Hold for release till the end of the world confirmed.
(via Ti_Leo)
Das Weblog von Stefan Grund, der im Netz als @eay unterwegs ist und hier seit 2003 über Medien, Popkultur und Technologie schreibt. Mehr »
Hold for release till the end of the world confirmed.
(via Ti_Leo)
Anschaulicher Dienst, der vermeintliche Nachrichten verfolgt, deren Verbreitung ermittelt und schließlich den Wahrheitsgehalt dahinter feststellt. (via @oler)
Ich predige das ja schon seit Jahren für deutsche Medien (z.B. bei der ARD-ZDF-Onlinestudie), bei der New York Times macht man derweil ganz vorbildlich Nägel mit Köpfen und stellt eine eigene Programmierschnittstelle mit verschiedenen Zugriffspunkten bereit, über die man neben aktuellen Artikeln bspw. Bestseller-Listen, Immobilienanzeigen und Film-Reviews abrufen kann. Neben den offensichtlichen Nutzungseinschränkungen scheint die einzige Bedingung dabei eigentlich nur das Verlinken des Originalmaterials zu sein. (via D64 Ticker)
Währenddessen in Deutschland: Die Suchmaschinen von 1und1 und Telekom streichen die Verlage, die in der VG Media organisiert sind und sich für die Durchsetzung des Leistungsschutzrechts einsetzen, aus ihrem Index.
Soft Launch vom deutschen BuzzFeed mit einem GIF-Listicle im englischen BuzzFeed. Darf man sofort und getrost wieder vergessen. Jannis Kucharz hat dennoch ein paar Reaktionen gesammelt.
Ralf Heimann, seineszeichens Lokalreporter bei der Münsterschen Zeitung, sammelt in seinem Tumblelog „Wir schicken wen“ Missgeschicke seiner Kollegen und Kuriositäten des Lokaljournalismus. Außerdem hat er das Thema bereits in Buchform verarbeitet. Mit Perlen des Lokaljournalismus gibt es zudem eine Facebook-Seite, die in dieselbe Richtung geht. (via Phänomeme)
Ich habe vorgestern die Übersetzung eines Textes von Jeff Jarvis gelesen, dann aber das Original zitiert und verlinkt, weil der Akt der Überführung von Besuchern auf deutsche Verlagsangebote hierzulande ja eventuell – wer weiß das schon genau? – nicht rechtens ist. Stichwort Leistungsschutzrecht.
Ron hat mich daraufhin per Twitter darauf aufmerksam gemacht, dass Der Freitag, bei dem Jarvis‘ Text u.a. auf deutsch erschienen ist, damals „feierlich“ erklärt hat, das LSR nicht wahrnehmen zu wollen. Solche Erklärungen gibt’s auch von SpOn und sicherlich auch Zeit.de, wo ich den Text ursprünglich gelesen habe. Das ist schön und gut und wäre auch ganz lobenswert, wenn die Branche als ganzes das LSR zuvor nicht, indem kaum bis gar nicht berichtet wurde, toleriert hätte. Ist ja auch klar: Man weiß nicht, wo die Reise hingeht und wenn da wer mit einer potentiellen Einnahmequellen daherkommt, hält man lieber die Füße still. Möglicherweise lesen die Kids bald gar nicht mehr. Oder noch schlimmer: Nur noch die Headlines via Google, Facebook und Konsorten. Oder aber sie „setzen“ Links wie es ihnen beliebt. Womöglich sogar auf Opel.de. Ich schweife ab.
Jedenfalls weiß man nicht, ob Erklärungen darüber, dass weiter verlinkt und zitiert werden darf, rechtsgültige Freifahrscheine oder lediglich Lippenbekenntnisse sind. So lange dieses Unsinnsgesetz also weiterhin besteht und sei es nur als Papiertiger, werde ich – wann immer möglich – lieber auf ausländische Medienhäuser oder Nicht-Verlage verweisen. Und meinen Unmut darüber kundtun. Aus Prinzip.
Und wo wir schon dabei sind: Die Depublizierung von Inhalten der Öffentlich-rechtlichen halte ich für gleichwertigen Gesetzesmist, der 2009 eigentlich einen bundesweiten medialen #Aufschrei zur Folge hätte haben müssen. Aber hier wie da sah sich die schreibende Zunft nicht in der Lage ihrer einzigen Aufgabe, dem Bericht erstatten und Informieren, nachzukommen. Denn anstelle von Empörung darüber, dass Millionen von Deutschen das, was sie per Rundfunkbeitrag schon bezahlt haben, wieder weggenommen wird, herrschte großes Schweigen. Weil weniger tagesschau.de-Leser ja mehr Reichweite für Spiegel-, Bild-, FAZ- und Kunz Online bedeutet. Also danke auch dafür.
Oder um es kurz zu machen: Die Übersetzung von Jarvis‘ Text wird weiterhin nicht verlinkt. Trotzdem danke für den Hinweis, Ron. 😉
Verrückte Geschichte: Die US-Amerikanerin Marion Stokes, die 2012 im Alter von 83 Jahren verstorben ist, hat 1977 damit begonnen, die Nachrichtensendungen etlicher US-Fernsehsender aufzuzeichnen. Teilweise mit acht Videorekordern im Parallelbetrieb. Um den Bandwechsel nicht zu verpassen, schlief sie nie länger als sechs Stunden und verabschiedete sich schon mal früher von Restaurantbesuchen. Auf die Frage, was sie das eigentlich mache, sagte sich nur „Ich archiviere, sonst nichts“ – vermutlich darum wissend, dass ihr Archiv für Medienwissenschaftler mal eine wahre Goldgrube sein wird.
Ihr Nachlass befindet sich mittlerweile in den guten Händen des Internet Archive und wird im Idealfall irgendwann irgendwie öffentlich zugänglich gemacht. Gäbe es einen offiziellen Geek- und Nerd-Award sollte der Frau Stokes posthum unbedingt verliehen werden. <3
Die Rede ist zwar bedeutungsschwanger von „New Journalism“, aber eigentlich steht da: Bald wird hier auf allen Blogs Werbung angezeigt (und davon die Autoren bezahlt?).
Erst MySpace, nun seine iPad-Tageszeitung. Wäre ich Rupert, wäre ich so langsam ordentlich angepisst von diesem Internet.
Weil wir uns hier ja auch schon so einige Gedanken zum ominösen Apple-Tablet gemacht haben, möchte ich euch folgendes nicht vorenthalten: ein Artikel aus einem „German Kids Magazine“, der nicht nur besagtes Gerät abbildet, sondern das Kind auch gleich beim Namen nennt. Demnach soll es „iPad“ heißen – Allways und Carefree werden sich freuen. Und man weiß sogar noch weitere Details zum „Nachfolgemodell des iPhones“: es soll ein 10,7″ Display haben, dass sich „super für Games, Videos und HD-Filme“ eignet, im Januar vorgestellt werden und im Mai auf den Markt kommen. Nur warum das Ding zwei Home-Buttons hat, wird aus dem Artikel nicht ersichtlich.
(via)