2015 and the company officially shut down three years later in 2018. That’s where this story begins.
Bluesky Feed for beyond tellerrand
Ich bin gerade endlich wieder auf der beyond tellerrand, die in diesem Jahr 15 jähriges Bestehen feiert, nachdem ich das letzte Mal von 2016 bis 2018 hier war und eine Post-Corona-Wiederaufnahme in 2022 kurzfristig scheiterte.
Damals™ 2016-2018 stellte Twitter noch den dominanten digitalen Rückkanal dar, heute wird das verteilt auf Mastodon, Bluesky, Threads und Instagram. Während davon alle die Suche nach Hashtags wie #btconf ermöglichen, hat Bluesky bekanntlich noch ein cooleres Feature: Custom Feeds, also Timelines, die man nach Belieben algorithmisch zusammenstellen kann. Und nach dem FC-Köln-News-Feed habe ich das nun mit dem beyond tellerrand Bluesky-Feed gemacht, der den offiziellen Account, „beyond tellerrand“-Mentions und besagten Hashtag in einer Timeline vereint.
Überaus nett, wenn man auf der Konferenz sitzt (oder von anderswo zuschaut) und man sehen will, was andere so denken und umtreibt.
beyond tellerrand by @eay.social
The unofficial Bluesky timeline for beyond tellerrand: talks, side events, design, code, typography, creativity, and the web.
Own Your Web – Issue 18: Curators
Nach einer etwas längeren Pause ist der hier auch schon empfohlene Newsletter Own Your Web von Matthias Ott zurück mit einer Ausgabe über „Curators“. Denn das Kuratieren wird in Anbetracht des noch anwachsenden AI-Slops um uns herum noch wichtiger, wie Matthias schreibt:
So what becomes valuable, in a world like this? Not more content. We are drowning in content. What becomes valuable is someone you trust, saying: This is worth your time. Here’s why.
That’s curation. And it’s not new.
Und als jemand, der einen Großteil seines privaten Onlinelebens genau damit verbringt, wird es euch wenig verwundern, dass ich diese Ansicht teile. „Aber wieviel auf andere Inhalte zeigen, passiert hier eigentlich?“ habe ich mich im Zuge dessen gefragt und mal kurzerhand das Archiv analysiert. Und siehe da:
- Seitdem ich die Post-Typen hier eingeführt habe, sind 53,10 % aller Posts Link-Posts; insgesamt 1.227 (vor diesem).
- Aber auch schon davor wurde rege verlinkt, denn insgesamt 3.693 Posts der bisher 4.318, also insgesamt 85,53 %, verlinken auf externe Quellen.
- Dabei habe ich insgesamt 11.843 externe Links von 3.350 unterschiedlichen Domains verlinkt.
In a web full of noise, that act of caring – of curare – might be the most important signal any of us can send.
Exakt. Also freut euch auf viele weitere, handverlesene Links hier. 😌
Own Your Web – Issue 18: Curators
Hi All! 🤗 The Latin word curare means “to take care of.” It’s the root of curator – a person whose work is not to create, but to care. To select, to arrange,...
Launching XOXO Explore
Zwei Jahre nach dem Ende des XOXO Festivals, das von 2012 bis 2019 und 2024 „independent artists and creators from the internet“ zelebrierte, haben Andy & Andy zusammen mit Collin Joyce und Friends of the Web eine Website fertiggestellt, die das umfassende Archiv an herausragenden Talks zentral zugänglich macht. Das Stöbern darin lohnt sich; im hiesigen #xoxo-Tag finden sich auch ein paar Empfehlungen.
Update, 01.05.2026: Andy Baio hat in seinem Blog auch noch ein paar Worte zum XOXO-Archiv geschrieben.
Launching XOXO Explore · Blog · XOXO
We launched a complete archive of all eight years of the festival, along with a limited-edition merch collection to mark the occasion.
Dritter Versuch: Bundesregierung beschließt anlasslose Vorratsdatenspeicherung
Die Bundesregierung nimmt einen dritten Anlauf zur Vorratsdatenspeicherung. Internet-Zugangs-Anbieter sollen IP-Adressen aller Nutzer speichern – anlasslos und massenhaft. Internet-Dienste wie E-Mails und Messenger müssen auf Anordnung ebenfalls Daten speichern und herausgeben.
Das ist bereits das dritte Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung in Deutschland. Sowohl das erste Gesetz von 2007 als auch das zweite Gesetz von 2015 wurden von höchsten Gerichten gekippt.
Sieht aus als bekäme jedes Jahrzehnt seinen Versuch zur Vorratsdatenspeicherung. Was wohl dieses Mal passiert?
Dritter Versuch: Bundesregierung beschließt anlasslose Vorratsdatenspeicherung
Die Bundesregierung nimmt einen dritten Anlauf zur Vorratsdatenspeicherung. Internet-Zugangs-Anbieter sollen IP-Adressen aller Nutzer speichern - anlasslos und massenhaft. Internet-Dienste wie E-Mails und Messenger müssen auf Anordnung ebenfalls Daten speichern und herausgeben.
AnythingCounter – Real-Time Digital World Statistics with Sources
AnythingCounter converts published global data into live counters covering AI, cybercrime, e-waste, and more.
Live-Übersicht der gemachten Selfies, YouTube-Stunden, Anfragen an AI-Assistenten und hochgeladenen Spotify-Songs, die niemals jemand hören wird.
AnythingCounter – Real-Time Digital World Statistics with Sources
Watch the digital world happen live. AI hallucinations, deepfakes, e-waste, phishing emails, jobs lost to robots – every second, in real time.
Apple iOS 26.4 Emoji Changelog
Die neuen, mit iOS 26.4 dazugekommenen Emojis. Jaja, Big Foot und Orca, aber wie konnten wir bisher ohne die Fight Cloud bestehen?
New Apple Emojis For 2026 - Apple iOS 26.4 Emoji Changelog
Today, as part of the public release of iOS 26.4, Apple has introduced designs for 163 new emojis, including a distorted face with bulging eyes, ballet dancers, a Bigfoot-inspired cryptid, an orca, and a treasure chest. The update also includes a revision to the Puerto Rican flag emoji.
arschlochvermutung.de
Es gilt die Unschuldsvermutung. Das stimmt. Juristisch. Und das darf sich niemals ändern. Aber, mal ganz unjuristisch und von Mann zu Mann: Hören Sie auf, sich hinter diesem Satz zu verstecken!
Diese Seite weigert sich, das alles einfach hinzunehmen und mit der Unschuldsvermutung zu überdecken. Diese Seite teilt die Einschätzung der Juristin Christina Clemm1, die sagt: „Eine verletzte Person hat als verletzt zu gelten, so lange nicht bewiesen ist, dass sie gelogen hat.“
Bis zum Beweis des Gegenteils gelten wir alle als misogyne Arschlöcher, denen diese Website nahelegt, sich fortzubilden, zu reflektieren und sich an ihre grundlegende Menschlichkeit zu erinnern.
Ein Text und eine Webseite von Dirk von Gehlen und Heiko Bielinski2, ursprünglich zum Fall Till Lindemann veröffentlicht, aber wie man dieser Tage sieht, leider immer noch mehr als aktuell.
arschlochvermutung.de
Es gilt die Arschlochvermutung. Nach allem, was wir über Gewalt gegen Mädchen und Frauen wissen, ist dieses Zitat für viel mehr Männer richtig als Sie denken…