Einträge von November 2008

Unzusammenhängende Gedankenschnipsel

die vor allem dem Zweck dienen, diesem Blog Inhalt einzuhauchen:

– Seit wann spielt MTV denn wieder Musik? Bin gerade von der Live Night begeistert.

– Wenn man drei Stunden mit dem Überfliegen des Feedreaders beschäftigt ist, wird das Prinzip Feedreader irgendwie ad absurdum geführt. Vielleicht liegt’s ja auch an mir und ich habe das Abonnieren übertrieben. Kann man Feed-süchtig sein? Brauche ich Hilfe?

– Vor neun Tagen habe ich »Der Mann, der niemals lebte« gesehen. Mit ziemlicher Sicherheit folgt innerhalb der nächsten neun Tage eine kleine, positiv gestimmte Rezension.

– »Lars and the Real Girl« ist ein toller Film mit tollem Soundtrack und diese Erkenntnisse wären hier vor Urzeiten in einem eigenen Blogeintrag festgehalten worden, aber Twitter hat meine und eure Aufmerksamkeitsspanne offensichtlich auf 140 Zeichen verkürzt, sprich: die meisten Leser haben es schon gar nicht mehr bis hierhin geschafft.

– Die letzte Volkszählung liegt genau ein Jahr zurück. Ob ich euch wieder zählen sollte?

– Das iPhone ist ja bekanntlich wunderbares Stückchen Technologie. Nur warum zum Steve gibt’s keine Möglichkeit Profile anzulegen, wie sie schon bei meinem ersten Handy vor hundert Jahren bestand? Ich will nicht andauernd manuell in den Einstellungen rumfummeln, um 3G und WLAN an- und auszustellen.

– Ich habe seit einer Woche eine neue Handynummer. Wer die letzte hatte, kann sich die neue wieder selbst erbasteln (viel Spaß!):

0151 (+3)(+1)(+3)(+2)(-2)(+1)(+3)3

Batman & Robin


Hinter den Namen Batman und Robin verbergen sich nicht nur ein Superheld und sein Sidekick oder eine homosexuelle Lebensgemeinschaft, sondern neuerdings auch zwei österreichische Musiker, die auf Konzerten das Wesen der Namensgeber gänzlich neu interpretieren und so grandiose Titel wie „Who the fuck is Superman?!“ oder „I’m a Bat! I’m a Rock ’n‘ Roll Animal!“ vortragen. Das ist verrückt, das ist guter, dreckiger Rock. Davon könnt ihr euch beim Anhören der Stücke auf Holy Maccaroni, der MySpace-Seite der beiden, selbst überzeugen.

Und als wäre das alles nicht schon berichtenswert genug, werden die Platten von Batman & Robin vom grandiosen Illustrator Michael Hacker gestaltet. Eine Sammlung all seiner Arbeiten für Batman & Robin findet ihr hier. Wer gefallen an Musik und/oder Gestaltung findet, kann die Platten direkt beim Label Bachelor Records für sagenhafte vier Euro exkl. Versandkosten bestellen – sofern sie nicht schon ausverkauft sind.

First Love never dies


Der in diesem Jahr erschienene Kurzfilm I love Sarah Jane betrachtet die alte Zombie- Thematik mal aus einem etwas anderen, aber nicht weniger interessanten Blickwinkel: Was tun Kinder in einer postapokalyptischen Welt, in denen ihre Eltern tot oder – noch schlimmer – untot sind? Die nahe liegende Antwort: Fast das, was sie auch so tun würden. Während der 13 jährige Jimbo nur Augen für die ältere Sarah Jane hat, vertreiben sich die anderen Jungs ihre Zeit damit, im Vorgarten einen Zombie zu quälen. Die Katastrophe ist vorprogrammiert…

Das ganze ist wunderbar inszeniert, wenngleich sich dem eigentlich recht aufreibendem Thema verhältnismäßig nur zaghaft und sehr ruhig genähert wird. Die Titelheldin Sarah Jane wird übrigens von Mia Wasikowska gespielt, die demnächst in Tim Burtons Alice in Wonderland die Alice verkörpern wird. Wer sich von ihr und dem sehenswerten Kurzfilm überzeugen möchte, kann sich I love Sarah Jane bei Vimeo ansehen. (via)

Von Farin und Fahrverboten


(YouTube Direktsymbolvideo vom Konzert des Vortages, auch im Kölner Palladium)

Komme gerade vom FURT-Konzert und aus der Kneipe zurück (erschreckend wie unverblümt hier in den letzten Tagen dem Alkoholkonsum gefrönt wird!). Das Farin Urlaub Racing Team hat erwartungsgemäß gerockt, war super choreographiert, hat die Hits aller Alben gespielt und Zehn, den wahrscheinlich besten Live-Song out there, erfreulicherweise gleich zweimal zum Besten gegeben. Im Gegensatz zu Dienstag waren hier natürlich nur nette, normale und zumeist erwachsene Leute zugegen und so bleibt als einziger, kleiner Kritikpunkt nur die für einen Arzt doch relativ kurze Spielzeit von zwei Stunden zu bemängeln. Ihr ahnt es: sollte man gesehen haben. Für FU- und DÄ-Fans sowieso ein Pflichtkonzert.

Tja, soweit das Konzert. Dass ich mich mit 30 km/h zuviel habe blitzen lassen (klar, wegen der Finanzkrise! Der Staat hat’s ja schließlich nötig!) und mich im schlimmsten Fall nun auf ein einmonatiges Fahrverbot freuen darf, bleibt da nebensächlich…

Verdammte Scheiße!

The Missing Link

Seit Jahren gibt uns die Werbeindustrie einen Leitfaden zum Zähneputzen an die Hand:

Morgens Aronal, Abends Elmex.

So einfach kann die Welt sein. Zumindest wenn man die allgemeine Lehrmeinung westlicher Zahnärzte wissentlich ignoriert und sich nur zwei Mal am Tag die Zähne putzt.1 Doch das kann ja auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein und spätestens zur halbjährlichen Kontrolle bekommt man dann in Form einer Ermahnung des Zahnarztes die Konsequenzen aufgedrückt. „Aha, Herr Grund, haben sie sich etwa nur Morgens und Abends die Zähne geputzt? Schämen Sie sich, Sie Unhold!“

Als langjähriger Aronal– und Elmex-Kunde bin ich mir der Gefahr der Ermahnung natürlich bewusst und habe ein ausgeklügeltes System entwickelt, das mir ermöglicht, meine Zähne auch zur Mittagszeit zu pflegen: ich wechsele Mittags täglich zwischen beiden Pasten. Leider jedoch versagt mein System so ziemlich jedes Wochenende, weil mein Kater-Ich sich partout nicht daran erinnern will, welches Produkt heute anzuwenden wäre. Verzweifelung mischt sich zur Fahne; ich greife wahrscheinlich zur falschen Zahnpasta.

Dabei wäre eine Lösung des Problems so einfach und ökonomisch so rentabel2: Die Aronal- und Elmex-Produktpalette muss um eine dritte Zahnpasta erweitert werden, die sich dem hartnäckigen Kampf der mittäglichen Zahnzerstörer widmet. Doch warum hat Aronal- und Elmex-Hersteller GABA Deutschland dieses fehlende Bindeglied noch nicht in die hiesigen Badezimmer gebracht? Als Fuchs, der ich bin, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass den Machern nur ein passender Produktname für Zahnpasta X fehlt.

Hier kommt ihr, liebe Leser, ins Spiel: Postet eure Namensvorschläge für den Missing Link zwischen Aronal und Elmex in die Kommentare!3

Der beste Vorschlag wird von mir mit einem Doppelpack prämiert. Selbstverständlich handelt es sich bei dieser kleinen Aktion nur um einen kleinen, privaten Spaß, der nichts mit dem Aronal- und Elmex-Hersteller zu tun hat. (Also bitte nicht verklagen.)

  1. Tatsächlich putzt man sich die Zähne – richtig! – nämlich drei Mai am Tag. Und zwar nicht hintereinander, sondern nach einem überaus komplexen System, dessen Erklärung an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde.
  2. Nein, der Wechsel zur eintubigen Konkurrenz stellt keine Option dar.
  3. Limpis Vorschläge Eronal und Almex sind aus offensichtlichen Gründen disqualifiziert.