#konsum

Ich habe die letzten zwei Tage an einem 2020 13″ MacBook Pro gearbeitet und muss sagen, dass das vom Formfaktor und Feeling her mein neuer Lieblings­mac ist. Erinnert mich sehr an mein erstes 12″ iBook G4 von 2005 (ja, kurz vor dem Intel-Switch – alles wiederholt sich). So klein, so gut und selbst die Touch Bar ist hier sinnvoll, weil (gefühlt) näher, zumindest am Geschehen. Für meinen Arbeitseinsatz leider nicht mächtig genug, aber wer ohne Benchmark­fetischismus ein kleines, gutes MacBook sucht, kann hier getrost zugreifen.

Kinostatistik 2019

Wie sich herausstellt, bleiben die Hobbies in dem Jahr, in dem man seinen Job kündigt und fast jede wache Minute in die Gründung der eigenen Firma steckt, schon mal auf der Strecke. Kein Wunder also, dass das dreizehnte Jahr meiner Kinostatistik leider das ernüchterndste und All-Time Low war, was meine Aufenthalte in den hiesigen Lichtspielhäusern anging.

Kinostatistik 2019 – Besuche

So kam ich in 2019 auf nur 27 Kinobesuche – 12 Filme weniger als 2018, was zusammen mit 2015 bisher mein All-Time Low war. Ich liege damit bei nur noch 0,52 Kinobesuchen pro Woche, war also jede zweite Woche im Kino. Der Durch­schnitts­deutsche kommt derweil, wie schon im letzten Jahr ermittelt, weiterhin auf 1,61 Kinobesuche pro Jahr (!).1

Kinostatistik 2019 – Gesamtkosten

Die 27 Kinobesuche kosteten mich ohne Speisen und Getränke ingesamt 256,52 Euro, fast 190 Euro weniger als im Vorjahr. Ein Mal war ich kostenlos im Kino (»Long Shot«), so dass sich für 26 kosten­pflichtige Filme ein Durch­schnitts­preis von 9,86 Euro pro Kinobesuch (1,53 Euro weniger als im letzten Jahr).

Kinostatistik 2019 – Durchschnittskosten

Fast ein Viertel der Filme wurde in 3D gezeigt. Konkret bedeutete dies 74,80 Euro für sechs 3D-Filme bzw. einen Durchschnitt von 12,47 Euro pro 3D-Film, was 42 Cent teurer ist, als noch im letzten Jahr. Von einem Preissturz kann also keinesfalls die Rede sein, auch wenn der Durchschnittspreis dieses Jahr mal etwas gesunken ist.

Insgesamt saß ich 3.278 Minuten im Kinosessel, was 54,64 Stunden oder einer Filmlänge von 121 Minuten im Durchschnitt entspricht. Am häufigsten war ich Mittwochs im Kino2, mein Kino der Wahl war dabei – ihr wisst schon: Support your local cinema! – einmal mehr mein Stammkino in Kerpen, wobei das nicht schwer ist, suchte ich dieses Jahr auch nur drei unterschiedliche Lichtspielhäuser auf.3 Da muss 2020 wieder mehr Vielfalt her!

Kinostatistik 2019 – Genres

Genre-technisch dominieren weiterhin Action und Adventure, wie auch schon in den Vorjahren. Die Folgeplätze wurden nur leicht durchgeshufflet.

Streamingstatistik 2019

Im letzten Jahr habe ich die Kinostatistik erstmals um die „Streamingstatistik“ ergänzt, weil die filmische Bedeutsamkeit von Netflix, Prime & Co. nicht mehr missachtet werden kann. Insbesondere wo immer mehr hochkarätige Exklusiv­produktionen (»The Irishman«) nur mit – wenn überhaupt – Minimal­spielzeiten ins Kino und dann fast direkt zu den Streaming-Plattformen kommen. Auch dürften Apple und Disney, die 2019 mit ihren Plus-Diensten auf den Markt gekommen sind, die Streamingspirale weiter anfeuern.

Kinostatistik 2019 – Verteilung

Und auch ich habe mich Abends nach langen Arbeitstagen allzu oft auch für Netflix und gegen das Aufsuchen des Lichtspielhauses entschieden. Jedoch wie oben zu sehen deutlich häufiger für Serien anstelle von Filmen. Denn von den 48 Filmen, die ich 2019 gesehen habe, habe ich tatsächlich nur zwei über meine Streaming-Abos gesehen, davon nur einen über Netflix.

Aber die knapp 55 Stunden Kino stehen 272 Stunden Serienschauen gegen­über. Und das fast ausschließlich über Streaming-Dienste und Mediatheken. D.h. 2019 wurden nur knapp 17 Prozent meiner audiovisuellen Mediennutzung vom Kino bestimmt. Und auch 2017 (23 Prozent) und 2018 (19 Prozent) zeigen bereits genau diesen Trend auf. Mit anderen Worten: TV-Serien haben das Kino gekillt – sicherlich nicht nur was mein Rezeptions­verhalten angeht.

Es bleibt spannend, wie sich die ganze Filmindustrie dahingehend weiter­entwickeln wird. Hoffen wir, dass ich sie im nächsten Jahr(zehnt) wieder etwas mehr befeuern kann als zuletzt. In diesem Sinne wie immer: Auf ein filmisch, wie sonstwie gutes 2020! ✌🏻

  1. Vgl. Statistisches Jahrbuch 2019, S. 666. 🤘🏻 []
  2. Genaue Verteilung: 9x Mittwochs, 4x Donnerstags, 4x Sonntags, 3x Dienstags, 3x Samstags, 2x Montags, 2x Sonntags. []
  3. Genaue Verteilung: 22x Euromax, Kerpen; 4x Cinedom, Köln; 1x Residenz, Köln []

Apple Arcade-Resümee nach zwei Monaten: Ich bezahle fünf Euro/Monat dafür, interessante Spiele herunterzuladen und in einen Ordner namens “Arcade” zu verschieben. In der Hoffnung irgendwann mal Zeit zu finden, da rein zu gucken. (Finde ich nicht.)

Mudita Bell

Mudita Bell Produktfoto

Sehr schicker, gerade noch in Entwicklung befindlicher Wecker von Mudita, die zuletzt mit diesem ansehnlichen Dumb Phone die Runde gemacht haben. Der Wecker kommt mit einem E-Ink-Display, Sensoren für Temperatur und Luftqualität, Meditationstimer und eigens komponierten, netten Klingeltönen daher. Und für nachts gibt’s ein warmweißes Frontlicht.

Mein alles erleuchtender, verhasster Digitalwecker begleitet mich jetzt zwar schon seit der Schulzeit, aber wenn Bell rauskommt, wird es wohl Zeit für seine Rente. (via Dense Discovery #60)