Random Posts

18. Jahres- und 6. Hochzeitstag in der Eifel

(Vor Corona war London geplant, aber hier ist’s auch schön.)

Hintergründe zur Entstehung des iPhones

(Massive New York Times Tech Read 1/2)

Sehr lesenswert und interessant, welche Probleme Apple mit der Entwicklung des ersten iPhones hatte und welche Hürden alleine für Jobs‘ Keynote genommen werden mussten.

Das eigene Blogarchiv lesen – oder: KI-Zusammenfassungen im Blogarchiv

Da das Bloggen über’s Bloggen für den Bloggenden bekanntlich nicht langweilig wird, soll es heute kurz um das Lesen des eigenen Blogs gehen.

Darüber haben sich zuletzt auch Marco und dann Thomas Gedanken gemacht, die beide berichten, dass sie gerne in ihren eigenen Blogarchiven lesen, Veränderungen und Entwicklungen beobachten. Marco erkennt dabei für sich:

Vielleicht ist genau das der größte Wert eines Blogs für mich. Nicht, dass jemand ihn liest. Nicht, dass er wächst. Sondern dass ich später nach­schauen kann, was mich zu einem bestimmten Zeitpunkt beschäftigt hat.

Mir geht es da tatsächlich ähnlich. Nicht wegen der hoffentlich vorhandenen Weiter­entwicklung meiner Persönlichkeit und meines geschriebenen Worts, sondern vielmehr wegen des Rückblicks auf die Themen, mit denen ich mich damals™ beschäftigt habe. Da – wie es auf der About-Seite heißt – „alles andere zwischen den Zeilen [steht]“, wird mir und z.T. euch natürlich auch einiges an Privatem offenbart, aber eigentlich sind es die Interessen und Obsessionen, die mich gerne und – wie bei Thomas – sehr regelmäßig zurück in mein Blogarchiv führen.1

Bei – mit diesem – 4.239 Posts ist das Stöbern im Archiv nicht nur voller Überraschungen, sondern auch immer öfter Glückssache. Die Suche (einfach s-Taste drücken) ist vor allem seit den letzten Änderungen gut, wenn man sich aber auf der Archiv-Übersichtsseite in die aktuell 227 monatlichen Archiv­seiten verirrt, ist man verloren.

Weshalb ich mir nach dem Vorbild der US-Wirtschaft dachte: „AI to the rescue!“ Schließlich habe ich ein gepflegtes, statisches Archiv meines dynamischen WordPress-Blogs, das immer mehr zur Working Copy meiner Arbeit mit dem Textkorpus hier wird. Ob ich nun Romane zähle oder – wie jetzt – kurze, einleitende Highlights und Zusammen­fassungen für jeden Monat seit Anbeginn der Zeit des Archivs ergänze.

Die Idee ist offenkundig, einen schnellen Überblick zu bekommen, worum es in besagtem Monat geht. Dazu habe ich die LLMs meiner Wahl, namentlich Claude Sonnet 4.5 und GPT-5.3, einmalig (!) über das Static Archive laufen lassen und entsprechend eines Regelsets jährliche _summary.json-Dateien erzeugen zu lassen (Beispiel), die anschließend hier importiert und angezeigt werden. Was dann so aussieht:

Screenshot eines Blog-Monatsarchivs („Einträge von Oktober 2022 (12)

Unten drunter dann noch der Hinweis, dass es sich um KI-generierte Zusammen­fassungen handelt, inklusive Ausklapper, der offenbart, welches Modell zu welchem Zeitpunkt benutzt wurde (hier z.B. Januar 2026 via GPT-5.3 und Dezember 2025 via Sonnet 4.5). Überaus wichtig, denn 1. ist hier ansonsten nichts KI-generiert und 2. lesen sich etwa die KI-Highlights von Februar 2025 so:

Highlights: Bundestags­wahl AfD 20%, USA keine Demokratie, Merz-Ära

Was eindeutig Lowlights sind. Sehr low sogar. Und qualitativ gibt es system­bedingt natürlich eine große Bandbreite. So erwecken die Zusammen­fassungen z.B. den Eindruck, ich hätte im November Geburtstag, nur weil ich dort mal über das Älterwerden gejammert habe. Oder sie schließen mit Erkenntnissen à la „Ein dichter Monat zwischen Netzpolitik, Nerdkultur und Pop“. Na danke.

Dennoch freue ich mich über die kurze Einleitung, wann immer ich jetzt auf einen Monat klicke. Und irgendwie trägt es auch zur (technischen) Weiter­entwicklung von Blogs bei, finde ich. Ein Thema, dem ich mich, wie kryptisch angekündigt, in diesem Jahr noch mehr widmen will.

Update, 12.02.: Ich habe heute noch Links zu den Summaries hinzugefügt, so dass diese direkt auf die entsprechenden Posts verlinken, wenn möglich. Ursprünglich dachte ich, dass das zu sehr vom Weiterlesen im Archiv ablenken würde, aber in der Benutzung merkte ich, dass das Suchen nach einem bestimmten Punkt der Zusammenfassung doch deutlich anstrengender ist.

  1. Bei Kagi, meiner Such­maschine der Wahl, habe ich dieses Blog sogar nach oben gepinnt, damit mir Inhalte/Themen, die ich schon verbloggt habe, direkt dort wieder nach oben gespült werden, sollte ich erneut nach ihnen suchen. Es ist nämlich schon einige Male passiert, dass ich Jahre später Links bloggen wollte, die es schon längst hierher geschafft hatten. 😅 []

Diggnation in Amsterdam

Wie die meisten von euch ja bereits wissen dürften, waren wir (= Herr Lee, Frau Limpi und meine Wenigkeit) vor ein paar Tagen in Amsterdam, wo im Rahmen der Next Web Conference die erste kontinentaleuropäische Aufnahme von Diggnation, dem Kultpodcast zur beliebten Webseite digg.com, stattfand. Obwohl wir keinerlei Ahnung von gar nichts hatten (als das Navi ausfiel, haben wir uns an der hinter einer Wolkendecke versteckten Sonne orientiert), hat alles fast problemlos funktioniert und wir waren rechtzeitig vorm Konferenzgebäude, um – nach dem standesgemäßen Leeren unserer Heinekens – die Next Web zu stürmen.


Erstmal drinnen wurde einem sofort das erste Freibier des Abends überreicht und nachdem wir uns relativ gut positioniert hatten, durften wir Zeuge davon werden, wie Patrick Laive, einer der Konferenzveranstalter, Jim Louderback, den CEO von Revision3 und somit Chef von Diggnation, zum Wetttrinken herausforderte und gewann. Kurz darauf kamen auch schon die Stars des Abends, Alex Albrecht und Kevin Rose, auf die Bühne die Couch. Die folgenden 1 1/2 Stunden erzählten sie uns, dass Photoshop-User Piraten sind, Sex mit Tischen illegal ist und dass Mr. T einen Jungen aus dem Koma erweckt hat. Kurzum: es war eine großartige Show, die ihr euch unbedingt ansehen solltet. Herr Lee hat’s übrigens geschafft, dass wir so ziemlich als einzige, die ganze Zeit über genügend Freibier zur Verfügung hatten.


Nach der Show haben wir – obwohl ich das vorher kategorisch ausschloss – die Gelegenheit ergriffen und Alex, Kevin und Jim zum Foto und Smalltalk gebeten. Dabei habe ich übrigens auch abgeklärt, dass die nächste europäische Live-Show in Köln stattfindet. Unser Gespräch mit Jim hat dann auch dazu geführt, dass dieser uns, nach unserer Frage, wo denn die After-Show-Party stattfindet, offensichtlich für irgendwelche Entrepreneurs hielt und uns – anstatt auf die Fan-Party – auf die Business-Party von Boris Velthuijsen van Zanten, einem der Veranstalter der Next Web (der dritte auf dem Foto), gelotst hat. Schließlich sind wir doch noch auf der lockeren After-Show-Party angekommen – leider erst nachdem Alex und Kevin bereits in den nächsten Coffeeshop gezogen sind weg waren. Vor Ort dann weiterhin viel Freibier (gesponsert von Rummble) konsumiert und viele nette Leute, darunter den Schotten David, dem ich einen Link versprochen habe, kennengelernt. Ihr merkt: es hat Spaß gemacht und ich kann nur jedem einen Besuch einer Diggnation-Show und -Party empfehlen!
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Und Amsterdam? Eine wunderbare Stadt, wunderbare Leute! Es gibt Parkhäuser für Fahrräder, ein nachgebautes Schiff, das freiwillig (!) von Arbeitslosen (!) gebaut wurde, und natürlich Souvenirläden für Käse. Von leichtbekleideten Frauen in Schaufenstern ganz zu schweigen. Was will man mehr?

Religion, Satire und Wahnsinn

Religion (und so manch andere Weltanschauung) ist Wahnsinn im Kleide der Rationalität, Satire und Komik Rationalität im Kleide des Wahnsinns.

Tim Wolff, der Chefredakteur der Titanic, beschreibt treffend, was es mit Religion und Satire auf sich hat, als er festhält, dass weiter gewitzelt werden muss.