Beste Leinwand-Lara ever. Gute Origin-Story, die nach einem grandiosen Auftakt allerdings zunehmend an Witz verliert. Der Bechdel-Test wird nicht bestanden, aber die tolle Alicia Vikander spielt dennoch eine starke, gleichberechtigte Frauenfigur.
#filme (822)
The Pigeon Movie Database

Ein Blog, in dem das Vorkommen von Tauben in Film und Fernsehen analysiert wird. Weil… das Internet sowas vorher scheinbar noch nicht hatte. (via Coudal)
Oscar-Prognose 2018
Heute Abend werden im Dolby Theatre in Hollywood zum 90. Mal die Academy Awards verliehen. Wie schon bei den letzten neunzig sieben Malen darf dazu natürlich nicht meine traditionsreiche Oscar-Prognose fehlen. Mit dem unsäglichen, aber 13-fach nominierten »The Shape of Water« und dem für mich überragenden »Three Billboards outside Ebbing, Missouri« war die Qualitätsspanne in diesem Jahr ungewohnt groß. Letzterer ist natürlich auch mein unumstößlicher Best Picture-Pick, »The Shape of Water«, so hoffe ich, der Verlierer des Abends. Hier also meine Tipps:
Best Picture: Three Billboards outside Ebbing, Missouri ✘ The Shape of Water
Best Directing: Christopher Nolan – Dunkirk ✘ Guillermo del Toro – The Shape of Water
Best Actor: Gary Oldman – Darkest Hour ✔
Best Actress: Frances McDormand – Three Billboards outside Ebbing, Missouri ✔
Best Supporting Actor: Sam Rockwell – Three Billboards outside Ebbing, Missouri ✔
Best Supporting Actress: Laurie Metcalf – Lady Bird ✘ Allison Janney – I, Tonya
Best Original Screenplay: Three Billboards outside Ebbing, Missouri ✘ Get Out
Best Adapted Screenplay: Call Me by Your Name ✔
Best Animated Feature Film: Coco ✔
Best Foreign Language Film: The Square ✘ A Fantastic Woman
Best Documentary Feature: Faces Places ✘ Icarus
Best Documentary Short: Heroin(e) ✘ Heaven Is a Traffic Jam on the 405
Best Short Film: DeKalb Elementary ✘ The Silent Child
Best Animated Short Film: Dear Basketball ✔
Best Original Score: The Shape of Water ✔
Best Original Song: „This Is Me“ aus The Greatest Showman ✘
„Remember Me“ aus Coco
Best Sound Editing: Dunkirk ✔
Best Sound Mixing: Dunkirk ✔
Best Production Design: The Shape of Water ✔
Best Cinematography: Blade Runner 2049 ✔
Best Makeup and Hairstyling: Darkest Hour ✔
Best Costume Design: Phantom Thread ✔
Best Film Editing: Dunkirk ✔
Best Visual Effects: Blade Runner 2049 ✔
= 4x Three Billboards outside Ebbing, Missouri, 4x Dunkirk, 2x Darkest Hour, 2x Blade Runner 2049, 2x Shape of Water
= 4x The Shape of Water, 3x Dunkirk, 2x Three Billboards outside Ebbing, Missouri, 2x Darkest Hour, 2x Blade Runner 2049, 2x Coco
| Jahr | richtige Tipps | Quote |
| 2010 | 10/151 | 66,7% |
| 2011 | 10/24 | 41,7% |
| 2012 | 12/24 | 50% |
| 2013 | 15/24 | 62,5% |
| 2014 | 19/24 | 79,2% – Highscore! |
| 2015 | 16/24 | 66,7% |
| 2016 | 16/24 | 66,7% |
| 2017 | 14/24 | 58,3% |
| 2018 | 15/24 | 62,5% |
Mal sehen, ob ich meinen Abwärtstrend der letzten Jahre dieses mal stoppen kann. Morgen früh wissen wir mehr.2
Update, 8:30 Uhr: Buh! Der Großteil der Academy hat seine Screener offensichtlich nicht gesichtet und ist dem unverständlichen Hype um »The Shape of Water« erlegen, der als Gewinner des Abends gilt. Ansonsten schön, dass Jordan Peele für »Get Out« ausgezeichnet wurde, aber sehr schade für Martin McDonagh (»Three Billboards«). Neben meinen opinionated picks haben mich die Dokumentarfilme und der Original Song wieder einen besseren Platz gekostet, aber mit 15 von 24 richtigen Tipps war ich immerhin um einen Tipp besser als im letzten Jahr.
- Fragt mich nicht warum, aber aus irgendeinem Grund haben wir in unserem ersten Jahr nicht alle Kategorien getippt. [↩]
- Im Gegensatz zu früher schlage ich mir heutzutage nicht mehr die Nacht um die Ohren, sondern sehe mir ausgeschlafen am Frühstückstisch irgendeine Zusammenfassung auf YouTube an. Gelobt sei das Internet! [↩]
The Shape of Water (2017)
Das für 13 (!) Oscars nominierte Fantasy-Märchen von Guillermo del Toro, in dem sich die Putzfrau einer geheimen 60er-Jahre-Forschungsstation in einen dort gefangenen Fischmann verliebt. Sicherlich das, worauf del Toros Karriere stets hinauslief, aber: What the fuck is wrong with you people?
Wir haben hier hauchdünne Figuren, die in ihrer Einfachheit kaum zu unterbieten sind1, einfallslos besetzt wurden2, alibihaft divers konstruiert sind3 oder zutiefst unglaubwürdig agieren4. Eine Romanze die das Wort nicht verdient, wirkt sie doch so als hätte sie ein pubertierender Junge erdacht.5 Und schließlich einen Konflikt zwischen Geheimdiensten, der für die Handlung vollkommen irrelevant ist.
Um für mehr als ein Dutzend Academy Awards nominiert zu werden, reicht es zudem anscheinend aus, seinen Film mit einer Vielzahl von unnötigen, weil absolut unbedeutsamen Referenzen auf’s Kino und Classical Hollywood zu spicken. Eine Prise Gesellschaftskritik und fertig ist der Best Picture-Nominee. Ich kann das alles beim besten Willen nicht verstehen. Ja, der Film ist solide gemacht, das war’s dann aber auch.
- TIL: Frauen, die in der Badewanne masturbieren, sind offen für speziesübergreifende Liebschaften mit Wasserlebewesen. [↩]
- Michael Shannon, der einzige Hoffnungsschimmer in dieser grotesken Horror-Hommage, darf 1:1 seine Paraderolle aus »Boardwalk Empire« aufleben lassen – ein Hoch auf die einfallsreiche Casting-Agentin! [↩]
- Der schwule Nachbar, der sich nach Zurückweisung durch einen heterosexuellen Mann gezwungen sieht, seine zuvor getroffene, kategorisch ausgeschlossene Entscheidung keine Straftat zu begehen, zu revidieren. [↩]
- Der Wissenschaftler, der seiner Staatszugehörigkeit trotzt und eine folgenschwere Entscheidung für die Wissenschaft trifft, opfert im Moment des Sieges doch alles. [↩]
- Eier. Das Geheimnis sind Eier. [↩]
Get Out (2017)
Guter, kleiner „Social Thriller“ von Jordan Peele, der gekonnt den Alltagsrassismus, dem sich Schwarze in den USA ausgesetzt sehen, aufzeigt und auf die Spitze treibt, indem er einen Schwarzen die zunächst freundlich-bemühte Familie seiner weißen Freundin in der Provinz besuchen lässt, was alsbald in ein beunruhigendes, rassistisches Mysterium umschlägt.
Follow Friday: Kulturindustrie
Ich möchte mal etwas neues versuchen und hier regelmäßig kleine Follow-Empfehlungen aussprechen, die jenseits der Einzelverweise auf rezipierenswerte Artikel, Projekte, Audiobeiträge oder Videos liegen. Anstatt also Owleys lesenswerten Check der Oscar-Animationsfilme 2018 zu verlinken, würde ich in diesem neuen Segment Owley selbst empfehlen und euch dazu auffordern, ihm möglichst überall zu folgen.1 Doch soll es dabei nicht nur um Personen gehen, sondern um alles, was ich für folgenswert halte: Neben Bloggern und Twitterern auch Podcasts, Newsletter, YouTube-Channels, Vero-User, und und und. Das ganze dann als wöchentliche Serie am Freitag, benannt nach dem einst auf Twitter entstandenen Follow Friday.
—
Den Anfang macht mit Kulturindustrie ein Podcast „in dem vier Menschen miteinander über Pop- und andere Kultur sprechen“. Diese vier sind Alexander Matzkeit, Sascha Brittner, Lucas Barwenczik und Mihaela Sartori. Die besprochene Pop- und Restkultur umfasst dabei neben Film und Fernsehen, auch Bücher, Comics und Musik. Die Diskussion lebt dabei wie so oft von den unterschiedlichen Interessen und der offenkundigen Expertise der vier. Neue Folgen gibt’s ca. alle anderthalb Wochen und auch wenn ich nicht immer mit den vieren d’accord gehe, hat Kulturindustrie zuletzt doch den Sprung ins Favorites-Folder meines Podcatchers geschafft.
- Was ihr auch tatsächlich tun solltet. Sorry for being an example, Owley. 😉 [↩]
Three Billboards outside Ebbing, Missouri (2017)
Der neue, für sieben Oscars nominierte Film von Martin McDonagh (»In Bruges«, »Seven Psychopaths«). Vordergründig geht es um den brutalen Mord an einer Jugendlichen und wie deren Mutter das Versagen der örtlichen Polizei mit den titelgebenden Billboards öffentlich anprangert. Tatsächlich geht es aber vielmehr um den Einblick in die fiktive Kleinstadt Ebbing und wie die Bewohner mit dieser Ausnahmesituation umgehen.
McDonagh-typisch geht es dabei mitunter sehr derbe zur Sache. Und gerade bei dem Wechsel zwischen diesen komischen und all den tragischen Momenten, in denen sich kurz zuvor verhasste Figuren tolerieren, helfen, zu Menschen werden, trifft »Three Billboards« auf hervorragende Weise stets den richtigen Ton. So gutes Schauspiel1, so gut inszeniert. Alles richtig gemacht, Highscore.
- Allen voran Frances McDormand und Sam Rockwell. McDormand spielt damit bereits in dreien meiner All-Time Favorites mit: »Fargo«, »Moonrise Kingdom« und ja neuerdings auch »Three Billboards outside Ebbing, Missouri«. [↩]
»Batman Ninja« – English Trailer
Der Anime, der Batman ins historische Japan verfrachtet, sieht weiterhin hervorragend aus. Am 24. April ist »Batman Ninja« dann digital verfügbar.
»Solo – A Star Wars Story« – Kompletter Teaser
Nach dem wenig überzeugenden Super-Bowl-Spot hat Disney soeben den kompletten Teaser zum Han-Solo-Prequel veröffentlicht. Überzeugt mich ebenso wenig und sieht – Episode VII lässt grüßen – verdächtig nach „more of the same“ aus („I’m gonna be a pilot, the best in the galaxy“ – oh, shut up!). 🙄
Super Bowl LII Movie Trailers
Diese Nacht fand in Minneapolis der Super Bowl, das NFL-Endspiel zwischen den New England Patriots und die Philadelphia Eagles, statt. Letztere konnten erstmals gewinnen und neben der Halbzeitshow mit Justin Timberlake gab es in den Unterbrechungen wieder das Beste zu sehen, was der Kapitalismus derzeit zu bieten hat. Unter anderem auch einige neue Filmtrailer oder -spots, um diese im folgenden gehen soll.
Jurassic World: Fallen Kingdom
Nach dem grandiosen ersten Trailer ein weiteres Highlight, das uns noch etwas mehr von den Geschehnissen abseits der Isla Nublar zeigt. Am 7. Juni wissen wir, ob Blue wirklich an Owens Seite kämpft.
Solo – A Star Wars Story
Ich war sowieso skeptisch, nach »The Last Jedi« noch mehr und dieser Teaser macht es nicht besser. Überraschenderweise soll »Solo« weiterhin im Mai in die Kinos kommen.
The Cloverfield Paradox
Der größte Coup des Abends geht an Netflix, wo der dritte Teil von »Cloverfield« überraschenderweise ab sofort zum Stream zur Verfügung steht. Ich weiß, was ich heute Abend mache.
Westworld – Season 2
Am 22. April geht die Roboterrevolution in die lang erwartete zweite Runde.
Skyscraper
Seine Familie in einem Wolkenkratzer gefangen gehalten, was The Rock dazu veranlasst, sich seinen Weg in bester McClane-Manier in und durch eben dieses Gebäude zu ebnen. Release hierzulande am 12. Juli.
Avengers: Infinity War
Das große „Finale“ des Marvel Cinematic Universe. Der Super-Bowl-Spot kann nicht viel mehr als der längere, erste Trailer, aber immerhin. Am 26. April sehen wir Tony Stark hoffentlich sterben.
Mission: Impossible – Fallout
Tom Cruise kehrt am 2. August in seine Paraderolle zurück. Wahrscheinlich wie immer ganz nett, aber eben auch total austauschbar.
A Quiet Place
Regisseur und Hauptdarsteller John Krasinski jagt sich und seine Real-Life-Ehefrau Emily Blunt durch eine Post-Alien-Invasion-Welt, in der man still sein muss, weil die Dinger einen sonst jagen. Hier der längere, erste Trailer. Am 12. April können wir der Ruhe vor dem Sturm lauschen.
Red Sparrow
Wie schon der erste Trailer erweckt auch der Super-Bowl-Spot den Eindruck, dass der vielversprechend aussehende Film noch sehr viel vielversprechender wäre, wenn Jennifer Lawrence nicht diesen furchtbaren, russischen Akzent hätte. Ob ich mich täusche, erfahren wir bereits am 1. März.