#filme

Independence Day – What makes it so great

 
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Ich habe »Independence Day« zuletzt auch nochmal gesehen und war wie der Autor dieses Video-Essays überrascht, dass Roland Emmerichs Alien-Epos nicht nur für elfjährigen Stefan funktionierte, sondern auch noch für den zweiunddreißigjährigen. Umso erschreckender, dass ein mittlerweile 21 Jahre alter Klassiker dann im letzten Jahr mit so einem unsäglichen Stück 💩 eines Sequels beerbt wurde… (via Andi)

Neill Blomkamp’s »Oats Volume 1«

Neill Blomkamp, Regisseur von »District 9«, »Elysium« und »Chappie« und Namensgeber des hiesigen Themes, teasert seit einigen Wochen seine neue Kurzfilmreihe an, für die er unter dem Namen „Oats Studios“ firmieren wird. Nun ist der erste Trailer zu »Oats Volume 1« erschienen, was nach einer Anthologie von Blomkamp’schen SciFi-Kurzfilmen aussieht.

 
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Ich bin überaus gespannt, was dabei rumkommt und wie sich das entwickelt. Das ein eigentlich etablierter Regisseur sich (warum auch immer) wieder der Kurzfilmform annimmt und das Netz, oder genauer gesagt Steam, als Distributionsweg wählt, ist spannend und eine gute Entwicklung. Vorbei an blockierenden Studios, finanziert direkt durch den Long Tail.

Würde doch bloß jemand ein Netflix für Kurzfilme bauen… 😉

Star Wars: The Last Jedi, the Definitive Preview

Star Wars devotees who can’t wait for December need look no further. With exclusive access to writer-director Rian Johnson, plus interviews with Mark Hamill, Daisy Ridley, and others, V.F. presents the ultimate sneak peek at The Last Jedi—and Carrie Fisher’s lasting legacy.

Vanity Fair hat einen exklusiven Long-Read zu Episode 8. Ich bin selbst noch nicht dazu gekommen, das zu lesen und vermutlich ist es voller PR-Sprech und Spoiler, aber ich lasse das der Vollständigkeit halber mal so hier stehen.

The Hidden Visual Effects of David Fincher

 
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Kaptain Kristian mal wieder. Diesmal mit einem feinen Video-Essay über den unauffälligen Einsatz von CGI in David-Fincher-Filmen. Er kommt dabei zu einem Fazit, das nicht nur auf das Filmemachen, sondern auf jede Form der Kreation zutrifft:

What technology you use is never important. It’s about how you use that technology to communicate your vision and tell the best story you can.

Eine Aussage, die man sich z.B. auch als Webworker bei der Wahl des Frameworks für das nächste Projekt nochmal ins Gedächtnis rufen sollte.

King Arthur: Legend of the Sword

Nach den unsäglichen »Sherlock Holmes«-Verfilmungen nimmt sich Guy Ritchie der nächsten klassischen, gar klassischsten, britischen Heldenfigur an: König Arthur. Sein Arthur hat dabei wenig mit der Artussage zu tun, aus der er nur ein paar Figuren und Motive abgreift. Stattdessen inszeniert Ritchie »King Arthur: Legend of the Sword« als alternative Origin-Story, in der ein verwaister, nicht um seinen Stammbaum wissender Arthur widerwillig vom Bordellbetreiber zum König aufsteigt. Direkt aus dem »Herr der Ringe« kommen – Flashback if you use it – Excalibur, das Schwert to rule them all, und die magisch beschworenen Riesentiere, die es zwischendurch immer wieder zu bekämpfen gilt. Dazu gibt’s stimmigen Folk-Rock und Ritchie’eske Heist-Montagen, die den Eindruck vermitteln, dass man hier vielmehr einen mittelalterlichen Gangster-Streifen guckt, anstatt den Auftakt von Warner Bros.‘ neuem, bei Erfolg sechsteiligem (!) »Knights of the Roundtable«-Filmuniversum.

Ich für meinen Teil hätte erstmal auch nichts dagegen. »King Arthur« hat für mich als wenig tiefsinniger Fantasy-Action-Hybrid bestens funktioniert, Stichwort: Popcornkino. Ritchies Stil ist dabei eine willkommene Abwechslung zum seelenlosen Geplänkel der Konkurrenz und mir allemal lieber als die drölfte Fassung eines »Fluch der Karibik«. 

EMDb – Rating: 3,5/5

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Nicht nur dass »Guardians of the Galaxy« 2014 aus dem Stand in die Top 2 der Marvel-Filme einstieg, nein, Regisseur und Autor James Gunn schaffte damit auch noch das Unmögliche, indem er im streng reglementierten Marvel-Kosmos einen Film mit Herz und Seele produzierte, der durch seine ungewöhnliche Figuren, seinen Witz und seine unzähligen Popkultur­referenzen bestechen konnte. Wie sollte Volume 2 das toppen können?

Gar nicht. Aber indem man bei Dialogen und Witz nochmal eine Schippe drauf legt, kommt man immerhin schon ganz gut ran. Da sieht man auch über die hauchdünne Story hinweg, die schließlich in einem zu langen und belanglosen Showdown endet, zu dessen Ausgang zu keinem Zeitpunkt Zweifel besteht. Dennoch: Der Weg dorthin macht Spaß, so dass es eigentlich nur noch einen Wermutstropfen gibt – dass es bis Volume 3, der bisher für 2020 angedacht ist, noch so lange hin ist.

EMDb – Rating: 4/5