Einträge von Juli 2009 (35)

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Comic-Con Berichterstattung

Ich bin mir zwar sicher, dass ich es letztes Jahr auch schon so gehandhabt habe, aber ich kann nichts finden, daher nochmal von vorne: Dieser Tage findet in San Diego die berühmt-berüchtigte Comic-Con, die in diesem Jahrtausend mehr mit Film & Fernsehen als Comics zu tun hat, statt und ich möchte euch hiermit (eventuell, I don’t know…) erneut auf mein Lieblings-Convention-Blog Xdest hinweisen, in dem Hendrik wieder vom aktuellen Geschehen berichtet.

Leider jedoch auch nicht von vor Ort, sondern vom Bildschirm, aber ich überlege ernsthaft wie viel es den gemeinen deutschen Blogger kosten würde, im nächsten Jahr nach San Diego zu reisen und exklusivst von der Comic-Con zu berichten. Hat zufällig irgendwer Preisvorstellungen parat und/oder will sich anschließen?

The Hangover – Review

Heute startet The Hangover, den ich wie bereits erwähnt schon vor zwei Wochen sehen durfte, in den deutschen Kinos. Und wie meine Follower und aufmerksame Leser dieses Blogs bereits wissen, hat mir Todd Phillips‘ neue Komödie1 ausgesprochen gut gefallen. Aber, fragt ihr zu Recht, warum eigentlich?

Handlungstechnisch wurde das Rad zwar keineswegs neu erfunden2, aber der Ausgangspunkt ist durchaus interessant (und ja, für den ein oder anderen Rezipienten hat er sicherlich auch Identifikationscharakter): Bevor ein Viertel einer Männerclique vor den Traualtar tritt, wird er von seinen drei Freunden geschnappt und über’s Wochenende nach Las Vegas gekarrt, wo ausgelassenes Feiern und exzessiver Alkoholkonsum auf der Agenda stehen. Schließlich will die letzte Nacht „in Freiheit“ gefeiert werden und dann macht’s auch nichts, wenn man am nächsten Morgen mit intensivem Kater aufwacht. Doch irgendwie gerät der Junggesellenabschied der Vier außer Kontrolle3: am nächsten Morgen ist das Hotelzimmer in seine Einzelteile zerlegt, der Bräutigam ist verschwunden, im Badezimmer brüllt ein Tiger, im Schrank ein Baby, Gangster und Mike Tyson haben es gleichsam auf sie abgesehen und zu allem Überfluss erinnern sie sich an rein gar nichts. Dass das geliebte Auto des Schwiegervater in spe verschwunden, man dafür aber im Besitz eines Streifenwagens ist, stört da auch nicht weiter. Erstmal muss nämlich Schadensbegrenzung betrieben, die Nacht rekonstruiert und vor allem der Bräutigam werden.

Das ganze erreicht eine herrliche Absurdität, weiß oft zu überraschen und ist wunderbar gespielt, wobei vor allem Zach Galifianakis als skurriler Schwager Alan zu überzeugen weiß. Im Preview war gar vor lauter Lachen teilweise kein Wort mehr zu verstehen und das, wenn wir mal davon ausgehen, dass nicht nur Bild.de-Publikum vor Ort war, soll schon was heißen.

Bei all den positiven Eindrücken reicht es dennoch nicht für viereinhalb oder sogar die volle Wertung, weil sich dennoch einige Kritikpunkte ansammeln. So fügen sich einige Szenen einfach nicht in die Rahmenhandlung ein, wirken aufgesetzt und wären anderswo sicherlich der Schere zum Opfer gefallen (bspw. die Polizei-Taser-Szene). Generell verliert der Film in seiner zweiten Hälfte einiges an Tempo und Schlagfertigkeit und versöhnt bzw. verhöhnt den Zuschauer schlussendlich mit einem zu friedfertigen Happy End. Hätte sich The Hangover von diesem vermeintlichen Muss befreien können, wäre da sicherlich mehr und vor allem Tiefe drin gewesen. Schade. Dennoch eine feine, anstandslose Komödie, die einem überaus unterhaltsame anderthalb Stunden Chaos beschert.

Empfehlung für alle Anwesenden!

EMDb – Rating: 4/5

  1. Der Mann ist ein wahrer Quell einschlägiger Komödien: Regisseur von Road Trip, Old School, Starsky & Hutch, Autor von Borat… []
  2. Siehe den Vergleich mit Ey Mann – Wo is‘ mein Auto? []
  3. Also noch mehr als es eh schon bei solchen Feierlichkeiten der Fall ist… []

Bewegtbild von Alice in Wonderland

Weil den ja zur Stunde jeder, aber auch wirklich jeder bringt und weil er in der Tat toll aussieht und Lust auf mehr macht, hier der erste Teaser Trailer zu dem Film, auf dessen Umsetzung Tim Burtons gesamte Filmografie seit jeher hindeutet und für den er prädestiniert ist wie kein anderer: Alive in Wonderland.


(Update: Da das Video mal wieder von nichts verstehenden Rechteinhabern von sämtlichen Plattformen gelöscht wird, hier der Teaser beim Affenheimtheater.)

Weezer: The 8-bit Album

Do you remember that dream you had, where the sound chips from the beloved games consoles of your youth all got together and formed a Weezer tribute band? Yeah? No? OK. That dream is about to come true. […]

Und es hört sich mitunter fantastisch an, sofern man etwas für Videospiele und Weezer übrig hat, aber das ist ja eigentlich Ehrensache. 14 verschiedene Chiptune-Künstler haben mitgewirkt und bekommen könnt ihr das Tribute-Album natürlich kostenlos hier. Zur Einstimmung mein Weezer-Favorite „Buddy Holly“… (via)

Update: Shaun Inman hat dem Album ein neues, ansehnliches Cover verpasst.

Das zweitgrößte Aquarium der Welt

Da die Freundin bekanntlich das größte Aquarien-Fangirl out there ist, muss ich folgendes Video natürlich einfach bringen. Es zeigt das Kuroshio Sea Aquarium, die Hauptattraktion des Okinawa-Churaumi-Aquariums in Okinawa, Japan, das, wie Torsten uns lehrt, 7.500 m³ (7.500.000 Liter) Wasser umfasst, die von der zweitgrößten Glasscheibe der Welt vor den Zuschauern zurückgehalten werden. Dahinter verbergen sich Walhaie, Mantarochen und weiteres Gefischs – was allein schon im (HD-)Video ziemlich beeindruckend ist.


(Vimeo Direktfische)

Darth Vader’s Hammertime

Bei den diesjährigen Star Wars Weekends in Disney´s Hollywood Studios wurde unter anderem auch ein Dance Off zwischen den allseits bekannten Figuren veranstaltet. Im folgenden das absolute Highlight und natürlich auch der Gewinner des Dance Offs: Darth Vader und seine Sturmtruppen beim performen von MC Hammers „Can’t touch this“; ein Video aller Auftritte gibt’s hier. Made my day!

Vorschaubild zum Video. Aktivieren, um das Video zu laden und abzuspielen. 
(YouTube Direktlink)

(via Nerdcore)

Michael Bay ist ein 13 jähriger Junge

Ein Vogel? Ein Flugzeug? Superman? Oder ist das etwa … nein, das kann doch nicht sein?! Aber doch: Verehrte Damen und Herren, liebe Kinder, der anzüglichste antizyklischste unter den Filmbloggern ist wieder da und liefert sensationelle dreiundzwanzig Tage nachdem er Transformers 2 gar an einem Premieren-Mittwoch rezipiert hat, endlich das Review zu selbigem nach, womit er endlich wieder up-to-date ist, was sein Kinolog betrifft (und hey, vielleicht wollen sich den Film ja einige von euch noch am Kinotag geben oder falls schon gesehen, mir die Birne abreißen oder nickend zustimmen…).

„Transformers 2: Die Rache“ also, der neue Film Michael „Bamm-Bamm“ Bay, dem Meister der gepflegten Explosion und der überaus seichten Story. So auch hier: Die Decepticons, die vor zwei Jahren von den Autobots besiegt wurden, wollen sich rächen. Dazu reaktivieren sie ihren im Meer versunkenen Anführer Megatron und schon kann die Schlacht gegen Optimus Primes Autobots, die mittlerweile eine geheime Spezialeinheit der US-Regierung bilden, beginnen. Derweil kommt der menschlische Transformerfreund Sam Witwicky (Shia LaBeouf) in die Pubertät und sieht fortwährend komische Schriftzeichen.1

Das klingt zwar etwas wirr, steht dem Rest des Films damit aber in nichts nach. Denn gäbe man einem 13 jährigen Jungen 194 Millionen Dollar in die Hand und würde ihn beauftragen, einen Actionfilm mit kämpfenden Robotern zu produzieren, dann würde der Junge, Sklave seines Testosterons, genau diesen Film produzieren: riesige Transformers in einem nie gekannten Ausmaß, Explosionen und anderen Action-Spökes wo man nur hinsieht, eine Story, die sich in all ihren Superlativen, zu oft verrennt2 und natürlich eine Megan Fox, deren Flucht im weißen Trägertop mit Hauptaugenmerk auf ihre hüpfenden, sekundären Geschlechtsmerkmale in Zeitlupe (!) gefilmt wird. Abgerundet wird das alles ganz konsequent mit einer ordentlichen Prise Pubertärhumor von schwingenden Robotorklöten bis hin zu Fox anbumsenden Minirobotern.

Aber: Roboter und Effekte sehen fantastisch und nochmal um einiges besser als im ersten Transformers aus, der Dampfhammerhumor zündet dann und wann tatsächlich3 und sogar Sektor-7-Witzfigur John Turturro hat seine guten Momente, so dass ich mich im Endeffekt – trotz obiger Kritikpunkte und einiger Längen – gut unterhalten fühlte. Und genau das soll hier ja auch der Standard zur Punktevergabe sein, weshalb ich den Film wohl besser bewerte als viele meiner professionellen und semi-professionellen Kritikerkollegen. (Aber mir doch egal…)

EMDb – Rating: 3/5

  1. Aber erinnern wir uns an unsere eigene Jugend zurück: das ist doch ganz normal… []
  2. Dass die Handlung so überaus zäh und unlogisch ist, verwundert vor allem wenn man bedenkt, dass hier mit Orci und Kurtzman die selben Autoren am Werk waren, die uns mit dem neuen Star Trek den besten Blockbuster der letzten Monate bescherten. []
  3. Ein kleiner 13 jähriger steckt doch in uns allen! []