#politik

Bundesregierung befürchtet „bürokratisches Monster“ weil neues EU-Leistungsschutzrecht auch für freie Software-Entwickler gelten soll

Filed under: „Die Geister, die ich rief“. Denn damit hätte jeder an einem Projekt beteiligte, freie Entwickler die Möglichkeit Anspruch auf einzelne Codezeilen zu erheben und das Projekt so rechtlich schachmatt zu setzen.

Das belustigt mich gerade sehr, weil das, wie Die Welt, die ich hier in Ermangelnung von leistungs­schutzrecht­freier Alternativ­bericht­erstattung verlinken musste, berichtet, die Digitalstragie der deutschen Politik torpediert und den Digitalstandort Europa gefährdet. Was natürlich fatal wäre, aber hey, welch grandiose Ironie des Schicksals!

Podcast: Spiel mit der Bombe – Der Albtraum vom beherrschbaren Atomkrieg

Seit Hiroshima und Nagasaki hat niemand mehr gewagt, Atombomben einzusetzen. Und doch war da immer der Wunsch mancher Strategen, atomare Sprengköpfe beherrschbar zu machen, für eine glaubwürdigere Abschreckung. Eine Idee, die in der aktuellen geopolitischen Lage Aussicht auf Erfolg hat.

Die neuen, kleineren Atombomben laden mit ihrem kleineren Wirkungskreis zu „chirurgischen“ Eingriffen ein, durch die dann gezielt ein Vorort oder eine Kleinstadt und eben nicht mehr ein ganzer Landstrich vernichtet werden kann. Eine beunruhigende Entwicklung, die in diesem 29 minütigen Deutschlandfunk-Feature behandelt wird.

Direktlink zur Audiodatei (mp3)

Der Untergang

Es gibt plötzlich zwei Meinungen darüber, ob man Menschen, die in Lebensgefahr sind, retten oder lieber sterben lassen soll. Das ist der erste Schritt in die Barbarei.

Das ist der Anfang vom Ende der europäischen Idee. Wir können uns nicht auf Menschenrechte, Aufklärung und Humanismus berufen und gleichzeitig die Rettung Ertrinkender kriminalisieren.

Oh weh: Holzmedien drücken Neuordnung öffentlich-rechtlicher Online-Angebote durch

Die Verleger und Vertreter von ARD, ZDF und Deutschlandradio machen den Weg frei für ein neues Telemediengesetz.

Im Ergebnis bedeutet dies, dass die öffentlich-rechtlichen Angebote künftig auf längere Texte ohne Bezug zu einer Sendung verzichten. Websites und Apps von ARD, ZDF und Deutschlandradio müssen sich damit komplett auf audiovisuelle Inhalte konzentrieren und dürfen mit Texten nur noch anteasern.

Genau, nehmt den Nutzern doch einmal mehr das, was sie zu schätzen wissen (looking at you, tagesschau.de & sportschau.de + Apps) und wofür sie bezahlen, nur weil eine Lobby-Gruppe nicht in der Lage ist, anstelle ihrer überholten Geschäftsmodelle neue Refinanzierungswege aufzubauen. Was übrigens auch nicht mit weniger Text-Konkurrenz durch die Öffentlich-Rechtlichen funktionieren wird.

Immerhin: Der Verweilzeit von Inhalten in den Mediatheken sollen erhöht werden, bevor sie depubliziert werden und den dafür bereits gezahlt habenden Rezipienten weiterhin wieder weggenommen werden.

koest.lich.es (13/2018)

Bundesrechnungshof veröffentlicht Bericht über Planungschaos bei Breitbandausbau

Die Rüge der Kassenprüfer für den früheren Minister für digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, ist neuerdings schwarz auf weiß nachzulesen: Mitten in den schwarz-roten Koalitionsgesprächen hat der Bundesrechnungshof seine Kritik am Berliner Breitband-Planungschaos publik gemacht.

Man kann ja viel über die Herausforderungen der Digitalisierung für Industrie und Gesellschaft sprechen, wenn es aber an der flächendeckenden Infrastruktur für eben diese fehlt, ist das alles eine Luftnummer.

Den Bericht sandten die Kontrolleure vor zwei Jahren an die Berichterstatter im Haushaltsausschuss des Bundestags. Große Folgen für Dobrindt und seine Breitbandpolitik hatte dies nicht.

Weiter so. 😐