#comicverfilmungen (52)

Seite 1 von 6

»Lanterns« – Neuer Teaser Trailer

Vorschaubild zum Video. Aktivieren, um das Video zu laden und abzuspielen.
(YouTube Direktlink)

Green Lantern goes True Detective. Ja, richtig gelesen: Nach der katas­tro­phalen Space Opera von 2011 ist nun ein ernsthaftes Crime-Drama mit SciFi-Zugabe ange­sagt. Original-Laterne Hal Jordan und Laternchen Anwärter John Stewart als Kriminalermittler im Herzen der USA. Man ist geneigt, das besten­falls zu belächeln, aber nach dem ersten, merkwürdigen Teaser Trailer sieht das hier doch schon besser aus. Ab August und nach acht Stunden »Lanterns« wissen wir mehr, HBO Max-Abo vorausgesetzt.

Teaser für Phase 4 des MCU

Vorschaubild zum Video. Aktivieren, um das Video zu laden und abzuspielen.
(YouTube Direktlink)

Marvel hat gestern dieses „Marvel Studios celebrates the Movies“-Video veröffentlicht, dass neben ersten Bewegtbildern zu Eternals insbesondere all die Filmtitel featured, die uns in den kommenden Jahren in der Phase 4 des Marvel Cinematic Universe erwarten – um dann endlichst in einer guten Fantastic Four-Verfilmung zu gipfeln!

Macht definitiv Lust auf mehr und volle, enthusiastische Kinosäle. Besonders nach dem wir – filmtechnisch und gesellschaftlich – im letzten Jahr so leer ausgingen.

Streaming-Service HBO Max wird 2021 den Snyder Cut von »Justice League« veröffentlichen

The mythical, unreleased version of the 2017 superhero film “Justice League” will finally see the light of day on Warner Media’s HBO Max in 2021.

After years of campaigning from talent and comic book fans, the studio behind the DC Films ensemble “Justice League” will offer original director Zach Snyder’s cut of the film […].

Ich bin nach wie vor großer Fan von Snyders Interpretation der DC-Götter. »Man of Steel« fand ich großartig, »Batman v. Superman« konnte ich auch noch einiges abgewinnen. »Justice League«, nun ja, war nichts, wenngleich die düsteren Snyder-Momente schon die Lichtblicke in dem ansonsten verkorksten Avengers-Abklatsch waren. Danken wir den profitorientierten Streaming-Göttern bei Warner Bros., dass wir nun endlich doch noch die ursprüngliche Vision von Snyder zu sehen bekommen – auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, das die nochmal das Ruder rumreißt.

Joker (2019)

Wie verfilmt man die Origin-Story einer Comicfigur ohne Origin-Story? Dieses grundlegende Problem löst Todd Phillips‘ »Joker« auf famose Art und Weise. Er zeigt wie der psychisch kranke Arthur Fleck vom gebrochenen Clowns­dar­steller zum skrupellosen Mörder wird, nachdem ihm sämtlicher gesell­schaft­liche und familiäre Halt entzogen wird. Im ungerechten 80er-Jahre-Molloch Gotham City führt das sogar zu Akzeptanz und Nachahmern als er Vertreter der Oberschicht tötet.

»Joker« ist damit eine gelungene Parabel der auch gegenwärtigen gesell­schaftlichen Entzweiung, die hervorragend – wenngleich auch fast schon zu „artsy“ – verfilmt wurde und Joaquin Phoenix zu Recht einen Oscar garantiert. Dennoch verließ ich das Kino ungewohnt unschlüssig und musste erstmal für mich definieren, ob und wo hierbei aus meiner Sicht Probleme bestehen. Zum einen störe ich mich an dem gezeigten, fast schon unausweichlich erscheinen­den Zusammenhang von Krankheit und Gewalt. Zum anderen habe ich ein anderes Verständnis vom Joker, den ich vielmehr als maximal anarchistischen Terroristen verstehe, denn als psychisch krankes Opfer seiner äußeren Umstände. Heath Ledgers Joker passt daher nach wie vor besser für mich, Joaquin Phoenix‘ Joker reiht sich aber ohne Frage in die Reihe herausragender Joker-Interpretationen ein.

Shazam (2019)

Kurz nach Marvels »Captain Marvel« kommt nun DCs »Captain Marvel« in die Kinos, der wegen Rechtsstreitigkeiten heutzutage allerdings auf den Namen »Shazam« hört. Shazam wiederum ist nun DCs Interpretation einer Superhelden­komödie, die unweigerlich Erinnerungen an »Kick-Ass« oder »Deadpool« weckt. Während diese jedoch durch Grenzüberschreitungen punkten, bleibt »Shazam« jugendfrei und brav und erinnert mit seinem Superkraft verleihenden Zauberer eher an einen 80er-Jahre-Fantasyfilm.

Konsequenterweise steht dann auch eine Familie aus Pflegekindern im Mittelpunkt der Geschichte, aus deren Reihen Neuzugang Billy zu Shazam und schließlich zum festen Bestandteil der Familie wird. Eben diese Familie ist dann auch der eigentliche USP des Films, funktioniert die Konstellation der Kinder doch hervorragend. Aber: Während die Verwandlung zum Superhelden sehr amüsant ist, ist alles originär superheldenhafte in Anbetracht des Marvel-Kanons eher mäßig und unspektakulär. Dennoch: Guter Film, vielleicht sogar der beste DCEU-Eintrag seit »Man of Steel«.  

Neuer Batman-Film »The Batman« für Sommer 2021 geplant

Matt Reeves, der Regisseur von »Cloverfield«, »Let Me In«, sowie »Dawn of«- und »War of the Planet of the Apes«, soll auf dem Regiestuhl sitzen. Der Film soll abermals einen jüngeren Bruce Wayne zeigen, aber nicht auf Frank Millers »Batman: Year One« basieren. Sir Ben Affleck soll nicht mit von der Partie sein, wenn »The Batman« am 25. Juni 2021 startet.

Venom (2018)

Tom Hardy als Enthüllungsjournalist. Klingt nicht nur, sondern ist tatsächlich so dünn, wie die Besetzung verfehlt ist. Aber gut, dass besagter Journalist dann von einem Alien-Parasit übernommen wird und all das schlagartig glaubwürdiger wird. Dass dabei Body-Horror auf Buddy-Komödie trifft, ist eine willkommene Abwechslung zu den kindgerechten Materialschlachten von Disney’s Marvel.

Klar, so oder so hätte das ganze niemals so schlecht wie Venoms letzter Auftritt in »Spider-Man 3« werden können. Vielmehr: trotz der offenkundigen Schwächen („Ich weiß alles von dir. — Wer ist Anne?“), ist »Venom« doch recht unterhaltsam, so dass einem Sequel oder – noch besser – einem Aufein­ander­treffen mit Spidey auch aus meiner Sicht nichts mehr im Weg steht.  1

  1. Nur warum der Titelsong von Eminem und nicht von Busta Rhymes kommt, ist mir absolut unverständlich… []