#kriminalität (20)

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Tagesschau.de: „Großeinsatz am Umspannwerk in Bergheim in Nordrhein-Westfalen“

In Bergheim haben Unbekannte gestern Abend einen Anschlag auf ein Umspannwerk des Netzbetreibers Amprion verübt. Die Ermittler entdeckten in einem Maisfeld „Abschussvorrichtungen“, mit denen leitfähige Materialien auf die Stromleitungen geschleudert wurden und so eine Störung auslösten. Ermittler sprechen von Parallelen zu einem Anschlag in Brandenburg.

Besagtes Umspannwerk liegt auf meinem Arbeitsweg und ist rund vier Kilometer Luftlinie und anderthalb Ortschaften von unserem Zuhause entfernt. Ich bin gestern auf meinem Heimweg, ca. zwei Stunden nach dem Anschlag und bereits im Dunkeln, daran vorbeigefahren und sah, dass das Gelände taghell erleuchtet war. Zu dem Zeitpunkt gab es online noch keine Bericht­erstattung, aber das war auch nicht notwendig, weil ich zuvor bereits mit meiner Frau telefoniert hatte, die mir von laut hörbaren Explosionen, Sirenen und Hubschraubern berichtet hatte. Hier ein Video eines Passanten, der das ganze zufällig gefilmt hat.

Verrückte Zeiten.

Großeinsatz am Umspannwerk in Bergheim in Nordrhein-Westfalen | OpenGraph Preview Image
tagesschau.de

Großeinsatz am Umspannwerk in Bergheim in Nordrhein-Westfalen

In der Nacht gab es einen Störfall an einem Umspannwerk in Bergheim in Nordrhein-Westfalen. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Tat aus. Die allgemeine Stromversorgung sei nicht betroffen.

arschlochvermutung.de

Es gilt die Unschuldsvermutung. Das stimmt. Juristisch. Und das darf sich niemals ändern. Aber, mal ganz unjuristisch und von Mann zu Mann: Hören Sie auf, sich hinter diesem Satz zu verstecken!

Diese Seite weigert sich, das alles einfach hinzunehmen und mit der Unschuldsvermutung zu überdecken. Diese Seite teilt die Einschätzung der Juristin Christina Clemm1, die sagt: „Eine verletzte Person hat als verletzt zu gelten, so lange nicht bewiesen ist, dass sie gelogen hat.“

Bis zum Beweis des Gegenteils gelten wir alle als misogyne Arschlöcher, denen diese Website nahelegt, sich fortzubilden, zu reflektieren und sich an ihre grundlegende Menschlichkeit zu erinnern.

Ein Text und eine Webseite von Dirk von Gehlen und Heiko Bielinski2, ursprüng­lich zum Fall Till Lindemann veröffentlicht, aber wie man dieser Tage sieht, leider immer noch mehr als aktuell.

  1. Paywalled, aber ihr kennt ja Umwege. []
  2. Heiko hat in der Kurzbio seines Blogs u.a. „Feminist in Ausbildung“ stehen, was ich ausgesprochen reflektiert und gut finde. []
arschlochvermutung.de | OpenGraph Preview Image
arschlochvermutung.de

arschlochvermutung.de

Es gilt die Arschlochvermutung. Nach allem, was wir über Gewalt gegen Mädchen und Frauen wissen, ist dieses Zitat für viel mehr Männer richtig als Sie denken…

Keine Zugriffsrechte: Bremer Online-Meldeportal für Hafenkriminalität war jahrelang defekt

Mal wieder eine passende Meldung für unsere beliebte Kategorie Smart phones, stupid people:

Der Bremer Justizsenat ging jahrelang davon aus, dass bei einem Online-Meldeportal für Hafenkriminalität keine Hinweise eingingen; doch die Plattform funktionierte einfach nicht, Meldungen wurden nicht weitergeleitet.

Letztlich hat ein nicht gesetzter Haken in der Zugriffsrechteverteilung des Programms dafür gesorgt, dass niemand Zugriff auf die Meldungen hatte. Die zuständigen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft konnten dies aber selbst nicht feststellen […].

Einfach mal testweise das Formular abzuschicken und den Meldungseingang zu prüfen, war vermutlich keine Option.

Richter hebt das Urteil gegen Adnan Syed auf

Ich habe hier bereits vor über sechs Jahren geschrieben, dass der Fall, der 2014 durch die erste Staffel des Erfolgspodcasts »Serial« bekannt wurde, neu aufgerollt wird. Jetzt war es soweit:

In a remarkable reversal, Adnan Syed walked out of prison on Monday for the first time since he was a teenager, having spent 23 years fighting his conviction on charges that he murdered his former high school girlfriend, a case that was chronicled in the first season of the hit podcast “Serial.”

(via @tibor)

Update, 25.09.: Gerade in meinem Podcatcher gesehen, dass Serial Season 1 nun um die neue Episode „Adnan is out“ erweitert wurde.

»Colonia Dignidad – Aus dem Innern einer deutschen Sekte«

📺 Nachdem ich in der letzten Woche im linearen Fernsehen (ja, ich weiß, verrückte Zeiten!) die ARD-Dokumentation »Colonia Dignidad – Aus dem Innern einer deutschen Sekte« gesehen habe, habe ich doch tatsächlich die Ausstrahlung des zweiten Teils in meinen digitalen (!) Kalender eingetragen und eben – auch wieder ganz linear – geschaut.

Sehr gute Doku, zu einer unglaublich schrecklichen, unver­ständlicher­weise über vier Jahrzehnte andauernden Episode deutscher und chilenischer Geschichte. Ich war bisher nicht weiter mit der Kolonie und Sekte vertraut und war erschrocken, wie diablolisch es dort zuging. Harter Stoff, sehr gut aufbereitet und jetzt als Teil 1 und Teil 2 in der ARD-Mediakthek zu finden.

Reply All: The Founder

Podcast-Empfehlung! In der aktuellen Folge von Reply All spricht PJ Vogt mit dem Journalisten Evan Ratliff über den Programmierer-Gone-Drogenboss Paul Le Roux. Der hat – bevor er sich mit einer zwielichtigen Online-Apotheke dumm und dusselig verdiente – zunächst die Verschlüsselungs­software erfunden, die später zu TrueCrypt wurde, und sich dann auf dem finanziellen Höhepunkt seiner Karriere dazu entschieden, sein Geschäftsfeld auf Drogen, Gold und Mord zu erweitern.

Eine total verrückte Geschichte, die sich in den frühen 2000ern abgespielt hat und über die Ratliff gerade das Buch The Mastermind geschrieben hat, das am 5. März erscheint und mit 100%iger Sicherheit verfilmt werden wird. Ich freu mich schon drauf.

Update, 24.02.:
Guter Hinweis von Andi in den Kommentaren: Das Buch basiert auf einer gleichnamigen Artikelserie, die Ratliff bereits 2016 veröffentlicht hat.

Mordfall aus “Serial” Season 1 wird neu aufgerollt

16 Jahre saß er im Gefängnis, jetzt wird sein Fall dank des populären Krimipodcasts „Serial“ wieder aufgerollt: Ein Gericht in Baltimore entschied am Donnerstag (Ortszeit), dass der Prozess gegen den heute 35-jährigen Adnan Syed neu verhandelt wird. Er soll 1999 als Teenager seine Ex-Freundin ermordet haben und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.