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Forum-Gedenk-Interview: Asphar

Vor ziemlich genau fünf Jahren wurde das eayz.net Forum geschlossen, das bis dahin einer kleinen, aber außerordentlich feinen Community ein digitales Dach über dem Kopf bot. Im Gedenken ans Forum habe ich mich gefragt, was die Leute, die hier damals zum Mobiliar gehörten, heute eigentlich so machen. Ein paar Emails später hatte ich dankenswerterweise einige interessante Antworten zusammen. Unter anderem von André, der im Forum als Asphar unterwegs war und 2008 im größten SEO-Battle aller Zeiten unter Verwendung unlauterer Methoden gegen mich gewann und seitdem darauf wartet, dass ich meine Wettschuld begleiche.

Hey Asphar, wie ist es dir die letzten fünf Jahre so ergangen? Was treibst du so?

Es ist viel passiert in den letzten fünf Jahren. Kennengelernt hatte ich das Msgboard ja damals über McLee, der mein Arbeitskollege war. Seitdem hatte ich zwei mal das Vergnügen beruflich in Australien sein zu dürfen, was ein ziemlich cooles Abenteuer war. Dank dir, Stefan, habe ich ja auch Twitter kennengelernt und damit 2008 in Melbourne viele Freunde gefunden mit denen ich heute noch Kontakt habe – im Gegensatz zu Twitter selbst, welches ich kaum noch nutze (dank Facebook). Seit Anfang 2009 bin ich selbständig und arbeite sowohl als Dienstleister in den Bereichen Fotografie und Bildbearbeitung, wie auch als freier Fotokünstler. Besonders spezialisiert bin ich auf Nachtaufnahmen von Städten, welche bei Kritikern und Presse sehr gut ankommen. So schmücken im DuMont Verlag meine Bilder bisher fünf Kalender, welche auch internationale Preise gewinnen. Zudem arbeite ich als Photoshop Coach und ab und an journalistisch als Fotograf auf Musik-Festivals oder schreibe Fachartikel über Fotografie und Bildbearbeitung. Das wär’s dann aber auch schon fast, nur eines noch: Ich heiße jetzt André und nicht mehr Eugene. 😉1

Irgendwelche Erinnerungen ans eayz.net Forum?

Wie McLee damals bei der Arbeit öfters ohne erkennbaren Grund in Gekicher ausbrach, um mich dann kurz darauf auf den ein oder anderen Post aufmerksam zu machen… 🙂

Kann man dich dieser Tage online irgendwo antreffen? Wenn ja (und wenn du’s verraten möchtest), wo?

Na klar! 🙂 Man findet mich eigentlich immer auf Facebook. Dort hab ich auch sowas, was früher mal Fan-Page hieß… Und wer mit eigenen Augen sehen will, was ich in den letzen Jahren so getrieben hab, darf gern auch auf meiner Website reinschaun.

Welche Frage hättest du hier gerne noch gestellt bekommen und wie lautet die Antwort?

Frage: Wie findest du es, dass eayz.net nun schon seit einer ganzen Weile nur noch bei wenigen ausgesuchten Artikeln Kommentare erlaubt, und so das schöne kleine Community-Feeling verschwunden ist?

Antwort: Sehr schade. Die Gründe kann ich zwar grundsätzlich nachvollziehen, denke aber, dass die Kommentare eh nie so überhand genommen hatten, dass sie nicht moderierbar gewesen wäre. Nun sind meist gerade die Artikel, bei denen man es sich wünschen würde, nicht mehr kommentierbar, was allein schon schade ist, da man so auch Herrn Eay nicht unkompliziert auf passenden weiterführende Artikel zu einem Thema aufmerksam machen kann; vor allem aber finde ich es eben schade, dass so die Interaktion mit anderen Lesern, die meiner Erinnerung nach auch immer freundlich war, völlig verlorengegangen ist, ganz zu schweigen von den schönen Eayzlies… Würde mich freuen, wenn die Kommentare wieder eingeführt würden – man kann ja auch auf den Counter der selbigen verzichten, dann zerstören auch weniger populäre Texte nicht die Ästhetik. 😉

Vielen Dank, Asphar, für’s antworten und die gute Zeit im Forum! :yeah:

  1. Anm. v. Eay: André bezieht sich hier auf die Tatsache, dass durch eine Unachtsamkeit meinerseits die erste Frage in jeder Mail an Eugene gestellt wurde. []

“I’m sorry, but it’s too late”

I’m admitting young healthy people to the hospital with very serious COVID infections,” wrote [Dr. Brytney Cobia], a hospitalist at Grandview Medical Center in Birmingham [Alabama], in an emotional Facebook post Sunday. “One of the last things they do before they’re intubated is beg me for the vaccine. I hold their hand and tell them that I’m sorry, but it’s too late.

Während die Impfbereitschaft rückläufig ist, mehren sich Anekdoten wie diese. Das Gebot der Stunde ist weiterhin: Lasst Euch impfen, wenn ihr es eh nicht schon längst getan habt. Denn die vierte Welle kommt genau so bestimmt, wie die dritte Impfung. (via Daring Fireball)

„Pay me to send you less!“

Ein simple Box auf der Webite von Simon Willison mit dem Titel „Monthly briefing“. Darunter steht: „Sponsor me for $10/month and get a curated email digest of the month’s most important LLM developments. Pay me to send you less!“ Unten befindet sich ein violetter Button mit der Aufschrift „Sponsor & subscribe“.

Simon Willison, der das unauf­geregte, täglich aktuali­sierte Must-Read-Blog für alles um Artificial Intelligence führt, lässt sich mit einem kosten­pflich­tigen Abo seines nur einmal pro Monat erscheinenden Newsletters unterstützen, in dem er seine letzten vier Wochen an Blogposts nochmal zusammengefasst:

I write a lot of stuff. If you like you can pay me to send you less. At the end of every month I send out a much shorter newsletter to anyone who sponsors me for $10 or more on GitHub. It’s intended to be a ten minute read that catches you up on the most important developments from the past month in LLMs and my other projects and research.

Clever. Hier als Beispiel die nun frei zugängliche Ausgabe von September.

“Sure, the Velociraptors are still on the loose, but that’s no reason not to reopen Jurassic Park”

Now, I understand why some people might be skeptical about reopening an amusement park when there are still blindingly fast, 180-pound predators roaming around. But the fact of the matter is, velociraptors are intelligent, shifty creatures that are not going to be contained any time soon, so we might as well just start getting used to them killing a few people every now and then.

Podcast: Poor Britannia – Großbritanniens verarmte Gesellschaft

London funktioniert wie immer und macht die Reichen superreich. Der Rest des Vereinigten Königreichs hingegen verarmt und verkommt. Trotzdem finden sich kaum kritische Stimmen. Warum ist das so?

Interessante Episode aus Acht Milliarden, dem Auslands-Podcast des Spiegels, in der UK-Korrespondent Jörg Schindler von den Problemen in Großbritannien berichtet, die man aus den futuristisch-charmanten Londonbesuchen in der Regel nicht kennt.

It’s more than just the words

As we move our code to CodePen, our writing to Medium, our photographs to Instagram we don’t just run the risk of losing that content and the associated metadata if those services vanish. We also lose our own place to experiment and add personality to that content, in the context of our own home on the web.

Rachel Andrew möchte dieses Jahr nicht nur Inhalte zurück auf ihre Webseite holen, sondern auch den Kontext gestalten und neue Technologien auf ihrer Webseite ausprobieren. Guter, nachahmeswerter Vorsatz.