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Thermochauvinism

Thermochauvinism is the (often unconscious) assumption that it’s reasonable to live in cold places but unreasonable to live in hot ones.

Der in Pheonix, Arizona lebende Autor Andrew Dana Hudson hat in seinem (Substack-)Newsletter solarshades.club 2024 den Begriff des „Thermo­chauvi­nis­mus“ erfunden, der die Annahme (und dahinter liegende Doppelmoral) be­schreibt, wonach es vernünftig sei, in kalten Regionen zu leben, aber unver­nünftig oder gar unmoralisch, in heißen Zonen – wie eben Phoenix – zu wohnen.

Dahinter sieht er (unbewusste) koloniale, eurozentrische Züge. Infrastruktur und Kosten für das Heizen kühler Städte sei in Ordnung, während das tech­nisch und ökologisch oftmals effizientere Kühlen als Versagen wahrge­nommen wird. Hygge ist toll, Siesta ist faul.

Interessante Beobachtung, die ich gefühlt teilen kann: Wir haben uns im letzten Jahr Zuhause eine Klima­anlage „gegönnt“. Split-Gerät, vier Innen­einheiten, was definitiv als Luxus wahrge­nommen wird. Aber: Wir sind durch diesen Winter größten­teils mit der komfortablen Wärme unserer neuen On-Demand-Wärme­pumpen gekommen, was vom Gaslieferanten nun mit einer drastischen Reduktion des Abschlags quittiert wurde. Nicht nur in den Sommer­monaten scheint sich unsere Investition damit als eine der besten der letzten Jahre erwiesen zu haben.

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solarshades.club

Against Thermochauvinism

In a warming world, we have to get over our bias against hot places.

What if I stored data in my mouse

It started with a dumb idea. 

I have a Logitech MX Vertical, which travels between my home machine, work laptop and other devices constantly. At some point I looked at it and thought: this thing has a flash memory. It has to, otherwise how does it remember the DPI setting between plugs. So what if I stored something in it?

Tim Wehrle hat geguckt, was sich auf seiner Logitech-Maus speichern lässt. Stellt sich heraus nicht viel, aber immerhin 2 Byte, also etwa hi. Aber darum geht es ja nicht. Funktioniert für alle Logitech-Mäuse mit einem Unifying-Receiver. Hier der Code. bye!

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timwehrle.de

What if I stored data in my mouse

Rust, Reverse Engineering | 21. März 2026 | Lesezeit: 4 Minuten

HyperCard changed everything

Vorschaubild zum Video. Aktivieren, um das Video zu laden und abzuspielen.
(YouTube Direktlink)

Sehr schönes Video-Essay von YouTuber dreamwieber über HyperCard, die Hypermedia-Application von Bill Atkinson und Apple von 1987, die vor dem Web das Verlinken von (Medien-)Inhalten – auch zu kleinen Anwendungen – erstmals für die breite Masse (der Mac-OS-Nutzer) verfügbar machte.

Ich liebe das Thema Hypermedia bekanntlich, halte Seminare zum Thema und habe meine Firma danach benannt. Ich halte das 1945 beschriebene Konzept des Hyperlinks für eines der wichtigsten der Menschheits­geschichte und bin daher regelmäßig irritiert, dass das nicht Teil der Schulbildung ist (oder?), sondern erst in IT- und Medien-bezogenen Ausbildungen vermittelt wird. Von daher immer gut, wenn so gute Videos das anreißen / thematisieren.

“This Is Not The Computer For You”

Dieses Essay des Designers & Entwicklers Sam Henri Gold, der übrigens an den Mastodon-Apps für iOS & Android mitgewirkt hat, über das MacBook Neo wird gerade zu Recht durch die Tech-Blogs gereicht.

Somewhere a kid is saving up for this. He has read every review. Watched the introduction video four or five times. Looked up every spec, every benchmark, every footnote. He has probably walked into an Apple Store and interrogated an employee about it ad nauseam. He knows the consensus. He knows it’s probably not the right tool for everything he wants to do.

He has decided he’ll be fine.

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samhenri.gold

“This Is Not The Computer For You” · Sam Henri Gold

Sam Henri Gold is a product design engineer building playful, useful software.

Drei interessante Tech-News von heute

Drei interessante Tech-News von heute:

  • Apple hatte heute seinen iPad-Moment für Laptops und hat das MacBook Neo vorgestellt: Ein MacBook auf Basis des iPhone-Chips (!)1 zum Kampf­preis von 599 US-Dollar bzw. hierzulande 699 Euro. Wir dürften hier den sich am besten verkaufenden Laptop ever sehen und den ultimativen Chromebook-Killer. Der Werbespot ist toll, die Details sind toll, es scheint hochwertig produziert zu sein und kann sogar ein externes 4K-Display betreiben. Endlich das MacBook für normale Menschen.
  • Raycast hat Glaze vorge­stellt: Eine AI-Desktop-Anwendung, die Desktop-Anwendungen baut. Keine Browser-basierten Apps, sondern Desktop-Apps für Mac und Windows. Fraglich ist natürlich, ob darin nicht doch Web-Technologien stecken, schließlich sind die Raycast-Extensions2 auch in einer Mischung aus React und nativem Code geschrieben. Ähnliche und ebenfalls spannende Konzepte gibt es auch auf Mobile, aber Raycast hat halt schon bewiesen, dass sie sowas inkl. Store bewerk­stelligen können. Hier ein First Look mit Raycasts Pedro.
  • Accenture, der weltweit agierende IT-Dienstleister mit 800.000 Mitarbei­tenden (davon mehr 11.000 in Deutschland) wird in meiner Branche – und von mir – gerne anekdotisch damit in Verbindung gebracht, den schlechtes­ten Website-Relaunch aller Zeiten hinge­legt haben. Jetzt haben sie jeden­falls Ookla, den Betreiber von Speedtest.net gekauft, was natürlich gut ist, wenn man diverse Tele­kommunikations­unter­nehmen zu seinen Kunden zählt. Man sollte sich nun nach alter­nativen Speed­tests umsehen, denn neutral muss das alles nicht mehr unbedingt sein.

  1. Konkret der A18 Pro vom iPhone 16 Pro. [↩]
  2. Wie z.B. unsere Raycast-Extension für awork. </sales-pitch> [↩]

WalkmanLand

Screenshot der WalkmanLand-Startseite.

WalkmanLand pays tribute to the pocket tape devices of yesterdays: the Walkmans. These analog machines are considered one of the devices that have most influenced the behaviour of people in modern societies. We want to collect all the once commercially available models under one roof.

Habe ich gerade viel zu viel Zeit damit verbracht, im Katalog zu stöbern, um herauszufinden, welche Walkmen ich einst mein Eigen nannte? Vielleicht. Wenn ich das getan hätte, hätte ich jedenfalls festge­stellt, wie unglaub­lich groß­artig das Produkt­design der mobilen Kassetten­decks war.

x86CSS

x86CSS is a working CSS-only x86 CPU/emulator/computer. Yes, the Cascading Style Sheets CSS. No JavaScript required.

What you’re seeing above is a C program that was compiled using GCC into native 8086 machine code being executed fully within CSS.

Lyra Rebane hat einen x86 CPU Emulator in – Trommelwirbel 🥁 – CSS gebaut, was absolut verrückt ist. Also im positiven Sinne. Dass das überhaupt geht und das zu machen.

Is CSS a programming language?
– Do you really need to ask at this point?

Und die Demo nutzt #rebeccapurple als Farbe. <3 (via Waxy.org)

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lyra.horse

x86CSS

x86CSS is a working CSS-only x86 CPU/emulator/computer. No JavaScript required!

Just Say No – 12 substance-themed personality modes that change how Claude approaches your tasks

Each command makes your AI perform your task under the influence of a different substance, changing its creative perspective, communication style, and problem-solving approach.

Eine Sammlung von Commands bzw. Skills für die Drogenbeeinflussung von Claude Code und OpenAI Codex. Benutzung per /lsd [dose] [your task here] mit je nach Substanz passenden Dosierungen wie microdose und party.

Mit dabei: LSD, Kokain, Marihuana, Ketamin und Koffein. Zum heutigen höchsten karnevalistischen Feiertag wäre Alkohol noch ganz passend gewesen, ist aber leider nicht Teil des Pakets.

Drugs are bad. But these ones are just prompts.

GitHub - nich2533/just_say_no: Altered state slash commands for Claude Code. 12 substance-themed ... | OpenGraph Preview Image
github.com

GitHub - nich2533/just_say_no: Altered state slash commands for Claude Code. 12 substance-themed ...

Altered state slash commands for Claude Code. 12 substance-themed personality modes that change how Claude approaches your tasks. - nich2533/just_say_no

„Robotic entertainment booth“

Patentzeichnung des ‚GoGo Bot’, einem Automaten, in dem ein Silikonroboter an einer Stange tanzt.

Wir sehen hier die Patentanmeldung US20200310367A11 von 2020 für ein „entertainment booth for providing robotic entertainment“ a.k.a. GoGo Bot; eingereicht von einer Realbotix LLC, die vermutlich irgendwas nsfw-kes mit Silikon-Realdoll-Robotern plus natürlich AI machen.

Falls ihr euch jetzt fragt, warum die Robotor­unter­haltungs­box es noch nicht in eure Nähe geschafft hat, und/oder euch ärgert, dass ihr nicht selbst darauf gekommen seid: Das Patent wurde nicht erteilt. Weil Realbotix LLC nach dem ersten Prüfbescheid, der vermutlich Ablehnungs­gründe enthielt, nicht mehr reagiert hat. Was ich beeindruckend finde, weil sie sich vorher ja die Mühe gemacht haben, diese Idee und den Antrag auszuarbeiten.2

Ihr hättet also noch die Chance, das Konzept aufzu­greifen! (via jwz)

  1. Ich wusste gar nicht, dass es Google Patents gibt. Wieder was gelernt. [↩]
  2. Auch mein erster Antrag beim Deutschen Patent- und Markenamt wurde einst abgelehnt, nach Widerspruch und Argumentation meiner Anwältinnen aber doch stattgegeben. Und nein, es ging nicht um Erwachsenen­unter­haltung mit Robotern. [↩]
US20200310367A1 - Robotic entertainment booth 
        - Google Patents | OpenGraph Preview Image
patents.google.com

US20200310367A1 - Robotic entertainment booth - Google Patents

Systems and apparatus are disclosed herein of an entertainment both for providing robotic entertainment. For example, a robotic entertainment system is provided that includes a booth having a housing enclosing a viewing station opposite an entertainment station; a robotic entertainer disposed wit...

How Browsers Work

I built the guide with many tiny interactive examples you can play with to help you go get through the technical details and build an intuition of how browsers work.

Schöne interaktive Erklärung und Demonstration der Funktionsweise von Browsern von Dmytro Krasun. Werde ich fortan in meinen Web-Technologie-Seminaren aufgreifen und zeigen – worin heute übrigens, wie passend, die Prüfungen von diesem Semester stattfinden.

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howbrowserswork.com

How Browsers Work

The guide is for engineers and curious people who use the web every day, but never built a mental model of how browsers work.