Thermochauvinism is the (often unconscious) assumption that it’s reasonable to live in cold places but unreasonable to live in hot ones.
Der in Pheonix, Arizona lebende Autor Andrew Dana Hudson hat in seinem (Substack-)Newsletter solarshades.club 2024 den Begriff des „Thermochauvinismus“ erfunden, der die Annahme (und dahinter liegende Doppelmoral) beschreibt, wonach es vernünftig sei, in kalten Regionen zu leben, aber unvernünftig oder gar unmoralisch, in heißen Zonen – wie eben Phoenix – zu wohnen.
Dahinter sieht er (unbewusste) koloniale, eurozentrische Züge. Infrastruktur und Kosten für das Heizen kühler Städte sei in Ordnung, während das technisch und ökologisch oftmals effizientere Kühlen als Versagen wahrgenommen wird. Hygge ist toll, Siesta ist faul.
Interessante Beobachtung, die ich gefühlt teilen kann: Wir haben uns im letzten Jahr Zuhause eine Klimaanlage „gegönnt“. Split-Gerät, vier Inneneinheiten, was definitiv als Luxus wahrgenommen wird. Aber: Wir sind durch diesen Winter größtenteils mit der komfortablen Wärme unserer neuen On-Demand-Wärmepumpen gekommen, was vom Gaslieferanten nun mit einer drastischen Reduktion des Abschlags quittiert wurde. Nicht nur in den Sommermonaten scheint sich unsere Investition damit als eine der besten der letzten Jahre erwiesen zu haben.

