Ist „die Angst vor Bierknappheit“. Das Wort kommt aus dem Wikinger-Dänischen und ich bin froh, dass die Wikinger ein Wort für meine zweitgrößte Angst am Wochenende gefunden haben. Meine größte Angst heißt Montag. (via)
Einträge von August 2008 (40)
Worst Star Wars ever!
Zuallererst und unschwer erkennbar: ich liebe Star Wars – so wie ein Junge ein paar Filme lieben kann. Ich mag sogar die neue Trilogie wenngleich meine große Liebe immer noch die klassische ist. Ja, ich habe unterdurchschnittliche Spiele gespielt, sehr öde Comics gelesen und sogar die 2003er Klonkriege in meinem Besitz überführt. Und wenn irgendwo ein Lichtschwert auftaucht, bin ich Feuer und Flamme. Weil: Star Wars. Nicht weiter verwunderlich also, dass ich mir eben auch Star Wars: The Clone Wars blauäugig in der Vorpremiere gegeben habe.
Doch der Bogen ist überspannt: The Clone Wars ist ein unsägliches Stück Scheiße von einem Film. Damit daran kein Zweifel bleibt, lässt der Film nichts unversucht. Bereits zu Beginn wird uns ein Clone Wars-Logo um die Augen gehauen, wir hören das verzerrte Main Theme und ein Off-Erzähler (!) erklärt uns im Schnelldurchlauf den Stand der Dinge. Die nächsten 98 Minuten bekommen wir (erneut) fiese Computeranimation auf dem Niveau eines miesen 90er-Jahre-Technovideos, zutiefst platte Witze, einen nervigen neuen Padawan und Dialoge präsentiert, für die der Autor in der Hölle schmoren wird. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, versaut man schließlich noch das, was den Krieg der Sterne so unverwechselbar machte: die Musik. Statt auf das füllige Repertoire an grandiosen Melodien zurückzugreifen, verwendet man unpassende Orient- und Rockklänge. Zur belanglosen „Count Doku tut so als hätten die Jedis Jabbas Sohn entführt“-Pseudo-Story möchte ich gar nichts sagen, da ich daran schon 98 Minuten meines Lebens verschwendet habe.
Nein, Freunde, das hat nichts mehr mit Star Wars zu tun… Traurig, aber wahr.
„Barbarella Ba-ba-barbarella“

Das beste SciFi-Outfit neben Leias Metal Bikini? Das hatte ganz klar Barbarella – vor genau 40 Jahren! SpOn war das ganze eine kleine Hommage an den psychodelischsten Film aller Zeiten wert: 40 Jahre Barbarella – Halbnackt im Weltall. Ich schätze das Original zwar sehr, freue mich aber auch auf ein zeitgemäßes, abgedrehtes Remake. Wie ist der Stand der Dinge, Herr Rodriguez? Und viel wichtiger: wer ersetzt Jane Fonda? (via)
Die wohl wichtigste Webseite der Welt
ist ganz klar leiasmetalbikini.com. Bietet sie doch neben der umfassenden und wissenschaftlich äußerst wichtigen Galerie auch die Möglichkeit der eigenen Freundin einen Metal-Bikini zu bestellen. Im Komplettset nur $375. Aber ist ja für nen guten Zweck.
Do you know Jesus?

1. glaube ich kaum, dass man Jesus durch eine Schallplatte kennenlernen kann, die von einem gewissen Onkel Les, einer Tante Nancy und einem hölzernen Randy, der hier als Kinderersatz herhalten muss, da Familie Wheeler anscheinend zu fromm zum ficken ist, aufgenommen wurde. Und 2. bei genauerer Betrachtung: wer ist hier überhaupt wer? Gruselig… (via)
Eine kleine Geschichte, an der sich andere Musiker ein Beispiel nehmen sollten
Es war einmal 2002 eine Kölner Band namens Angelika Express, die, so sagt es Wikipedia, „Popmelodien mit Gitarre, Bass und Schlagzeug sehr hart und laut im Punkstil“ spielten. Thematisch ging’s, klar, um die „Erlebniswelten im Leben junger Erwachsener“. Klar, oder? Nee? Na dann: so hören sich unsere auditiven Erlebniswelten an:
[mp3 url=“http://www.reverbnation.com/controller/audio_player/download_song/983118″]Angelika Express – Geh doch nach Berlin[/mp3]
Im August 2005 lösten sich besagte Band und ihre Erlebniswelten jedoch auf. Bis sich im April diesen Jahres der Angelika-Gitarrist Robert Drakogiannakis der Sache annahm und Angelika Express kurzerhand als Soloprojekt reaktivierte. Hier ein Bild:

Robert startete mit dem ehrgeizigen Ziel jede Woche einen neuen Song auf seiner Webseite zu veröffentlichen. Toll produziert. Und für lau. Dabei sind dann Perlen wie etwa „Fernsehen zu zweit“ oder „Dich gibts nicht“, der unangefochtene Anführer meiner persönlichen Heavy Rotation, herausgekommen:
[mp3 url=“http://www.reverbnation.com/controller/audio_player/download_song/880127″]Angelika Express – Fernsehen zu zweit[/mp3]
[mp3 url=“http://www.reverbnation.com/controller/audio_player/download_song/767057″]Angelika Express – Dich gibts nicht[/mp3]
Und die Rechnung geht auf: Zuvor war mir Angelika Express gänzlich unbekannt und erst durch die Blogberichterstattung der letzten Monate bin ich auf’s Schaffen von Robert (& Co.) aufmerksam geworden. Mittlerweile hab ich alle alten Alben von Amazon einfliegen lassen und warte nur auf die nächste Gelegenheit1 Angelika Express in neuer Besetzung live zu sehen.
Aber es geht noch weiter: Robert möchte mit Angelika Express einen weiteren, für die meisten Künstler unkonventionellen Weg gehen und das neue Album nach dem Shareholder-Prinzip finanzieren. Bei humanen Preisen für die Angelika-Aktie sag ich schon mal: count me in!
Wer jetzt mittelheiß bis heiß geworden ist, findet die Downloads von sämtlichen neuen Angelika Express-Titeln im offiziellen Blog und bei Reverbnation.
- Angelika Express live: heute Abend im Rahmen der c/o pop Eröffnungsfeier im Kölner Gloria und nächste Woche Donnerstag im Odonien (kommt wer mit mir?). [↩]
Harry hated The Clone Wars!
I hated the film. HATED IT. REALLY HATED IT.
So Über-Nerd Harry Knowles in seinem Review zu Star Wars: The Clone Wars. Mittlerweile ist die Rezension auf Anfrage von Lucasfilm zwar wieder von seiner Webseite AICN genommen worden, aber in den weltweiten Weiten des Internets findet man sie natürlich immer noch (sie lernen’s halt nie!). Sieht nicht gut aus für The Clone Wars…
Na, wer traut sich und kommt morgen mit mir in die Vorpremiere? Oder doch lieber Zohan?
Update: Harry Knowles was right! Hier geht’s zu meinem Review.
Batman saves the day

Die Vermarktung von The Dark Knight trägt erste merkwürdige Früchte: nun gibt es mit „The Dark Knight: Batman saves the day“ auch ein Kinderbilderbuch zum dunklen Ritter. Es geht darum, dass der Joker die Geburtstagsparty von Bruce Wayne crashen will. „Can Batman get there in time to save the day?“ Das ganze ist natürlich „based on the new movie“ und sieht eigentlich auch ganz nett aus. Bei Scans Daily kann man schon mal nen Blick reinwerfen und wer vier Euro auf den hohen Kante hat, kann’s sich auch direkt bei Amazon bestellen. (via)
Bis einer heult
Der knapp 10 Minuten lange Kurzfilm Spider von Nash Edgerton zeigt, wie aus Spaß Ernst werden kann, sobald man’s übertreibt. Dabei beginnt der Film zuerst recht unspektakulär: ein Paar sitzt im Auto, sie ist wütend auf ihn. Bei einem Tankstop verziert er das Auto mit Blumen, Hundebild und Pralinen. Schließlich gibt sie nach, es ist wohl wieder alles in Ordnung. Doch als sie die Sonnenblende herunterklappt, fällt ihr eine Gummispinne in den Schoss… Was als semi-lustiger Gag geplant war, endet erwartungsgemäß ganz anders. Wie genau erfahrt ihr im Video nach dem Klick. Nette Idee, Herr Edgerton. (mehr …)
Narnia 2
Wie schon im letzten Jahr hat’s mich auch dieses Mal ins Passauer Multiplex getrieben. Nach dem preislichen Totalausfall von 2007 (8 Euro für ne Mittagsvorstellung) haben wir diesmal auf unseren inneren Sparfuchs gehört und uns zur Betrachtung der Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia den Hartz-IV-freundlichen Kinotag auserkoren. Aber: der Fuchs unter den Lesern weiß jedoch, dass Eay – bis auf eine Ausnahme – kein Freund von Fantasy-Filmen jeder Art ist und sich Narnia 2 vor allem auf Wunsch seiner Freundin angesehen hat. Wie ist also sein Urteil über Prinz Kaspian ausgefallen? Wird er es zerschmettern? Oder mochte er es gar? Und warum schreibt er von sich in der dritten Person? Fragen über Fragen…
Deren simple Antwort heißt: weder noch. Denn man muss ganz einfach bedenken, um was für eine Art Fantasy-Romanverfilmung es sich hier handelt: ungeachtet der Tatsache, dass es sich bei den Narnia-Verfilmungen um ziemlich desaströse Buchverfilmung handelt (Film 1 behandelt Buch 2, Film 2 hingegen Buch 4, da die Kinder-Protagonisten nur hier mitspielen), sind die Filme vor allem das wirtschaftliche Disney-Gegenstück zu Warners Fantasy-Monopol, bestehend aus Harry Potter und Herr der Ringe. Insoweit ist es nicht weiter verwunderlich, dass man sich an den offensichtlichen Vorbildern der Konkurrenz orientiert: Narnia wird düsterer, die Schlachten werden epischer. Das gefällt. Und dass das alles technisch solide umgesetzt ist, ist heutzutage und bei einem Budget von 200 Millionen Dollar klar.
Aber, hach, die Story… Man versucht hier eine für Kleinkinder, Heran- und Erwachsene interessante Geschichte zu erzählen, die neben der Botschaft von christlich-konservativen Werten auch noch dem Disney-Familien-Mainstream-Publikum zu gefallen versucht. Nicht verwunderlich, dass diese Standpunktlosigkeit das ganze irgendwo im Sand verlaufen lässt. Fantasy-Fans, Harry Potter-Leser und (größere) Kinder werden zwar eine gute Zeit mit Prinz Kaspian haben, nur war’s das dann aber auch.
Doch Obacht: wenn man vom selbstauferlegten Erziehungsauftrag der beteiligten Walden Media erfährt (vgl. diesen Zeit-Artikel), überlegt man sich drei Mal ob man die Kleinen nach Narnia schickt. Könnte man sein Gehalt ja quasi direkt für Scientology, Familie Bush und andere Grusel-Fraktionen spenden…


