#technologie

“The books will stop working”

Microsoft schließt seinen eBook-Store wegen Erfolglosigkeit zum heutigen 1. Juli, was bedeutet dass alle gekauften Bücher mit Abschaltung der dazugehörigen DRM-Server aufhören zu funktionieren (!). Das ganze wurde mit nur zwei (!) Monaten Vorlaufzeit angekündigt. Kunden sollen ihre Einkäufe erstattet bekommen. Wer sich Notizen in den DRM-geschützten Microsoft-eBooks gemacht hat, verliert diese, bekommt aber 25$ „Entschädigung“.

Der Fall unterstreicht einmal mehr die offenkundigen Probleme, die es mit dem DRM-gestützten Content-Vertrieb gibt: once it’s gone, it’s gone. Microsoft – und wenn es bei ihnen soweit ist wahrscheinlich auch Amazon und Apple – ist natürlich in der glücklichen Lage das Problem mit Geld aus dem Weg zu räumen, was für kleinere Anbieter mit DRM-Content oftmals keine Lösung ist und mit dem Abschalten der Rechteinfrastruktur wären Inhalte und Geld unwiderruflich weg.

Ich würde daher weiterhin dazu raten, DRM-freie Inhalte zu kaufen, wo es nur geht. (Streaming ist mit seiner sowieso zeitlichen Restriktion da eine Ausnahme.) Da ich aber hauptsächlich Sach- und Fachbücher auf meinem Kindle lese, kann ich die meistens direkt ohne lästiges DRM kaufen. Wenn es aber doch mal ein eBook direkt von Amazon sein muss, gibt es da auch Wege.

Also befreit euren Content, damit er so lange funktioniert (!), wie ihr wollt. Das ist die Welt, in der wir jetzt leben.

The Super Tiny Compiler

Jamie Kyle vermittelt das Funktionieren eines Compilers – im Quelltext eines Compilers. Tolle Idee.

This is an ultra-simplified example of all the major pieces of a modern compiler written in easy to read JavaScript.

Reading through the guided code will help you learn about how most compilers work from end to end.

The Legacy of Firefox OS

Ben Francis, seineszeichens Mitarbeiter bei Mozilla und dort mit deren IoT-Bemühungen beschäftigt, blickt drei Jahre nachdem sie „Firefox OS“ eingestellt haben, darauf, wie sich das Open-Source-Betriebssystem weiterentwickelt hat.

Und siehe da: Mittlerweile basieren mehrere Millionen Devices – von 7 Dollar Low-End-Handys bis zu 17.000 Dollar teuren Panasonic-Fernsehen – auf Firefox OS. So z.B. auch KaiOS, das drittgrößte Mobile-Betriebssystem der Welt, von dem ich bis heute noch nie etwas gehört habe. (via Bruce Lawson)

iTunes Store und AirPlay kommen auf Samsung-TVs

In a first among TV manufacturers, Samsung has announced that its 2019 TVs will ship with an iTunes Movies and TV Shows app in over 100 countries as well as AirPlay 2 support in 190 countries. 2018 models will receive the same support via a firmware update.

Verrückter Move, der eigentlich nur auf eins hindeuten kann: Den bevorstehenden Start von Apples Streaming-Service, der damit scheinbar nicht nur auf Apple-Devices kommt, sondern wie Apple Music überall hin. Diese Allgegenwärtigkeit hat einen immensen Teil zum Erfolg von Netflix beigetragen und wäre daher wohl auch für Apple der richtige Schritt.

The Very Slow Movie Player

VSMP is an object that contains a Raspberry Pi computer, custom software, and a reflective ePaper display (similar to a Kindle), all housed inside a 3D printed case. Every 2.5 minutes a frame from the film stored on the computer’s memory card is extracted, converted to black and white using a dithering algorithm, and then communicated to the reflective ePaper display. This adds up to playing the film at a rate of 24 frames per hour, which is in contrast to the traditional speed of 24 frames per second. That’s the slow part, obviously.

Großartiges Projekt von Dash Marshall, das ich mir auch sofort in Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer stellen würde. (via Kottke)

Bundesregierung befürchtet „bürokratisches Monster“ weil neues EU-Leistungsschutzrecht auch für freie Software-Entwickler gelten soll

Filed under: „Die Geister, die ich rief“. Denn damit hätte jeder an einem Projekt beteiligte, freie Entwickler die Möglichkeit Anspruch auf einzelne Codezeilen zu erheben und das Projekt so rechtlich schachmatt zu setzen.

Das belustigt mich gerade sehr, weil das, wie Die Welt, die ich hier in Ermangelnung von leistungs­schutzrecht­freier Alternativ­bericht­erstattung verlinken musste, berichtet, die Digitalstragie der deutschen Politik torpediert und den Digitalstandort Europa gefährdet. Was natürlich fatal wäre, aber hey, welch grandiose Ironie des Schicksals!