Ich hatte es in der letzten Woche schon kurz und kryptisch auf Mastodon und Bluesky1 angekündigt – nachdem ich mich beim Schreiben des Wortes „Links“ zugunsten von „Lonks“ verschrieben hatte und dachte, hey, wenn ich eine Link-Sammel-App rausbringen würde, sollte diese Lonks heißen; Lonks und Yonks, das würde sich hervorragend im Lebenslauf machen –, dass ich gerade an einer neuen iOS/iPadOS-App arbeite, die wir demnächst im kalifornischen Bergwerk einreichen werden.
Es handelt sich um ein kleines, wie wir finden feines Tool für Web-Designer und -Entwickler, von dem man sich fragt, warum es das nicht schon immer gab, nachdem man es einmal gesehen und genutzt hat. Spitze Zielgruppe mit spitzem Use Case, aber überaus interessant. Für die Monetarisierung planen wir (derzeit) Freemium ein: Die App kann komplett kostenlos genutzt werden, es gibt eine inhaltliche Einschränkung, die mit einem Einmalkauf (≠ Abo) freigekauft werden kann. Genau das plane ich derzeit übrigens auch für Yonks 2.0 ein, siehe meine ersten Gedanken dazu hier. Bei einer bestehenden und dann auch noch auf Android verfügbaren App gestaltet sich das allerdings deutlich schwieriger, als bei einer frischen Apple-only-App.
Und speaking of Apple: Es gibt zwei, drei Voraussetzungen und Funktionen, die das Unterfangen zum Scheitern bringen könnten. An einer Stelle umgehen wir App-Store-Beschränkungen, was andere aber auch machen. Nur sind das eben Namen wie Google. 🙈 Woanders gibt es eine CLI, die optional auf dem Mac installiert werden kann und die dann mit der App kommuniziert, was ehrlicherweise Neuland in unserem ansonsten sehr erfahrenen App-Review-Game ist.
Also schauen wir mal. Die App ist bereits zu 95% fertig, ich arbeite aktuell nur noch am Polishing und Testing der CLI. Der Plan ist, die App schnellstmöglich einzureichen, um die Unklarheiten in Bezug auf’s Bergwerk alsbald zu klären, gleichzeitig dem Bergwerk aber auch zu signalisieren, dass das hier kein Wochenend-AI-Slop ist. Daher das Anti-MVP-Polishing.
Weiter erweitern wir auf vielfachen Nutzer*innenwunsch und nach Rücksprache mit den Kolleg*innen von awork, unserer Projektmanagementsoftware der Wahl, gerade die von uns entwickelte awork-Raycast-Extension, so dass diese fortan auch direkt aus Raycast heraus Tasks erzeugen und bearbeiten kann. Raycast-AI-Support inklusive. Sollte in den nächsten Tagen released werden, was ihr dann natürlich auch hier erfahrt.
Und weil Nischen unser Ding sind, haben wir uns eine weitere gesucht und nicht ein, nicht zwei, sondern gleich drei Stücke Software dafür geschrieben. Die Vorgespräche sind alle erfolgreich gelaufen, jetzt folgt das Store-Review in diesem Nicht-Apple-/Google-Kosmos.
Spoiler: Wir haben u.a. einen Feedreader gebaut, aber anders als man denkt. Normalerweise eher etwas, das unter dem „eay“-Dach und nicht bei Hypercode zuhause wäre, aber einfachheitshalber veröffentlichen wir es jetzt im Firmenkontext. Ich hab’s aber alleine und nur für mich gebaut. 🤓 Sobald das so weit ist, steht es ebenfalls hier.
Und dann, last but not least, habe ich mir im Urlaub eine kleine Health-App gebaut, die ich so und/oder für bezahlbares Geld bisher nicht gefunden habe. Funktioniert wunderbar und ist im täglichen Einsatz bei mir. Aber ob ich die Zeit finde, das für eine Veröffentlichung fertig zu machen, bleibt abzuwarten.
Es gäbe schließlich noch genug zu tun, z.B. shortfil.ms zu aktualisieren. 😅
So oder so: Wenn was gezeigt werden kann, werde ich es zeigen. Die Micro-Apps-Blogserie von Matt Birchler, in der er kleine Anwendungen für überschaubare, meist private Zwecke gezeigt hat, hat mir nämlich gut gefallen.
- Weiterhin Indigo, siehe Fußnote 1 hier. [↩]
TestFlight or it didn’t happen! 😌