#konsum

Kinostatistik 2017

Letzte Amtshandlung für dieses Jahr, ist wie immer meine alljährliche Kino­statistik! Auch im elften Jahr in Folge möchte ich den letzten Tag des Jahres nutzen, um nachzuhalten, wie oft es mich in den vergangenen 52 Wochen ins Kino zog und wieviel mich der Spaß insgesamt und durch­schnitt­lich (ohne Speisen und Getränke) kostete und ob der stetige Preisanstieg sich auch in diesem Jahr unaufhaltsam fortsetzte. Wollen wir mal gucken…

Nach dem Rückgang von 2014 konnte ich trotz Arbeit- und Freizeitstress auch 2017 wieder etwas mehr ins Kino gehen und komme dieses Jahr auf 49 Kinobesuche. Der Durchschnittsdeutsche geht 1,47 mal pro Jahr (!) ins Kino1, ich brauche dazu mit 0,9 Besuchen pro Woche rund anderthalb Wochen. Wie bereits in den letzten zehn Jahren konnte erneut mein Stammkino in Kerpen mit 18 Besuchen am meisten davon profitieren (Support your local cinema!). Erstmals belegte aber nicht das Kölner Mulitplex Cinedom den zweiten Platz, sondern das Luxuskino Residenz, das mittlerweile das Fantasy Filmfest beherbergt und mich allein dadurch schon 11 mal zu sich holen konnte.2

Von den 49 Filmen sah ich einen als kostenlose Preview, weshalb nur 48 Kinobesuche zu Buche schlagen. Aber, auweia, das hat mich insgesamt 543,25 Euro gekostet, was 11,32 Euro pro Kinobesuch bedeutet. Das bedeutet ein Plus von 1,87 Euro, womit nicht nur erstmals die magische Grenze von 10 Euro pro Kinobesuch durchbrochen, sondern gleich noch einer drauf gesetzt wurde. Damit gleichen die Gesamtkosten mit nur fünf Cent Unterschied denen von 2013, wo ich aber für dasselbe Geld sage und schreibe 19 Filme mehr (!) gesehen habe. 😳

Teuerster Kinobesuch war mit 20 Euro »Blade Runner 2049« in besagtem Luxuskino, gefolgt von »Wonder Woman« (15,50 Euro, Cinedom) und »Star Wars: The Last Jedi« (14,85 Euro, Euromax). 36 der 49 Kinobesuche haben zehn Euro oder mehr gekostet, dabei war meine Wochenverteilung recht ausgeglichen – abermals war Dienstag Kinotag.3 Im Vergleich zu den letzten drei Jahren musste ich 2017 zwei mal mehr die 3D-Brille aufsetzen, was mit 185,50 Euro für 14 3D-Filme 34 Prozent der Gesamtkosten ausmachte. Der Durchschnittspreis lag damit bei 13,25 Euro pro 3D-Film, was immerhin 73 Cent weniger als im letzten Jahr sind. Der Übeltäter für den Preisanstieg ist also woanders zu suchen.

Genre-technisch war auch 2017 wieder ein Action- und Adventure-dominiertes Filmjahr für mich.4 Auch der SciFi-Hype der letzten Jahre scheint ungebrochen und als regelmäßiger Besucher des/der Fantasy Filmfest (White/Nights) war für mich wieder sehr viel fantastischer Stoff drin.

Zurück zum Übeltäter: Die 11 Filme des Fantasy Filmfests waren mit 12 bzw. 13 Euro sicherlich sehr teuer, den Hauptverursacher für die derart explodierten Kosten sehe ich aber im verstärkten Aufkommen von Buchungsgebühren, die ich im letzten Jahr schon angesprochen habe:

Im Kölner Raum lassen sich seit diesem Jahr fast alle Kartenkäufe online, meist von Kinoheld.de abgewickelt, tätigen. Dafür wird bei frühzeitiger Auslastung und ohne Kassenpersonal absurderweise meist ein Aufschlag von 50 Cent pro Karte berechnet. Das treibt die eh schon übertriebenen Ticketpreise noch weiter in die Höhe und verstärkt den (elitären) Eventcharakter eines Kinobesuchs immer mehr.

Die Situation hat sich dahingehend nochmal verschärft, dass nicht mehr ein Aufpreis von 50 Cent pro Karte aufgeschlagen wird, sondern einen Aufpreis von 10 Prozent (!). So kostet eine 10-Euro-Karte direkt einen Euro mehr, usw.


(Screenshot vom über Kinoheld abgewickelten Bestellvorgang beim Euromax)

Eine Entwicklung, die in keinem Fall zu begrüßen ist und auch verwundert: Wo frühzeitige Auslastung und Automatisierung doch eigentlich Kosten einsparen sollte (in diesem Fall leider beim ortsansässigen Kinopersonal), werden die Kosten zur Nutzung des Kinoheld-Services offensichtlich direkt an die Kunden weitergegeben. An sich ist die Online-Bestellung eine super Sache und wird von meiner Frau und mir auch rege genutzt, da wir selten Zeit haben, reservierte Karten rechtzeitig abzuholen. Dennoch ist es eine Schande, dass der sich sowieso seit Jahren abzeichnende Trend der steigenden Kosten für einen Kinobesuch dadurch nochmal so deutlich und so schnell verstärkt.

Nichtsdestotrotz: Ich möchte die 5.786 Minuten, also 96,4 Stunden bzw. 4 Tage, im Kinosessel nicht missen (der teuerste Film war übrigens mit 2h 44min auch der längste: »Blade Runner 2049«, Durchschnittslänge lag bei 118 Minuten pro Film) und hoffe, dass sich das auch im neuen Jahr halten oder gar steigern lässt. Auf ein filmisch, wie sonstwie gutes 2018!

  1. Vgl. Statistisches Jahrbuch 2017, S. 658
  2. Genaue Verteilung: 18x Euromax, Kerpen; 12x Residenz, Köln; 10x Cinedom, Köln; 3x Filmpalast, Köln; 2x Cinenova, Köln; 1x Odeon, Köln; 1x Cineplex, Passau; 1x Bioscoop Kok CinemaxX, Harderwijk; 1x UCI, Hürth
  3. Genaue Verteiung: 11x Dienstag, 10x Samstag, 8x Donnerstag, 8x Sonntag, 7x Mittwoch, 4x Freitag, 1x Montag
  4. Die Genrezuordnung der Filme fand wie immer anhand der Top-Genres der IMDb statt.

MacRumors Roundup zum iPhone 8 und iPhone X

Der wahrscheinlich größte Leak in der Historie von Apple. Wenn das alles so kommt und preislich nicht total aus dem Ruder läuft, hätte ich gerne einmal das iPhone X, bitte.

Apple has a major „iPhone X“ redesign planned for 2017, with a glass body and edge-to-edge OLED display that does away with the Home button and perhaps replaces Touch ID with a new facial recognition system. The iPhone X will be sold alongside upgraded (but more traditional) 4.7-inch iPhone 8 and 5.5-inch iPhone 8 Plus models.

AirPods – Fazit nach drei Wochen

Seit mittlerweile drei Wochen laufe ich mit AirPods durch die Straßen Kölns – und werde on- wie offline angehalten und gefragt, was die Dinger denn so taugen. Zeit für ein kurzes Fazit im allseits beliebten Listicle-Format.

  • Die Soundqualität ist gut. Aber sind es die besten kabellosen Kopfhörer? Nein, ich würde sie eher mit Apples kabelgebundenen Standard-EarPods vergleichen, aber das reicht mir vollkommen.
  • Die Aufnahmequalität des Mikrofons ist gut, habe ich mir von meinen Telefongesprächspartnern versichern lassen, aber es nimmt etwas an Hintergrundgeräuschen auf.
  • Die Akkulaufzeit von bis zu fünf Stunden ist für meinen Tagesrythmus (2 x 30 Minuten pendeln, dann etwas im Büro hören, unterbrochen durch eine Ladeeinheit in der Mittagspause) absolut ausreichend. Dass die AirPods nach 15 Minuten im Case wieder für drei Stunden aufgeladen sind, stimmt und hat dafür gesorgt, das ich in den drei Wochen noch nie leere AirPods hatte.
  • Das Case ist großartig – als Auflade-, sowie als Aufbewahrungsbox. Erinnert mit seinem weißen Plastik etwas an das Apple der frühen 2000er, was ich aber sehr begrüße. Das Pairing mit dem iPhone läuft anscheinend über NFC und ist kinderleicht: ans iPhone halten und aufklappen.
  • Meine AirPods sind mit einem iPhone, einem iPad, einer Apple Watch und einem Mac verbunden. Meistens funktioniert das Verbinden von allein, wenn nicht, weil z.B. mehrere Devices in der Nähe sind, dauert das „manuelle“ verbinden ca. 5 Sekunden.
  • Die Steuerung der AirPods erfolgt über Doppeltippen auf die Kopfhörer. Das funktioniert erstaunlich gut, aber es können nur eine bzw. ab iOS 11 zwei Aktionen damit gesteuert werden. So habe ich mir in der iOS 11 Beta etwa Start/Pause auf’s rechte Ohr gelegt, Siri auf’s linke.
  • Siri funktioniert wie Siri halt so funktioniert. Meine Standardtasks, die ich auch täglich im Auto benutze (Nachrichten diktieren, telefonieren, Musik abspielen), funktionieren auch auf den AirPods wie gewohnt.
  • Optisch sieht man zugegebenermaßen etwas Panne aus, aber das ist das Los des Early Adaptors.

Würde ich mir die AirPods wieder kaufen? Definitiv. Kabelgebunden durch’s Leben zu laufen erscheint mir mehr und mehr eine bizarre Anekdote aus der grauen Vorzeit zu sein.