#journalismus (38)

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Club MacStories

Speaking of content subscriptions: I’ve also just subscribed to Club MacStories. Long-time fan of their extensive app and OS reviews, as well as their presented Shortcuts and tips. How fitting that Federico and John shared useful Shortcuts for my favorite todo-app Things in the first issue I’ve read.

My only criticism: I have the smallest subscription tier and am regularly confronted with the upselling of the higher, more expensive tiers. I understand why there are often multiple paid tiers, but I’m not a fan of it – especially in SaaS products – because it gives the impression that the smaller, paying customers are less valued.1

  1. The project management tool Asana, which we used ourselves until recently, is a good negative example of this: 10,99 Euro per user per month in „Premium“, but if you now want to use a minimum of the more advanced „Business“ features, it costs 24,99 Euro. Why not just one subscription with all features for 16,99 Euro, in which I don’t get the feeling that I’m missing out something or aren’t as valuable as the „Business“ users? []

The Pioneer-Abo

The Pioneer-Abo abgeschlossen, nachdem ich mein Testabo (3 Monate für 3 Euro) gekündigt habe, u.a. weil die an sich gute App sehr oft unbrauchbar ist, weil sie meinen Account vergisst und mich nicht erneut einloggen lässt. Das und der sicherlich gerechtfertigte, aber doch sehr hohe Preis von 25 Euro/Monat waren mir etwas too much.

Nun haben sie mir aber ein reduziertes Abo über 12 Monate je 9,90 Euro angeboten, was ich mehr als angebracht finde. Insbesondere nachdem ich bemerkt habe, dass sich die Podcasts auch in anderen Podcatchern1 abonnieren lassen, was allerdings nur auf der Website und da auch vergleichsweise versteckt angezeigt wird. In meinem Testabo war mir das gar nicht aufgefallen.

Jedenfalls: Ich höre das Morning Briefing bereits seit Jahren und auch wenn ich regelmäßig nicht mit den Meinungen von Gabor Steingart & Co. übereinstimme, begrüße ich die Themen- und Gästevielfalt mit dieser Production Quality doch sehr. Die Newsletter habe ich bisher nicht gelesen, mal sehen inwieweit diese noch Einzug in meinen Medienkonsum finden2. Aber unabhängigen Journalismus fördern, ist so oder so eine gute Sache.

  1. In meinem Fall Pocket Casts. []
  2. Dafür muss ich sie allerdings erstmals an meine Newsletter-Inbox Feedbin weiterleiten. []

WDR Zukunftsreport: Mensch und Maschine

Entscheider:innen in Medienhäusern weltweit sind sich einig: Künstliche Intelligenz wird der wichtigste technologische Wegbereiter für journalistische Innovation. Das sehen wir auch so. Und zeigen in diesem Report die Zukunft der fiktiven Future Media Company – einem Medienhaus, in dem Mensch und Maschine konsequent zusammenarbeiten.

Der WDR Innovation Hub hat im vergangenen Monat seinen neuen, dritten Zukunftsreport veröffentlicht. Diesmal zum Thema „KI im Journalismus“. Spannende, 40 Seiten lange Lektüre. Hier geht’s direkt zum PDF.

(Disclosure: Ich habe vor Ewigkeiten in der WDR Medienforschung gearbeitet, was meine Betrachtung der Publikation aber nicht weiter tangiert hat.)

WDR INNOVATION HUB | OpenGraph Preview Image
zukunft.wdr.de

WDR INNOVATION HUB

Wir sind der WDR Innovation Hub. Und hier findet ihr unsere Zukunftsreports zu unseren Innovationsfeldern "Generation Alpha" und "Synthetische Medien".

»Revolutionizing the media with blog posts«

Das Tech-Onlinemagazin The Verge hat am Dienstag den Relaunch seiner Website veröffentlicht: neues Branding, neues Design und vor allem eine Website, die mit den gängigen Gewohnheiten von Onlinemagazinen bricht, indem sie neben klassischen Artikeln prominent Micro-Blog-Posts und Linked-List-Items1 einführt.

Hier z.B. ein kompletter Post zum nächsten Zelda in der Startseiten-Ansicht:

Die Idee dahinter ist, so wird es im Relaunch-Artikel und im Podcast erklärt, kurzum „ein guter Web Citizen“ zu sein. Anstatt den eigenen Content primär auf den Plattformen anderer Leute zu veröffentlichen, wie es in den vorherigen Verge-Iterationen der Fall war, kehrt der Content nun auf die eigene Plattform zurück und verweist auf die guten Inhalte anderer – so wie es einst im Web gedacht war:

Our plan is to bring the best of old-school blogging to a modern news feed experience and to have our editors and senior reporters constantly updating the site with the best of tech and science news from around the entire internet. If that means linking out to Wired or Bloomberg or some other news source, that’s great — we’re happy to send people to excellent work elsewhere, and we trust that our feed will be useful enough to have you come back later.

Alter, aber immer noch guter und mittlerweile vermutlich auch gewagter und spannender Ansatz, der zumindest bei mir (Oldschool-Blogger) dazu führt, dass ich The Verge derzeit zwei Mal am Tag aufrufe anstatt wie bisher alle zwei Tage. Themen lassen sich in dem neuen Format schneller konsumieren und bei Bedarf könnte man per klassischem Artikel eintauchen. Wie früher.

Bitte mehr davon!

  1. Im hörenswerten Vergecast zum Relaunch erwähnt Chefredakteur Nilay Patel dann auch, dass John Grubers Daring Fireball eine große Inspiration für das Format war – wie auch hier. []

What the ephemerality of the Web means for your hyperlinks

Beim Columbia Journalism Review hat man sich eine halbe Millionen Online-Artikel der New York Times von 1998 bis 2018 angesehen, um zu prüfen, wieviele der insgesamt 2,2 Millionen externen Links in den Artikeln noch verfügbar sind:

25 percent of all links were completely inaccessible. Linkrot became more common over time: 6 percent of links from 2018 had rotted, as compared to 43 percent of links from 2008 and 72 percent of links from 1998. Fifty-three percent of all articles that contained deep links had at least one rotted link.

Um zu verifizieren, ob die intakten Links denn auch den ursprünglich verlinkten Inhalt enthalten, haben sie sich dann 4.500 Links händisch angesehen:

Thirteen percent of intact links from that sample of 4,500 had drifted significantly since the Times published them. Four percent of reachable links published in articles from 2019 had drifted, as compared to 25 percent of reachable links from 2009.

Interessante Analyse, die aufzeigt, dass das Web eben doch vergisst – was im wissenschaftlichen und journalistischen Kontext sehr problematisch sein kann. Entsprechend schließen die Autoren dann auch damit, dass die Redaktionen ihre Archivierungsfunktionen ausbauen und automatisierten sollten, am besten in Kooperation mit den Wissenschaftlern, die später auf diese Daten angewiesen sind.

Wenn ich mal Zeit habe (haha), muss ich unbedingt auch mal den Linkrot aus den letzten 18 Jahres dieses Blogs analysieren. Sollten sich auch hier Wissenschaftler finden, die das übernehmen möchten, gerne melden. 😌

The Cuomo Brothers

Hach, das wusste ich auch noch nicht: Andrew Cuomo, der derzeit oft gelobte Gouverneur von New York, hat einen jüngeren Bruder, Chris, der Journalist bei CNN ist und seinen Politiker­bruder oftmals on air interviewt. Ganz groß.

Vorschaubild zum Video. Aktivieren, um das Video zu laden und abzuspielen. 
(YouTube Direktlink)

Les-O-Mat

Trotz Printkrise ist die Auswahl in den Kioskregalen so unüberschaubar wie eh und je. Wir haben 50 Magazine und Zeitungen zu einem Les-O-Maten zusammengestellt.

Nette Idee, umgesetzt vom Katapult Magazin: Ein Wahl-O-Mat inspiriertes Tool zur Ermittlung der eigenen Lesepräferenz. Bei mir war „The New Yorker“ die Nummer Eins.

Ich möchte mindestens eine halbnackte Person pro Ausgabe sehen.
Stimme zu | Neutral | Stimme nicht zu

(via @tibor)

EuGH verbietet deutsches Leistungsschutzrecht

Ein Nonsens-Gesetz weniger. Hat ja nur sechs Jahre gedauert und innovative, journalistische Digital­angebote so lange hierzulande blockiert.

Jetzt soll das europäische Leistungs­schutzrecht a.k.a. Artikel 11 der EU-Urheber­rechtsreform schnell in deutsches Recht überführt werden, fordern die, die zugunsten ihrer Lobby und ihres Geldbeutels gerne auch mal die internationale Konkurrenz­fähigkeit ihres Kontinents opfern.

Oh weh: Holzmedien drücken Neuordnung öffentlich-rechtlicher Online-Angebote durch

Die Verleger und Vertreter von ARD, ZDF und Deutschlandradio machen den Weg frei für ein neues Telemediengesetz.

Im Ergebnis bedeutet dies, dass die öffentlich-rechtlichen Angebote künftig auf längere Texte ohne Bezug zu einer Sendung verzichten. Websites und Apps von ARD, ZDF und Deutschlandradio müssen sich damit komplett auf audiovisuelle Inhalte konzentrieren und dürfen mit Texten nur noch anteasern.

Genau, nehmt den Nutzern doch einmal mehr das, was sie zu schätzen wissen (looking at you, tagesschau.de & sportschau.de + Apps) und wofür sie bezahlen, nur weil eine Lobby-Gruppe nicht in der Lage ist, anstelle ihrer überholten Geschäftsmodelle neue Refinanzierungswege aufzubauen. Was übrigens auch nicht mit weniger Text-Konkurrenz durch die Öffentlich-Rechtlichen funktionieren wird.

Immerhin: Der Verweilzeit von Inhalten in den Mediatheken sollen erhöht werden, bevor sie depubliziert werden und den dafür bereits gezahlt habenden Rezipienten weiterhin wieder weggenommen werden.