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Pocket Casts on the big screen

Pocket Casts, mein Podcatcher der Wahl, ist seit dieser Woche auch auf dem Apple TV verfügbar. Das ist überaus toll, weil sich damit vor allem die abon­nier­ten Video-Feeds wie iPhoneBlogs one oder Suchen aus MediathekViewWeb1 nun auch komfor­tabel auf dem Fernseher anschauen lassen ohne die rüber­airplayen zu müssen.

Speaking of Podcast-Apps und Video: Dustin Bluck, der vor zweieinhalb Jahren meine vorherige Podcast-App der Wahl Castro übernommen hat2, hat in seinem per­sön­lichen Blog Substack3 gerade einen interes­santen Artikel „Podcast Apps: A Framework for Dying Slowly with Dignity“ veröffentlicht, in dem er auf all die Probleme eingeht, die mittlerweile im Podcast-App-Ökosystem bestehen.

In den Lösungen, die er darin sucht und beschreibt, hält er unter anderem fest, dass Video-Podcasts durch Podcast-Apps besser unterstützt werden sollten („Video podcasts should be embraced yesterday.“), was Pocket Casts hiermit nun weiter ausbaut. Klar, Video-Podcasts leben aktuell auf YouTube, aber nachdem wir schon Vimeo haben sterben sehen, sollte man sich als Video-Creator ggf. auch einen zweiten, unabhängigen Verbreitungsweg suchen. Und da sind Podcasts das natürliche Mittel der Wahl.

  1. Ich habe z.B. ttt hierüber abonniert. Das „vom“ ist in diesem Query wichtig, damit nur vollständige ttt-Sendungen und nicht einzelne Clips gefunden werden. []
  2. Castro, das ich wegen seiner hervorragenden Queue-Funktion damals sehr mochte und jahrelang nutze, war vor der Übernahme leider etwas verwaist worden, so dass ich schließlich zu Pocket Casts gewechselt bin. Seitdem er die App übernommen hat, wird sie wieder aktiv weiterentwickelt. []
  3. Ihr wisst ja Bescheid. []
Enjoy Podcasts on Your TV with Pocket Casts: Seamless Listening | OpenGraph Preview Image
blog.pocketcasts.com

Enjoy Podcasts on Your TV with Pocket Casts: Seamless Listening

Experience seamless podcast listening with Pocket Casts on Apple TV. Enjoy your favorite shows from phone to screen, anytime, anywhere!

Vortrag zur Relevanz von (Event-)Apps im Zeitalter von KI und Hyperpersonalisierung

Collage aus vier Fotos vom dimedis Connect Circle 2026. Oben links sitzt Jens von der Heydt, Geschäftsführer von Hypercode, mit einem Mikrofon auf einem orangefarbenen Sofa und beteiligt sich an einer Paneldiskussion. Oben rechts ist die gesamte Gesprächsrunde mit mehreren Teilnehmenden auf der Bühne zu sehen. Unten links steht u.a. Stefan Grund, Geschäftsführer von Hypercode, auf der Bühne vor einer Präsentation mit dem Titel “Wie Event-Apps zu persönlichen Messe-Assistenten werden”. Unten rechts spricht Stefan Grund mit Mikrofon vor dem Publikum. Die Veranstaltung findet in einer modernen Eventlocation statt und thematisiert den Einsatz digitaler Event-Apps und AI-gestützter Funktionen im Messekontext.

Noch ein kleiner Crosspost von Instagram: in der unteren Reihe bin ich zu sehen, wie ich zusammen mit unserem Kollegen Flo darüber spreche, wie (Event-)Apps im Zeitalter von KI und Hyper­personali­sierung relevant bleiben bzw. noch relevanter werden können. Oben sieht man unseren Co-Geschäftsführer Jens bei einer Panel­diskussion zu Female Leadership und warum das alle – auch und gerade uns Männer – etwas angeht.

Mehr zu der Veranstaltung und unseren Vorträgen steht im Hypercode-Blog. Und die Event-App von der hier die Rede ist, ist übrigens diese hier.

Open Minis is the iOS agent I wish Siri AI could be

Es passiert nicht so häufig – allerdings in den letzten Jahren häufiger –, dass MacStories‘ Federico Viticci vollends begeistert von einer App ist und prophe­zeit, dass wir hier eine neue App-Kategorie in Entstehung sehen. Nach den Klassikern (Editorial, Workflow und Obsidian1) waren es zuletzt Sky, das mittlerweile von OpenAI übernommen wurde und in eurer Codex-App ChatGPT-Super-App auf macOS die fantastischen Computer-Use-Features ermöglicht, sowie OpenClaw (siehe Fußnote #5), Peters Steinbergers Mac-mini-Bestand dezimierender Open-Source-KI-Agent, den (also Steinberger) sich ebenfalls OpenAI einverleibt hat.

Nun berichtet er begeistert von Open Minis, einer kostenlosen, vermeint­lichen Open-Source-App2 für iOS, die es im Chatbot-Stil ermöglicht, mit den von Apple bereit­gestell­ten APIs (also Calendar, Reminders, HealthKit, HomeKit, MusicKit, etc.) zu inter­agieren, was alleine schon ein großer Schritt für einen KI-Agenten wäre und wobei dem man sich fragt, warum ChatGPT, Claude & Co., dies nicht schon längst inkludiert haben. Nein, darüber hinaus, läuft ein kleines Linux-Shell-Image innerhalb der Sandbox der App, das es ermöglicht, darüber hinaus Aufgaben an ein Modell eurer Wahl (!) zu delegieren, MCPs zu nutzen und MinisSkills zu bauen.

Viticci erklärt die Funktions­weise und Möglichkeiten von Open Minis anhand diverser Beispiele und zieht dazu naturgemäß immer wieder den Vergleich zum neuen Siri AI, das den englisch­sprachigen, Nicht-EU-Nutzer­*innen unter uns vielleicht mit iOS 27 zuteil wird. Und sagen wir es mal so: Siri AI schneidet im Power-User-Vergleich nicht ganz so gut ab, wie die Multi-Purpose-Frontier-Modelle mit Zugriff auf Apple-APIs.

Schließlich sieht er Open Minis als einen Beginn einer neuen Welle von KI-Agenten, die sich die APIs auf iOS zu nutze machen werden und so auch in Apples vermeint­lichem Walled Garden die Möglich­keiten von KI-Agenten ausreizen werden:

It is ironic that, on the cusp of Siri AI launching to millions of users in English only in a few months, here we have a single indie developer who is shipping an app that puts Siri AI to shame when it comes to getting work done with LLMs on iPhone and iPad today – with any model you want, in any language or region.

Open Minis kommt von einem chinesischen Indie-Entwickler namens Ethan Wang (hier sein GitHub-Profil) und es wird angegeben, dass die App selbst keinerlei Daten sammelt und vollständig lokal läuft (bei den KI-Modellen sieht das natürlich anders aus). Hier findet ihr die Privacy Policy der kosten­losen App, die aber natürlich ein Abo oder API-Keys der diversen KI-Anbieter voraus­setzt.3

Ich habe Open Minis gerade installiert, erste, spannende Tests gemacht und werde das weiter beobachten. Egal, ob es nun diese App oder eine andere wird: Die iOS-Büchse der KI-Agenten-Pandora ist geöffnet und ich bin gespannt, was da noch kommen wird. Siri AI wird sicherlich eine schöne Convenience-Lösung für den Alltag, dürfte für unsereins aber doch recht schnell an seine Grenzen stoßen.

  1. Alles Links zu Erwähnung der Apps in diesem Blog – allerdings habe ich Obsidian, das ich auch nutze, tatsächlich nie hier erwähnt. []
  2. Im GitHub-Repo der App heißt es: „At the moment, the public source code is still being organized, cleaned up, and optimized for release. We expect to open more of the project in the near future.“ []
  3. Ob ihr dieser App und/oder der Bewertungs­fähigkeit des Apple-Reviews vertrauen möchtet, ist natürlich noch eine andere Frage, aber da die Daten, die in die KI-Modelle fließen, ohnehin als öffentlich zu behandeln sind, vielleicht zu vernachlässigen. []
Open Minis Is the iOS Agent I Wish Siri AI Could Be | OpenGraph Preview Image
macstories.net

Open Minis Is the iOS Agent I Wish Siri AI Could Be

Every once in a while, I come across a third-party app that either resets my expectations for a particular niche of software on iOS or creates an entirely new category altogether. I’ve had quite a few of these moments in the 17 years I’ve been writing app reviews at MacStories: Editorial, Wor...

Glaze, Raycast’s AI-powered Desktop App Creation Tool

Desktop apps, reimagined by you. Create any app in minutes by chatting with AI. Beautiful, powerful, and truly personal.

In der letzten Woche wurde Glaze, die zweite App des Raycast-Teams, die es per AI-Prompts ermöglicht, macOS-Apps zu kreieren, als Beta-Version gelaunched. Ich war bereits Teil des geschlossenen Betatests und konnte daher die Frage, die ich im März zur Glaze-Ankündigung gestellt hatte („Fraglich ist natürlich, ob darin nicht doch Web-Technologien stecken, schließlich sind die Raycast-Extensions auch in einer Mischung aus React und nativem Code geschrieben.“), selbst beantworten, den es ist genau wie ich vermutet hatte: Intern sind es Web-Apps im nativen App-Wrapper. D.h. Windows dürfte alsbald auch kommen.

Die Idee ist weiterhin gut, aber auch so offensichtlich, dass ich eher auf Betriebssystem-Sherlocking (Shortcuts und Safari-Extensions kann man sich mit macOS 27 bereits herbeiprompten) und generische AI-Tools (Claude Code, Codex) setzen würde. Allerdings kommt Glaze direkt mit einem eigenen, kleinen App Store daher, in dem man die geteilten App-Kreationen anderer User durchstöbern und direkt runterladen kann. Für Teams gibt’s analog dazu und kostenpflichtig interne App Stores.

Raycafé Köln Logo Ich war am Freitag übrigens auf dem zweiten Kölner Raycafé, was erneut wieder sehr nett und interessant war. Dieses Mal ging es dabei weniger um konkrete Raycast-Features, sondern mehr um die ganz großen Fragen: Was kommt als Nächstes (wenn vor allem das Angleichen von Mac- und Windows-Version, sowie die Raycast 2 Beta abgeschlossen ist)? Wo will das Team hin? Und wie geht es mit der gevibecodeten oder alles könnenden Konkurrenz links und rechts um? Braucht es die AI-Subscription in Raycast dann überhaupt noch?

Beim dritten Raycafé, das gerade für Anfang Oktober geplant wird, wissen wir dann sicherlich mehr.

Glaze by Raycast. Desktop apps, reimagined by you. | OpenGraph Preview Image
glaze.app

Glaze by Raycast. Desktop apps, reimagined by you.

Create software for you and your team. Lives on your Mac, connects to your files, tools and hardware.

HyperTexting, a social news feed, powered by the open social web

HyperTexting is your timeline minus the ads, algorithms, and AI slop. It’s like the „for you“ feed, but it actually works… for YOU (not the platforms).

HyperTexting ist eine neue iOS-App von Brooke & Caleb Hailey von Herd Works, die Beiträge von Websites in einer chrono­logischen Newsfeed-Timeline darstellt, wie man sie aus den diversen Social-Apps kennt. Da alles auf RSS-Feeds basiert, heißt der vier Monate alte Introduction-Post konsequenter­weise auch “Welcome to the Feediverse”, was gar kein so schlechter Wortwitz ist, aber bei Fediversierten™ für Verwirrung sorgt.

Bei TechCrunch gibt es ebenfalls einen ausführlichen, gut bebilderten Artikel zur App, die im nächsten Schritt auch das Posten zu WordPress-, Ghost- und anderen Websites ermög­lichen will, um eine direkte, bi­direktionale Nutzung zu ermöglichen. Dabei funktioniert all das on device und ist aktuell zu 100% kostenlos.

Ein vielversprechender Start, allerdings war ich neben dem „Feediverse“ etwas irritiert, dass Mastodon- und Bluesky-Feeds nicht auch schon dabei sind – vor allem, weil die Profile in HyperTexting den gleichen Aufbau wie bei Bluesky haben (etwa @eay.cc für diese Website). Nichtsdesto­trotz toll, dass es einen weiteren, interessanten Open-Web-Client gibt. Vor allem, wenn Discovery und demnächst Posten bereits mit von der Partie sind.

Make HyperText.

Ich bin mittlerweile auch sehr von scrollbaren Newsfeeds/Timelines für meinen RSS-Feed-Konsum bzw. ein Subset davon angetan, was ich mit dem hervor­ragenden Tapestry abbilde und generell sehr empfehlen kann. Und Fun-Fact: Herd Works‘ Safari-Extension The Magic Highlighter, die einem nach Suchanfragen die Suchbegriffe auf den Zielseiten highlighted, nutze ich auch schon seit Release in 2023 begeistert.

HyperTexting | OpenGraph Preview Image
hypertexting.com

HyperTexting

HyperTexting is your timeline minus the ads, algorithms, and AI slop. It's like the "for you" feed, but it actually works... for YOU (not the platforms).

Claude’s Criminally Bad Electron Mac App Is an Inside Job

Fun-fact-Finding von John Gruber: Falls ihr euch je gefragt habt, warum es sich bei den macOS-Apps von Slack, Notion und Claude um aufgeblähte Electron-Apps handelt, anstatt um native, Mac-assed Mac Apps – die ja z.B. auch von Claude gebaut werden könnten –, dann liegt das daran, dass einer der feder­führenden Entwickler in den drei Teams – Felix Rieseberg – zuvor Electron miterfunden hat.

Und tatsächlich hatte ich Rieseberg auch schon hier: Als er, klar, Windows 95 als Electron-App rausgebracht hat.

Claude’s Criminally Bad Electron Mac App Is an Inside Job | OpenGraph Preview Image
daringfireball.net

Claude’s Criminally Bad Electron Mac App Is an Inside Job

Felix Rieseberg, quite obviously, is the answer to the question why Claude is an Electron app. It’s like wondering why all the screws in a building were hammered into the walls, and then finding out that the guy who oversaw construction founded and co-owns the world’s biggest hammer manufactu...

Forel – Open-Source Datei-Automatisierung für macOS und kostenlose Alternative zu Hazel

Define rules once watch folders, match files, and move, rename, tag, or label them automatically then let Forel run quietly in your menu bar.

Ich nutze – gerade nachgeguckt – Hazel begeistert seit 14 Jahren und habe nicht vor das zu ändern, aber wann immer ich nun kleinere „Verschiebe das dahin, wenn das passiert“-Aufgaben auf Macs jenseits meiner Main-Maschinen habe, klingt das nach einer guten Alternative. (via Caschy)

GitHub - lab421/forel: File automation for macOS. The open source Hazel alternative for macOS. | OpenGraph Preview Image
github.com

GitHub - lab421/forel: File automation for macOS. The open source Hazel alternative for macOS.

File automation for macOS. The open source Hazel alternative for macOS. - lab421/forel

Yonks v1.4.0 for iOS & Android released

Yonks v1.4.0 was released for iOS & Android today. On Android, it brings several fixes and optimizations for behaviours and views changed with Android 16, which were reported by users in recent weeks (thx @ David, Joseph & Jaqi 🙏). Otherwise, and on iOS, there are under-the-hood preparations for the big, all-changing v2, which will likely arrive during the course of August.

Watrify – Interaktive Trinkwasserkarte mit kostenlosen Wasserspendern

Watrify zeigt dir auf einen Blick, wo du unterwegs deine Trinkflasche nachhaltig auffüllen kannst – egal ob beim Wandern, Radfahren, mit dem Camper oder auf Städtereise. Standort freigeben – Karte öffnen – und den nächsten Trinkbrunnen entdecken.

Bei den Temperaturen der letzten Tage sicherlich sehr nützlich, wenn man unterwegs ist. Gibt’s auch als App für iOS & Android. (via Thomas)

Trinkwasserkarte – Trinkwasser an kostenlosen Wasserspendern | OpenGraph Preview Image
watrify.de

Trinkwasserkarte – Trinkwasser an kostenlosen Wasserspendern

Entdecke kostenlose Trinkwasserstellen in fast ganz Europa auf einer interaktiven Karte. Ideal für Wanderer, Vanlifer & Touristen

Loupe: A privacy-focused iOS app that raises awareness about what native apps can see

Loupe is an iOS and iPadOS app that gives you a hands-on tour of the device fingerprinting surface. It reads real values from public iOS APIs, the same ones any third-party app can call, and shows them to you raw. The point is simple: see what your iPhone quietly exposes, and why each reading helps an app recognize you again.

Alles keine neue Erkenntnis, aber schön das direkt so gebündelt zu sehen. Hier der direkte App Store-Link. Hier die Website der Macher.

GitHub - mysk-research/loupe: A privacy-focused iOS app that raises awareness about what native a... | OpenGraph Preview Image
github.com

GitHub - mysk-research/loupe: A privacy-focused iOS app that raises awareness about what native a...

A privacy-focused iOS app that raises awareness about what native apps can see - mysk-research/loupe