#atombombe (13)

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Apocalypse Early Warning System

In the event of an imminent nuclear apocalypse, we suspect that many people who have access to private jets will immediately take to the skies and escape city centers. This site tracks this indicator in realtime.

Nuklearkrieg mit abhebenden Privatjets tracken. Clever. (via Kottke)

Apocalypse Early Warning System | OpenGraph Preview Image
ews.kylemcdonald.net

Apocalypse Early Warning System

Local dashboard for monitoring tracked-aircraft concurrent-activity anomaly signals.

AI models deployed nuclear weapons in 95% of war game simulations

King’s College study finds GPT-5.2, Claude, and Gemini reached for nuclear weapons in nearly every simulated crisis. No model ever surrendered.

Laut der Studie von Kenneth Payne wurden in 20 der 21 Simulationen „taktische“ Nuklearwaffen eingesetzt. Einen kompletten Atomkrieg gab es immerhin nur in drei Fällen.

Claude Sonnet 4 entpuppte sich dabei als kalkulierender Falke, der 67% der Simulationen gewann. GPT-5.2 bekam den Spitznamen „Jekyll and Hyde“, denn während es zunächst verlor und keine nuklearen Optionen nutzte, änderte sich das unter Zeitdruck: 75% Siegesquote, aber hey, nuklearer Fallout, was soll’s? Gemini 3 Flash war der „Madman“ und handelte zuverlässig irrational und für die anderen Modelle unverständlich.

Der New Scientist (Paywall 🫠) zitiert Studienautor Payne mit diesem Quote für die Ewigkeit:

The nuclear taboo doesn’t seem to be as powerful for machines as for humans.

(via @matthiasott)

AI Models Used Nukes in 95% of War Games, Study Finds | OpenGraph Preview Image
implicator.ai

AI Models Used Nukes in 95% of War Games, Study Finds

King's College study finds GPT-5.2, Claude, and Gemini reached for nuclear weapons in nearly every simulated crisis. No model ever surrendered.

Podcast: Spiel mit der Bombe – Der Albtraum vom beherrschbaren Atomkrieg

Seit Hiroshima und Nagasaki hat niemand mehr gewagt, Atombomben einzusetzen. Und doch war da immer der Wunsch mancher Strategen, atomare Sprengköpfe beherrschbar zu machen, für eine glaubwürdigere Abschreckung. Eine Idee, die in der aktuellen geopolitischen Lage Aussicht auf Erfolg hat.

Die neuen, kleineren Atombomben laden mit ihrem kleineren Wirkungskreis zu „chirurgischen“ Eingriffen ein, durch die dann gezielt ein Vorort oder eine Kleinstadt und eben nicht mehr ein ganzer Landstrich vernichtet werden kann. Eine beunruhigende Entwicklung, die in diesem 29 minütigen Deutschlandfunk-Feature behandelt wird.

Direktlink zur Audiodatei (mp3)

Mord zur Verhinderung eines Atomkriegs

Wo wir gerade schon fast beim Atomkrieg waren: Jason Kottke hat eine „schöne“ Idee des Rechtwissenschaftler Roger Fisher zur Verhinderung eines Atomkriegs ausgegraben, die dieser 1981 in einem Artikel namens „Preventing nuclear war“ propagierte. Danach sollte der US-Präsident, vor der Nutzung von Nuklearwaffen zunächst eine unschuldige Person mit bloßen Händen umbringen müssen, um an die Abschusscodes zu kommen – um so aus erster Hand zu erfahren, wie es ist, Mord an Unschuldigen zu begehen:

My suggestion was quite simple: Put that needed code number in a little capsule, and then implant that capsule right next to the heart of a volunteer. The volunteer would carry with him a big, heavy butcher knife as he accompanied the President. If the President ever wanted to fire nuclear weapons, the only way he could do so would be for him first, with his own hands, to kill one human being. The President says, “George, I’m sorry but tens of millions must die.” He has to look at someone and realize what death is — what innocent death is. Blood on the White House carpet. It’s reality brought home.

00000000, das Passwort für US-Atomraketen

Der Launch-Code für die in den USA stationierten Minuteman-Atomraketen war offensichtlich für fast zwei Jahrzehnte die Kombination „00000000”. Die Wahl fiel auf diese Kombination, da die obersten Entscheider im Militär während der heißen Phase des Kalten Krieges die Startzeit der Raketen bei einem möglichen Angriff auf die USA so kurz wie möglich halten wollten.

Das weiß man gar nicht, was man dazu sagen soll… (via daMax)

Bundesregierung übt dezente Kritik an US-Nuklearschlag gegen Deutschland

Die Bundesregierung hat einen am Montag durchgeführten nuklearen Angriff auf deutsches Gebiet durch US-amerikanische Streitkräfte mit ungewohnt scharfen Worten verurteilt. Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ durch ihren Sprecher mitteilen, sie sei enttäuscht darüber, dass der Atomschlag, der bislang bereits drei Millionen Menschenleben gekostet hat, nicht nur nicht mit Deutschland abgesprochen, sondern aus Sicht der Bundesregierung auch völlig unnötig war. Merkel: „Befreundete Staaten machen so etwas eigentlich nicht.“

Der Postillon in Höchstform.

Rede der Queen für Nuklearkrieg

We all know the dangers facing us today are greater by far than at any time in our long history. The enemy is not the soldier with his rifle nor even the airman prowling the skies above our cities and towns but the deadly power of abused technology.

1983 hat die NATO im Rahmen der „Wintex-Cimex“-Simulation den Ernstfall geprobt: Einen Chemiewaffen-Angriff der Sowjetunion auf England, der wiederum eine nukleare Gegenoffensive des Westens bedeutet hätte. Selbst die passende Rede der Queen, in der sie dem Volk den dritten Weltkrieg eröffnet, wurde dazu bereits verfasst. Das englische Nationalarchiv hat dieses überaus bizarre Stück Zeitgeschichte dieser Tage veröffentlicht. (via Nerdcore)

Der Mythos vom atomaren Internet

Ich lerne gerade für eine Prüfung und stoße in jedem zweiten Lehrbuch auf eine dieser Urban Legends, die gerne überall rezitiert und stehen dürfen – außer in Lehrbüchern.

Es geht um die Hintergründe zur Entwicklung des ARPANETs, dem Netzwerk aus dem everybody’s darling, das Internet, entstanden ist. Und zwar wird in jedem zweiten Lehrbuch das zugegebenermaßen spektakuläre und futuristische Gerücht befeuert, dass das ARPANET als Militärkommunikationsnetzwerk entwickelt wurde, dass einem Atomkrieg standhalten sollte. Das klingt spektakulär, entspricht aber nicht der Wahrheit. Solche Überlegungen hat es zwar auch gegeben, mit dem ARPANET hatten sie aber nichts zu tun. Dessen primäres Ziel war es, verschiedene US-amerikanische Universitäten, die im Auftrag des Verteidigungsministeriums forschten, miteinander zu vernetzen, um die damals™ knappe Rechenleistung durch Datenaustausch zwischen den Hochschulen besser ausnutzen zu können.

Glaubt ihr mir nicht? Na dann glaubt Peter Glaser:

Zwar wurden die ersten Internet-Knoten von der Advanced Research Projects Agency (Arpa) finanziert, die damals für das Verteidigungsministerium Forschungsprojekte förderte. Die Agentur suchte nach einer Methode, die damals knappen Rechenkapazitäten der einzelnen Hochschulen durch den Austausch von Daten besser auszunutzen. Aber es waren in der Mehrzahl zivile Projekte, die damals gefördert wurden. Und auch Kleinrock dachte bei seinen Forschungen nicht an nukleare Auseinandersetzungen. „Das ist ein Mythos“, sagt er.

Schließlich hat der im Gegensatz zu mir auch noch eine nette Anekdote parat:

Während die ersten Worte, die über das Telefon oder den Fernschreiber geschickt wurden, legendär sind, weiß kaum jemand etwas über die erste Kommunikation im Internet, das damals noch Arpanet hieß. Die fand am 29. Oktober 1969 statt, zwischen einem UCLA-Computer und einem Rechner am Stanford Research Institute. Es sollten die Buchstaben LOG (für „Login“) übermittelt werden. Parallel sprachen die Techniker übers Telefon. „Hast du das L?“ – „Ja!“ – „Hast du das O?“ – „Ja!“ – „Hast du das G?“ Dann stürzte der Rechner ab.

Das Atom und die Popkultur

Die gestrige Sendung des BR2 Zündfunk Generators beschäftigte sich anlässlich der Katastrophe von Fukushima mit der Kulturgeschichte des nuklearen Super-GAUs in Film, Comic und Computerspiel. Verschiedene Kulturwissenschaftler berichten darin über die popkulturelle Auseinandersetzung mit Atomkraft in Japan, den USA und dem Rest der Welt – inklusive Godzilla, Astro Boy, Duck and Cover, Radioactive Man, Fallout 3 und Stalker. Prädikat: sehr hörenswert. Mehr Infos gibt’s auf der Zündfunk-Beitragsseite.

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