Einträge von November 2008 (35)

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Sexina: Popstar P.I.

Bisher dachte ich, dass sich das Schaffen des 60er-Jahre-Batman Adam West in den letzten Jahren auf infantiles Gekritzel beschränkte. Wie ich gerade bei Popmoderne erfahren habe, habe ich mich jedoch in ihm getäuscht: 2007 hat er sein durchaus unterhaltsames Lebenswerk nämlich mit dem wahrscheinlich sehr anspruchsvollen Film Sexina: Popstar P.I. gekrönt.


Darum geht’s: Sexina ist die große Pop-Sensation im Showbusiness, arbeitet nebenbei aber auch als Privatdetektivin. Als sie sich auf die Suche nach einem verschollenen Wissenschaftler begibt, erfährt sie, dass dieser entführt wurde, um eine Roboter-Boy-Band für einen fiesen Musikproduzenten, gespielt von Adam West, zu erschaffen. Dessen diabolischer Plan: Sexina vom Pop-Thron stoßen! Klar, dass Sexina das mit allen Mitteln und Reizen verhindern will…

Klingt bizarr? Wird noch bizarrer: der Theme-Song zu Sexina wurde von keinem geringeren als Davy Jones, dem Sänger von The Monkees, geschrieben. Doch wer sich selbst von diesem Sammelsurium der Kuriositäten überzeugen will, hat schlechte Karten: der Film wurde seit Fertigstellung nur auf ein paar Festivals aufgeführt und DVDs und Torrents gibt’s auch keine. Zudem sagen die wenigen Auserwählten, die West in der Rolle seines Lebens sehen konnten, dass Sexina: Popstar P.I. absoluter Vollmist wäre. Da die breite Veröffentlichung wohl zu bezweifeln ist, bietet nur der Trailer (nach dem Klick) Bewegtbild-Abhilfe. (mehr …)

Mein ‚Fable 2‘-Held


So sieht mein leicht vernarbter, bösartiger Held aus (nachdem er etwas abgespeckt hat). Bin mit der Haupt-Quest durch und nun auf dem Weg zum fiesen Großgrundbesitzer. Und nach mehreren Tagen in Albion kann ich meinen Ersteindruck nochmal bestätigen: tolles Spiel!

Jetzt stehe ich aber vor einer neuen Haupt- Kauf-Quest: Gears of War 2 oder Call of Duty 5? Oder womöglich doch Fallout 3? Sequel-Alarm! Hilfe!

Knorkators Weg nach unten


Am Freitagabend im Kölner Underground gewesen und Knorkator gesehen. Denn wann, wenn nicht jetzt bekommt man nochmal die Chance, „Deutschlands meiste Band der Welt“ live und in Farbe zu sehen? Leider handelt es sich nämlich bei der aktuellen Tournee „Weg nach unten“ um ihre Abschiedstour – und die hat’s in sich! Die Tour läuft noch den ganzen November über und zum Abschluss in Berlin. Wer die Chance hat Knorkator noch live zu sehen, sollte diese unbedingt (wirklich unbedingt!) wahrnehmen: Anseh- und Abrockbefehl!
Foto von SannyWild, aufgenommen in Magdeburg (vielen Dank!).

Sleaze – Trash mit Substanz


Nachdem ich vor einem Monat meine Abrechnung mit Neon, dem „jungen Magazin vom Stern“, veröffentlicht hatte, trudelte hier wenige Tage später die sechste Ausgabe von SLEAZE ein. Dahinter verbirgt sich ein „bundesweit erhältliches Printmagazin aus Berlin“, dass „kostenlos in den meisten Großstädten erhältlich“ ist.1 Parallelen zum Vice Magazine, das ebenfalls durch Werbung finanziert wird und gratis abgegeben wird, sind aber nicht nur im Vertriebsweg erkennbar, sondern auch thematisch. Und da ich immer mal wieder gerne im Vice lese, aber jede Konkurrenz nur begrüßen kann und man mir freundlicherweise eine Ausgabe zuschickte, wird’s nun Zeit sich sich (endlich2) mal näher mit SLEAZE zu beschäftigen.


Und das fiel mit nicht sonderlich schwer: Frei nach dem selbstauferlegten Motto „Trash mit Substanz“ gibt’s in der mir vorliegenden Ausgabe etwa eine Kriegserklärung an die GEZ, einen Bericht über Metalle im Gesicht, ein Interview mit den Kings of Leon und die Dr.-Sommer-ähnliche Rubrik „Frag Tante Noah“, in der die Fragen etwas, sagen wir mal, unausgeglichen beantwortet werden. Darüber hinaus gibt’s natürlich auch ein Vielfaches an unnützem Wissen (Stichwort: Fregoli-Syndrom) und die üblichen Film- und Musik-Rezensionen. Aber auch Comics (!), die von anderen Magazinen ja schon mal gerne ignoriert werden. Ein weiterer Pluspunkt: Bei SLEAZE arbeitet man scheinbar gut mit Web-Publikationen zusammen. So wird besagte Comic-Rubrik von Comicgate befüllt, es gibt inFemmes „Post an Wagner“ und eine Fotoserie stammt etwa direkt von Pundo3000. Und, hey, die SLEAZEr lieben Nacktmulle:


Ihr merkt, die Lektüre von SLEAZE hat Spaß gemacht, ich bedanke mich für die Ausgabe und werde in Zukunft wohl regelmäßig nach neuen Ausgaben Ausschau halten. Falls ihr jedoch fernab von jeder Großstadt wohnt, könnt ihr SLEAZE auch für den wirklich sensationellen Preis von 8,90 € abonnieren oder auch direkt als PDF runterladen. Wer also mit all den glamourösen Generation-WTF-Magazinen nicht mehr viel anfangen kann und nicht nur Artikel lesen möchte, die um den heißen Brei herumschwadronieren, der ist bei SLEAZE mehr als gut aufgehoben. (Und die Papierqualität ist auch toll!)

  1. So steht’s zumindest in SLEAZEs eigener Vorstellung. []
  2. Ja, seit Eingang des Hefts in meiner Offline-Inbox und Verfassen dieses Eintrags ist einige Zeit vergangen, aber ich bin ja sowas von überaus vielbeschäftigt und außerdem ist Kiefer Sutherland ein Pirat. []

Kiffer in Action

Mit Ananas Express (was schon etwas lächerlich klingt und eher einen Film von diesem Kaliber vermuten lässt) ist dieser Tage der neueste Streich aus dem Judd Apatow-Konglomerat in die deutschen Kinos eingezogen. Wie es bei der Clique, die u.a. mit Superbad schon die Teenie-Komödie neu erfunden hat, üblich ist, besteht die halbe Belegschaft des Films wieder aus alten Bekannten. Federführend in Ananas Express ist Seth Rogen, unterstützt von James Franco, der den meisten als der schmierige Green Goblin Jr. aus Spider-Man bekannt sein dürfte. Und auch wenn er der Neuzugang der Truppe ist, kann er – soviel soll hier bereits verraten werden – überzeugen. Als Drogendealer. Aber erstmal der Reihe nach:

Nachdem der dauerbreite Gerichtszusteller Dale (Rogen) bei seinem Dealer Saul (genau, Franco) exklusiv Marihuana feinster Sorte erstanden hat, wird er Zeuge eines Mordes als er dem Drogenbaron der Stadt eine Vorladung zustellen soll. In der Hektik wirft Dale seinen Joint aus dem Autofenster und rast davon. Der Drogenboss bemerkt Dales Flucht jedoch, findet seine Kippe, erkennt das „Ananas Express“ genannte Marihuana und weiß, welcher Dealer es für ihn weiterverkauft. Über ebendiesen versucht er Dale ausfindig zu machen und schickt den beiden seine Killer auf die Versen. Dale und sein Dealer haben sich zwischenzeitlich jedoch aus dem Staub gemacht…

Während wir in der ersten Hälfte des Films erwartungsgemäß das Versteckspiel der Kiffer vor dem eheähnlichen Killerduo zu sehen bekommen, weiß die zweite Hälfte des Films wahrlich zu überraschen: nachdem die Freundschaft von Dale und Saul, wie es sich für eine ordentliche Buddy-Komödie gehört, auf die Probe gestellt wurde, finden wir uns in einem aberwitzigen, action-geladenen Showdown wieder. Und genau dieser Mix aus zugegebenermaßen teilweise recht platter, aber auch hochunterhaltsamer (Kiffer-)Komik und knallharter Action macht den Reiz des Films aus und lässt Ananas Express wie eine bunte Mischung aus Clerks und Hot Fuzz, mit einer Prise Burn After Reading angereichert (denn sie wissen nicht, was sie tun), wirken. Freunde des Kiffer-, Komödien- oder Actionfilms, die etwas für die anderen Genres erübrigen können, werden ihre wahre Freude haben.

EMDb – Rating: 3,5/5

Kiefer Sutherland ist ein Pirat

Eigentlich wollte ich ja heute einiges bloggen, ein Wörtchen über Obama verlieren, wie ein Wilder twittern und den Abend vor dem Exkrementen­fernsehgerät ausklingen lassen. Leider ist auf der Arbeit jemand ausgefallen und hat meiner Tages- und Abendplanung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Daher heute nur ein bisschen Bewegtbild mit Kiefer Sutherland als Pirat, was wiederum alles erklären dürfte. (thx, McLee!)

Vorschaubild zum Video. Aktivieren, um das Video zu laden und abzuspielen. 
(YouTube Direktlink)

An a cappella tribute to John Williams

Der YouTuber Corey Vidal hat sich für sein Tribute an den Filmkomponisten John Williams was ganz besonderes einfallen: in einer vierstimmigen a-cappella-Version besingt er unter den Melodien verschiedener Williams-Kompositionen die Geschichte von Star Wars. Selten war so offensichtlich, dass auch die Indy– und Jurassic Park-Themes wunderbar zum Krieg der Sterne passen. Toll! Video nach dem Klick: (mehr …)