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Mudita Bell

Mudita Bell Produktfoto

Sehr schicker, gerade noch in Entwicklung befindlicher Wecker von Mudita, die zuletzt mit diesem ansehnlichen Dumb Phone die Runde gemacht haben. Der Wecker kommt mit einem E-Ink-Display, Sensoren für Temperatur und Luftqualität, Meditationstimer und eigens komponierten, netten Klingeltönen daher. Und für nachts gibt’s ein warmweißes Frontlicht.

Mein alles erleuchtender, verhasster Digitalwecker begleitet mich jetzt zwar schon seit der Schulzeit, aber wenn Bell rauskommt, wird es wohl Zeit für seine Rente. (via Dense Discovery #60)

Kinostatistik 2018

Bereits seit zwöf Jahren ist es hier Tradition, dass ich zum Jahresabschluss einen Blick auf mein vergangenes Kinojahr werfe und zusammenfasse, wie oft ich in den vergangen zwölf Monaten die hiesigen Lichtspielhäuser aufsuchte und wieviel mich das insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) kostete. So soll es auch in diesem Jahr sein – allerdings mit einer Neuerung, denn ich habe in diesem Jahr nicht nur Buch über alle Kinofilme, sondern gleich alle Filme, die ich 2018 gesehen habe, geführt. Unabhängig davon aus welcher Quelle sie stammten.

Doch zunächst zurück zum klassischen Kino: 2018 war für mich ein recht arbeitsreiches Jahr, bei dem ich Abends oftmals lieber auf die Couch als in den Kinosessel fiel. Daher komme ich auch nur auf 39 Kinobesuche in 2018, was tatsächlich zehn Filme weniger als letztes Jahr waren und genau so viele wie bei meinem All-Time-Low in 2015. Immerhin kein neues Tief. 😅 Während ich damit nur noch bei 0,75 Besuchen pro Woche liege, konnte der Otto­normal­bürger seine Kinobesuche von 1,47 auf 1,61 Kinobesuche pro Jahr (!) erhöhen. Guter, überraschender Trend.1

39 Kinobesuche kosteten mich insgesamt 444,16 Euro, was zwar rund 100 Euro weniger als im Vorjahr entspricht, damit aber auch auf den unverändert hohen Durchschnittspreis für Kinokarten verweist, der für mich bei 11,39 Euro pro Kinobesuch lag (Plus von 7 Cent im Vergleich zum Vorjahr). Wenn man das mit dem Jahr 2015 vergleicht, entspricht das bei der gleichen Anzahl von Kino­besuchen einem unglaublichen Preisanstieg von insgesamt 93,92 Euro bzw. 1,92 Euro pro Film in nur vier Jahren.

Mit 11 Kinobesuchen saß ich am häufigsten Mittwochs im Kino2, wobei – support your local cinema! – alleine 21 Besuche auf mein Stammkino in Kerpen entfielen3. 11 der 39 Filme wurden mehr schlecht als recht um eine dritte Dimension erweitert, was insgesamt 132,50 Euro für die 3D-Filme bedeutete bzw. 12,05 Euro pro 3D-Film. 3D ist und bleibt damit ein unnützer Preistreiber, wobei wir uns dieses Jahr auch mehrmals aktiv gegen die 3D-Fassung entschieden haben. Der teuerste Film war mit sensationellen, IMAX-bedingten 26,86 Euro »Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald« in der Cineworld in London, gefolgt von »Solo« für 15,75 Euro im Kölner Cinedom.

Wir leben weiterhin in der Marvel-Ära des Kinos, so dass es Genre-technisch keine Überraschungen im Vergleich zum letzten Jahr gab. Der längste Film war passenderweise mit 149 Minuten »Avengers: Infinity War«, der kürzeste mit 86 Minuten »Mega Time Squad«. Insgesamt saß ich damit 4.854 Minuten, also knapp 81 Stunden oder 3 ⅓ Tage, im Kinosessel. Not bad.

Streamingstatistik 2018

Da wir alle seit Jahren über die zunehmende Dominaz von Streaming-Anbietern wie Netflix und Amazon Prime und den Untergang des Kinos sprechen, dachte ich mir zu Beginn des Jahres, dass es fortan auch interessant wäre, diese Entwicklung anhand meiner persönlichen Mediennutzung zu beobachten. Seit­dem halte ich neben den Kinofilmen auch anderweitige Filmsichtungen nach.

Ergebnis des Ganzen: Ich habe mir 2018 insgesamt 70 Filme angesehen. Das Kino bleibt mit 39 Filmen und damit knapp 56 Prozent mein Filmmedium Nr. 1, gefolgt vom iTunes Store und Netflix, womit diese Streaming-Anbieter rund 35 Prozent ausmachen. (Überraschenderweise habe ich dieses Jahr keine Filme auf Amazon Prime gesehen, sondern nur Serien.) Fernsehen und Kauf-Blu-rays kommen mit 7 Filmen nur auf 10 Prozent meines Medienmixes. Die klassische Videothek ist damit tot, was mich, und wahrscheinlich nicht nur mich, angeht.

Ich gehe davon aus, dass sich obiges Kuchendiagramm in Zukunft noch weiter zugunsten der Streaming-Anbieter verschieben wird und diese irgendwann den Großteil meiner und unser aller Filmbedürfnisse abdecken werden – wenn dies bei vielen nicht eh schon geschehen ist. Das ist einerseits schade, weil der gemeinsame Kinobesuch eindeutig einen besonderen Reiz der Rezeption ausmacht, anderseits aber nur verständlich: Zum einem Bruch­teil der horrenden Preise4 bekommt man bei immer besser ausge­statteten Heimkinos eine ähnliche, viele würden sagen identische, Leistung.

Subscribe now to Disney+ to get the latest installment of the Marvel Cinematic Universe – »Avengers: Ultimate End Game« 😖

Nichtsdestotrotz: 3 ⅓ Tage Kino wollen 2019 getoppt werden! Mal sehen, ob das klappt oder ob meine Befürchtungen schon ab morgen wahr werden und wir unsere (interaktiven?) Streaming-Zimmer fortan kaum noch verlassen. Doch so oder so: Auf ein filmisch, wie sonstwie gutes 2019! 🤘🏻

  1. Vgl. Statistisches Jahrbuch 2018, Seite 662. []
  2. Genaue Verteilung: 1x Montags, 3x Dienstags, 11x Mittwochs, 4x Donnerstags, 2x Freitags, 9x Samstags, 9x Sonntags. []
  3. Genau Verteilung: 21x Euromax, Kerpen; 10x Residenz, Köln, 3x Cinedom, Köln; 2x Cineplex, Passau; 1x Cinenova, Köln; 1x Mathäser Filmpalast, München; 1x Cineworld, London. []
  4. So haben mich die 18 Ausleihfilme iTunes Store insgesamt nur 50,82 Euro bzw. 2,83 pro Film gekostet. []

monote, der neue Produkt-Bookmarking-Service

Nach sechs Monaten harter Arbeit hat mein Internet-Buddy Julian in der letzten Woche sein neues Projekt monote veröffentlicht, einen Service, der es u.a. über eine Chrome-Extension ermöglicht, Produkte aus verschiedenen Quellen zu speichern, um sie später wiederzufinden. Stellt euch eine Shop übergreifende Amazon-Wunschliste vor, bei der die Produkte zudem in thematische Collections gruppiert werden können (z.B. Books that inspired Elon Musk).

Das ganze wird nicht nur wunderbar minimalistisch präsentiert, sondern gestaltet sich auch als sehr nützlich und lädt zum Stöbern in den „Wants“ der anderen Nutzer ein (hier etwa mein monote-Profil).1 In seinem Vorstellungs­blogpost beschreibt Julian zudem die genaueren Hintergründe und zugrunde liegenden Ideen. Und ich bin schon gespannt, wie er das Projekt weiterentwickeln wird.

  1. Feature Request hierzu: Nutzern folgen können, um so einen Feed ihrer kürzlich hinzugefügten Produkte zu sehen. []

Kinostatistik 2017

Letzte Amtshandlung für dieses Jahr, ist wie immer meine alljährliche Kino­statistik! Auch im elften Jahr in Folge möchte ich den letzten Tag des Jahres nutzen, um nachzuhalten, wie oft es mich in den vergangenen 52 Wochen ins Kino zog und wieviel mich der Spaß insgesamt und durch­schnitt­lich (ohne Speisen und Getränke) kostete und ob der stetige Preisanstieg sich auch in diesem Jahr unaufhaltsam fortsetzte. Wollen wir mal gucken…

Nach dem Rückgang von 2014 konnte ich trotz Arbeit- und Freizeitstress auch 2017 wieder etwas mehr ins Kino gehen und komme dieses Jahr auf 49 Kinobesuche. Der Durchschnittsdeutsche geht 1,47 mal pro Jahr (!) ins Kino1, ich brauche dazu mit 0,9 Besuchen pro Woche rund anderthalb Wochen. Wie bereits in den letzten zehn Jahren konnte erneut mein Stammkino in Kerpen mit 18 Besuchen am meisten davon profitieren (Support your local cinema!). Erstmals belegte aber nicht das Kölner Mulitplex Cinedom den zweiten Platz, sondern das Luxuskino Residenz, das mittlerweile das Fantasy Filmfest beherbergt und mich allein dadurch schon 11 mal zu sich holen konnte.2

Von den 49 Filmen sah ich einen als kostenlose Preview, weshalb nur 48 Kinobesuche zu Buche schlagen. Aber, auweia, das hat mich insgesamt 543,25 Euro gekostet, was 11,32 Euro pro Kinobesuch bedeutet. Das bedeutet ein Plus von 1,87 Euro, womit nicht nur erstmals die magische Grenze von 10 Euro pro Kinobesuch durchbrochen, sondern gleich noch einer drauf gesetzt wurde. Damit gleichen die Gesamtkosten mit nur fünf Cent Unterschied denen von 2013, wo ich aber für dasselbe Geld sage und schreibe 19 Filme mehr (!) gesehen habe. 😳

Teuerster Kinobesuch war mit 20 Euro »Blade Runner 2049« in besagtem Luxuskino, gefolgt von »Wonder Woman« (15,50 Euro, Cinedom) und »Star Wars: The Last Jedi« (14,85 Euro, Euromax). 36 der 49 Kinobesuche haben zehn Euro oder mehr gekostet, dabei war meine Wochenverteilung recht ausgeglichen – abermals war Dienstag Kinotag.3 Im Vergleich zu den letzten drei Jahren musste ich 2017 zwei mal mehr die 3D-Brille aufsetzen, was mit 185,50 Euro für 14 3D-Filme 34 Prozent der Gesamtkosten ausmachte. Der Durchschnittspreis lag damit bei 13,25 Euro pro 3D-Film, was immerhin 73 Cent weniger als im letzten Jahr sind. Der Übeltäter für den Preisanstieg ist also woanders zu suchen.

Genre-technisch war auch 2017 wieder ein Action- und Adventure-dominiertes Filmjahr für mich.4 Auch der SciFi-Hype der letzten Jahre scheint ungebrochen und als regelmäßiger Besucher des/der Fantasy Filmfest (White/Nights) war für mich wieder sehr viel fantastischer Stoff drin.

Zurück zum Übeltäter: Die 11 Filme des Fantasy Filmfests waren mit 12 bzw. 13 Euro sicherlich sehr teuer, den Hauptverursacher für die derart explodierten Kosten sehe ich aber im verstärkten Aufkommen von Buchungsgebühren, die ich im letzten Jahr schon angesprochen habe:

Im Kölner Raum lassen sich seit diesem Jahr fast alle Kartenkäufe online, meist von Kinoheld.de abgewickelt, tätigen. Dafür wird bei frühzeitiger Auslastung und ohne Kassenpersonal absurderweise meist ein Aufschlag von 50 Cent pro Karte berechnet. Das treibt die eh schon übertriebenen Ticketpreise noch weiter in die Höhe und verstärkt den (elitären) Eventcharakter eines Kinobesuchs immer mehr.

Die Situation hat sich dahingehend nochmal verschärft, dass nicht mehr ein Aufpreis von 50 Cent pro Karte aufgeschlagen wird, sondern einen Aufpreis von 10 Prozent (!). So kostet eine 10-Euro-Karte direkt einen Euro mehr, usw.


(Screenshot vom über Kinoheld abgewickelten Bestellvorgang beim Euromax)

Eine Entwicklung, die in keinem Fall zu begrüßen ist und auch verwundert: Wo frühzeitige Auslastung und Automatisierung doch eigentlich Kosten einsparen sollte (in diesem Fall leider beim ortsansässigen Kinopersonal), werden die Kosten zur Nutzung des Kinoheld-Services offensichtlich direkt an die Kunden weitergegeben. An sich ist die Online-Bestellung eine super Sache und wird von meiner Frau und mir auch rege genutzt, da wir selten Zeit haben, reservierte Karten rechtzeitig abzuholen. Dennoch ist es eine Schande, dass der sich sowieso seit Jahren abzeichnende Trend der steigenden Kosten für einen Kinobesuch dadurch nochmal so deutlich und so schnell verstärkt.

Nichtsdestotrotz: Ich möchte die 5.786 Minuten, also 96,4 Stunden bzw. 4 Tage, im Kinosessel nicht missen (der teuerste Film war übrigens mit 2h 44min auch der längste: »Blade Runner 2049«, Durchschnittslänge lag bei 118 Minuten pro Film) und hoffe, dass sich das auch im neuen Jahr halten oder gar steigern lässt. Auf ein filmisch, wie sonstwie gutes 2018!

  1. Vgl. Statistisches Jahrbuch 2017, S. 658 []
  2. Genaue Verteilung: 18x Euromax, Kerpen; 12x Residenz, Köln; 10x Cinedom, Köln; 3x Filmpalast, Köln; 2x Cinenova, Köln; 1x Odeon, Köln; 1x Cineplex, Passau; 1x Bioscoop Kok CinemaxX, Harderwijk; 1x UCI, Hürth []
  3. Genaue Verteiung: 11x Dienstag, 10x Samstag, 8x Donnerstag, 8x Sonntag, 7x Mittwoch, 4x Freitag, 1x Montag []
  4. Die Genrezuordnung der Filme fand wie immer anhand der Top-Genres der IMDb statt. []

Eintrag 768 zur DVD- und Blu-ray-Liste hinzugefügt. Außerdem eine Stellplatzspalte ergänzt, weil das Auffinden doch immer schwieriger wird.