FastCompany hat mit Pocket-CEO Nate Weiner gesprochen, der ein paar Zahlen zu seinem Dienst, den er als „DVR for the web“ bezeichnet, verraten hat. Demnach werden täglich über 1,5 Millionen Artikel in Pocket gespeichert, davon 87 Prozent kurze Texte und 13 Prozent „long reads“. Letztere erzeugen mehr Interaktion, aber durchschnittlich hat ein Artikel eine Lebenserwartung von 37 Tagen, in denen er noch gelesen und geteilt wird, nachdem er für später gespeichert wurde. Wissen wir das auch.
#social media
Portrait des Social-Media-Marketer Gary Vaynerchuk
Die New York Times erklärt, wie Gary Vaynerchuk und seine Firma VaynerMedia mit Werbung im Social Web ihr Geld verdienen. Ich finde den Kerl, der bei seinen Vorträgen sehr laut wenig gehaltvolle Weisheiten von sich gibt, zwar eher anstrengend, aber was er da geleistet hat, ist schon interessant. (Oder ein Witz. Aber das wird sich erst zeigen, sollte die Social-Media-Blase platzen.)
Name That Blue
Ein lustiges Farbratespiel für die ganze Familie Nerds.
Facebook als virtueller Meta-Freund
Alle Vorzüge einer Freundschaft vermag Facebook nicht zu bieten: So kann man zwar vor dem Bildschirm einen trinken, doch wird dabei nur einer besoffen. Auch antwortet Facebook einem nicht immer, wenn man es wünscht. Und der Geschlechtsverkehr »mit« dem Netzwerk unterliegt erheblichen Einschränkungen.
– Daniel Miller über Facebook als virtuellen Meta-Freund (aus „Facebook und die Folgen“, in: Peter Kemper u.a.: Wirklichkeit 2.0. Medienkultur im digitalen Zeitalter. Stuttgart 2012, S. 19)
NSA sammelt in der Cloud gespeicherte Adressbücher
Berichtet die Washington Post heute basierend auf neuen Snowden-Leaks. Dabei werden täglich knapp 700.000 Kontaktlisten aus diversen Chat- und Email-Diensten dem Datenbestand der NSA hinzugefügt, damit diese ein Abbild eures Bekannten- und Freundeskreis hat und ganz genau weiß, wer mit wem und so.
Für diejenigen, die langsam und verständlicherweise den Überblick verlieren, hat @mkalina das ganze Elend nochmal zusammengefasst (hint: alles was geht, wird auch gesammelt):
Also, nochmal: Die NSA sammelt Vorratsdaten, zapft Google, Apple, und Facebook an, arbeitet mit Microsoft direkt an der Speicherung von Skype-Gesprächen und an der Umgehung von E-Mailverschlüssellung, erweitert seine gigantischen Lager an Metadaten aller E-Mails täglich, kann vielleicht sogar Verschlüsselungsstandards wie https umgehen, spioniert den internationalen Verkehr von Kontodaten aus, hört bei Smartphones und liest bei SMS mit und fügt täglich knapp 700.000 einzelnen Personen zugeordnete und somit ein soziales Netzwerk bildende Adressbücher ihrem Speicher hinzu.
Das Führungschaos von Twitter
(Massive New York Times Tech Read 2/2)
Man hört ja schon seit Jahren, dass es bei Twitter hinter den Kulissen drunter und drüber gehen soll. Dieses Chaos hat Nick Bilton, der passenderweise nächsten Monat ein Buch zum Thema veröffentlicht, hier zusammengefasst. Man darf gespannt sein, welches Filmstudio sich zuerst die Buchrechte sichert und Sorkin daraus nen Blockbuster schrauben lässt. Arbeitstitel: „Friendstalker“.
Update, 18.12.2013: Und es wird… eine Fernsehserie draus.
The Twitter of Tomorrow
Matt Buchanan beschreibt beim New Yorker, wie und warum Twitter sich demnächst in Vorbereitung des geplanten Börsengangs radikal verändern wird. Der Fokus soll dann vor allem auf Mobile-Apps liegen und die âeverything looks the sameâ-Strategie dabei erfreulicherweise geändert werden:
A couple of years ago, Twitter employeesâincluding Jack Dorseyâfrequently invoked âconsistency.â In other words, Twitter wanted its iPhone app to look and work like its Android app. But now the company has come around to the idea that its apps should be custom designed for each and every platform, in order to take as much advantage as possible of what each one has to offer.
Die gute Nachricht: In Folge des iOS 7-Relaunchs werden also die offiziellen iPhone- und iPad-Apps endlich überarbeitet, selbst das verhasste Discover-Tab soll verschwinden.
Die eventuell schlechte Nachricht: Alles soll wie das Discover-Tab aussehen. Soll heißen, das vermehrt mediale Inhalte prominent in der Timeline platziert werden. Die Facebook-Chronik lässt grüßen. Bestimmt zunächst befremdlich, aber ich will das nicht direkt abschreiben, weil das sicherlich ein lange überfälliger Schritt ist.
Abschließend empfiehlt Buchanan Twitter noch (dabei wohl ohne entsprechende Quelle) die Direct Messages wieder populärer zu integrieren, um sich so gegen WhatsApp & Co. positionieren zu können. Würde ich auch begrüßen – vor allem wenn das bei den privaten Nachrichten schwachsinnige 140-Zeichen-Limit endlich aufgehoben werden würde.
justdelete.me zeigt, wie man seine Social-Media-Accounts löscht
A directory of direct links to delete your account from web services.
Fahrrad fahren mit Twitter
Vor ein paar Tagen beging Philipp nach eigenen Angaben einen schweren Fehler:
Ich kündigte auf Twitter an, eine Runde Fahrrad zu fahren, wenn der Tweet genug Favs bekommt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, fügte ich hinzu noch hinzu, dass ich für jeden weitern Fav einen Kilometer mehr fahre.
Ein paar hundert Favs später hat Philipp nun einiges vor sich.
It’s official: Yahoo kauft Tumblr für 1,1 Milliarden Dollar
„We promise not to screw it up.“ Das offizielle Yahoo-Blog ist schon zu Tumblr umgezogen.
Update: Hier noch David Karps Blogpost zur Übernahme von Tumblr durch Yahoo: „We´re not turning purple.“