Die EFF hat die Sicherheitsaspekte verschiedener Messaging-Apps und -Dienste gegenüber gestellt. iMessage und Facetime schneiden ganz gut ab, ebenso Threema (meine ID steht hier). Hauptsache ist, ihr kehrt dem Facebook-Konglomerat den Rücken zu. Blaue Häkchen hin oder her.
#apps (150)
Meine Mac Essentials
Vor ein paar Wochen hat sich ein Freund seinen ersten Mac gekauft und mich um App-Empfehlungen gebeten. Da ich bereits seit fast einem Jahrzehnt auf die Maschinen aus Cupertino setze, passiert das relativ regelmäßig. Eine Bitte der ich dann auch immer gerne nachkomme, habe ich in den letzten Jahren doch keine Kosten und Mühen gescheut und im Netz und später im App Store nach den besten der besten Apps gefahndet.
Damit ich ab sofort immer einen Beitrag zur Hand habe, auf den ich frische Macheads verweisen kann und weil das sicherlich auch für den ein oder anderen Leser interessant ist, möchte ich euch im folgenden meine absolut unverzichtbaren Apps und Utilities für OS X, meine Mac Essentials, vorstellen.1
Utilities

Fangen wir zunächst mit den Dienstprogrammen an, die ständig im Hintergrund laufen und meinen Mac erst zu meinem Mac machen:
Dropbox · Den Anfang muss natürlich Dropbox machen, denn ohne die synchronisierte Cloud läuft bei mir nichts.2 In der Dropbox liegen auch die Einstellungen für einige der nachfolgenden Programme, so dass es erst richtig losgehen kann, wenn diese da sind. [Webseite]
TextExpander · Mit dem Snippet-Manager TextExpander ist es systemweit möglich Textbausteine durch beliebige Abkürzungen hinzuzufügen. Aus ;sehr wird bei mir z.B. „Sehr geehrte Damen und Herren“, ;sig erweitert sich zu meiner Email-Signatur und mit vvv wird der Inhalt meines Clipboards eingefügt (was vor allem auf iOS super ist). [Webseite]
Alfred 2 · Mein Application Launcher of Choice. Laut interner Statistik seit März 2013 rund 12.000 Mal aufgerufen, u.a. um diverse Webseiten zu durchsuchen, Dateien auf meinem Mac zu öffnen und iMessages zu verschicken. [Webseite]
Hazel · Ein mächtiges Tool, das die Dateiorganisation des Macs nach verschiedenen, selbst festgelegten Regeln automatisiert. Ich lasse damit z.B. Videodateien, die ich per Tag als gesehen markiert habe, automatisch auf eine externe Festplatte verfrachten oder meine Dropbox Kamera-Uploads wie von Zauberhand in Jahres- und Monatsordner einordnen. [Webseite]
Moom · Ein Fenster-Manger, der Programmfenster per Shortcut oder nach Monitorwechsel in vorgefertigte Größen und Ecken verschiebt. [Webseite, Mac App Store]
Caffeine · Verhindert den Ruhemodus des Mac für einen bestimmten Zeitraum. [Mac App Store]
Bartender · Da über kurz oder lang zahlreiche Menubar-Einträge bei mir anfallen, ist auch dieses kleine Helferlein essentiell, versteckt es ausgewählte Icons doch ganz oder einfach hinter einem Button, der nach einem Klick eine weitere, kleine Menubar offenbart. Die Icons von Dropbox, TextExpander, Alfred oder auch Time Machine muss ich nämlich nicht ständig im Blick haben. [Webseite]
SteerMouse · Obwohl ein Magic Trackpad auf meinem Schreibtisch liegt, bin ich einer dieser Ewiggestrigen, der klassische Mäuse präferiert. Um die optimal nutzen zu können ohne auf die hingerotzten Treiber ihrer Hersteller zurückgreifen zu müssen, setze ich seit Tiger-Zeiten auf SteerMouse, das Mausfunktionen auch nach Programmen zuordnen lässt. [Webseite]
Social

Hauptsächlich läuft meine Kommunkation im Browser ab, bei Twitter setze ich aber vorwiegend auf einen dieser beiden Clients:
YoruFukurou · Ein kleiner, feiner Twitter-Client für den Mac, leicht individualisierbar und lässt sich wunderbar per Tastatur steuern. [Mac App Store]
TweetDeck · Bei Events, die ich am Mac und per Twitter verfolge, greife ich zudem noch auf TweetDeck zurück, das einem zahlreiche Timelines gleichzeitig präsentiert. [Mac App Store]
Entertainment

Bei der ganzen Arbeit darf das Vergnüngen natürlich nicht zu kurz kommen (auch wenn Unterhaltungssoftware in dieser Auflistung massiv unterrepräsentiert ist):
VLC · Wie unter Windows der Media Player der Wahl. [Webseite]
Beamer · Habe ich hier bereits ausführlich vorgestellt und als die für mich beste Apple-TV-Streaming-Lösung ausgemacht: Einfach eine Videodatei reinziehen und sie wird kurz darauf auf dem Apple TV abgespielt. [Webseite]
ReadKit · Ich speichere viel zu viel und vor allem viel mehr als ich lesen kann in Pocket. Wenn ich meine Leseliste am Mac durchstöbere, dann mit ReadKit, das zudem die Erstellung hilfreicher Filter ermöglicht. [Webseite, Mac App Store]
calibre · Der eBook-Manager schlechthin, der eure obskuren, DRM-verseuchten Formate in leserliche Wasauchimmer-Dateien konvertiert. [Webseite]
Planung

Um meine Aufgaben und Termine zu erfassen, greife ich auf diese Apps zurück:
Fantastical · Wie unter iOS meine Kalender-App. Anstatt zu warten bis iCal gestartet ist, kann ich per Tastenkombination schnellstmöglich Termine eintragen. [Webseite, Mac App Store]
Due · Ohne Dues penetrante Erinnungen wäre ich gänzlich aufgeschmissen. Eine meiner liebsten und wichtigsten iOS-Apps, auf die ich hier bereits ein Loblied gesungen habe. [Webseite, Mac App Store]
WorkFlowy · Ein Web-basierter Outliner, der sich für mich im letzten Jahr als außerordentlich nützlich erwiesen hat. Ist zwar keine native Mac-App, sondern eine Chrome-App, darf hier aber nicht fehlen. [Webseite]
Office

Die Produktkategorie, die dafür verantwortlich ist, dass die Welt noch nicht von iPads beherrscht wird:
Pages 4 · Ich kann der aktuellen, fünften Version von Pages rein gar nichts abgewinnen, hat Apple hier doch für mich elementar wichtige Features einfach rausgenommen. Pages 4 ist für mich nach wie vor der beste Word-Processor und sollte OS X den irgendwann nicht mehr unterstützen, bleibe ich3 auf meinem alten Gerät sitzen. [kann bei Amazon auf CD-ROM (!) gekauft werden]
Keynote · Apples bessere PowerPoint-Alternative. Es soll sogar Leute geben, die darin ihre Designs skizzieren. [Mac App Store]
Excel · Wo Apples ehemals als iWorks betitelte Office-Suite dem gefürchteten Marktführer von Microsoft meilenweit hinterherhinkt ist die Tabellenkalkulation. Numbers ist nicht mehr als eine schicke Demoversion von Excel, daher bleibe ich beim Original. [Webseite]
Soulver · Trotzdem muss Excel nicht für jede kleine Kalkulation gestartet werden, den Soulver, auf das ich auch unter iOS setze, ist eine Art textbasierter Rechner, der für den normalen Hausgebrauch meistens vollkommen ausreichend ist. [Webseite, Mac App Store]
PDFpenPro · Sobald PDFs bearbeitet und kommentiert werden sollen, kommt man eigentlich nicht mehr an PDFpen vorbei. Meistens reicht dabei die Standard-Version, ich habe mir dennoch die Pro-Version gegönnt, weil die irgendein Feature mehr hat, das ich ab und zu mal brauche. [Webseite, Mac App Store]
PDF Toolkit · Für die einfacheren PDF-Arbeitsschritte (PDFs zusammenführen, trennen, optimieren) greife ich zudem immer auf PDF Toolkit zurück. [Mac App Store]
Security

Wir dürfen es Freund und Feind nicht zu leicht machen:
1Password · Seit Jahren mein Passwort-Manager der Wahl, den ich dank iOS-Version immer mit dabei habe. Die wirklich wichtigen Sachen speichere ich allerdings nicht hier oder sonstwo ab, die finden sich ausschließlich in meinem Schädel. [Webseite, Mac App Store]
LittleSnitch · Eine umgekehrte Firewall, die nicht den Datenstrom auf euren Mac kontrolliert, sondern alles, was ihn verlassen will. Oftmals interessant, wer da alles nach Hause telefonieren will und so lässt sich das direkt einschränken. [Webseite]
ClamXav · Ein kostenloser, bisher *auf Holz klopf* für mich immer ausreichender Virenscanner. [Webseite, Mac App Store]
Backup

Mein halbes Leben findet in Digitalien statt oder wird dort festgehalten, weshalb es das zu bewahren gilt:
SuperDuper! · Super einfach zu bedienendes Backup-Tool, das Kopien ganzer Festplatten anlegt. Ein echter Klassiker unter den Mac-Apps und ebenfalls seit Jahren unverzichtbar. [Webseite]
CrashPlan · Cloud-Backup das mich ungefähr nen Fuffi im Jahr kostet, was der Preis dafür ist, dass ich im Fall der Fälle trotzdem ruhig schlafen kann. [Webseite]
DaisyDisk · DaisyDisk ist eigentlich kein Backup-Programm, sondern zeigt ausschließlich, wo auf der Festplatte wieviel Speicherplatz verbraucht wird. Das ist aber ungemein nützlich, um dann bestimmte Dateien ins externe Exil zu schicken. [Webseite, Mac App Store]
Entwicklung

Neben den obligatorischen Adobe-Produkten verwende ich zum Brötchen verdienen und für private Projekte diese ausgefuchsten Apps:
Sublime Text · Mein favorisierter Texteditor. Nicht wirklich nutzerfreundlich, dafür aber highly customizable. [Webseite]
Transmit · Panics FTP-Programm, das womöglich das beste FTP-Programm out there ist. Neuerdings auch als iOS-Version erhältlich und hier wie da oft auch als mein Dateimanager im Einsatz. [Webseite, Mac App Store]
CodeKit · Schweizer Taschenmesser für Webentwickler. [Webseite]
Sequel Pro · Mein Lieblings-GUI for all things MySQL, wenn es sowas gibt. [Webseite]
xScope · Nützliche Toolbox für jeden Pixelschubser, um z.B. systemweit Größen auf dem Bildschirm zu messen. [Webseite, Mac App Store]
Tipps
Nach der Installation obiger Apps wende ich noch diese kleinen Kniffe an, damit ich den Mac möglichst effektiv nutzen kann:
- Textselektion in QuickLook aktivieren.
- Den BetterZip QuickLook Generator installieren, der es ermöglicht per QuickLook in ZIP-Dateien reinzugucken.
- Ausgewählten Ordner im Terminal öffnen (unter „Einstellungen / Tastatur / Kurzbefehle / Dienste“ und dort „Neues Terminal beim Ordner“ aktivieren).
- Homebrew installieren.
- Meine lokale Entwicklungsumgebung anpassen, was ich so ähnlich mache, wie Chris Mallinson es hier beschreint.
Sobald sich mein Setup großartig ändert, werde ich diesen Beitrag aktualisieren. Wenn ihr Fragen habt oder meint, dass ich eine mein Leben verbessernde App bisher nicht könne, schreibt sie gerne in die Kommentare.
- Offenlegung: Bei den Links zum App Store handelt es sich um Partnerlinks, durch die ich eine kleine Provision bekomme, ohne dass euch dadurch Mehrkosten entstehen. Kleinvieh und so. [↩]
- Auch wenn Edward Snowden massiv davon abrät. Der Trick ist halt die wirklich wichtigen Dinge nicht in der fremden Cloud und vor allem nicht unverschlüsselt zu speichern. [↩]
- Zusätzlich. [↩]
Inbox by Google
Seitdem ich meine ausufernde Suche nach der perfekten Todo-App abschließen konnte und der Markt für meine Ersatzdroge Twitter-Clients über Nacht leergefegt wurde, habe ich mich die letzten Wochen, Monate und Tage aufgemacht, um mein Lieblings-Email-Programm zu finden. Dispatch, Boxer, Gmail oder schlicht die Standard-Mail-App auf iOS? Apple Mail, Mailbox pder MailMate auf dem Mac? Dann doch zurück zu Sparrow und seit heute Airmail 2.
Google will dabei nicht weiter nur die Infrastruktur bereitstellen und hat heute mit der neuen Web-, Android- und iOS-Oberfläche „Inbox“ die konsequente Weiterentwicklung von Gmail vorgestellt. „This feels like the future of email“ urteilt The Verge bereits. Ich bin gespannt, erwarte aber nicht allzu viel, hat dieses „Email als Todo-Liste“-Prinzip für mich schon nicht bei Mailbox funktioniert.
Zur Not habe ich weiterhin meine Exit-Strategie in der Hinterhand.
@newapps twittert über neue iOS-Apps in den Top 100
Kurzer Hinweis in eigener Sache: Ich habe meinen 2008 gestarteten Twitterbot @newapps reaktiviert. Während damals einfach alle Neuerscheinungen getwittert wurden, also ziemlich viel Mist dabei war, wird nun ausschließlich auf Apps hingewiesen, die in die Top 100 des App Stores einsteigen, um so eine gewisse Qualität sicherzustellen. Vielleicht ist das ja für den ein oder anderen interessant und ihr gesellt euch zu den 4800 Followern, die der Bot bisher vorweisen kann.
Offenlegung: Bei den App-Store-Links handelt es sich um iTunes-Affiliate-Links, die mir bei jedem Kauf ein paar Cents einbringen.
Push for Pizza
Genius. Und ein gutes Werbevideo von Adam Lisagor.
Foursquare 8.0 im neuen, Check-In-freien Design

Nachdem Foursquare seine Check-In-Funktion im Mai in die neue Swarm-App ausgelagert hat, wird es selbst in den nächsten Wochen zur dedizierten Location-Recommendations-App samt neuem Look & Feel und, örks, Logo.
Update, 09:00 Uhr: Hier noch der dazugehörige Beitrag im offiziellen Foursquare-Blog.
Foursquare lagert Check-In-Funktion in neue App aus
Foursquare selbst soll – was es ja auch heute schon ist – eine Art geobasiertes Yelp werden. The Verge hat ein Feature zur Zweiteilung des Services, in dem auch die neue Check-In-App namens Swarm ausführlich vorgestellt wird. So überladen wie Foursquare mittlerweile war, ist das nicht der schlechteste Einfall.
MacStories‘ Launch Center Pro Guide
Ich bin ja ein großer Fan der iOS-Apps Drafts* und Editorial*, die sich hervorragend eigenen, um Texte mit diversen Apps und Services auszutauschen. Launch Center Pro*, ursprünglich als reiner App-Starter konzipiert, geht in eine ähnliche Richtung und ermöglicht ebenso die Automatisierung von Interaktionen. Ein großes Manko ist jedoch bei allen drei Apps die spärliche Dokumentation der unzähligen Einsatzmöglichkeiten. Auftritt MacStories, die bereits ausführliche Artikel über Drafts und Editorial veröffentlicht haben, und nun in einem epischen Beitrag über Launch Center Pro zahlreiche Anwendungsfälle dafür darlegen.
* iTunes-Partnerlinks. Danke für eure Unterstützung!
Carousel, Dropbox‘ eigene Foto-App
Dropbox hat heute endlich eine eigene Foto-App veröffentlicht, mit der sich die in der Cloud gespeicherten Fotos (halbwegs) komfortabel durchsuchen lassen. Hier der Blogeintrag dazu, hier der Download-Link.
Ich selbst habe seit einigen Monaten sämtliche Handy-/Smartphone-Fotos seit 2004 in meiner Dropbox liegen – per Hazel automatisch nach Jahren/Monaten sortiert; heavily inspired by Federico Viticci’s setup – und bisher mit Unbound (halbwegs) komfortabel durchsucht. Unterwegs bei Treffen mit Freunden mal eben Fotos von vor zehn Jahren rausholen zu können, hat jedenfalls was. Schön, dass Dropbox das auch so sieht und man sich nicht mehr mit der furchtbaren Foto-Ansicht der Standard-App abmühen muss. Und da wird demnächst sicherlich noch einiges verbessert und ergänzt werden (löschen und bearbeiten von Fotos, Code-Sperre der App, Everpix-Features, Börsengang).
Und als nächstes dann bitte ne Dropbox-eigene, webbasierte Office-Suite.
Update, 10.04.2014: Viticci hat sich Carousel im Detail angesehen.
Update, 18.04.2014: Dropbox hat nun Loom gekauft, einen Service zur Verwaltung von Fotos in der Cloud. Ganz offenkundig, um die eigene Fotofunktionalität zu verbessern. Jetzt noch preislich ordentliche Angebote (= billigerer Speicher) und ich bin zufrieden.
Meine Threema-ID
Auch wenn mit Telegram schon die nächste Secure-Messaging-App in den Startlöchern steht, habe ich gestern die Gunst der Stunde genutzt und meine App.net und Twitter-Follower mal gefragt, wer denn alles von ihnen Threema nutzt. Threema (hier Wikipedia-Eintrag und App-Store-Link) ist das aktuelle Sternchen am abgesicherten Kurznachrichtendiensthimmel und seit Tagen erfreulicherweise auch die #1 im iOS-App-Store. Das ganze funktioniert wie WhatsApp & Co., nur dass es echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gibt, also nur der vorgesehene Empfänger die Nachricht lesen kann. Dass somit selbst der schweizerische Betreiber nicht mitlesen kann und die Server in der Alpenrepublik stehen, rundet die Sache zusätzlich ab. (Stefan hat mich allerdings auf diesen Artkel hingewiesen, in dem steht, dass Threema zwar die Inhalte verschlüsselt, für den Entwickler aber dennoch ersichtlich ist, wer da mit wem kommuniziert. Trotzdem besser als WhatsApp nichts.)
Langer Rede, kurzer Sinn: Meine Threema-ID lautet XUF6KPEJ. Added mich und schreibt mir das, was ihr mir sonst nirgends schreiben könnt. 😉