Genau das richtige, um das Wochenende einzuleiten.
Einträge von April 2012 (20)
People Who Don´t Know How to Spell „Cologne“
(via Waxy.org Links)
Mark Frauenfelder interviewt Daniel Clowes
Dass ich die Arbeiten von Daniel Clowes liebe1, kam hier bisher viel zu kurz. Das liegt vor allem daran, dass ich seit Ewigkeiten an dem Entwurf eines Artikels über ihn feile, aber nicht fertig werde, weil mein Geschreibsel ihm bisher irgendwie nicht gerecht wurde. Nichtsdestotrotz: In den einschlägigen Ecken des Webs liest man seinen Namen dieser Tage vermehrt, da diese Woche mit »The Art of Daniel Clowes: Modern Cartoonist« ein Buch über ihn erschienen ist.2 Und zur Feier der Veröffentlichung hat Mark Frauenfelder von Boing Boing ein 45 minütiges Interview samt anschliessender Fragestunde mit ihm geführt. Darin beschreibt Clowes seinen Werdegang, wer ihn inspiriert(e) und wie er seine Figuren und Geschichten entwickelt. Das ganze ist sehr sehenswert, vor allem da Interviews und besonders bewegtbebilderte Interviews mit Clowes rar gesät sind. Außerdem bekommt man einen ganz guten Eindruck davon, was für eine kauzige Person Daniel Clowes selbst ist, so dass man sich vielleicht etwas weniger über die äußerst abstrusen Ideen in seinen Comics wundert. (via Boing Boing)
- Allerdings weniger seine Mainstream-Erfolge »Ghost World« und »Wilson«, sondern seine abseitigeren Geschichte wie »Wie ein samtener Handschuh in eisernen Fesseln« oder »David Boring«. [↩]
- Hab ich euch eigentlich schon mal von meinem Wunschzettel erzählt? *hinthint* [↩]
Darth Vader and Son

Man stelle sich eine Welt vor, in der Darth Vader von Anfang an seinen väterlichen Pflichten nachkommt und nicht erst Jahre später als Vater und Sohn die Galaxis kontrollieren will. Eine Welt in der Anakin zwar ein böser Sith Lord, aber ein guter Vater wird. Genau diese Welt erdachte sich der Autor Jeffrey Brown und veröffentlicht sie in seinem (natürlich) am 4. Mai erscheinenden Buch »Darth Vader and Son«. Das Buch wird 64 Seiten umfassen, 11 Euro kosten und kann hier bei Amazon vorbestellt werden. Der Verlag hat außerdem einen kurzen animierten Trailer zum Buch gemacht, weil diese ja der Heilsbringer der Verlagswelt zu sein scheinen. (via Pewpewpew)
A Show with Ze Frank
Das wird vermutlich in jedem Feed eures Feedreaders stehen, aber darauf hat das Internet schließlich fünf Jahre gewartet: The Show with Ze Frank ist zurück und heißt nun A Show with Ze Frank. Großer Internetzelebrationstag! Kickstarter ftw!
Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, haben auch ein T-Rex Skelett gekauft

Die Wege des Algorithmus sind unergründlich: Soeben hat mir Amazon den Kauf eines lebensgroßen T-Rex Skeletts vorgeschlagen. Kostenpunkt 22.831 Euro, fast vier Meter hoch und neun Meter lang. Da kommt man natürlich ins Grübeln. Besonders wenn man die Rezensionen anderer Kunden liest:
Habe dieses Skelett jetzt seit 3 Monaten bei mir im Wohnzimmer stehen und es macht sich wirklich gut! Freunde bewundern es, Einbrecher fürchten es und meine Frau hasst es. Ich finde es einfach nur nett, denn so etwas verschönert ein sonst eher langweilig eingerichtetes Wohnzimmer sehr und wertet die gesamte Wohnqualität auf. Außerdem ist es praktisch, weil es zusätzliche Aufhängemöglichkeiten für Bademäntel oder Hüte bietet. #
Da ist die Kaufentscheidung direkt gefallen. Stellt sich nur noch die Frage: Skelett only oder mit Haut und Haaren? Da die Schuppenvariante allerdings einen Aufpreis von knapp 2.000 Euro bedeuten würde, wird es bei mir wohl nur das Skelett werden. Das ist aber – mit nur 5,90 Euro Versandkosten! – ein totaler No-Brainer.
.gif der Woche #82

Nach unserem exklusiven Blick auf Puppensonic, hier das erste Bewegtbild zum neuesten 3D-Abenteuer von Segas Hotdog-süchtigem Hausmaskottchen.
Project Glass und die Kontaktlinsen der Zukunft
Wer schon mal mit mir an einem Abend, an dem das Gespräch zufällig auf das Thema Zukunftstechnologien fiel, ein Bier trinken war, weiß, dass es da diverse Errungenschaften gibt, von denen ich erwarte, dass sie Zeit unseres Lebens noch entwickelt werden, und über die ich stundenlang reden kann. Exoskelette zum Beispiel, die es älteren Menschen irgendwann ermöglichen werden, so mobil wie Jugendliche zu bleiben. Oder (Haushalts-)Roboter für so ziemlich jeden nervigen Aspekt unseres Lebens. Oder – und hier werden meine Freunde aufschreien, denn sie wissen, das jetzt mein Lieblingsthema kommt, von dem ich nach fünf Bier sowieso immer anfange – Kontaktlinsen mit allerlei Augmented Reality-Funktionalitäten.
Und glücklicherweise ist das nicht nur mein Gehirngespinst, sondern auch das von Babak Parviz, einem Bionanotechnologie-Professor und Mitarbeiter bei Google X, Googles nicht mehr ganz so geheimen Entwicklungslabor. Dort arbeitet Parviz zur Zeit an Project Glass, Googles eigener AR-Brille. Von der dachte man zunächst, dass sie überaus klobig werden würde, tatsächlich sind die Prototypen aber schon recht stylisch – mal davon abgesehen, dass man sich mit so einem Ding auf der Nase schon irgendwie zum Honk macht. Da Parviz mit seinen Studenten aber bereits eine funktionstüchtige, ein paar Pixel anzeigende Kontaktlinse entwickelt hat, dürfte der Schritt dahin nur noch eine Frage der Zeit sein, findet auch die New York Times. Wie das ganze dann aussehen könnte – egal ob als Brille oder Linse –, zeigt das folgende Video von Google eindrucksvoll:
Dass das Kredo bei einem solchen, das Sichtfeld beeinträchtigenden Smartphone-Ersatz „weniger ist mehr“ sein muss, scheint man jedenfalls bereits verstanden zu haben. Zwar werden hier nur diverse Google-Services gezeigt, aber wenn man sich das ganze jetzt mal halbwegs offen (as in AppStore) vorstellt, dürfte es fast unendlich viele Einsatzmöglichkeiten geben. Parviz selbst schrieb bereits 2009, dass sich eine intelligente Contactlinse hervorragend dazu eignen würde, die eigenen Körperwerte anzuzeigen. Die Linse steht schließlich bereits mit Körperflüssigkeit in Kontakt, so dass es problemlos möglich wäre, Blutzucker-, Cholesterin- und sonstige Werte zu messen (und quasi als Akkuanzeige 2.0 anzuzeigen).
Und wenn wir uns das alles jetzt doch nicht als Smartphone-Alternative, sondern als AddOn/Erweiterung vorstellen, dürfte klar sein, dass das ganze nicht mehr allzu weit entfernt ist. Denn dann würde die Augmented Reality-Brille oder -Linse einfach als Display für die praktisch unendlich große Rechenkraft in unserer Hosentasche dienen. Google startet jedenfalls dieser Tage mit dem öffentlichen Feldtest der Project Glass-Brillen und will ersten Berichten zufolge angeblich ja sogar dieses Jahr mit der Technologie auf den Markt kommen. Wenn den Brillen in diesem Fall das Schicksal des Newton zu Teil werden würde, wäre ich allerdings wenig verwundert. Aber in spätestens zehn Jahren sollten wir soweit sein. Technisch und von unserer Einstellung her. Und spätestens dann bin ich der erste in der Schlange.
Empfehlungsschreiben (2)
Es folgt die Zelebration der Bauchpinselei meiner Person. Hatten wir schon länger nicht mehr hier, tut aber immer wieder gut sowas. Vielen Dank an all die netten Menschen, die sowas etwas über mich sagen:
Owley über Eay: Eay ist ein Nerd, der irgendwie die gleichen Dinge mag, wie ich. Ausser Scott Pilgrim. Und das nehme ich ihm ja auch ganz sehr ein bisschen übel. Ein bisschen erinnert er mich auch an Damian. Denn er postet wöchentlich schrecklich schräge Gifs. Leichte, aber dadurch nicht etwa schlechte oder billige, Kost für den geneigten Nerd, der gerne auch den Blick hinter die Kulissen wagt.
elenoreAM über Eay: „Verehrte Freunde des gekühlten Getränks, morgen ist es soweit!“ Weil er Mails so beginnt, mag ich den @Eay so :))
MoD über Eay: Der Mann, der die minimalistischste PP-Präsentation ever kreierte.
Damian im Zeitzeugin-Interview über Linkblogs: Was ich auf vielen anderen ‚Linkschleudern‘ vermisse: Die Persönlichkeit. […] Dabei kann man leicht auch ohne dass man einen super-privaten Blog führt wie dies zum Beispiel Basti tut (ich liebe seine Seite), seinen Charakter zeigen. Ich will hier keine Werbung machen, aber beispielsweise Mr. Honk, Eay oder We Like That machen das vortrefflich. Linkschleudern mit Herz sozuagen.
André über Eay: Stefan »Eay« Grund bloggt seit gefühlten 200 Jahren und schuldet mir seit ähnlich langer Zeit einen Kasten Bier.1
- Jajaja, ist ja gut… [↩]
„I ain’t no hologram girl“
Ich habe bis zum Schluss gehofft, dass es sich dabei um eine Parodie handelt, aber Fehlanzeige – diese Tanzeinlage scheint wirklich (!) Teil von Kinect Star Wars zu sein. Da fehlen mir ehrlich die Worte. Und jetzt gehe ich mir erstmal Kinect kaufen. (via Nerdcore)