
Hier sehen wir eine fantastische Karte des Batcaves von Frank Springer, ursprünglich veröffentlicht in Batman #203 aus dem Jahre 1968, die einmal mehr verdeutlicht, warum Batmans Hauptquartier so genial ist: wegen der Kleinigkeiten wie etwa dem lebensgroßen Dinosaurier. Der weilt nämlich auch noch heutzutage unter Wayne Manor und das obwohl er bereits 1946 in Batman #35 dem Joker abgeknöpft wurde. Was ich damit sagen möchte? Das Bild ist fantastisch und der Wikipedia-Eintrag zum Batcave nicht weniger als episch! (via Hey Oscar Wilde!)
The Incident: Sweded
Auch sehr fein: Greg Borenstein hat The Incident, sein und mein Lieblingsiphonespiel des letzten Jahres (siehe diesen Beitrag), ge“sweded“. Und das kommt ziemlich gut und ist meines Wissens das erste Mal, dass es ein iPhone-Spiel zu einer Sweded-Version gebracht hat. (Wer gerade nur Schweden versteht, dem sei »Be Kind Rewind« von Michel Gondry in Erinnerung gerufen, in dem Jack Black und Mos Def zur Rettung ihrer Videothek ziemlich schlechte Remakes bekannter Blockbuster produzieren. Das machte den Film zwar auch nicht besser, brachte aber immerhin den Begriff „sweded“ hervor, der fortan solche self-made Remakes beschrieb.) (via Neven Mrgan)
The Dark Knight Rises – Was bisher geschah…
Es wurde viel gerätselt über Christopher Nolans dritten Batman-Film. Wie wird er heißen? Wann kommt er ins Kino? Und vor allem: Wer werden dieses Mal die Gegenspieler des dunklen Ritters sein?
Nachdem wir neulich bereits den Titel (»The Dark Knight Rises«) und das Release Date (20. Juli 2012 – zumindest in den USA, aber bei einem derart heiß erwarteten Film darf man wohl auch hierzulande mit einem Start am oder kurz um den 20. Juli herum rechnen) erfahren haben, hat Warner Bros. nun auch die Gretchenfrage beantwortet. Der Riddler und Killer Croc standen zwar hoch im Kurs, aber bekanntlich kommt ja alles anders und so sehen wir Batman im nächsten Jahr gegen (oder an der Seite von?) Catwoman und Bane kämpfen. Verkörpert von Anne Hathaway und Tom Hardy – eine überzeugende Wahl. Außerdem schön konsequent, da Nolan seine Batman-Saga ja eher realistisch halten wollte und Killer Croc dazu einfach nicht passt, während der Riddler zu nah an der Figur des Jokers ist.
Bleibt nur noch die Frage, ob das letzte große Gerüchte ebenfalls verpufft oder tatsächlich surreale Wirklichkeit wird: Nämlich dass es in »The Dark Knight Rises« ein Wiedersehen mit dem verstorbenen Heath Ledger als Joker gibt. Sofern Ledgers Familie nämlich damit einverstanden ist, würde Nolan Ledger gerne mittels CGI und unveröffentlichtem Material erneut Gotham City terrorisieren lassen. Klingt bizarr, wäre aber zugunsten der Kontinuität wirklich wünschenswert.
Update, 23.01.: Aus der Traum vom CGI-Ledger, denn Kollege Graval war so freundlich mich in den Kommentaren darauf aufmerksam zu machen, dass Nolan eine Rückkehr des verstorbenen Schauspielers diverse Male harsch dementiert hat. Schade, aber natürlich verständlich.
Vielleicht sollte ich mir das mit den Kontaktlinsen nochmal überlegen…

(gesehen bei wondergirl)
Der Fluch aller iPhone-Nutzer: die Autokorrektur
Gotham High

Wie genial ist das denn? Oder vielmehr: Wie genial hätte das denn werden können? Eine Highschool-Serie rund um einen jugendlichen Bruce Wayne, der sich zusammen mit Gothams zukünftigen Superschurken mit den Problemen des Erwachsenwerdens rumschlagen muss. Mit dabei: der Klassenclown Jay, ein rüpelhafter Footballspieler und natürlich Pamela Isley, das Flittchen. Leider wurde die Idee von Celeste Green und Jeffrey Thomas nie von DC umgesetzt, was in Anbetracht einer Bizarro-Serien wie »Smallville« schon sehr verwunderlich (und ärgerlich!) ist. Im Blog der beiden gibt’s mehr Artworks von Gotham High, hier nochmal obiges Bild in groß. (via Amy&Pink)
.gif der Woche #52

Review-Rundumschlag #12 ½
Der erste Vorsatz ist gebrochen: Auch 2011 wieder mit gehöriger Verspätung, dafür aber umso bunter (»Ich – Einfach unverbesserlich«, »Die etwas anderen Cops« und das Spaßblutbad der Saison »Piranha 3D«) und passend zu eurer DVD-Einkaufsliste!
Ich – Einfach unverbesserlich
Nach Pixars »Toy Story 3«, dem erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten, und Dreamworks‘ »Drachenzähmen leicht gemacht«, den wohl nicht nur ich mehr als gelungen finde, ist Universal Pictures‘ »Ich – Einfach unverbesserlich« der dritte ganz große Animationsfilmwurf von 2010. Dabei ist die Prämisse für das Mainstream-Kino eher ungewöhnlich: Anstatt einen wie auch immer gearteten Helden zu begleiten, erleben wir »Despicable Me«, wie der Film im Original heißt, aus der Perspektive eines Superschurken. Dieser hört auf den Namen Gru – im Deutschen hervorragend gesprochen von Oliver Rohrbeck, der den meisten als Stimme von Ben Stiller bekannt sein dürfte – und bereitet gerade seinen größten Coup vor: den Mond stehlen. Schlecht jedoch, dass sich der passende Schrumpf- strahler zur Zeit ausgerechnet im Besitz seines Konkurrenten Vector befindet. Doch um diesen auszutricksen sind Gru alle Mittel recht, so dass er kurzerhand drei kleine bis halbgroße Waisenmädchen adoptiert, die sein Leben dann jedoch Stück für Stück auf den Kopf stellen…
Das ganze ist unglaublich sympathisch und sehr, sehr witzig. Persönlich gab es für mich zwar keine „laugh out loud“-Momente, aber doch, die Metamorphose des Gru hat mir schon sehr gut gefallen. Größter Wermutstropfen ist leider Jan Delays wirklich unterirdische Synchronisation von Vector, aber in Anbetracht der Minions (kleine, gelbe und vor allem einfach gestrickte Helferlein unseres Superschurken) und vieler weiterer genialer Gags lässt sich über diese und andere kleine Schwächen großzügig und gerne hinwegsehen.
Die etwas anderen Cops
»Die etwas anderen Cops« (»The Other Guys«) ist Regisseur Adam McKays neumodische Version eines klassischen Polizisten-/Buddyfilms wie bspw. »Leathal Weapon«. McKay, der uns zuletzt mit Sachen wie »Ricky Bobby«, »Stiefbrüder« und natürlich »The Landlord« (wer’s tatsächlich noch nicht kennt: unbedingt ansehen!) zu unterhalten wusste, tut es nun also Buddyfilm-Koryphäe Kevin Smith gleich, der sich mit seinem letzten Film »Cop Out« in gleiche Gewässer wagte. Doch während Smith seine Hommage an die 80er-Jahre-Filme in der Realwelt ansiedelt, kommt es bei McKays, aus Will Ferrell und Mark Wahlberg bestehendem Polizistenpaar schon mal zu – zumindest für diese beiden Helden – übernatürlichen Situationen. Das stört nicht weiter und hält ob seiner Skurrilität die ein oder andere Überraschung und vor allem ein Lacher parat.
Vom Stil her fühlte ich mich etwas an den Kifferfilmklassiker »Ananas Express« erinnert und wie schon bei dem wurde ich köstlich unterhalten. Allerdings – und hier mache ich mich vor Hobby- wie Berufskritikern zum Affen – gefiel mir Smiths »Cop Out« ein bisschen besser (ja, ich fand den tatsächlich gut).
Piranha 3D
Als Freund des mitunter mehr als trashigen Horrorfilms vergangener Tage fieberte natürlich auch ich Alexandre Ajas »Piranha 3D«, dem Remake von Joe Dantes legendärem Fischhorror »Piranha« von 1978, entgegen. Und wie so oft, wenn man sich an einen Klassiker wagt, hätte so viel schief gehen können. Nicht so jedoch hier, denn Aja & Co. verlegen die fleischfressenden Urzeitfische gekonnt von einem für heutige Verhältnisse viel zu ruhigen Sommercamp am See an den wassernahen Sündenpfuhl schlechthin: einen See während des Spring Break. Nachdem schnellstmöglich in den ersten Minuten Setting und Figuren vorgestellt werden – und in diesem Genre ist schneller umso besser – beginnt also die aus Silikonbrüsten und Motorbootmotoren bestehende Materialschlacht. Und die hat es in sich (ist also nichts für Zartbesaitete), wenngleich sie nie die abgewrackten Ausmaße von »Saw« und Konsorten annimmt, was vor allem der gehörigen Prise Humor zu verdanken ist, die das alles nicht nur aushaltbar sondern regelrecht unterhaltsam macht. Dass ein Großteil der Handlung dann abseits des Spring Break-Blutbads auf einer Yacht spielt, auf der gerade ein Porno produziert werden soll, überrascht dann auch nicht weiter und unterstreicht die generelle und für eine Hollywood-Produktion und ergo auch das hiesige Mainstream-Kino mehr als ungewohnte, aber, klar, gern gesehene Freizügigkeit des Films.
Alexandre Aja ist es mit »Piranha 3D« glücklicherweise also wirklich gelungen den klassischen Tierhorrorfilm wiederzubeleben und – besser noch – ihn zu modernisieren und mit eigenen Akzenten anzureichern. Der Film ist nicht nur blutig, brutal und actionreich, sondern auch und vor allem überaus lustig. Und ohne zu viel zu verraten: Das Ende deutet eine Fortsetzung an und ich wäre genau wie mein Sitznachbar jederzeit sofort dabei, denn die Piranhas waren ein wahrlich großer Spaß.
Star Wars auf Blu-ray
Nachdem es letztes Jahr schon angekündigt wurde, ist nun das Releasedate raus: Star Wars wird am 30. September auf Blu-ray erscheinen. Und zwar als Boxset für die alte und neue Trilogie, sowie als Komplettbox für 100 Euro. Letztere ist bereits bei Amazon.de vorbestellbar und da ich seit Anfang der Woche im Besitz eines Blu-ray-Players bin, hab ich genau das direkt mal getan.
(George Lucas, der alte Hutt, hat den Bogen halt einfach raus: 2011 Blu-ray, ab 2012 die 3D-Versionen im Kino, wahrscheinlich jeweils gefolgt von einer 3D-Blu-ray, und 2020 verkündet apple.com dann ganz groß, dass Star Wars endlich im iTunes Store angekommen ist. Und wer blecht jedes Mal?)
Tschernobyl-Doku: Alone in the Zone
»Alone in the Zone« ist eine die Tschernobyl-Dokumentation der besonderen Art: Anstatt einmal mehr die Chronologie und Hintergründe der Katastrophe aufzuzeigen, möchte Arkadiusz Podniesinski, Regisseur, Kameramann und Film-Crew in einem, einen möglichst realistischen und unverfälschten Eindruck der Zone 25 Jahre nach dem Super-GAU vermitteln. So macht er sich mittels Helmkamera auf und besucht mehr oder weniger bekannte Orte in und um Tschernobyl und sogar die Reaktoren selbst – was nicht ohne Absicht wie ein Ego Shooter in einer postapokalyptischen Schreckensvision aussieht.
Im April diesen Jahres soll der Film, für den Podniesinski sich meines Wissens nach in Lebensgefahr begeben hat, denn eigentlich soll man sich nur über die asphaltierten Straßen durch die Todeszone bewegen, veröffentlicht werden und ich bin mehr als gespannt. Hier noch ein paar mehr Eindrücke seiner Reise. (via Seitvertreib)




