#musik (240)
Rize of the Fenix
Als Tenacious D für Rock am Ring angekündigt würden, stürmten meine Freunde und ich die Ticketschalter der Republik und kauften RaR-Tickets als gäbe es kein morgen mehr. Und das obwohl wir schon alle eine RaR-Karte unser eigen nannten. Denn dass wir die großartigste Rockcombo unserer Zeit jemals live erleben würden, glaubte niemand von uns. Ein Wunschtraum, mit dem wir alle abgeschlossen hatten. Und dann wurde er doch wahr: The D, right in front of us! Im Juni ist es soweit!
Nun haben JB & KG jedenfalls ihr im Mai erscheinendes drittes Studioalbum »Rize of the Fenix« angekündigt, auf dessen Cover anscheinend ein Penisdämon zu sehen ist, und uns mit folgendem 48 Sekunden kurzen Teaser beglückt (reicht immerhin für einen Blogeintrag hier). Auf der gleichnamigen Webseite findet sich noch nicht viel, aber mir gefällt das alles schon sehr (ich bin leicht zu beeindrucken).
(via BlackChester bei Facebook)
Kraftklub mit K
Gestern ist »Mit K«, das erste Album von Kraftklub, erschienen. Ich hab’s mir direkt gekauft und in den letzten 24 Stunden ungefähr 24 mal durchgehört. Und das beruhigt mich sehr, schließlich hat sich die Eay-Family nach den beiden, letztes Jahr erschienenen Singles »Zu jung« und »Ich will nicht nach Berlin« direkt mit Karten für den hiesigen Gig eingedeckt. Und dieses Konzert kann ich jetzt kaum noch erwarten, denn das Album ist grandios. Die Texte sind fantastisch, die Musik rockt. Definitiv der erste und wohl vielversprechendste Anwärter auf die beste, deutschsprachige Poprock-Platte des Jahres. Und das im Januar. Unsere geliebten, älteren Herren müssen sich anstrengen.
Wer sich selbst ein akustisches Bild machen möchte, dem sei gesagt, dass »Mit K« als MP3-Download derzeit nur 5 Euro bei Amazon kostet. Must-Have, ich sag’s euch.
Und wer sich davon überzeugen möchte, dass die Typen auch ansonsten gut drauf sind, dem sei der Spreeblick-Podcast mit einem Interview mit ihnen empfohlen.
Jurassic Park Theme (with Lyrics)
Internetvideowitzler (tolle Berufsbezeichnung, oder?) Brett Domino hat John Williams‘ – wie er selbst sagt – exzellenten Score zu Steven Spielbergs exzellentem Film um lustige Lyrics erweitert. Und einen fantastisch dreinschauenden Keyboarder an seine Seite gestellt. Mehr müsst ihr nicht wissen. (via Fünf Filmfreunde)
Diskettenlaufwerke spielen Imperial March
Scheiß auf Kindle, Kindle Fire, iPhone 5 & Co.! Das hier ist die höchste, beste und hörenswerteste technologische Errungenschaft ever! (via Spreeblick)
Update: René klärt uns auf, Imperial March spielende Floppys are a thing.
Beastie Street
Wie jeder vernunftbegabte Mensch liebe ich die Beastie Boys und die Muppets.1 Und weil’s wohl nicht nur mir so geht, war es wohl nur eine Frage der Zeit bis jemand mit einem Beastie-Boys-Sesame-Street-Mashup um die Ecke kam. Dies ist nun endlich geschehen und müsste, wie Damian, dem ich auch die Überschrift geklaut hab, zu recht feststellt, noch viel, viel öfter gemacht werden.
- Wobei die Muppets hier nicht mit den Muppets as in The Muppets verwechselt werden sollte; Muppets bezeichnet nämlich alle von der Jim Henson Company im s.g. „Muppet-Look“ angefertigten Puppen, wie eben auch die aus der Sesamstraße. [↩]
Kurzfilm: Scenes from the Suburbs
Mit Arcade Fire konnte ich bisher nicht allzu viel anfangen. Mit Spike Jonze hingegen schon. Warum ich euch das sage? Weil seit heute (und wohl nur für ein paar Tage) Spike Jonzes 28minütiger Kurzfilm »Scenes from the Suburbs« kostenlos auf MUBI angesehen werden kann. Das ganze dabei als überlanges Musikvideo abzutun, wäre dabei ein unverzeihlicher Fehler, schafft Jonze es doch in dieser knappen halben Stunde nicht nur Themen wie Freundschaft und das Erwachsenwerden auf wunderbare Art und Weise aufzugreifen, sondern auch eine eigenes kleine Welt zu kreieren. Eine dystopische Welt, in der Amerikas Städe und Vorstädte sich gegenseitig bekriegen. Das ist spannend, davon würde ich gerne mehr sehen. DMZ lässt grüßen, sozusagen.
In diesem Sinne: Hier bei MUBI könnt ihr euch »Scenes from the Suburbs« zur Zeit kostenlos ansehen – was ihr unbedingt tun solltet. Hier nochmal der Trailer:
Ach ja: Die Musik war auch toll. Vielleicht sollte ich mir Arcade Fire nochmal geben. (via Nerdcore und Cinematze)
Arctic Monkeys – D is for Dangerous
tape.tv, Musikfernsehen im Internet
Video killed the radio star. Und YouTube hat MTV auf dem Gewissen. Was eigentlich kein allzu großes Problem ist. Zumindest solange man nicht im Land der Dichter und Denker lebt. Denn hier haben sich die hiesige Musikverwertungsgesellschaft GEMA und das Google-Videoportal überschlagen und sich einer wahrscheinlich noch mehrere Generationen andauernden Blutfehde hingegeben. Der Gelackmeierte ist wie so oft der Nutzer: Kein ordentliches (frei empfangbares) Musikfernsehen mehr und auch im Web keine Musikvideos mehr…1
Denkste! Denn hier kommt tape.tv ins Spiel, eine neue Generation von Musikfernsehen. Fernsehen as in diesem unidirektionalen Massenmedium aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts? Ja und nein, denn tape.tv verbindet das beste aus Good Old Television und interaktivem Internetz: Neben redaktionell gestalteten Musikvideo-Streams, z.B. nach Genre (Rock, Pop, Hip Hop usw.) und Stimmung (etwa Frühling, verliebt, traurig), und einem klassischen Hauptprogramm lässt sich tape.tv auch nach dem eigenen Geschmack umgestalten. Indem man Videos herzen und verbannen kann, passt sich das Programm automatisch an deine Hörgewohnheiten an. Und wenn’s das mal nicht sein soll, lässt man sich einfach von einem der vorgefertigten Streams berieseln.
Letzteres ist vor allem toll wenn die eigene Bude voll ist und man seinen Computer an nem schön großen Monitor und der Stereo-Anlage angeschlossen hat (as seen in my Wohnzimmer). Einfach einen der tape.tv-Channels aufgerufen und die Party läuft. Und wenn dann doch mal jemand spontan das neue Katy Perry-Video sehen will2, ist das auch kein Problem: Die tape.tv-Videothek lässt sich nämlich komfortabel durchsuchen und einzelne Videos gezielt ansteuern. Hierbei hat tape.tv dank Verträgen mit den vier großen Major-Labels Universal Music, Sony Music, EMI und Warner Music, sowie verschiedenen kleineren Independent-Labels etliche neue und alte Videos im Angebot.

Des weiteren hat’s mir der Live-Channel sehr angetan (siehe Screenshot). Dort werden komplette Konzerte von mehr oder weniger bekannten Bands gezeigt. Ich hab so z.B. die belgische Elektro Rock- und Dance Punk-Band „Goose“ kennengelernt, deren Auftritt ich jedem ans Herz legen möchte, der etwas für Synthesizer übrig hat. Und auch sehr nice: Man kann eigene, aus zehn Musikvideos bestehende Mixtapes erstellen und diese dann natürlich auch mit den eigenen Freunden und Followern „sharen“. Hier meins, das in einem Wettbewerb für die kurioseste Zusammenstellung sicherlich einen der vorderen Plätze belegen würde.
Also halten wir fest: Wer endlich mal wieder Musikfernsehen will, für den ist tape.tv genau das richtige. Durch die redaktionell betreuten Streams kann man einfach mal wieder abschalten und auf einfachster Art und Weise neue Musik entdecken. So wie’s – die Älteren unter euch erinnern sich vielleicht noch – einst mit MTV ging. Doch der entscheidende Vorteil: Wenn ich beispielsweise die Foo Fighters hasse (mir zwar unverständlich, aber so Leute soll’s ja geben), muss ich mir die bei tape.tv nicht geben. Einfach verbannen und schon führe ich ein Dave Grohl-freies Leben. Und durch die Mixtapes und das ganze Geshare™ würde ich fast soweit gehen und tape.tv als „Musikfernsehen 2.0“ bezeichnen. Jedoch nur fast, denn – und hier kommt ein kleiner Kritikpunkt – dafür bräuchte ich mehr 2.0: Wäre doch toll, wenn man die Mixtapes anderer Nutzer durchstöbern könnte oder sehen kann, was die eigenen (Facebook-)Freunde sich so ansehen… Aber ich bin mir sicher, sowas haben die Jungs und Mädels von tape.tv schon längst auf ihrer To-Do-Liste. :jaja:
Nun denn, hier geht’s zu tape.tv; hier findest du tape.tv bei Twitter und bei Facebook.
Rock am Ring-Blogger und Twitterer e.V.
Da schon einige von euch gefragt haben: Die âRaR-Blogger gesucht!â-Aktion der letzten Jahre findet auch in diesem Jahr wieder bei Festivalhopper statt. Was ich mehr als begrüße, da ich zur Zeit neben den ganzen Ringvorbereitungen ganz gut mit meinem Studium ausgelastet bin. Also wenn ihr von oder über Rock am Ring (oder Rock im Park) twittert oder bloggt, tragt euch hier auf die Liste ein.