Lieblingskurzfil.me

Vor einer Woche ist die neue Kurzfilm-Plattform shortfil.ms, die ich mit meinen Partnern in Crime Peer und Sebastian gegründet habe, gestartet. Es war eine großartige erste Woche, in der wir auch gleich ein paar Premieren feiern konnten: So erhielten wir am Montag mit »Wanderers« unsere erste User Submission und konnten am Samstag die 24-Stunden-Marke bei der Gesamtlänge aller Kurzfilme knacken. Darüber hinaus durften wir uns bereits über zahlreiches positives Feedback, dutzende Tweets und auch den ein oder anderen wohlwollenden Artikel aus der deutschen und amerikanischen Blogosphäre freuen.

Insgesamt haben wir nun über 180 Filme auf shortfil.ms (zum Start waren es 120), darunter einige echte Perlen. Zwar habe ich im Gegensatz zu Peer noch längst nicht alle Kurzfilme, die wir da vorstellen, gesehen, ich möchte euch aber dennoch auf meine bisherigen Favoriten aufmerksam machen – und plane das jetzt immer mal wieder zu tun. Ich befürchte, dass das bei mir recht Science Fiction-lastig werden könnte, aber für sowas seid ihr ja unter anderem auch hier.

Rh’a (2013) · Ein Animationsfilm vom deutschen Regisseur Kaleb Lechowski, der das Verhör eines Aliens auf dessen Heimatplaneten zeigt, nachdem dieser von den Maschinen der Alienspezies übernommen wurde. Hollywood ist auch hellhörig geworden und will einen Spielfilm draus machen.

Lunar (2013) · Einblick in eine düstere Zukunftsvision, in der Straftäter auf den Mond verbannt werden. Und man bereits für unangemeldete Geburten zum Straftäter wird. Unglaublich, aber wahr: die Produktionskosten lagen bei $5000.

PostHuman (2012) · Wunderbar animierte Befreiungsaktion einer Person mit übernatürlichen Kräften, die in einem geheimen Forschungslabor gefangen gehalten wird. Anime-typisch ziemlich blutig.

Time Trap (2014) · Ein außerirdischer Raumfahrer landet nach einer Panne auf der ausgestorbenen Erde. Mithilfe eines kleinen Time-Travel-Gadgets reist er in die Vergangenheit, um sich passende Ersatzteile für sein Raumschiff zu suchen.

Envoy (2014) · Idealer Spielberg- oder heutzutage Abrams-Stoff: Ein Junge entdeckt einen außerirdischen Killer-Roboter, dem das Militär auf den Fersen ist, weigert sich aber diesen zu verraten.

The Silent City (2006) · Kurze Episode aus einer vom Krieg gezeichneten Welt, in der drei Soldaten versuchen zu überleben. Hervorragende, spannende Arbeit von Ruairi Robinson, der mit »The Last Days on Mars« mittlerweile auch einen Spielfilm im Kasten hat – allerdings mit eher mäßigen Kritiken.

Tears of Steel (2012) · Abgedrehte Zukunftsvision, in der eine zurückgewiesene Cyborg-Dame die Welt (und hier endlich mal keine amerikanische Großstadt, sondern Holland) zerstört. Ihre gealterte Liebe versucht derweil sie aufzuhalten.

The Gunfighter (2014) · Und zum Schluss kein SciFi, sondern eine großartige Western-Komödie, in der die Stimme des etwas blutrünstigen Erzählers plötzlich von allen Protagonisten gehört wird und für Verwirrung sorgt.


Wer nun Spaß am Minimedium gefunden hat, weiß ja spätestens jetzt, wo er jeden Tag auf’s neue sehenswerte Kurzfilme entdecken kann (hint: hier).

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