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Facebook kauft WhatsApp für 16 Milliarden Dollar

Das hier ist die Nachricht der nächsten Tage. Ihr braucht eure Tech-Podcasts gar nicht mehr anzuhören und euren Feedreader nicht mehr zu öffnen, wenn ihr hieran kein Interesse habt.

Nachdem Facebook bereits im Dezember 2012 mit der Messaging-App, die auf mittlerweile 450 Millionen Nutzer kommt, liebäugelte und wohl auch Google im April 2013 Kaufangebote unterbreitete, hat Facebook die Sache heute perfekt gemacht und zahlt diese wahnwitzige Summe in bar und Aktien. Für den Nutzer soll das erstmal keine Veränderungen mit sich bringen. Ob es einen Aufschrei, ähnlich dem als WhatsApp plötzlich die Unsumme von 99 Cent pro Jahr verlangte, geben wird, bleibt abzuwarten. (Nein.)

How In-App-Purchases have destroyed the Industry

Thomas Baekdal1 zeigt am Beispiel von Dungeon Keeper, wie das Spielerlebnis heutzutage durch echtes Geld kostende Schlumpfbeeren zerstört wird.

Als mir Dungeon Keeper neulich im App Store präsentiert wurde, hab ich mich erstmal über dieses gute, alte Franchise gefreut. Nachdem ich aber das „Gratis“ sah und auf der Produktseite von In-App-Purchases las, hab ich den Download genervt sein gelassen. Und das passiert dieser Tage leider in neun von zehn Fällen. (via @GillyBerlin)

  1. Bei dem lustigerweise fast jeder Artikel ein kostenpflichtiges „eBook“ ist. []

Twitter’s Missing Messenger

Steven Lehrburger hat ein paar kluge Sachen über Twitters stiefmütterlich behandelte Direct Messages geschrieben. Ich stimme nicht mit allem überein, was er sagt (z.B. halte ich dieses öffentlichen machen von Konversationen für Unfug), aber an eine eigene Messaging-App für DMs habe ich auch schon gedacht. Damit würde Twitter seinen Dienst nicht nämlich nicht nur aufwerten, sondern hätte auch endlich WhatsApp, Facebook & Co. was entgegenzusetzen. (Habe sogar schon überlegt, ob ich nicht selbst eine solche App bauen soll, den Gedanken wegen dem Stress mit der API und den Push-Notifications aber wieder verworfen.)

WorkFlowy, mein neues Lieblingstool für Notizen und To-Do-Listen

Anfang August bin ich auf WorkFlowy1 gestoßen, einen Service, der sich selbst als „world’s best tool for taking notes and making lists“ bezeichnet. Und da ich immer auf der Suche nach einer besseren Möglichkeit zur Organisation meiner Notizen und zum Anlegen von To-Do-Lists bin, konnte ich natürlich nicht anders, als den mir bis dahin gänzlich unbekannten Dienst auszuprobieren.

Und was soll ich sagen: Seitdem lebe ich in WorkFlowy. Es hat meine Notiz-App ersetzt und mein To-Do-Listen-Dilemma endlich und scheinbar endgültig gelöst. Mit SimpleNote, bisher meine Notiz-App of choice, stand ich schon seit längerem auf Kriegsfuß. Trotz Tagging herrscht hier Chaos, wenn man ein paar hundert Notizen hat – auch der Automattic-Aufkauf und das neue Design änderten das nicht.2 Auf der To-Do-List-Seite sah es nicht besser aus: Während Due (iTunes-Partnerlink) zwar mein „Samstag um 13 Uhr Blumen gießen“-Problem vorzüglich gelöst hat, fehlte es mir nach wie vor an einer Möglichkeit jenseits von Papier abzuarbeitende To-Do-Listen anzulegen. Die TaskPaper-Idee gefiel mir besser als die Umsetzung und todo.txt war mir überraschenderweise nicht flexibel genug. Ich war drauf und dran, meine eigene Lösung zu programmieren – da trat WorkFlowy in mein Leben.

Der „Fit your entire brain on one piece of paper“-Ansatz von WorkFlowy sieht dabei so aus: Listen können beliebig viele Unterlisten beinhalten. Die oberste Ebene habe ich bei mir z.B. in ‚Privat‘, ‚Studium‘, ‚Projekte‘ und ‚Medien‘ eingeteilt. Unter diesen Punkten verbergen sich weitere Punkte mit weiteren Unterpunkten mit weiteren Unterpunkten mit weiteren Unterpunkten. Ihr versteht schon. Ein Outliner auf Crack, sozusagen. Jeder Eintrag kann mit #tags und @kontext oder einer zusätzlichen Notiz versehen werden. Außerdem lassen sich alle Einträge als „erledigt“ markieren. Die verschiedenen Listen können auf der aktuell angezeigten Seite ausgeklappt werden oder man „zoomt“ in sie herein. Klingt kompliziert, ist es aber keineswegs.

Der Dienst ist browserbasiert3, aber natürlich gibt es auch eine App für iPhone & iPad. Die ist zwar mehr als okay, könnte an der ein oder anderen Stelle aber noch verbessert werden (um einen Landscape-Mode zum Beispiel). Außerdem sind manche Funktionen, wie etwa das Anlegen von Shared Lists, bisher nur über die Webseite verfügbar. Apropos Shared Lists: Hiermit ist es möglich Listen mit anderen WorkFlowy- und Nicht-WorkFlowy-Nutzern zu teilen, wobei ausgewählt werden kann, ob diese die Liste nur sehen oder auch bearbeiten dürfen. Hier eine Beispielliste. Meine Verlobte und ich nutzen geteilte Listen mittlerweile für fast alles, was von uns beiden zusammen organisiert werden will: Einkaufslisten, Hochzeitsvorbereitungen oder unsere Watchlist kommender Kinofilme.

Hinter WorkFlowy stehen zwei Entwickler, die Vollzeit daran arbeiten und die man mit einem Pro-Account, der $5/Monat oder $50/Jahr kostet, unterstützten kann. Damit gibt’s dann z.B. auch ein automatisches Dropbox-Backup und die Möglichkeit unbegrenzt viele List-Items anzulegen. Im Free-Account ist der Export nur per Copy & Paste möglich4 und man kann nur 750 Items pro Monat anlegen. Es sei denn man meldet sich über (m)einen Referrer-Link an, dann gibt’s nämlich 250 Items mehr pro Monat. Aber lasst euch von einem Hardcore-Nutzer sagen, dass das dann auch vollkommen ausreicht.

In diesem Sinne: Seht euch WorkFlowy an, der Dienst ist unverständlicherweise nicht annähernd so bekannt, wie er sein müsste. Und: „Make Lists. Not War.“

  1. Die Links auf WorkFlowy enthalten meinen Referrer, wodurch du und ich im Free-Account jeweils 250 Items mehr pro Monat bekommen. []
  2. Für bebilderte Notizen, sammelnswerte Textstellen, usw. benutze ich übrigens seit jeher Evernote (Referrer-Link). []
  3. Ich hab mir eine WorkFlowy-Fluid-App gebastelt und ins Dock gepackt. []
  4. Formatiert, als Plain Text oder OPML. []

.gif der Woche als GifStream

Philipp und Max haben gestern ihre iOS-App GifStream vorgestellt, mit der sich so genannte GifStreams abonnieren lassen und man sich zufällige GIFs aus diesen anzeigen lassen kann. Oder wie die beiden es formulieren: „You can do anything with GifStream, as long as ‚anytihng‘ means ‚displaying gifs from GifStreams‘!“ Tolle, absolut überfällige Sache. Hier Philipps Blogeintrag dazu, hier der App Store-Link.

Das ganze passt natürlich wunderbar zur hiesigen, allseits beliebten Rubrik .gif der Woche, weshalb ich eben mal den passenden GifStream dazu gebastelt habe. Aktuell also mit 112 hervorragenden GIFs der letzten Wochen. Und wenn’s was neues gibt, wird der GifStream natürlich automatisch aktualisiert. Der GifStream liegt hier oder kann – wenn ihr gerade euer iPhone zur Hand und die App bereits installiert habt – hier direkt zu GifStream hinzugefügt werden.

Update, 14.11.: Nach Hinweis von @dschooh nun noch Spec-konformer.

The Twitter of Tomorrow

Matt Buchanan beschreibt beim New Yorker, wie und warum Twitter sich demnächst in Vorbereitung des geplanten Börsengangs radikal verändern wird. Der Fokus soll dann vor allem auf Mobile-Apps liegen und die „everything looks the same“-Strategie dabei erfreulicherweise geändert werden:

A couple of years ago, Twitter employees—including Jack Dorsey—frequently invoked “consistency.” In other words, Twitter wanted its iPhone app to look and work like its Android app. But now the company has come around to the idea that its apps should be custom designed for each and every platform, in order to take as much advantage as possible of what each one has to offer.

Die gute Nachricht: In Folge des iOS 7-Relaunchs werden also die offiziellen iPhone- und iPad-Apps endlich überarbeitet, selbst das verhasste Discover-Tab soll verschwinden.

Die eventuell schlechte Nachricht: Alles soll wie das Discover-Tab aussehen. Soll heißen, das vermehrt mediale Inhalte prominent in der Timeline platziert werden. Die Facebook-Chronik lässt grüßen. Bestimmt zunächst befremdlich, aber ich will das nicht direkt abschreiben, weil das sicherlich ein lange überfälliger Schritt ist.

Abschließend empfiehlt Buchanan Twitter noch (dabei wohl ohne entsprechende Quelle) die Direct Messages wieder populärer zu integrieren, um sich so gegen WhatsApp & Co. positionieren zu können. Würde ich auch begrüßen – vor allem wenn das bei den privaten Nachrichten schwachsinnige 140-Zeichen-Limit endlich aufgehoben werden würde.

IFTTT for iPhone erschienen

IFTTT, einen meiner liebsten Webservices, gibt es seit heute auch für unterwegs. Die App kommt dabei mit drei neuen, iPhone-spezifischen Channels daher, mit denen sich Fotos, Erinnerungen und Adressen in die eigenen Recipes einbauen lassen. Genaue Infos gibt’s wie immer bei Federico Viticci und der Vollständigkeit halber hier noch der direkte App Store-Link. Gute Sache jedenfalls und ich bin mal gespannt was da noch alles kommt. Der iOS-Automation-Junkie in mir macht auf jeden Fall Luftsprünge.

Automattic kauft iOS-Blogging-App Poster

Automattic, die Macher von WordPress, haben sich mit Tom Witkin einen der ambitioniertesten Entwickler für mobile Blogging-Software ins Boot geholt. Ich persönlich mochte die offizielle WordPress-App immer lieber, aber Poster befindet sich dank großartiger Features gleich neben ihr. Poster wird fortan nicht weiter entwickelt und verkauf, so dass zu erwarten ist, dass all die guten Sachen daraus früher oder später in die besagte offizielle WordPress-App einfließen werden. Was mich sehr freut. (via 512 Pixels)