#comicverfilmungen

Wilson (2017)

Nichts besonderes und nicht so gut, wie die Vorlage. Ein paar okaye Momente gibt’s, aber meist habe ich doch eher das Ende herbeigesehnt. Daniel Clowes‘ Arbeiten lassen sich einfach nicht ins Bewegtbild transferieren.  Rating: 1.5/5

Ich hoffe inständig, dass meine beiden Clowes-Favoriten (und All-Time Top 10 Attendees) „Like a Velvet Glove Cast in Iron“ und „David Boring“ niemals verfilmt werden…

FX orders »Y: The Last Man« pilot

Michael Green (“American Gods,” “Blade Runner 2049,” “Logan”) and Aida Mashaka Croal (“Luke Cage,” “Turn”) are set to serve as co-showrunners on the project, and will executive produce alongside Nina Jacobson and Brad Simpson of Color Force (“American Crime Story,” “Pose,” “The Hunger Games”) and Brian K. Vaughan. Melina Matsoukas (“Insecure,” “Master of None,” “Beyonce: Formation”) will direct the pilot and also serve as an executive producer.

\o/ /via @reeft

Justice League (2017)

Bereits seit über zehn Jahren – also noch bevor die unsägliche Green Lantern-Verfilmung DCs zweitcoolsten Superhelden für die Leinwand verbrannte und Zack Synder zum unumstrittenen Herr des DC-Filmuniversums wurde – fiebere ich hier auf einen Justice League-Film hin. Nun war es endlich soweit – und ich bin nicht sonderlich begeistert.

Während ich »Man of Steel« zur Verwunderung des Netzes sehr mochte, »Batman v. Superman« mit zugedrückten Augen was abgewinnen konnte und nach »Wonder Woman« dem „DC Cinematic Universe“ sehr aufgeschlossen gegenüber stand, ist das hier wieder ein kleiner Rückschlag: Ben Afflecks Batman ist eine Witzfigur, Cyborg und Flash ebenso und der Antagonist ist die größte Lachnummer. Die guten Momente spielen sich erneut mit DCs gottgleichen Titanen ab (ließ: keinem der gerade genannten).

Stellt euch einen schlechteren Marvel-Film vor, dann habt ihr »Justice League«. Aber gegen mehr Wonder Woman, Aquaman und, klar, Superman hätte ich dennoch nichts einzuwenden.  Rating: 2.5/5

Thor: Ragnarok (2017)

Obwohl die Story Marvel-typischer Mumpitz ist, weiß Thors dritter Alleingang dank der Erfolgsformel von »Guardians of the Galaxy« (ungleiches, flachwitzelndes Team in einem – im besten Sinne – übertriebenen Sci-Fi-Universum) bestens zu unterhalten.

Hätte auch gut eine neue, längst überfällige „Masters of The Universe“-Verfilmung sein können. Und genau die wünsche ich mir jetzt von allen Beteiligten.  Rating: 4/5

Kingsman: The Golden Circle (2017)

Nach dem hervorragenden ersten Teil war das Sequel um Eggsy und Konsorten trotz abge­hakter Origin-Story leider etwas enttäuschend. Der Film verliert sich in langweiligen Subplots und legt seine top­besetzten Neuzugänge unver­ständlicher­weise im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis. Der Charme des Originals scheint zwar hier und da durch, aber das war’s dann auch. Vielleicht reißt’s der unvermeidliche dritte Teil ja nochmal raus.  Rating: 2.5/5

Wonder Woman – A Symbol of Progress

 
(YouTube Direktlink)

Kaptain Kristian Williams hat wieder zugeschlagen und beschreibt in einem fabelhaft produzierten Video-Essay die Historie vom Wonder Woman. In Anbetracht des bevorstehenden Realfilms beleuchtet er insbesondere, warum Diana Prince trotz ihres hohen Bekanntheitsgrad bisher so gut wie gar keine Rolle in der popkulturellen Wahrnehmung spielt und warum sie wirtschaftlich der am wenigsten ausgeschöpfte Teil der DC Trinity gewesen ist.

Ant-Man

Die neueste Episode und letzter Bestandteil der „zweiten Phase“ des Marvel Cinematic Universe macht nach der overhypten und underdeliveredten Teambildungsmaßnahme vom April – Stan Lee sei Dank! – wieder deutlich mehr Spaß. Der Mix Origin-Story trifft auf Heist-Movie funktioniert und der stets sympathische Paul Rudd darf hier trotz Schrumpfanzug weiterhin Paul Rudd sein. Die restliche Truppe passt, wie der Ant-Man durch’s Schlüsselloch. Die filmübergreifenden Elemente sind nett, wirken aber etwas erzwungen (Falc–who?). Da ich humortechnisch mittlerweile bzw. seit »The World’s End« mehr bei Adam McKay als bei Edgar Wright bin, trauere ich letzterem auch nicht hinterher.

Kurzum: Die beste Marvel-Nummer seit »Guardians of the Galaxy« – wenngleich der aber weiterhin ungeschlagen bleibt. Gerne mehr davon!

EMDb – Rating: 4/5

Avengers: Age of Ultron

Das zweite Klassentreffen des Marvel-Universums, in dem vor allem die Rächer, die bisher nicht mit einem Solo-Abenteuer bedacht wurden, mit ein bisschen Background aufgewertet werden. Black Widow, Hulk und Hawkeye sind dann auch das einzige was in Erinnerung bleibt, denn Bösewicht Ultron bleibt meilenweit hinter Loki zurück. Die restlichen Rächer und deren hochbezahlte Freundinnen werden für ihr Heimspiel aufgespart, die sicherlich jeweils genauso werden wie Avengers 2 (und 3 und 4): solide Unterhaltung nach dem bewährten Prinzip. Kann man gut weggucken, das „Wow!“ des ersten Teils bleibt aber leider aus.

EMDb – Rating: 3/5

Kingsman: The Secret Service

Regisseur Matthew Vaughn und (Comicbuch-) Autor Mark Millar haben das Kunststück, dass sie 2010 mit »Kick-Ass« für den Superheldenfilm vollbracht haben, mit »Kingsman: The Secret Service« für Agentenfilme wiederholt: eine detailverliebte, lustige, nie alberne, dafür aber stets mit der Persiflage liebäugelnde, moderne Hommage an das Genre abgeliefert.

Denn »Kingsman« hat wirklich alles, was einen guten Spionagefilm ausmacht: Rückblenden in Schneelandschaften, einen streng geheimen Geheimdienst, entführte Wissenschaftler1, einen superreichen, superbösen Superschurken (inkl. obligatorischer Schwäche!), der sich nicht nur auf eine Stadt begrenzt2, sondern aus seiner in einem Berg versteckten Basis gleich global denkt, dabei von einem Assistenten (mit Feature!) unterstützt wird und nur von einem englischen Problemkind wird Gentleman samt Kollegen und tödlichen Gimmicks aufgehalten werden kann. Hinzu kommt eine gehörige Portion Humor, etwas das allen JBs ja irgendwo zwischen Love Interest und Water Boarding verloren gegangen ist, die eben diese aber gekonnt aufs Korn nimmt und sie in ihrer Konsequenz3 schließlich deutlich übertrifft. Hinzu kommen hervorragend choreographierte Actionszenen und eine tolle Besetzung, in der mein rotes Tuch Mark Strong endlich mal nicht der Schurke ist.

Wer – wie auch der Überagent und der Bösewicht in »Kingsman« ganz intertextuell von sich verraten – an den alten, übertriebenen Bonds Gefallen fand, wird auch hieran seine Freude haben. Für mich der Agentenfilm der letzten Jahre. Teil 2, der dank abgehakter Originstory gleich loslegen dürfte, darf liebend gerne kommen.

EMDb – Rating: 4,5/5

  1. Die die Freude auf das Jahresende nochmal haben ansteigen lassen! []
  2. *verächtlichen Blick auf Marvel, Transformers & Co. werf* []
  3. Spoiler-Stichworte: Gewalt, Prinzessin und Politiker. []

Diese DC-Comicverfilmungen erwarten uns bis 2020

Nachdem Marvel und DC letztens etliche Comicverfilmungen angekündigt haben, hat DC seine (über-?)ambitionierten Pläne nun konkretisiert:

  • »Batman v Superman: Dawn of Justice«,€ directed by Zack Snyder (2016)
  • »Suicide Squad«,€ directed by David Ayer (2016)
  • »Wonder Woman«,€ starring Gal Gadot (2017)
  • »Justice League Part One«,€ directed by Zack Snyder, with Ben Affleck, Henry Cavill and Amy Adams reprising their roles (2017)
  • »The Flash«,€ starring Ezra Miller (2018)
  • »Aquaman«,€ starring Jason Momoa (2018)
  • »Shazam« (2019)
  • »Justice League Part Two«,€ directed by Zack Snyder (2019)
  • »Cyborg«,€ starring Ray Fisher (2020)
  • »Green Lantern« (2020)

Meines Erachtens ein riskantes Unterfangen mit offenem Ausgang. Wenn DC die Nolan-eske Art düsterer Superheldenfilme beibehält, wie sie es z.B. bei »Man of Steel«, der ja scheinbar nur mir gefallen hat, getan haben, könnte das im Ring mit Marvels bunten Comedy-Heroes schwierig werden. Andererseits: Vielleicht ist das Publikum auch gereift, dem x-ten Avengers-Verschnitt überdrüssig und will verfilmte Graphic Novels. Aber da heißt es abwarten. (via Minds Delight)