Einträge von Oktober 2007

Ein scheinender Stern?

„Was tut man nicht alles der Liebe wegen?“, dachte ich als die Freundin mir mitteilte (selbstverständlich schriftlich und fristgerecht!), dass sie gerne Der Sternwanderer sehen würde. „Es gibt viele spaßige Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten, aber dieser Sternfilm gehört sicherlich nicht dazu“, orakelte ich und willigte dennoch ein. Gestern Abend stand also Horizonterweiterung in dem von mir so sehr gehassten Fantasy-Gerne an. „Rein ins Kino, zwei Stunden absitzen, raus aus’m Kino und dann schreibst du hier was für’n Mist du gesehen hast“ muss mein vorherrschender Gedanke gewesen sein. Doch ich wurde eines besseren belehrt: Der Sternwanderer ist ein Fantasy-Märchen, das sogar mir gut gefallen hat. Gründe dafür gibt es zuhauf: Robert De Niro und Michelle Pfeiffer nehmen sich selbst nicht so ganz ernst (Robert De Niro spielt einen Piraten-Transvestit, Michelle Pfeiffer eine eitle immer schneller alternde Hexe), handwerklich so wie man’s sich wünscht, aus erstochenen Adeligen fließt blaues Blut, Claire Danes ist ein Stern, es gibt eine menschliche Ziege und die toten Prinzen beobachten und kommentieren das Geschehen wie die Kids over New York. Ihr merkt, man hat die Fantasy-Sache gekonnt mit komödiantischen Elementen gemischt – es jedoch nicht zum Klamauk á la Captain Jack Sparrow verkommen lassen – und ich denke, dass genau diese Mischung den Sternwanderer ausmacht. Was bleibt mir mehr zu sagen als: ich mag den Film und Herr der Ringe nicht.

Ubuntu-Probefahrt

Während die ganze Blogwelt Lobeshymnen auf Leopard scheibt und es sich einige, fuchsige Füchse sogar auf ihren PCs installieren, habe ich heute einen Blick in die wunderbare Welt von Linux geworfen. Und das geht so: Ubuntu-CD runterladen, brennen und neustarten und – tada! – das Live-System zaubert ein voll funktionsfähiges Ubuntu-System auf meinen fiesen Windows-Rechner. Betriebssystem testen war nie einfacher!

Aber auch generell als Betriebssystem überzeugt Ubuntu – ich könnte mir durchaus vorstellen es zu installieren und Vollzeit zu nutzen. Bisher habe ich jedoch zwei Kritikpunkte: keine Standardschriftarten wie Arial und Verdana (vgl. Screenshot von eayz), kein iTunes. Für beide Probleme gibt es jedoch dürftige Lösungen, die mich zumindest milde stimmen und mich mit einer Parallel-Installation von Windows und Ubuntu liebäugeln lassen.

Den Test per Live-System, das von der CD startet, kann ich jedenfalls schon mal jedem empfehlen, der sich für so’n Kram interessiert. Lohnt sich und ist mehr OS X als Windows.

Peecol aus Deutschland für Deutschland

Wie vor einem Monat bereits angekündigt, sind heute die lang erwarteten Peecol-Figuren von eboy erschienen. Doch beim Bestellen der Schreck: Rund 50 Dollar Versandkosten verlangt Kidrobot für jede internationale Bestellung. Kurzer Emailwechsel mit den eboys verschafft Abhilfe: Einfach beim Overkill Shop aus Berlin bestellen (oder demnächst beim hauseigenen Shop). Geht auch schneller und spart teure Versandkosten. Na dann, wir sehen uns!

Finanziert mit Nazi-Gold

Letzte Woche habe ich Uwe Bolls neueste Videospielverfilmung Postal im hiesigen UCI1 gesehen. Señor McLee war mit von der Partie, hat damals die Spiele gespielt und den Film für eine würdige Umsetzung befunden. Meiner einer hat keine Ahnung vom Spiel, weiss aber, wann ein Film Mist ist. Und – Gratulation, Herr Boll! – Postal ist keineswegs Mist. Aber ist Postal gut? Nein, auch das kann man nicht so sagen. Also kein Mist und nicht gut. Durchschnitt? Fehlanzeige. Nein, Postal ist Geschmackssache: Wenn man South Park liebt und von dessen Tiefsinnigkeit absehen kann und wenn man die Eröffnungsszene mag, dann dürfte einem Postal gefallen. Man muss halt einen Faible für Katzenschalldämpfer und platter, aber gelungener Politsatire haben. Wenn man stattdessen einen rasanten Action-Streifen sehen will, dann Finger weg! Die Action-Szenen sind gut gemeint, aber handwerklich schlecht und ermüdent. Sorry, Uwe, das üben wir noch mal! Unterm Strich: angenehm anders.
Überschrift entliehen bei Blog off.

  1. UCI ist die einzige Kinokette, die sich traut den Boll-Film zu zeigen. Ob die anderen Kinos den Film wegen der Brisanz und/oder dem wahrscheinlichen wirtschaftlichen Misserfolg nicht zeigen, war zu Redaktionsschluss noch nicht geklärt.

Filmposter in BRD und DDR

Wir bleiben bei Postern: In der Online-Austellung Geteilt – Vereint vom Haus der Geschichte präsentiert man derzeit die filmischen Kassenschlager von Ost- und Westdeutschland im direkt Vergleich samt Poster. Herausgekommen ist eine Gegenüberstellung mit durchaus bizarren Auswüchsen, die durchaus sehenswert, lustig und mitunter auch erschreckend ist. Während im Westen z.B. das weltweit bekannte E.T.-Poster verwendet wird, bewirbt man den „Farbfilm aus den USA“ im Osten fünf Jahre später mit diesem Dingen. Hässlich, aber unproblematisch. Beim Beverly Hills Cop sieht das anders aus: Da wird Eddie Murphy in der DDR nach allen Künsten der Rassenkunde diskriminiert (siehe rechts), was mit Sicherheit nicht in seinem Sinne gewesen ist. Weitere Merkwürdigkeiten, sortiert nach Jahrzehnt, gibt’s hier. (via F5)

Beautiful People’s Club

Heute Abend wiederholen wir das hier. Manche nennen es Forentreffen, aber genug Blogger sind auch da (Alice, Kira, Nilsi und moi) um’s Mini-Blogger-Treffen zu nennen. Wenn ihr uns Inside Köln seht, seid ihr herzlich dazu eingeladen uns aus dem Weg zu gehen Hallo zu sagen. Falls ihr uns überfallen wollt und/oder mysteriöse Handyverkäufer seid, wendet euch an Nilsi, der ist reich und hilft euch gerne.

Update: Netter Abend gestern. Freunde sehen die vom Alkoholkonsum beeinträchtigten Fotos in meinem flickr-Dingens. Nils, denk dran: Spätestens Mittwoch neues Design!

I ? Sega

Ich hab’s geliebt: Mega Drive an und als erstes ein nettes Sega-Logo passend zum Spiel (zumindest meistens). Dazu der unverwechselbare Jingle und einem wunderbaren Spielerlebnis stand nichts mehr im Weg. Hier ein Video mit 143 Sega-Logos.

[ Ein Blogeintrag aus der Rubrik „Eay schreibt so lange über seine Lieblingsthemen bis der gemeine Leser denkt, es wären seine eigenen Lieblingsthemen“ (weswegen er ja hier ist). ]

[ Geklaut – ein mal mehr – bei Nerdcore. Man darf sich fragen, woher der Mann die Zeit nimmt: Blogeinträge noch und nöcher schreiben, dutzende Links finden und neu verpacken, leben und arbeiten, Feierabendbierchen trinken et cetera perge, perge. ]