#wearables

Apple Glasses are inevitable

Neil Cybart, einer der treffsichersten, lesens- und hörenswertesten1 Apple-Analysten, argumentiert nun, dass „Apple Glasses“ unausweichlich sind und früher oder später ihren Weg auf unsere Nasen finden. Hauptindiz dafür seien Apples erfolgreicher Einstieg in den Wearables-Markt (Apple Watch, AirPods) und natürlich die beeindruckenden Augmented Reality-Features von ARKit, die mit iOS 11 alsbald auf Millionen iOS-Devices kommen. Nur beim Wann ist er sich noch nicht sicher:

It is no longer a question of if Apple will sell its own AR glasses, but when.

Ich kann mich dem nur anschließen. Denn wenn es eine Firma schafft, einer totgesagten Produktkategorie („Glassholes!“) nach dem Google Glass-Disaster nochmal leben einzuhauchen, dann ist es wohl Apple. Persönlich würde ich die Brillenära zwar gerne überspringen und gleich smarte Kontaktlinsen einsetzen, aber da muss ich mich wohl weiterhin gedulden.

  1. Dem verlinkten Artikel hat er auch eine Podcast-Episode gewidmet.

AirPods – Fazit nach drei Wochen

Seit mittlerweile drei Wochen laufe ich mit AirPods durch die Straßen Kölns – und werde on- wie offline angehalten und gefragt, was die Dinger denn so taugen. Zeit für ein kurzes Fazit im allseits beliebten Listicle-Format.

  • Die Soundqualität ist gut. Aber sind es die besten kabellosen Kopfhörer? Nein, ich würde sie eher mit Apples kabelgebundenen Standard-EarPods vergleichen, aber das reicht mir vollkommen.
  • Die Aufnahmequalität des Mikrofons ist gut, habe ich mir von meinen Telefongesprächspartnern versichern lassen, aber es nimmt etwas an Hintergrundgeräuschen auf.
  • Die Akkulaufzeit von bis zu fünf Stunden ist für meinen Tagesrythmus (2 x 30 Minuten pendeln, dann etwas im Büro hören, unterbrochen durch eine Ladeeinheit in der Mittagspause) absolut ausreichend. Dass die AirPods nach 15 Minuten im Case wieder für drei Stunden aufgeladen sind, stimmt und hat dafür gesorgt, das ich in den drei Wochen noch nie leere AirPods hatte.
  • Das Case ist großartig – als Auflade-, sowie als Aufbewahrungsbox. Erinnert mit seinem weißen Plastik etwas an das Apple der frühen 2000er, was ich aber sehr begrüße. Das Pairing mit dem iPhone läuft anscheinend über NFC und ist kinderleicht: ans iPhone halten und aufklappen.
  • Meine AirPods sind mit einem iPhone, einem iPad, einer Apple Watch und einem Mac verbunden. Meistens funktioniert das Verbinden von allein, wenn nicht, weil z.B. mehrere Devices in der Nähe sind, dauert das „manuelle“ verbinden ca. 5 Sekunden.
  • Die Steuerung der AirPods erfolgt über Doppeltippen auf die Kopfhörer. Das funktioniert erstaunlich gut, aber es können nur eine bzw. ab iOS 11 zwei Aktionen damit gesteuert werden. So habe ich mir in der iOS 11 Beta etwa Start/Pause auf’s rechte Ohr gelegt, Siri auf’s linke.
  • Siri funktioniert wie Siri halt so funktioniert. Meine Standardtasks, die ich auch täglich im Auto benutze (Nachrichten diktieren, telefonieren, Musik abspielen), funktionieren auch auf den AirPods wie gewohnt.
  • Optisch sieht man zugegebenermaßen etwas Panne aus, aber das ist das Los des Early Adaptors.

Würde ich mir die AirPods wieder kaufen? Definitiv. Kabelgebunden durch’s Leben zu laufen erscheint mir mehr und mehr eine bizarre Anekdote aus der grauen Vorzeit zu sein.

Meine „€œPersonal API“€œ-Bachelorarbeit ist nun online und als kostenloses eBook verfügbar

Neben stefangrund.de steht ab heute auch meine Bachelorarbeit zum Thema »Implementierung einer personenbezogenen Programmierschnittstelle (»Personal API«) zur Abbildung des digitalen Ichs im Social Web« komplett online zur Verfügung und als PDF oder kostenloses eBook für iPad, Kindle & Co. bereit.

Darin betrachte ich zunächst den Status Quo im Social Web und technologische Gegebenheiten von heute (über Smartphones zu Wearables und sozialen Filtern zur Quantified-Self-Bewegung), um festzustellen, dass immer mehr Nutzer die Kontrolle über ihre eigenen Daten und Inhalte verloren und an diverse, meist kalifornische Börsenschwergewichte abgegeben haben. Im weiteren Verlauf stelle ich dann potentielle Lösungen vor, mit denen die Datenhoheit zurückgewonnen werden kann, und entwickele schließlich selbst eine – die Personal API. Deren Prototyp der Arbeit natürlich ebenfalls beiliegt.

Hier könnt ihr euch Arbeit, eBooks und Code ansehen bzw. runterladen. Wenn euch die Arbeit gefällt, freue ich mich von euch zu hören. Ebenso wenn ihr sie an Leute, die sie ebenfalls interessieren könnte, weiterleitet.

Google kündigt Android für Wearables an

Passend zum Kapitel „Wearables und weitere Sensoren“ in meiner Bachelorarbeit hat Google nun „Android Wear“ angekündigt, eine angepasste Android-Version für Uhren und… vor allem für Uhren. Runde und eckige. Mit der Moto 360 von Motorola haben sie zudem gleich eine eigene Smartwatch im Programm.

Was den Erfolg von Smartwatches angeht, bin ich hin und her gerissen: Einerseits werden die nichts können, was unsere Smartphones nicht auch und bestimmt auch besser können, andererseits ist das wirklich Wearable Computing for the Masses, weil es bei Uhren keine Glasshole-Hemmschwelle gibt. Sobald Apple in den Markt einsteigt, dürfte das aber sowieso alles hinfällig sei, weil die sicherlich hoffentlich nicht einfach nur das Smartphone ans Handgelenk bringen, wie es bei Android Wear, Pebble & Co. derzeit noch der Fall ist.

Kino ruft FBI Homeland Security um Google-Glass-Nutzer wegen Piraterie zu verhaften

Am Wochenende in Ohio passiert. Glass war ausgeschaltet. „Immerhin“ hat er vier Freikarten bekommen.

Update, 22.01.2014: In einem Update des Artikels wurde nun klargestellt, dass es sich nicht um FBI-Ermittler sondern Männer des Department of Homeland Security handelt, die den armen Kerl dreieinhalb Stunden lang verhört haben. Was mittlerweile auch von offizieller Seite bestätigt wurde.