#politik (244)

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At 25, we are all New Yorkers, again

Every year, for 25 years, I’ve written on the observance of this anniversary. Some years, it’s been for me, some years it’s been for the people who’ve been with me along the way. Some years, I didn’t know why I was even doing it any more. But this year, for the first time in a long time, I can feel exactly what story I want to tell.

Anil Dash, wie jedes Jahr.

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At 25, we are all New Yorkers, again - Anil Dash

A blog about making culture. Since 1999.

Bill Biggard – September 11th

André Pitz hat auf Bluesky auf die Fotos des Foto­journalist Bill Biggart hinge­wiesen, die dieser vor dem Einsturz des zweiten Turms des WTC in New York City machte, der ihn das Leben kostete. Biggard machte an diesem Tag rund 300 Fotos, von denen später rund 154 wieder­herge­stellt werden konnten. Auf seiner Website sind einige der erschütternden Bilder, die die symbol­trächtigen Attacken und ihre Folgen in zuvor schönstem Wetter zeigen, zu sehen.

Hier auf YouTube zudem eine vor wenigen Tagen veröffent­lichte Doku­menta­tion des Imperial War Museums London über seine Arbeit an diesem Tag, wo seit kurzem eine permanente Ausstellung seiner Bilder stattfindet.

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billbiggart.com

September 11th — Bill Biggart Photographer

It was a beautiful day in New York. The morning calm was broken by a passing taxi driver who yelled out that a plane had hit the World Trade Center. Bill ran home, grabbed three cameras (two film, one digital) and began heading toward the WTC. Walking and shooting as he went, he moved quickly downtown toward the smoke and flames.

9/11

Jeder der vor 25 Jahren ein halbwegs fertiger Mensch in der westlichen Welt war, weiß, was sie oder er gerade gemacht hat, als die Nachricht vom ersten, dann zweiten Flugzeug im World Trade Center sie erreichte.

Der 16-jährige Stefan kam gerade von der Schule, wurde von seiner Oma bekocht, wo nebenbei das Nachmittags­programm von Sat.1 lief, die wie ich heute las, damals die ersten waren, die berichteten. Relativ schnell schaltete ich auf ntv, N24 und CNN um, wo ich kurze Zeit später das zweite Flugzeug live oder wenige Minuten später in den zweiten Turm einschlagen sah, gefolgt von den weiteren Flugzeugen, Menschen, die in Panik und Todes­angst tödliche Sprünge wagten, den einstürzenden Türmen, dem apokalyptischen Manhattan.

Meiner damaligen Freundin, mit der ich an diesem Nachmittag verabredet war, sagte ich ab – ich müsse vor dem Fernseher sitzen bleiben, hier passiere Historisches. Bis in die Nacht schaute ich Peter Kloeppels Bericht­erstattungs­marathon, die diversen Nachrichten­sender und Sonder­sendungen und wie das Musik­fern­sehen, den Betrieb einstellte. Im Netz staunte ich, wie cnn.com zusammen­brach und all die US-Blogger, die das Geschehen live – und teils direkt aus New York – begleiteten, zu gefragten und umfänglichen Quellen wurden.

Wie ein jede*r, die/der in den 90ern aufwuchs, liebte ich fast alles an und aus Amerika. New York, zu dem ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht war, war vermutlich die Stadt, der ich am meisten entgegen­fieberte und in der ich mich am besten auskannte. Meine Kumpels und ich waren Knicks-Fans und all unsere Pop­kultur spielte in New York. An dem Tag und den Tagen danach waren wir und alle anderen irgendwie auch New Yorker.

Und wir waren erschüttert. Es gibt einen guten Grund, warum sterbende Menschen in der Regel nicht im Fernsehen gezeigt werden. An diesem Tag war das anders. Und seit diesem Tag die Welt eine andere.

Peinliche Panne: Merz halbiert versehentlich falsche Partei

Kann ja mal passieren: Friedrich Merz, der vor Jahren erklärt hatte, er könne die AfD halbieren und die CDU wieder über 40 Prozent bringen, hat heute – offenbar versehentlich – die CDU halbiert und die AfD über 40 Prozent gebracht.

Man kann das ja nur noch mit Satire aushalten.

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Peinliche Panne: Merz halbiert versehentlich falsche Partei

Deutschlands größte Tageszeitung der Welt

As the planet heats, public doubt grows: The social structure behind rising climate change scepticism in Germany

Overall, political attitudes – which are flexible and have shifted substantially in recent years – relate far more strongly to rising CCS (climate change scepticism) than stable socio-structural factors like income or gender. These findings demonstrate an urgent need to restore trust in political institutions and to foster inclusive, participatory climate dialogue to secure broad public support for the transition towards a carbon-neutral society.

Wenig überraschend, aber nun ein weiteres Mal schwarz auf weiß: Wenn die Leute verblöden und blau wählen, zweifeln sie am menschengemachten Klimawandel und – nicht Teil der Studie, aber wissen wir ja – an Journalismus, Impfungen, gesellschaftlicher Vielfalt und Helene Fischer.

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As the planet heats, public doubt grows: The social structure behind rising climate change scepticism in Germany

In 2024, global heating exceeded 1.5 °C for the first time. Paradoxically, as the climate crisis becomes ever more evident, climate change scepticism (CCS) has recently grown (rather than declined) in Germany, a high-emissions country with enormous responsibility.

Neue Pläne im Innenministerium: Dobrindt will FragDenStaat ausschalten

Alexander Dobrindt ist leider nicht die Nachfolge von Jens Spahn ange­treten und darf damit weiter an inner­europäischen Grenzen und im Innen­ministerium wüten. Wie bereits berichtet, planen SPD und Union die Abschaffung des Informations­freiheits­gesetzes (IFG). Jetzt stellt sich jedoch heraus, dass es Dobrindts Innen­ministerium explizit auch darum geht, Anfragen über FragDenStaat unmöglich zu machen, wie Tagesschau heute berichtet.

Was man jetzt tun kann, um diesen Wahnsinn zu stoppen: Mit den SPD-Abgeordneten sprechen, diese Petition unterzeichnen und FragDenStaat finanziell unterstützen.

Darüber hinaus sind Dobrindt und sein Ministerium in der Sommerpause ungewöhnlich fleißig und wollen, nun ja, eine Geheimpolizei einführen. Sollte man, sagt mir ein Blick in die Geschichtsbücher, auch mal im Blick behalten.

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fragdenstaat.de

Neue Pläne im Innenministerium: Dobrindt will FragDenStaat ausschalten

Die Bundesregierung will das Informationsfreiheitsgesetz faktisch abschaffen. Interne Dokumente zeigen jetzt: Der Plan zielt explizit darauf, Anfragen über FragDenStaat unmöglich zu machen.

„Mein Mann ist Papa geworden“: Leihmutter „schenkt“ Jens Spahn ein Kind

Das deutsche Gesundheitssystem gibt die Geburt eines Kindes per Leihmutter nicht her. Also weicht der Ex-Minister in diesem Ressort in die USA aus. Dort wird Jens Spahn und seinem Mann Daniel Funke nun ein Sohn geboren. Der CDU-Politiker ist „über­glück­lich“.

Glückwunsch. Wirklich. Ansonsten ist die Heuchelei Spahns jedoch kaum auszuhalten (ähnlich wie der furchtbare Rest dieses ntv-Artikels aus dem so genannten Unter­haltungs­ressort).

Die CDU, deren Fraktionschef Spahn noch ist, hat sich stets und zuletzt im Februrar 2025 gegen Leih­mutter­schaft ausge­sprochen. Ebenso wie Spahn bereits mehrfach, zuletzt 2020 noch explizit. Oder 2015 im GQ-Interview recht respektlos: „Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden.“

Teresa Bücker dazu:

Genau mein Humor, alles an reproduktiven Rechten und sexueller Selbstbestimmung zu blockieren als Politiker und dann selbst eine Leihmutter im Ausland beauftragen. 🫠

Und der Postillon: „Mann, der jahrelang Leih­mutter­schaft bekämpfte, holt sich Baby von Leihmutter“.

Oder: „Spahn stellt klar: ‚Es ist keine Doppelmoral, wenn man generell keine Moral hat‘“.

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n-tv.de

Leihmutter "schenkt" Jens Spahn ein Kind

Das deutsche Gesundheitssystem gibt die Geburt eines Kindes per Leihmutter nicht her. Also weicht der Ex-Minister in diesem Ressort in die USA aus. Dort wird Jens Spahn und seinem Mann Daniel Funke nun ein Sohn geboren. Der CDU-Politiker ist "überglücklich".

War Atlas — An interactive cartography of thousands of named wars across human history

War Atlas intends to be an interactive map of every armed conflict in recorded human history, layered over evolving empire borders. Scrub the timeline to watch the political map change while wars appear and resolve.

The dataset currently covers 10,584 conflicts spanning roughly 2500 BCE to today, with 427 distinct polities (empires, kingdoms, caliphates, republics, dynasties) whose borders shift through time, and ~700 historical city-name records that fade in and out as cities are renamed.

Diese Konzentration auf Zahlen (inkl. „estimated casualties“ pro Konflikt) finde ich in dem Kontext etwas befremdlich, aber die Umsetzung von J.T. Trollman1 ist sehr gut gemacht und visualisiert die schiere Gewalt, zu der wir insb. in den letzten 500 Jahren fähig waren (inkl. aktuellem Live-View), sehr eindringlich.

  1. Ja, das scheint sein echter Name zu sein; ich habe das gerade bis zu LinkedIn durchverifiziert. Die mit Next.js und React umgesetzte Anwendung findet sich übrigens auch hier auf Github. []
War Atlas — Every Named War in Human History | OpenGraph Preview Image
waratlas.org

War Atlas — Every Named War in Human History

Explore 5,000 years of conflict on an interactive world map. 10,584 wars, 427 empire borders with shifting frontiers, casualty estimates with sources.