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Unsere neueste Smarthome-Spielerei: Push Notifications beim Haustürklingeln!

Das ganze funktioniert so, dass ein simpler Sensor am Klingeldraht unsere Homematic CCU2-Zentrale informiert, die wiederum den Home Assistant auf einem Raspberry Pi informiert, der dann wiederum Pushover informiert, dass dann eine Push Notifications auf’s iPhone schickt. Klingt komplizierter, als es eigentlich ist und dafür, dass daran doch einige Parteien beteiligt sind, ist das Delay ausgesprochen gering.

A blog is your brain, over time, on the internet

Giles Turnbull über eine der größten Stärken des Bloggens:

Over time, a blog becomes a corpus of knowledge – your knowledge, or your organisation’s knowledge. A blog is your brain, over time, on the internet. An archive of what you think now and what you thought before. And that means it’s one of the simplest and most effective ways you can make things open, and make things better.

Kinostatistik 2016 (10-Jahres-Edition)

Willkommen beim Jahresende, willkommen bei meiner alljährlichen Kinostatistik! Dies ist bereits die zehnte Ausgabe in Folge, was bedeutet, dass ich bereits seit einem Jahrzehnt festhalte, wie oft ich im ausklingenden Jahr im Kino war und wieviel mich der Spaß insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) kostete und wie sich die Kosten für einen Kinobesuch seitdem hierzulande entwickelt haben. Seit 2007 sind viele neue Auswertungen dazu gekommen und auch dieses Jahr, soll das nicht anders sein, bietet es sich diesmal doch an, nochmal genauer die vergangen zehn Jahre zu betrachten. 😊


Nachdem die letzten zwei Jahre von vergleichsweise wenigen Kinobesuchen geprägt waren, war 2016 mit 45 Kinobesuchen endlich wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Während der Durchschnittsdeutsche (viele Grüße!) im Jahr auf mittlerweile 1,7 Kinobesuche kommt1, brauche ich mit 0,86 Kinobesuchen pro Woche dazu zwei Wochen. Wie in den ganzen letzten zehn Jahren konnte mein Stammkino in Kerpen davon wieder am meisten profitieren (Support your local cinema!), wenngleich das große, unpersönliche Cinedom in Köln aufgrund seiner Nähe zum Büro in diesem Jahr stark aufholen konnte.2 Im 10-Jahres-Schnitt komme ich auf genau 498 Kinobesuche, was ungefähr 50 Kinobesuchen pro Jahr entspricht. (Und jetzt ärgere ich mich, dass es nicht zwei mehr waren. 😉)


Von den 45 Filmen habe ich zwei als kostenlose Preview gesehen. Die ingesamt 406,35 Euro beziehen sich also nur auf 43 Kinobesuche. Die Kosten liegen damit zwischen 2010 und 2011, wo es für ähnliche Summen aber auch deutlich mehr Filme zu sehen gab. Der Durchschnittspreis hat sich seitdem entsprechend auf 9,45 Euro pro Kinobesuch erhöht, liegt mit nur 2 Cent Unterschied aber auf dem Niveau des letzten Jahres. Dass wir in diesem Jahr meist in der günstigeren ersten Wochenhälfte im Kino waren3, dürfte sich allerdings positiv auf den Durchschnitt ausgewirkt haben. 498 Kinobesuche haben mich in zehn Jahren 3.804,47 Euro gekostet bzw. rund 380,45 Euro pro Jahr.


Über die letzten zehn Jahre habe ich durchschnittlich 7,75 Euro pro Kinobesuch bezahlt, wobei der Trend eines massiven Preisanstiegs weiterhin unverkennbar ist. Der teuerste Film in diesem Jahr war an einem Feiertag »Doctor Strange« in 3D mit 14,50 Euro – einen Euro teurer als der Spitzenreiter »The Force Awakens« im Vorjahr. Wie schon 2014 und 2015 musste ich zwölf Mal die ungeliebten 3D-Brillen aufsetzen, was minus eine kostenlose Preview insgesamt 153,80 Euro für elf 3D-Filme (von 406,35 Euro komplett), also rund 13,98 Euro pro 3D-Film, ausmachte. Neuer Rekord nach den 11,75 Euro pro 3D-Film im letzten Jahr. Zum Vergleich: Der Durchschnittspreis ohne 3D-Filme lag bei 7,65 Euro. Es ist und bleibt die alte Leier von der Refinanzierung der Digital- und 3D-Technik.

Anhand der von der IMDb ausgegebenen Hauptgenres ergeben sich wieder 2,6 Genres pro Film. Adventure und Action dominieren weiterhin das Feld, haben allerdings die Plätze getauscht. Ebenso Science Fiction und Comedy, ansonsten ist das Verhältnis ähnlich dem des letzten Jahres.

Nachdem meine Schätzung von 100 Minuten pro Film von Owley im letzten Jahr zu Recht angezweifelt wurde, habe ich es dieses Jahr genau wissen wollen: Im Schnitt waren die 2016 gesehenen Kinofilme rund 118 Minuten lang. Insgesamt saß ich 5294 Minuten im Kinosessel, was rund 88,2 Stunden bzw. 3,7 Tage sind. Zusammen mit den 189 Stunden des Serienguckens habe ich also rund 277 Stunden bzw. rund 11 ½ Tage mit der bewussten Bewegtbildrezeption verbracht. Für meine Frau und mich wie Urlaub, den man nicht mal einreichen muss. 😎

Gerade im Vergleich zur für Serien aufgewendeten Zeit zeigt sich aber auch, dass die Aufmerksamkeit immer mehr zu Netflix und Amazon wandert. Für gerade einmal 170 Euro im Jahr (120 Euro für Netflix, 50 Euro für Amazon Prime) konnte man hier drei Mal so viel Zeit verbringen – ohne noch weiteres Geld für Speisen und Getränke drauflegen zu müssen. Es wird interessant zu sehen, wie sich die Nutzung der Streaming-Services in den nächsten zehn Jahren entwickelt und welche Auswirkungen das auf das Kino und seine Rolle haben wird.

Ein Punkt, den ich bis hierhin verschwiegen habe, der 2016 aber auch erstmals besonders auffällig wurde, ist das verstärkte Aufkommen von Buchungsgebühren. Im Kölner Raum lassen sich seit diesem Jahr fast alle Kartenkäufe online, meist von Kinoheld.de abgewickelt, tätigen. Dafür wird bei frühzeitiger Auslastung und ohne Kassenpersonal absurderweise meist ein Aufschlag von 50 Cent pro Karte berechnet. Das treibt die eh schon übertriebenen Ticketpreise noch weiter in die Höhe und verstärkt den (elitären) Eventcharakter eines Kinobesuchs immer mehr. Diese Aufpreise habe ich alle auf die regulären Kinopreise angerechnet, genau so wie ich früher (Studenten-)Rabatte abgezogen habe.

Es bleibt jedenfalls spannend und ich bin gespannt, was das (Kino-)Jahr 2017 bringt. Ich für meinen Teil werde weiterhin die Lichtspielhäuser der Republik unsicher machen und fordere euch auf, es mir gleichzutun! 😌

  1. Vgl. das Statistische Jahrbuch 2016, S. 648. []
  2. 18x Euromax in Kerpen, 14x Cinedom in Köln, 6x Residenz in Köln, 2x Cinenova in Köln, 2x Cineplex in Passau, 1x Metropolis in Köln, 1x Cinecitta in Nürnberg und 1x Filmrauschpalast in Berlin. []
  3. Genaue Verteilung: 10x Dienstags, 9x Mittwochs, 6x Montags, 6x Samstag, 5x Freitags, 5x Sonntags, 4x Donnerstags. []

„A collection of hundreds of small blogs“

Jason Kottke hat heute sein Weblog relauncht. Im Post dazu schreibt er:

Some of my favorite things about kottke.org are the tags and tag pages. Looking at the site through the lens of tags, it becomes apparent that kottke.org is actually a collection of hundreds of small blogs […].

Der Gedanke mit den Hunderten kleinen Themenblogs gefällt mir. Genau das ist hier (und bei vielen anderen, meist persönlichen Blogs) ja auch der Fall.

Ursprünglich habe ich das hier mal als „Popkulturblog“ zusammengefasst, später als „Weblog über Medien, Popkultur und Technologie“. Das trifft zwar nach wie vor auch noch zu, allerdings fühle ich mich in letzter Zeit auch damit etwas eingeschränkt. Ab und zu würde ich hier z.B. auch gerne über Frontend-Entwicklung schreiben, nur befürchte ich, verschreckt das die (übrig gebliebenen) Leser, die bereits seit alten Filmbloggerzeiten hier mitlesen. Andererseits: It’s all about me here.

Ich habe auch schon mehrfach mit dem Gedanken geliebäugelt, mal ein weiteres Blog zu starten. Meine Linkblogideen mit koest.lich.es oder Hyperbites waren/sind davon am weitesten fortgeschritten, dann aber doch immer an eben diesem Blog hier gescheitert. Denn was passiert dann noch hier, in meinem seit Jahren gewachsenen, vollkommen persönlichen Stückchen Internet?

Und wer oder was ist eigentlich dieser „eay“? Warum lebt das hier nicht unter stefangrund.de/blog? Während die Nickname-Sache in 2003 und während der nächsten zehn Jahre gut und richtig war, ist das 2016 eher schwierig. Untergrabe ich damit nicht meine Personal Brand? Andererseits: Will ich überhaupt, dass Leute, die sich für Serious Business Stefan interessieren, auch gleich meine Star-Wars-Posts zu Gesicht bekommen? Fragen über Fragen, über die wir u.a. auch schon auf dem IndieWebCamp im Mai diskutiert haben und auf die ich immer noch keine Antwort habe.

Und sollen es überhaupt hunderte von Linkblogs sein oder nicht doch lieber ein Longform-Outlet im Indie-Kampf gegen Medium? Ich weiß es noch nicht, aber lasst es uns gemeinsam rausfinden. 😌

IndieWebCamp Düsseldorf


Photo by Julie Anne Noying & tollwerk under Creative Commons (by-nc-sa), see flickr.

Really enjoyed the last two days at the IndieWebCamp in Düsseldorf. Thanks to Jeremy, Aaron and Tantek for hosting it. Thanks to the sponsors and especially Sipgate for providing a great venue and even better food. 😉

I learned a lot about interesting technologies, tried some of them on my own and had some great discussions, especially about the personal website vs. professional website thing some of us are experiencing and thinking about right know.

I’m looking forward to incorporate even more IndieWeb features and techniques into this site, encourage you to do the same and join a IndieWebCamp near you. 😌

koest.lich.es #13

Wenn ihr schon länger in diesen ominösen Social-Web-Gefilden unterwegs seid, werdet ihr euch an del.icio.us erinnern, einen Bookmarking-Dienst, der zusammen mit flickr Vorbild- und Paradebeispiel für das gesamte Web 2.0 gewesen ist. Wie flickr hat sich Yahoo irgendwann auch del.icio.us einverleibt und den Dienst damit quasi zu Grabe getragen. Die coolen Kids setzen seitdem auf das kostenpflichtige, ebenfalls designfreie Pinboard, del.icio.us, das dann irgendwann zu delicious.com umbenannt wurde, fandt und findet quasi gar nicht mehr statt.

Zumindest bis sich vor gut zwei Wochen der CEO eines neu gegründeten Delicious-Verwalters im Delicious-Blog meldete und den überraschten Überbleibseln mitteilte, dass man die Entwicklungen der letzten paar Jahre rückgängig machen wird, delicious.com wieder zu del.icio.us wird und das geliebte Minimaldesign der uralten Version zurückkehrt. Keine Pointe.

Wozu die Geschichtsstunde? Zu der Zeit hatte ich hier eine unregelmäßig erscheinende Serie und Domain namens koest.lich.es, die sich del.icio.us nament- und inhaltlich zum Vorbild nahm und in der ich hier immer mal wieder ein buntes Allerlei mit Links aus Medien, Popkultur und Technologie zubereitete. Da sich mehr oder weniger oft erscheinende Linklisten derzeit ja wieder großer Beliebtheit erfreuen (meine Favoriten sind Real Virtualinks, ti_leos Links der Woche und die links auf wirres.net), wollen wir doch mal gucken, ob sich koest.lich.es nicht reaktivieren lässt und in Zeiten akuter Knappheit selbiger nicht eine gute Alternative zu den einzelnen Linkposts darstellt. Warten wir mal ab1 – und los geht’s.

Filme & Popkultur

Digitales & Web-Entwicklung

  • Dave Winer is not amused: Anywhere but Medium

    Medium is on its way to becoming the consensus platform for writing on the web. if you’re not sure you’re going to be blogging regularly, the default place to put your writing is Medium, rather than starting a blog on Tumblr or WordPress.com, for example.

  • Frontend Guidelines Questionnaire – Guter Fragenkatalog zum Projektstart von Atomdesigner Brad Frost.
  • Feature.js – 1kb kleine Feature Detection Library.

Und der Rest…

  1. Funfact: Die letzte Ausgabe ist vom 04.06.2009, die vorletzte vom 24.03.2008. Beste Voraussetzungen, würde ich sagen. []