Prioritäten

Zwei Nachrichten, heute in der Prime-Time-Tagesschau aneinander gereiht:

  • State of the Global Climate 2023, wonach erneut Rekorde bei den Treibhaus­gas­konzentrationen, den Oberflächen­temperaturen, der Erwärmung und Versauerung der Ozeane, dem Anstieg des Meeres­spiegels, der antarktischen Meereis­bedeckung und dem Gletscher­rückgang gebrochen und z.T. massiv übertroffen wurden.
  • Bayern beschließt Verbot von Gendersprache, womit es Verwaltung, Schulen und Hochschulen nun untersagt ist, Gendersternchen („Bürger*innen“), Binnenmajuskel („LehrerInnen“), Doppelpunkt („Arbeiter:innen“) und Gendergap („Verkäufer_innen“) zu verwenden.

Dass der WMO-Klimareport in der Tagesschau erst als vierter Beitrag dran kam, weil die Eröffnung richtigerweise dem Ukrainekrieg gehören muss, ist schlimm genug.

Dass das Gender-Verbot etwas ist, mit dem sich eine Landesregierung in Anbetracht aller gegenwärtigen Krisen ernsthaft beschäftigt (was uns dann in Nachrichten­formaten präsentiert werden muss), ist eine Katastrophe.

Ein Eingeständnis von Dilettanz und Ignoranz. Bitte priorisieren Sie Ihre Politik.

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6 Reaktionen / Kommentar schreiben

  1. Im Blog jetzt auch mit t! 😅

  2. von alter.weiser.mann am 20.03.2024
  3. von jotbe am 23.03.2024
  4. Du hast schon recht: es gibt wichtige Dinge in der Welt, die wir angehen müssen. Wie so viele Befürworter verwechselst du allerdings Ursache und Wirkung, „Opfer“ und „Täter“.

    Genderisten lenken seit 10-15 Jahren unsere Aufmerksamkeit von Kriegen und Klimakrise zu Binnen-Is und Stotterpausen – nicht die CSU oder Bayern. Und trotz grooooßer Ablehung (83% der Menschen laut letzter Umfrage aus Berlin, die mir bekannt ist) hat diese kleine, laute Schar ihr Steckenpferd sehr erfolgreich in Schulen, Universitäten, Parteien und Ministerien verankert. Gegen die Mehrheit. Ist das demokratisch? Oder fair?

    Die Leute wehren sich gegen diese Ablenkung, die genau 0 Flüchtlingen und 0 Kriegsopfern und 0 Klimazahlen hilft, weil es eben eine Ablenkung ist von wichtigen Dingen. Da solltest du schon ehrlich sein – oder nachweisen, dass Genderdeutsch gegen diese Probleme hilft.

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