#technologie (286)

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Jurassic Park computers in excruciating detail

Fabien Sanglard bloggte neulich über die Veränderungen, die Large Language Models (LLMs), gemeinhin KI genannt, für die Software-Entwicklung bedeuten, und verglich das mit dem „Don’t you mean extinct?“-Dialog aus Jurassic Park, dessen Ursprung nämlich darin lag, dass Phil Tippett, der zunächst eingeplante Stop-Motion-Künstler, nach Sichtung der CGI-Dinosaurier genau das sagte.

Dr. Ellie Sattler: So, what are you thinking?
Dr. Alan Grant: We’re out of a job.
Dr. Ian Malcolm: Don’t you mean extinct?

Er zieht daraus einige, meines Erachtens richtige Schlüsse („The best way to avoid becoming extinct is to evolve“; smaller teams; if you can’t beat them, join them) und nutzt seine JP-Analogie schließlich dazu, sich nochmal den Film von 1993 anzusehen und mit einem weiteren Blogpost schließlich komplett abzu­nerden, indem er jeden Computer in »Jurassic Park« auflistet, screen­shoted und mit Hinter­grund­infos ausstattet.

Szene aus Jurassic Park mit Dennis Nedry, der an seinem Schreibtisch vor dem Computer sitzt.

So lernen wir z.B., dass im Control Room des Parks ausschließlich echte Computer verwendet wurden, die heutzutage inflationsbereinigt rund 4 Mio. US-Dollar kosten würden und von Apple und SGI bereitgestellt wurden. Und dass es sich bei der legendären „It’s a Unix system. I know this“-Szene1 um eine experimentelle SGI-Datei-Explorer-Anwendung namens fsn handelt. (Mit fsv, dem File System Visualizer, gibt es übrigens einen OpenGL-Klon für Linux und Unix-like Betriebssysteme, der zwar seit 25 Jahren nicht aktualisiert wurde, aber theoretisch immer noch laufen sollte.)

That said, ich habe alles an diesem Blogpost geliebt. Und um den Bogen zum Beginn zu schlagen: Dank LLMs könnte selbst den Junior-Programmierern in einem Real-Life-Park heutzutage früher auffallen, was Nedry da im Schilde führt. Andererseits: small teams. 🤷‍♂️ (via Yewknee)

  1. Auch in unserem Büro vergeht keine Woche, in der diese Szene nicht mindestens einmal referenziert wird. []
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fabiensanglard.net

Jurassic Park computers in excruciating detail

After I mentioned a Jurassic Park anecdote the other day, I watched the movie again. I must have seen it at least ten times now. This time, I researched every computer/software I spotted.

Firefox in WebAssembly

Gecko engine compiled to WebAssembly. The real Firefox interface, rendering entirely inside this browser tab.

Damit könnt ihr Firefox in einem Chrome-Browsertab laufen lassen. Verrückt. WebAssembly, ein Webstandard, über den Programme nahezu mit nativer Geschwindigkeit im Browser laufen können, macht’s möglich. Hier das GitHub-Repo, falls ihr auch einen Browser in einen Browser bauen wollt. Und hier ein Screenshot von meinem Arc, also Chromium-basierten Browser, in dem in einem geteilten Tab eay.cc nativ in Blink, Chromes Rendering-Engine, und in Firefox samt Gecko, Firefox’ Rendering-Engine, läuft. (via Simon Willison)

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developer.puter.com

Firefox in WebAssembly

The Gecko engine compiled to WebAssembly. The real Firefox interface, rendering entirely inside this browser tab.

Web-Browser auf PDAs und AR/VR-Devices

Nachtrag zu Declan Chidlows „Web Browsers on Video Game Consoles“-Artikel, den wir neulich hier hatten:

Mittlerweile hat er sich auch mit Web-Browser auf PDAs sowie Web-Browsern in Augmented, Mixed und Virtual Reality-Devices beschäftigt. Beides ebenfalls sehr interessant, wenn man – wie ich etwa – mit und in Browsern aufgewach­sen ist arbeitet oder man – wieder wie ich – auf solche absei­tigeren Techno­logie­vor­komm­nisse steht.

allRGB, eine Galerie mit Bildern, die jeweils das gesamte RGB-Farbspektrum abbilden

Screenshot der allRGB-Website,

The objective of allRGB is simple: To create images with one pixel for every RGB color (16,777,216); not one color missing, and not one color twice.

ALL YOUR RGB ARE BELONG TO US

Hier z.B. die Mona Lisa. Entdeckt bei Zwentner, wo Sven das für seine Leser (und meine) direkt richtig einordnet:

Ich brauche dass den Leuten hier ja nicht zu sagen, aber für alle Anderen: Man macht sowas, weil man es kann und wir dürfen das genießen 🙂

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allrgb.com

allRGB

The objective of allRGB is simple: To create images with one pixel for every RGB color (16777216); not one color missing, and not one color twice.

Om Malik, 1966-2026

Om Malik, einer der Ur-Techjournalisten und -Blogger (”a blogger’s blogger“), den ich seit ungefähr zwei Jahr­zehnten lese, ist diese Woche an einer Herz­erkrankung ver­storben. John Gruber hat seinem Freund einen tollen Artikel gewidmet, Jim Nielsen eine schöne Anekdote über ihn festgehalten. Beim von ihm genutzten, alter­nativen Foto-Sharing-Dienst Glass gedenkt man ihm und seiner Fotos („He recognized that the internet was the source of so much good in his own life and that our current iteration is broken.“) ebenso wie Automattic-CEO Matt Mullenweg, der bald auch eine kleine Konferenz zu seinen Ehren – das „OmFest“ – veranstalten will und darüber hinaus weitere Blogposts über Om sammelt.

Update, 29.06.: Falls ihr Om nicht gelesen habt/kanntet und euch fragt, warum er und seine Arbeit so relevant waren: Die New York Times hat einen Nachruf auf ihn veröffentlicht (Gift-Link), wo sie sein Oeuvre nochmal einordnet. (via Darling Firewall)

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om.co

Om Malik, 1966-2026

Om Malik passed away on June 24, 2026, at Stanford Hospital after a long health journey with his heart. He was surrounded by family and friends. We invite you to share your remembrances of Om in th…

The European Social Stack — An open declaration

Eine Deklaration für offene, dezentrale Social-Plattformen und Messaging-Protokolle in, aus und für Europa. Heute vorgestellt auf der PublicSpaces Conference in Amsterdam und mitgetragen u.a. von A New Social, Eurosky und Mastodon. Das neue, europäische Netzwerk W Social, das wie Bluesky oder eben Eurosky ebenfalls auf dem AT-Protokoll aufsetzt, fehlt hier allerdings auffälligerweise.

Ansonsten richtig und wichtig. Während Demokratie, Meinungsfreiheit, Vernetztheit und Gemeinsamkeit überall auf der Welt ins Hintertreffen geraten, sollten wir das, was Europa und die EU auszeichnet, auch im Netz fördern und vorleben.

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european.social

The European Social Stack — An open declaration

Social media’s impact on society and citizens clearly shows the need for change. Europe has a strong ecosystem of social companies and a deep well of expertise in designing and operating social protocols. We are building on this to move away from large monopolistic platforms with their authoritarian governance and editorial positions, and are joining forces to establish a diverse and resilient information infrastructure in Europe.

Enzyklika Magnifica Humanitas des heiligen Vaters Leo XIV. über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

Schon zu Recht überall durchgereicht, ist das doch für eine Enzyklika unge­wöhnlich aktuell und trifft den Zeit­geist und die bevor­stehenden Heraus­forderungen für unseren globalen und gesamt­gesellschaftlichen Umgang mit Künst­licher Intelligenz, der Konzen­tration von Kapital und Macht doch sehr genau.

Hier z.B. Definition und Abgrenzung von KI [Absätze und Soft-Hyphens von mir für etwas bessere Lesbarkeit hinzugefügt; das Zitat ist im Original ein einzelner, langer Absatz (#99).]:

Es ist nicht möglich, eine eindeutige und umfassende Definition von Künst­licher Intelli­genz zu geben. Fest steht jedoch, dass das Miss­verständnis zu vermeiden ist, diese „Intelli­genz“ mit der menschlichen gleich­zusetzen. Diese Systeme ahmen bestimmte Funktionen der menschlichen Intelli­genz nach. Dabei übertreffen sie sie oft an Geschwindig­keit und Rechen­leistung und bieten somit in zahlreichen Bereichen konkrete Vorteile. Diese Leistungs­fähigkeit hat jedoch ausschließlich mit der Daten­verarbeitung zu tun: Sogenannte Künstliche Intelli­genzen machen keine Erfah­rungen, besitzen keinen Leib, empfinden weder Freude noch Schmerz, reifen nicht in Bezie­hungen, wissen nicht von ihrem Inneren her, was Liebe, Arbeit, Freund­schaft und Verant­wortung bedeutet.

Sie haben auch kein moralisches Gewissen: Sie unter­scheiden nicht zwischen Gut und Böse, sie erkennen nicht den eigentlichen Sinn von Situa­tionen und sie nehmen die Last der Konse­quenzen nicht auf sich. Sie können Sprache, Verhalten und Beur­teilungen imitieren, sie können Empathie oder Verständnis simulieren, aber sie verstehen nicht, was sie damit bewirken, denn sie bewegen sich nicht in jenem affektiven, relationalen und geistigen Horizont, in dem der Mensch zur Weisheit gelangt.

Auch wenn diese Werkzeuge als „lernfähig“ dargestellt werden, unter­scheidet sich ihre Art des Lernens von der einer menschlichen Person. Es handelt sich nicht um die Erfahrung eines Menschen, der sich vom Leben formen lässt und im Laufe der Zeit durch Entschei­dungen, Fehler, Vergebung und Treue wächst; vielmehr ist es eine statistische Anpassung auf der Grundlage von Daten und Rück­meldungen, die zwar sehr effektiv sein kann, aber kein inneres Wachstum impliziert.

Und Tolkien zitiert er dann auch noch (#213).

Bevor ihr euch aber jetzt das sehr lange, sehr päpstliche Dokument durchlest, sei euch die Episode „API et Orbi“ von Haken dran vom vergangenen Freitag empfohlen, in der Gavin Karlmeier und Stefan Schulz sich der Einordnung des Papstes annehmen:

Wir versloppen uns zu Tode: Der Papst hat eine Meinung zu KI – und sie fällt sehr deutlich aus. Die KI ist kein Mensch, die Tech-Broligarchie ist moderner Kolonialismus, KI muss entwaffnet werden und unsere Daten gehören uns und nicht denen, die sie verarbeiten. Über diese Deutlichkeit, über den Widerstand, den wir dagegen aufbringen müssen […]. Der Podcast zum größten Raubzug der Menschheit gegen die Menschheit.

Darüber hinaus haben sich beide noch weiter mit der Thematik beschäftigt: Gavin in seinem Blogeintrag „Ist Claude ein ‚Kind Gottes‘?“ und Stefan in der aktuellen Ausgabe (hier z.B. auf YouTube) seines Podcasts Die neuen Zwanziger.

Enzyklika von Papst Leo XIV. „Magnifica Humanitas“ (15. Mai 2026) | OpenGraph Preview Image
vatican.va

Enzyklika von Papst Leo XIV. „Magnifica Humanitas“ (15. Mai 2026)

ENZYKLIKA MAGNIFICA HUMANITAS DES HEILIGEN VATERS LEO XIV. ÜBER DIE BEWAHRUNG DES MENSCHEN IM ZEITALTER DER KÜNSTLICHEN INTELLIGENZ [ Multimedia ] ___________________________

WhatCable – macOS menu bar diagnostics for USB-C

WhatCable explains cable speed, charging limits, e-marker data, and connected devices in plain English. No more guessing why a cable charges slow or refuses to drive your display.

Ich habe zu Weihnachten USB-C-Tester verschenkt, aber das hier ist definitiv komfortabler, u.a. weil man in der Regel immer weiß, wo der Mac ist. Die Software ist Open Source und finanziert sich über einen 4,99 Pfund teueren Pro-Tier. (via vowe)

WhatCable: Know what your USB-C cable can really do | OpenGraph Preview Image
whatcable.uk

WhatCable: Know what your USB-C cable can really do

Why is my MacBook charging slowly? WhatCable shows USB-C cable speed, charging power, and e-marker data in plain English. Featured in Lifehacker, Boing Boing, and MakeUseOf.

Flipper One – Linux-Multi-Tool von den Flipper-Zero-Machern

Schwarz-oranger Flipper One im robusten Cyberdeck-Design mit Netzwerkanschlüssen, Bedientasten, Steuerkreuz und orangefarbenem Display, auf dem eine Pixel-Art-Figur mit der Sprechblase „WHY SO HARD?!“ zu sehen ist.

Das Team hinter dem Flipper Zero, der seit 2022 auch all meine Antennen-Multi-Tool-Bedürfnisse abdeckt, hat sein nächstes Device, den Flipper One, vorgestellt – und die Community um Support gebeten.

Denn das Projekt, das ausdrücklich keinen Nachfolger oder eine neue Generation liefert, sondern eine neue Multi-Tool-Geräteklasse, ist überaus ambitioniert: Während der Zero sich auf lokale Funk- und Hardware-Experimente konzentriert, ist der One als offener Linux-Computer für netzwerkbasierte Anwendungen und deutlich mehr Rechenleistung gedacht. Insbesondere die FlipperOS-Schicht mit der man unterschiedliche Linux-Konfigurationen reinladen können soll, klingt nützlich.

Für Release Dates und Preise ist es derzeit viel zu früh, aber wenn ihr euch mit Linux-Kerneln und ARM-Architektur auskennt, könntet ihr evtl. weiterhelfen das konkreter zu machen. Ich kauf euch dann einen ab.

Flipper One — we need your help | OpenGraph Preview Image
blog.flipper.net

Flipper One — we need your help

With Flipper One, we're reimagining what a Linux cyberdeck can be — it's a huge project. We're opening up the development process and asking the community for help.

Podcast: Die OpenAI Story

Bleiben wir bei ChatGPT: Von dem Team hinter der (nicht unumstrittenen) Peter Thiel Story ist gerade ein neuer, sechsteiliger Podcast erschienen, in dem es um die Entstehungs­Geschichte von OpenAI, den ursprüng­lichen Ideen dahinter und natürlich Sam Altmann geht.

Habe ich gestern auf meinem Arbeitsweg und heute bei der Garten­arbeit durch­gehört und bietet auf jeden Fall einen guten Einstieg und Überblick, aller­dings ohne alle Facetten, Probleme aber auch Möglich­keiten betrachten zu können (oder zu wollen). Dennoch hörenswert!

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deutschlandfunk.de

Die OpenAI Story

Mit ChatGPT hat Sam Altman OpenAI in ein milliardenschweres Tech-Imperium verwandelt. Das ist die Geschichte der KI-Revolution, einer entfesselten Technik - und des Mannes, der sie geprägt hat. Von den Machern der Peter Thiel Story.